Zum Inhalt springen

Geschwister Stock

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 13. Mai 2025 um 06:35 Uhr durch imported>InternetArchiveBot (InternetArchiveBot hat 1 Archivlink(s) ergänzt und 0 Link(s) als defekt/tot markiert.) #IABot (v2.0.9.5).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)

Josef Stock (* 28. Oktober 1934; † 1942 im KZ Sobibor) und Rosel Stock (* 14. Juli 1937; † 1942 im KZ Sobibor) waren zwei jüdische Kinder aus Wiesbaden, die von den Nationalsozialisten deportiert und ermordet wurden. Sie stehen stellvertretend für die Opfer des Nationalsozialismus in Wiesbaden.

Die beiden Geschwister wurden als Kinder des Ehepaars Johanna und James Stock geboren und wuchsen in sehr ärmlichen Verhältnissen in Wiesbaden auf. Die Familie bewohnte zunächst eine Wohnung in der Jahnstraße 24 und zog später in eine kleine Hinterhofwohnung in der Walramstraße 31. Auf Anordnung der Behörden musste die Familie im Herbst 1939 zunächst in eine Baracke der Obdachlosensiedlung Mühltal ziehen, 1940 dann in das so genannte Judenhaus in der Ludwigstraße 3. Vorübergehend konnte das Ehepaar Stock ihren Sohn Josef im jüdischen Kinderheim von Bertha Pappenheim in Neu-Isenburg unterbringen.

Als am 23. Mai 1942 und am 10. Juni 1942 über 400 der noch in Wiesbaden lebenden jüdischen Bürger deportiert wurden, verschleppte man auch die Familie Stock. James Stock wurde im KZ Majdanek, seine Frau und die beiden Kinder im Vernichtungslager Sobibor ermordet.<ref>Geschwister Stock – Landeshauptstadt Wiesbaden. In: wiesbaden.de. 28. Oktober 1934, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 8. Juli 2016; abgerufen am 8. Juli 2016.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.wiesbaden.de</ref>

Am 31. Januar 1995 beschloss der Stadtrat von Wiesbaden, in Mahnung der Gräuel der Nationalsozialisten den zentral gelegenen Cecilienplatz in Geschwister-Stock-Platz umzubenennen. Auch die am Platz liegende Kindertagesstätte trägt den Namen der beiden Kinder.<ref>Verlagsgruppe Rhein Main & Co. Kg: Neubau der Geschwister-Stock-Kita ist fertig. In: wiesbadener-kurier.de. 10. Januar 2015, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 9. August 2016;.</ref>

Einzelnachweise

<references />