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(113) Amalthea

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Asteroid
(113) Amalthea
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Eigenschaften des Orbits Vorlage:Infobox Asteroid/Database
Epoche: Vorlage:JD (JD 2.460.800,5)
Orbittyp Innerer Hauptgürtel
Asteroidenfamilie
Große Halbachse 2.37623 AE
Exzentrizität 0.086052
Perihel – Aphel Vorlage:Str round AE – Vorlage:Str round AE
Perihel – Aphel  AE –  AE
Neigung der Bahnebene 5.04231 °
Länge des aufsteigenden Knotens Vorlage:Str round°
Argument der Periapsis Vorlage:Str round°
Zeitpunkt des Periheldurchgangs Vorlage:Infobox Asteroid/GetDate
Siderische Umlaufperiode Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Infobox Asteroid“ ist nicht vorhanden.
Siderische Umlaufzeit {{{Umlaufdauer}}}
Mittlere Orbital­geschwin­digkeit {{{Umlaufgeschwindigkeit}}} km/s
Mittlere Orbital­geschwin­digkeit Vorlage:Str round km/s
Physikalische Eigenschaften
Mittlerer Durchmesser 50,1 km ± 1,3 km
Abmessungen {{{Abmessungen}}}
Masse Vorlage:Infobox Asteroid/Wartung/Masse kg
Albedo 0,22
Mittlere Dichte g/cm³
Rotationsperiode Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Infobox Asteroid“ ist nicht vorhanden.
Absolute Helligkeit Vorlage:Str round mag
Spektralklasse {{{Spektralklasse}}}
Spektralklasse
(nach Tholen)
S
Spektralklasse
(nach SMASSII)
S
Geschichte
Entdecker K. T. R. Luther
Datum der Entdeckung Vorlage:Infobox Asteroid/GetDate
Andere Bezeichnung 1871 EA, 1931 TN3, 1951 CY
Quelle: Wenn nicht einzeln anders angegeben, stammen die Daten vom Vorlage:Infobox Asteroid/Database. Die Zugehörigkeit zu einer Asteroidenfamilie wird automatisch aus der AstDyS-2 Datenbank ermittelt. Bitte auch den Hinweis zu Asteroidenartikeln beachten.

Vorlage:Infobox Asteroid/Kategorien

(113) Amalthea ist ein Asteroid des inneren Hauptgürtels, der am 12. März 1871 vom deutschen Astronomen Karl Theodor Robert Luther an der Sternwarte Düsseldorf bei einer Helligkeit von 11 mag entdeckt wurde.

Der Asteroid wurde benannt nach Amaltheia, der Tochter des kretischen Königs Melisseus, die Zeus mit Ziegenmilch nährte. Die Benennung erfolgte durch die Berliner Astronomen mit 5 zu 3 Stimmen. Der Name Amalthea wurde auch dem fünften Jupitermond gegeben, der 1892 von Edward Barnard entdeckt wurde.

Wissenschaftliche Auswertung

Mit Daten radiometrischer Beobachtungen im Infraroten vom September 1975 am Kitt-Peak-Nationalobservatorium in Arizona wurden für (113) Amalthea erstmals Werte für den Durchmesser und die Albedo von 47 km bzw. 0,21 bestimmt.<ref>D. Morrison: Radiometric diameters of 84 asteroids from observations in 1974–1976. In: The Astrophysical Journal. Band 214, 1977, S. 667–677 doi:10.1086/155293 (PDF; 1,18 MB).</ref><ref>D. Morrison: Asteroid sizes and albedos. In: Icarus. Band 31, Nr. 2, 1977, S. 185–220, doi:10.1016/0019-1035(77)90034-3.</ref> Aus Ergebnissen der IRAS Minor Planet Survey (IMPS) wurden 1992 Angaben zu Durchmesser und Albedo für zahlreiche Asteroiden abgeleitet, darunter auch (113) Amalthea, für die damals Werte von 46,1 km bzw. 0,26 erhalten wurden.<ref>E. F. Tedesco, P. V. Noah, M. Noah, S. D. Price: The Supplemental IRAS Minor Planet Survey. In: The Astronomical Journal. Band 123, Nr. 2, 2002, S. 1056–1085, doi:10.1086/338320 (PDF; 398 kB).</ref> Eine Auswertung von Beobachtungen durch das Projekt NEOWISE im nahen Infrarot führte 2011 zu vorläufigen Werten für den Durchmesser und die Albedo im sichtbaren Bereich von 50,3 km bzw. 0,22.<ref>J. R. Masiero, A. K. Mainzer, T. Grav, J. M. Bauer, R. M. Cutri, J. Dailey, P. R. M. Eisenhardt, R. S. McMillan, T. B. Spahr, M. F. Skrutskie, D. Tholen, R. G. Walker, E. L. Wright, E. DeBaun, D. Elsbury, T. Gautier IV, S. Gomillion, A. Wilkins: Main Belt Asteroids with WISE/NEOWISE. I. Preliminary Albedos and Diameters. In: The Astrophysical Journal. Band 741, Nr. 2, 2011, S. 1–20, doi:10.1088/0004-637X/741/2/68 (PDF; 73,0 MB).</ref> Nach neuen Messungen mit NEOWISE wurden die Werte 2014 auf 50,1 km bzw. 0,22 geändert.<ref>J. R. Masiero, T. Grav, A. K. Mainzer, C. R. Nugent, J. M. Bauer, R. Stevenson, S. Sonnett: Main Belt Asteroids with WISE/NEOWISE. Near-infrared Albedos. In: The Astrophysical Journal. Band 791, Nr. 2, 2014, S. 1–11, doi:10.1088/0004-637X/791/2/121 (PDF; 1,10 MB).</ref>

Spektroskopische Beobachtungen einer großen Anzahl von Olivin-reichen Asteroiden erfolgten von November 1983 bis April 1987 mit der Infrared Telescope Facility auf Hawaiʻi.<ref>J. F. Bell, P. D. Owensby, B. Ray Hawke, M. J. Gaffey: The 52-Color Asteroid Survey: Final Results and Interpretation. In: Abstracts of the Lunar and Planetary Science Conference. Band 19, 1988, S. 57–58, bibcode:1988LPI....19...57B (PDF; 78 kB).</ref> Ein Vergleich der erhaltenen Spektren mit Labordaten von Olivinen und Olivin-Metall-Mischungen ergab für (113) Amalthea eine Zusammensetzung aus Olivin mit einem Metallanteil von etwa 30 %<ref>E. A. Cloutis: Olivine-rich Asteroids, Pallasitic Olivine and Olivine-Metal Mixtures: Comparisons of Reflectance Spectra. In: Abstracts of the Lunar and Planetary Science Conference. Band 24, 1993, S. 317–318, bibcode:1993LPI....24..317C (PDF; 81 kB).</ref> und große Ähnlichkeit mit einem auf der Erde gefundenen Stein-Eisen-Meteoriten aus Pallasit.<ref>T. Hiroi, J. F. Bell, H. Takeda, C. M. Pieters: Spectral comparison between olivine-rich asteroids and pallasites. In: Proceedings of the NIPR Symposium on Antarctic Meteorites. Nr. 6, 1993, S. 234–245, doi:10.15094/00004612 (PDF; 1,31 MB).</ref> Ein Vergleich der spektrophotometrischen Daten der Asteroiden (9) Metis und (113) Amalthea ergab eine wahrscheinliche genetische (kompositorische) Verbindung zwischen diesen beiden Objekten. Die nahezu identische Zusammensetzung der Silicatkomponenten dieser beiden Asteroiden weist auf ihre Abstammung von einem einzigen Mutterkörper hin. Unter Verwendung der bekannten Daten von (9) Metis und (113) Amalthea und mit plausiblen Annahmen für den Mutterkörper wurde der Durchmesser des ursprünglichen Asteroiden auf etwa 300 bis 600 km geschätzt. Demnach sind Metis und Amalthea die größten Überlebenden einer hochentwickelten, genetischen Asteroidenfamilie, von der 86–96 % der ursprünglichen Masse verloren gegangen sind.<ref>M. S. Kelley, M. J. Gaffey: 9 Metis and 113 Amalthea: A Genetic Asteroid Pair. In: Icarus. Band 144, Nr. 1, 2000, S. 27–38, doi:10.1006/icar.1999.6266.</ref>

Photometrische Beobachtungen von (113) Amalthea fanden erstmals statt am 12. April 1970 am Kitt-Peak-Nationalobservatorium in Arizona. Die über etwa 7 Stunden aufgezeichnete Lichtkurve deutete auf eine Rotationsperiode im Bereich von 12 Stunden hin.<ref>C. D. Vesely, R. C. Taylor: Photometric lightcurves of 21 asteroids. In: Icarus. Band 64, Nr. 1, 1985, S. 37–52, doi:10.1016/0019-1035(85)90037-5.</ref> Weitere Beobachtungen erfolgten vom 12. November bis 18. Dezember 1979 am Table Mountain Observatory in Kalifornien. Aus der aufgezeichneten Lichtkurve wurde 1983 eine Rotationsperiode des Asteroiden von 9,935 h abgeleitet.<ref>A. W. Harris, J. W. Young: Asteroid rotation: IV. 1979 observations. In: Icarus. Band 54, Nr. 1, 1983, S. 59–109, doi:10.1016/0019-1035(83)90072-6.</ref> In einer Untersuchung von 1984 wurden die gleichen Beobachtungsdaten noch zu einer Rotationsperiode von 9,868 h ausgewertet.<ref>S. F. Dermott, A. W. Harris, C. D. Murray: Asteroid rotation rates. In: Icarus. Band 57, Nr. 1, 1984, S. 14–34, doi:10.1016/0019-1035(84)90003-4.</ref> Aus Beobachtungen der Jahre 1970, 1979 und 1981 wurde dann in der Ukraine in einer Untersuchung von 2002 für (113) Amalthea eine Rotationsperiode von 9,9377 h bestimmt. Es wurde außerdem eine Position für die Rotationsachse mit retrograder Rotation sowie die Achsenverhältnisse eines dreiachsig-ellipsoidischen Gestaltmodells für den Asteroiden bestimmt.<ref>N. Tungalag, V. G. Shevchenko, D. F. Lupishko: Rotation parameters and shapes of 15 asteroids. In: Kinematika i Fizika Nebesnykh Tel. Band 18, Nr. 6, 2002, S. 508–516, bibcode:2002KFNT...18..508T (PDF; 810 kB, russisch).</ref> Weitere Messungen wurden vom 10. bis 14. April 2014 am Center for Solar System Studies (CS3) in Kalifornien durchgeführt. Gegenüber einer möglichen doppelt so langen Rotationsperiode wurde aber auch hier ein Wert von 9,950 h bevorzugt.<ref>R. D. Stephens: Asteroids Observed from CS3: 2014 April–June. In: The Minor Planet Bulletin. Bulletin of the Minor Planets Section of the Association of Lunar and Planetary Observers, Band 41, Nr. 4, 2014, S. 226–230, bibcode:2014MPBu...41..226S (PDF; 662 kB).</ref>

Aus archivierten Daten des Asteroid Terrestrial-impact Last Alert System (ATLAS) aus dem Zeitraum 2015 bis 2018 wurden dann in einer Untersuchung von 2020 mit der Methode der konvexen Inversion ein Gestaltmodell und eine relativ unsichere Lage der Rotationsachse in der Nähe der Ebene der Ekliptik sowie eine Rotationsperiode von 9,9394 h bestimmt.<ref>J. Ďurech, J. Tonry, N. Erasmus, L. Denneau, A. N. Heinze, H. Flewelling, R. Vančo: Asteroid models reconstructed from ATLAS photometry. In: Astronomy & Astrophysics. Band 643, A59, 2020, S. 1–5, doi:10.1051/0004-6361/202037729 (PDF; 756 kB).</ref> Aus den Daten von ATLAS konnte in einer Untersuchung von 2022 mit der Methode der konvexen Inversion eine Rotationsperiode von 9,9392 h berechnet werden.<ref>J. Ďurech, M. Vávra, R. Vančo, N. Erasmus: Rotation Periods of Asteroids Determined With Bootstrap Convex Inversion From ATLAS Photometry. In: Frontiers in Astronomy and Space Sciences. Band 9, 2022, S. 1–7, doi:10.3389/fspas.2022.809771 (PDF; 1,01 MB).</ref>

Kein Hinweis auf Satellit

Am 14. März 2017 erfolgte eine Sternbedeckung durch (113) Amalthea für maximal 4,8 Sekunden, die von mehreren Beobachtern in Arizona, Texas und Kalifornien observiert werden konnte. Bei der Auswertung der Beobachtungsdaten ergaben sich zunächst Hinweise darauf, dass (113) Amalthea von einem bisher unbekannten Satelliten umkreist werden könnte, für den die Bezeichnung S/2017 (113) 1 vorgeschlagen wurde.<ref>D. Herald, T. George, B. Timerson, P. D. Maley: (113) Amalthea And Its Satellite S/2017 (113) 1. When A Miss Is The Most Important Observation. In: Journal for Occultation Astronomy. Band 7, Nr. 3, 2017, S. 12–14, bibcode:2017JOA.....7c..12H (PDF; 6,12 MB).</ref> Im Jahr 2021 zeigte sich jedoch, dass eine falsche Auswertung aufgrund eines Software-Fehlers stattgefunden hatte und die Meldung darüber beim IAU Central Bureau for Astronomical Telegrams (CBET) wurde zurückgezogen.<ref>D. W. E. Green: CBET 5002: RETRACTION OF REPORT ON (113) AMALTHEA. IAU Central Bureau for Astronomical Telegrams, 17. Juli 2021, abgerufen am 26. August 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Siehe auch

Weblinks

Commons: (113) Amalthea – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />