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Susan Solomon

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Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 26. März 2026 um 21:09 Uhr durch imported>Drahreg01 (Mitglied der Österreichischen Akademie der Wissenschaften: https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20260326_OTS0024/neue-mitglieder-gewaehlt-46-spitzenforschende-verstaerken-die-oeaw).
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Susan Solomon (2004)

Susan Solomon (* 19. Januar 1956 in Chicago) ist eine US-amerikanische Atmosphärenchemikerin. Sie war von 1981 bis 1996 bei der Wetter- und Ozeanografiebehörde der Vereinigten Staaten tätig und ist seit 2012 Professorin am Massachusetts Institute of Technology, bis 2016 für Atmosphärenchemie und Klimawissenschaften, seitdem für Umweltwissenschaften. Sie wurde für ihre Arbeit 1999 mit der National Medal of Science ausgezeichnet.

Leben

Solomon erhielt 1977 ihren Bachelorabschluss am Illinois Institute of Technology und promovierte dann 1981 an der University of California, Berkeley in Atmosphärenchemie.<ref>Dr. Susan Solomon. Abgerufen am 9. Juni 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref name="acs2014">Susan Solomon. In: American Chemical Society Local Section Chicago – WCC Biographies. März 2006, abgerufen am 11. Oktober 2019.</ref>

Von 1982 bis 2011 war sie außerordentliche Professorin an der University of Colorado in Boulder, wo sie ebenfalls für die Nationale Ozean- und Atmosphärenbehörde NOOA arbeitete.<ref>Dr. Susan Solomon. Abgerufen am 9. Juni 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> In den Jahren 1986 und 1987 war Solomon Leiterin des Forschungsprojekts „National Ozone Expedition“ in der antarktischen McMurdo-Station. Im Zuge dieser Forschungen wies sie als eine der ersten auf den Zusammenhang zwischen Fluorchlorkohlenwasserstoffen und dem Ozonloch hin. Ihre Arbeit waren eine der Grundlagen für das Montreal-Protokoll.<ref>Interview mit Susan Solomon. National Academy of Sciences, archiviert vom Vorlage:IconExternal; abgerufen am 11. Oktober 2019.</ref><ref name="acs2014"/>

Wegen ihrer Forschungen zum Ozonabbau wurde Solomon in das Intergovernmental Panel on Climate Change berufen. Im Jahr 2007 war sie als Co-Chair der Arbeitsgruppe I „The Physical Science Basis“ in verantwortlicher Position an der Erstellung des Vierten Sachstandsberichts beteiligt.<ref name="acs2014"/> Sie war die erste Frau, die eine Führungsrolle im IPCC innehatte.<ref>Bert Bolin: A History of the Science and Politics of Climate Change. Oxford University Press, 2007, ISBN 978-0-511-72173-1, S. 187.</ref>

Seit 2012 lehrt Solomon am Massachusetts Institute of Technology Atmosphärenchemie und Umweltwissenschaften. Sie ist außerdem seit 1982 Adjunct Professor an der University of Colorado at Boulder.<ref>Susan Solomon. MIT Earth Atmospheric and Planetary Sciences, abgerufen am 11. Oktober 2019.</ref>

Solomon geht davon aus, dass sich die Klimakrise nur überwinden lasse, wenn der Wunsch nach Veränderung von der Öffentlichkeit und nicht von der Politik ausgehe: „Ich denke, man muss realistisch sein und Regierungen können in einer Frage wie dieser, die alle so sehr betrifft, niemals der öffentlichen Meinung voraus sein.“<ref>https://www.thenationalnews.com/world/the-americas/global-warming-expert-says-change-starts-with-public-not-government-1.536591</ref>

Ehrungen

1985 wurde sie mit der James B. Macelwane Medal ausgezeichnet. Die National Medal of Science erhielt sie 2000 für ihre Schlüsselerkenntnisse zur Erklärung der Ursache des Ozonlochs über der Antarktis.<ref>Dr. Susan Solomon. Abgerufen am 9. Juni 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Sie wurde 2008 mit der Grande médaille de l’Académie des sciences ausgezeichnet und dem Volvo Environment Prize in 2009. Im Jahr 2012 erhielt sie den BBVA Foundation Frontiers of Knowledge Award in der Kategorie Klimawandel.<ref>Susan Solomon. Fundación BBVA, abgerufen am 11. Oktober 2019.</ref> Die National Academy of Sciences zeichnete sie 2017 mit dem Arthur-L.-Day-Preis aus für ihre langjährige führende Rolle in der Atmosphärenchemie und der Erforschung des Klimawandels sowie ihren bahnbrechenden Beitrag zur Beschreibung der stratosphärischen Ozon-Prozesse (→ Ozonloch).<ref>2017 Arthur L. Day Prize and Lectureship – Susan S. Solomon, Massachusetts Institute of Technology. Abgerufen am 11. Oktober 2019.</ref> Im Jahr 2018 wurde sie als Bakerian Lecturer ausgewählt und sie erhielt den Crafoord-Preis. Für 2021 wurde Solomon der NAS Award for Chemistry in Service to Society zugesprochen.

Solomon wurde 1992 in die National Academy of Sciences, 1993 in die American Academy of Arts and Sciences, 1995 in die Académie des sciences, 1999 in die Academia Europaea und 2008 in die Royal Society sowie die American Philosophical Society gewählt. Papst Franziskus ernannte sie 2021 zum ordentlichen Mitglied der Päpstlichen Akademie der Wissenschaften.<ref>Nomina di Membro Ordinario della Pontificia Accademia delle Scienze. In: Tägliches Bulletin. Presseamt des Heiligen Stuhls, 31. Juli 2021, abgerufen am 31. Juli 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> 2024 wurde sie zur Honorary Fellow der Royal Society of Chemistry ernannt,<ref>Honorary Fellows. In: rsc.org. Royal Society of Chemistry, abgerufen am 8. Februar 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> 2026 zum Ehrenmitglied der Österreichischen Akademie der Wissenschaften.

Ihr zu Ehren sind in der Antarktis der Solomon-Gletscher und mittelbar der Solomon Saddle nach ihr benannt.<ref>Solomon Glacier. Abgerufen am 31. Juli 2021.</ref><ref>Solomon Saddle. Abgerufen am 31. Juli 2021.</ref>

Werke

  • Susan Solomon, The Coldest March: Scott`s Fatal Antarctic Expedition, Yale University Press, 2001, ISBN 978-0-300-08967-7
  • Susan Solomon, Solvable: How We Healed the Earth, and How We Can Do It Again, University of Chicago Press, Chicago, 2024, ISBN 978-0-226-82793-3

Weblinks

Commons: Susan Solomon – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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