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Conradin Cramer

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Portrait von Conradin Cramer
Conradin Cramer (2020)

Conradin Cramer (* 1979 in Basel; heimatberechtigt in Basel und Zürich) ist ein Schweizer Jurist und Politiker (Liberal-Demokratische Partei LDP). Er ist seit 2017 Regierungsrat im Kanton Basel-Stadt, seit 1. Mai 2024 als Präsident.

Leben

Conradin Cramer wurde geboren als Sohn des Diplomaten Hans Conrad Cramer (1918–1979) und dessen Frau Meret, geborene Vischer. Seine Mutter ist eine Cousine des späteren Regierungsrats Ulrich Vischer.<ref>Yen Duong: Conradin Cramer: Der Mann ohne Makel, TagesWoche, 3. August 2016, abgerufen am 14. März 2021.</ref><ref>Peter Knechtli: Conradin Cramer, der supergeplante Selbst-Optimierer, OnlineReports, 10. März 2021, abgerufen am 14. März 2021.</ref> Cramer besuchte das Gymnasium Bäumlihof in Basel, das er mit der Matura abschloss. Er studierte Rechtswissenschaften an der Universität Basel und der Albert-Ludwigs-Universität in Freiburg im Breisgau und wurde mit der Dissertation Der Bonus im Arbeitsvertrag promoviert, für die er 2007 mit dem Preis der Juristischen Fakultät der Universität Basel ausgezeichnet wurde. Im Jahr 2011 erlangte er an der University of California, Berkeley den Titel eines Master of Laws (LL.M.). Von 2013 bis 2019 hatte er einen Lehrauftrag für Privatrecht an der Universität Basel.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Conradin Cramer (Memento vom 28. November 2020 im Internet Archive). Abgerufen am 8. Juli 2022</ref> Im Dezember 2017 schloss er seine Habilitation ab und erhielt von der Universität Basel die venia docendi für Privatrecht und den Titel eines Privatdozenten verliehen.<ref>Regenz diskutiert Ordnungen und verabschiedet Universitätsrätin. 14. Dezember 2017, abgerufen am 28. Dezember 2017.</ref> Er ist seit 2017 Mitglied des Universitätsrats.<ref>Universitätsrat. In: Universität Basel, abgerufen am 28. Februar 2021.</ref>

Von 2007 bis zu seinem Amtsantritt als Regierungsrat war er hauptberuflich als Rechtsanwalt und seit 2009 auch als Notar in der Kanzlei Vischer in Basel tätig. Von 2017 bis 2024 war Cramer Vorsteher des Erziehungsdepartements Basel-Stadt. 2024 wurde er zum Regierungspräsidenten des Kantons Basel-Stadt gewählt und trat damit die Nachfolge von Beat Jans an, der in den Bundesrat berufen wurde.<ref>Ersatzwahlen in den Regierungsrat und ins Regierungspräsidium. In: bs.ch. 7. April 2024, abgerufen am 31. März 2026.</ref>

Cramer ist Alt-Mitglied des Schweizerischen Zofingervereins und Vorgesetzter E.E. Zunft zum Schlüssel. Er ist zudem Mitglied der Gesellschaft der Schildner zum Schneggen. Seit Mai 2018 ist Conradin Cramer auch Präsident des Stiftungsrats der Stiftung «éducation21», die sich der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) widmet.<ref>Conradin Cramer übernimmt das Präsidium von éducation21 von Silvia Steiner | éducation21. Abgerufen am 12. Juli 2022.</ref>

Cramer ist verheiratet, Vater von zwei Töchtern und lebt in Riehen.

Datei:2025-05-11 Conradin Cramer ESC Basel 003.jpg
Conradin Cramer am Eurovision Song Contest 2025

Politik

Cramer war von 2002 bis 2007 Mitglied des Einwohnerrats der Gemeinde Riehen. Von 2005 bis 2017 gehörte er dem Grossen Rat des Kantons Basel-Stadt an. Von 1999 bis 2005 war er Präsident der Jungliberalen Basel. Im Grossen Rat gehörte er von 2009 bis 2014 der Parlamentsleitung, dem sogenannten Büro des Grossen Rates, an. Am 6. Februar 2013 wurde Cramer mit 90 von 98 Stimmen zum Präsidenten des Grossen Rates für das Amtsjahr 2013/2014 gewählt und war damit der jüngste Grossratspräsident seit 100 Jahren.<ref>Der neue Grossratspräsident heisst Conradin Cramer. 6. Februar 2013, abgerufen am 10. März 2017.</ref> Von 2014 bis Februar 2017 präsidierte er die Bau- und Raumplanungskommission.

Im Oktober 2015 kandidierte Conradin Cramer für den Nationalrat. Er erreichte den zweiten Listenplatz und war damit erster Nachrückender für den gewählten Christoph Eymann. Am 8. März 2016 nominierte die Parteiversammlung der Liberal-Demokratischen Basel-Stadt Cramer als ihren Kandidaten für die Regierungsratswahlen 2016. Am 23. Oktober 2016 wurde er im ersten Wahlgang in den Regierungsrat gewählt.<ref>Fünf Kandidierende im ersten Wahlgang in den Regierungsrat gewählt. 23. Oktober 2016, abgerufen am 3. März 2017.</ref> Am 8. Februar 2017 trat Cramer sein Amt als Vorsteher des Erziehungsdepartements des Kantons Basel-Stadt an.<ref>Zuteilung der Departemente in der Legislaturperiode 2017 bis 2021. 6. Dezember 2016, abgerufen am 3. März 2017.</ref> Bei den Gesamterneuerungswahlen 2020 wurde er im Amt bestätigt.<ref>Rot-Grüne Mehrheit fällt – Eymann, Sutter und Keller gewählt. In: Telebasel. 25. Oktober 2020, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 29. November 2020; abgerufen am 3. März 2021.</ref> Am 3. März 2024 holte er im ersten Wahlgang für die Wahl ins Regierungspräsidium am meisten Stimmen, verpasste jedoch wie die anderen Kandidaten das absolute Mehr.<ref>Ersatzwahl Basel-Stadt - Nachfolge für Beat Jans: Wer macht das Rennen? In: srf.ch. 6. April 2024, abgerufen am 6. April 2024.</ref> Der zweite Wahlgang fand am 7. April 2024 statt, wo er mit deutlichem Vorsprung auf die weiteren Kandidaten gewählt wurde.<ref>Ersatzwahl Basel-Stadt - Mustafa Atici (SP) wird Regierungsrat – FDP-Angriff scheitert. In: srf.ch. 7. April 2024, abgerufen am 7. April 2024.</ref> Der Amtsbeginn wurde für den 1. Mai 2024 angesetzt. Am 20. Oktober 2024 wurde er im ersten Wahlgang bestätigt.<ref>Monika Glauser, Sedrik Eichkorn, Benedikt Erni: Wahlen Basel-Stadt 2024 - Im Liveticker: Basel-Stadt wählt Regierungsrat und Parlament. In: srf.ch. 20. Oktober 2024, abgerufen am 20. Oktober 2024.</ref>

2025 war Basel Austragungsort des Eurovision Song Contest 2025. In seiner Funktion als Regierungspräsident spielte Cramer eine zentrale Rolle bei der Ausrichtung des internationalen Grossanlasses.<ref>Conradin Cramer: Der stolzeste Mann der Schweiz. In: srf.ch. 9. Mai 2025, abgerufen am 31. März 2026.</ref> Im Januar 2026 übergab Conradin Cramer dem Wiener Bürgermeister Michael Ludwig eine eigens gefertigte Fasnachtslaterne und markierte damit das offizielle Ende von Basels Rolle als «Host City» des Eurovision Song Contests.<ref>Basel übergibt den Eurovision Song Contest an Wien. In: www.bs.ch. 12. Januar 2026, abgerufen am 31. März 2026.</ref>

Publikationen

  • Der Bonus im Arbeitsvertrag. Stämpfli Verlag, Bern 2007, ISBN 978-3-7272-0697-9.
  • In die Politik gehen. Tipps für den Nachwuchs. NZZ Libro, Zürich 2021, ISBN 978-3-907291-26-9.

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

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Conradin Cramer (LDP) | Lukas Engelberger (Die Mitte) | Stephanie Eymann (LDP) | Mustafa Atici (SP) | Esther Keller (GLP) | Tanja Soland (SP) | Kaspar Sutter (SP)

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