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Y

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Yy

Y bzw. y (gesprochen [<templatestyles src="IPA/styles.css" />ˈʔʏpsilɔn]; in der Schweiz auch {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) [<templatestyles src="IPA/styles.css" />ˈiɡrɛk] = frz. für „griechisches i“) ist der 22. Buchstabe des klassischen und der 25. Buchstabe des modernen lateinischen Alphabets. Das Y war im ursprünglichen lateinischen Alphabet nicht vorhanden. Es wurde erst zur Zeit Sullas als 22. Buchstabe vor dem Z eingefügt und in lateinischen Texten nur zur Wiedergabe des Y in griechischen Lehnwörtern verwendet.

Einordnung

Wie das prinzipiell bei jedem Vokalbuchstaben möglich ist, steht y als Vokalbuchstabe in den Schreibsystemen moderner Sprachen teils für einen oder mehrere Vokale, teils je nach Stellung für Vokale oder einen Konsonanten (so im Englischen). In einigen Sprachen wird y aber auch als Konsonantenbuchstabe verwendet (so im Türkischen). y kommt auch als Bestandteil fester Zeichenkombinationen (Digraphen) für einzelne Phoneme vor (so z. B. im Ungarischen und im Niederländischen).

Im Deutschen wird y vorwiegend in Lehn- und Fremdwörtern verwendet und hat dann (üblicherweise und annähernd) den Lautwert der Herkunftssprache. In deutschen Eigennamen ist die Aussprache bei vokalischer Verwendung teils (langes/geschlossenes oder kurzes/offenes) <templatestyles src="IPA/styles.css" />​[⁠yː, ʏ⁠]​ (Pyhrn, Sylt), also identisch mit ü, teils <templatestyles src="IPA/styles.css" />​[⁠iː, ɪ⁠]​ (Schnyder, Schwyz, Syke, Ybbs, Ysper), also identisch mit ie, i; im unbetonten Auslaut ist sie <templatestyles src="IPA/styles.css" />​[⁠i⁠]​ (wie im Namen Willy) oder <templatestyles src="IPA/styles.css" />​[⁠ɪ⁠]​. Bei einer Verwendung als Konsonant oder Halbvokal ist die Aussprache <templatestyles src="IPA/styles.css" />​[⁠j⁠]​.

Der Buchstabe Y hat in deutschen Texten eine durchschnittliche Häufigkeit von 0,04 %. Er ist damit nach Q und X der drittseltenste Buchstabe.

Datei:Fingeralphabet Y.jpg
Buchstabe Y im Fingeralphabet

Das Fingeralphabet für Gehörlose bzw. Schwerhörige stellt den Buchstaben Y dar, indem die geschlossene Hand vom Körper weg zeigt und Daumen und kleiner Finger nach oben abgespreizt werden.

Herkunft

Griechisches Y

Die Bezeichnung Ypsilon stammt aus dem Griechischen und bedeutet „einfaches Y“ ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value); {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value): „schlicht, einfach, bloß“).

Das Ypsilon ist einer der jüngsten Buchstaben im lateinischen Alphabet und teilt sich einen Großteil seiner Geschichte mit dem U, dem V und dem W (und dem F). Es hat seinen Ursprung im phönizischen Buchstaben Waw, der den Lautwert [w] hatte. Ins griechische Alphabet wurde der Buchstabe als Ypsilon übernommen, der ursprünglich ebenso den Lautwert [u] hatte. Auf dem Weg über die Etrusker wurde daraus das lateinische U.

Das klein geschriebene griechische Ypsilon sieht im Gegensatz zur Lateinischen Schrift fast so aus wie ein klein geschriebenes lateinisches U. Im griechischen Alphabet existiert kein Buchstabe, der dem U-Laut entspricht. Stattdessen wird er durch die Abfolge eines Omikrons und eines Ypsilons wiedergegeben. Deshalb ist es bei Transkriptionen aus dem Griechischen in die lateinische Schrift üblich, statt eines einfachen „u“ ein „ou“ zu schreiben, obwohl es sich nur um einen U-Laut handelt.

Bis zum 1. Jahrhundert v. Chr. hatte sich infolge des Sprachwandels der Lautwert des griechischen Ypsilons jedoch gewandelt, es stand nun für den Laut <templatestyles src="IPA/styles.css" />[y] (wie ü in „Lüge“). Als die Römer um diese Zeit begannen, verstärkt griechische Begriffe zu verwenden, behalfen sie sich zuerst mit der Umschreibung mit U, fügten jedoch dann das Ypsilon an das Ende ihres Alphabets hinzu.

Ligatur ij

Datei:Tycho Brahe.signature.png
Unterschrift Tycho Brahes mit Pünktchen über dem y
Datei:Pilotystraße Nürnberg.jpg
Altes Straßenschild der Pilotystraße, Nürnberg

Im Frühneuhochdeutschen und im Mittelniederländischen wurde der lange [<templatestyles src="IPA/styles.css" />]-Laut bisweilen als ij wiedergegeben. Dies entspricht einem ii, doch die Verdoppelung des Buchstabens i wurde vermieden, indem an zweiter Stelle das j verwendet wurde, das damals noch eine freie Variante des i war. Dieses ij sah gleich aus wie ein ÿ und konnte deshalb durch dieses ersetzt werden. In der Folge wurde ÿ mit dem griechischen Ypsilon gleichgesetzt. Zuweilen wurde auch bewusst zwischen y in Wörtern griechischer Herkunft und ÿ in Wörtern deutscher Herkunft unterschieden.<ref>Wörterbuchnetz – Grammatisch-Kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart. In: woerterbuchnetz.de. Abgerufen am 21. Juli 2015. Im Eingabefeld des Wörterbuchs y eingeben, um zu der zitierten Stelle zu gelangen.</ref>

Im Schweizer Hochdeutsch, in alemannischen Texten und im Afrikaans wird ein solches y, das als Ligatur aus ij entstanden ist, bis heute verwendet. Beispiele aus der Schweiz, welche die Praxis der eidgenössischen Kanzleisprache fortsetzen, sind geographische Namen wie Schwyz, Pfyn und Mythen sowie in Familiennamen wie Pfyffer, Schnyder und Wyss; zum Vorkommen in der Verschriftung der schweizerdeutschen Mundarten siehe Dieth-Schreibung. Im Schweizer Kontext steht y bis heute für ein langes (allenfalls sekundär gekürztes), geschlossenes <templatestyles src="IPA/styles.css" />[iː]. Im Afrikaans hingegen steht y für den Diphthong <templatestyles src="IPA/styles.css" />[ɛĭ], der aus dem mittelniederländischen <templatestyles src="IPA/styles.css" />[iː] entstanden ist. Im Niederländischen hingegen wird für den gleichen Diphthong heute die Ligatur ij gebraucht.

Verwendung

Allgemein

Datei:2024-05 Uitrit vrijlaten Dutch sign ZvD.jpg
Uitrit vrijlaten, Ausfahrt freihalten: Im Niederländischen spielt das Y höchstens in Fremdwörtern eine Rolle (baby, yoga). Traditionell schreibt man ein IJ gern als Y. Das ist eine rein orthografische Tradition ohne Bezug zur Aussprache.

Seit der Spätantike wird das Ypsilon im Griechischen (Υ/υ) als [i] ausgesprochen, bezeichnet also denselben Laut wie i. Daher und durch den Gebrauch griechischer Fremdwörter (bzw. auf griechischem Vorbild aufgebauter Kunstwörter) gibt es in den heutigen Orthographien anderer Sprachen sehr verschiedenartige Verwendungen des y:

  • y als Variante des Buchstabens i (z. B. Englisch, Französisch, Spanisch): Insbesondere wird das y am Wortende anstelle eines i verwendet (z. B. engl. happinesshappy oder span. reinarey).
  • y als Konsonant: Im Englischen und in englischen Transkriptionen nichtenglischer Namen hat das y am Wort- und Silbenanfang den Lautwert des deutschen j, z. B. yes, yellow; Yekaterinburg (deutsch Jekaterinburg).
  • y nur als Bestandteil von Digraphen (z. B. Katalanisch, Ungarisch): Als an sich nicht gesprochener Buchstabe wird das y zur Modifikation anderer Buchstaben verwendet, z. B. im Digraph ny für [ɲ].
  • y als Bezeichnung spezieller Laute (z. B. Finnisch, Schwedisch, Norwegisch, Dänisch, Polnisch, Niedersorbisch, Obersorbisch, Walisisch).
  • Keine Verwendungen von y außer in Fremdwörtern und (geografischen und Familien-) Namen (z. B. Deutsch, Italienisch, Portugiesisch).
  • Seit Einführung des Buchdrucks ist das y manchmal als Ersatz für ähnliche Buchstaben bzw. Buchstabenkombinationen verwendet worden, so im Englischen anstelle eines þ (beispielsweise ye olde shoppe statt þe/the olde shoppe „der alte Laden“) oder im Frühneuhochdeutschen und Niederländischen anstelle eines ij (siehe oben).
  • Y als Elementsymbol für das chemische Element Yttrium.

Im Griechischen wandelt sich die Lautbedeutung des Ypsilons in Kombination mit anderen Vokalen. „ου“ (o+y) wird als „u“ gesprochen; „αυ“ (a+y) neugriechisch als „af“ und „ευ“ (e+y) als „ef“. Das neugriechische Präfix „{{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)“ beispielsweise wird somit „afto“ gesprochen.

Verwendung und Aussprache im Deutschen

Bis ins 19. Jahrhundert war die Verwendung des y in genuin deutschen Wörtern, insbesondere nach einem e- oder a-Laut nicht unüblich. So schrieb man bspw. etwa bey, greyfen, eygentlich, Zauberey oder feyern. Am längsten halten konnte sich diese Verwendung bei der Unterscheidung der Wörter sein und seyn (als Verb, mit y wegen der Form sey), die noch bis ins späte 19. Jahrhundert gängig war. In der heutigen deutschen Rechtschreibung wird das y nur noch in importierten Lehn- oder Fremdwörtern wie etwa „loyal“, „typisch“ oder „Boykott“ und unangepassten Eigennamen verwendet. Bei griechischen Fremdwörtern hat sich unter dem Einfluss der Schulbildung die Aussprache [y ʏ] (ü) weitgehend durchgesetzt (beispielsweise Typ, Xylophon). Noch im früheren 19. Jahrhundert war hingegen die Aussprache [i] üblich.<ref>Siehe Eintrag zum Buchstaben Y im Deutschen Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm.</ref> Im Schweizer Hochdeutsch ist in gut eingebürgerten griechischen Fremdwörtern die Aussprache [i] bis heute üblich, beispielsweise in Asyl, Ägypten, Forsythie, Glyzerin, Glyzinie, Gymnasium, Gymnastik, Hydrant, Lydia, Zylinder, neben [ʏ] auch etwa in Physik, Psychologie, Pyramide, System.<ref>Kurt Meyer: Schweizer Wörterbuch. So sagen wir in der Schweiz. Huber, Frauenfeld 2006, S. 30; Hans Bickel, Christoph Landolt: Schweizerhochdeutsch. Wörterbuch der Standardsprache in der deutschen Schweiz. 2., vollständig überarbeitete und erweiterte Aufl. Hrsg. vom Schweizerischen Verein für die deutsche Sprache. Dudenverlag, Berlin 2018, ISBN 978-3-411-70418-7, S. 101.</ref> In Fremdwörtern aus anderen Sprachen wird im Allgemeinen die fremde Aussprache übernommen, z. B. bei englischen Fremdwörtern als [i] (meist Wortende, beispielsweise Party, Hobby) oder <templatestyles src="IPA/styles.css" />[aɪ] (beispielsweise Nylon), und am Wortanfang vor weiterem Vokalbuchstaben als [j] (beispielsweise Yen, Yoruba, Yo-Yo).

In Eigennamen (Familien- und geografischen Namen) wird y teils wie ü gesprochen (Sylt, Thyssen, Byhleguhre-Byhlen), teils als i (Kyffhäuser, Gysi). In alemannischen Namen wird das y regelmäßig als geschlossenes [<templatestyles src="IPA/styles.css" />i(ː)] ausgesprochen, beispielsweise in Schwyz oder Mythen, denn diese Verwendung geht auf das ij zurück (siehe oben). Ferner kommt das y als Variante von unsilbischem i (als Bestandteil von Diphthongen) in verschiedenen Namen vor, beispielsweise in Speyer. Im Schreibgebrauch der Kanzleien wurde bis ins 19. Jahrhundert der Buchstabe y auch als Kürzel für die lateinische Endung -us verwendet.<ref>Reinhard Riepl: Wörterbuch zur Familien- und Heimatforschung in Bayern und Österreich, S. 448. ISBN 978-3-00-028274-4</ref> In Eigennamen kann y auch Bestandteil von anderen, sonst unüblichen Mehrgraphen sein: in uy (neben ui) für langes ü (z. B. Huy) oder für eu (Gruyter), in oey für langes ö (Oeynhausen).

Y ist der erste Buchstabe der Erkennungsnummer der Kraftfahrzeugkennzeichen der Bundeswehr. Daher wird die Bundeswehr in Deutschland mit humorigem bis ironischem Unterton auch „Y-Reisen“ oder „Y-Tours“ genannt. Der Name des Magazins Y – Das Magazin der Bundeswehr leitet sich ebenfalls davon ab.

Internet

Im Englischen wird das „y“ als Einzelbuchstabe [ˈwaɪ] (sprich: wai) ausgesprochen, so wie auch das englische Wort für „warum“, nämlich {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value). Folglich wird im Netzjargon y aufgrund seiner Homophonie mit diesem englischen Wort als Abkürzung für die Frage „Warum?“ verwendet.

In Klammern gesetzt, wird (y) auf Facebook als Shortcut für den „Gefällt mir“-Button benutzt.

Siehe auch

Weblinks

Commons: Y – Album mit Bildern und Audiodateien
Wiktionary: Y – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
Wiktionary: y – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise

<references/>

<templatestyles src="BoxenVerschmelzen/styles.css" />

Vorlage:Klappleiste/Anfang Aa  Bb  Cc  Dd  Ee  Ff  Gg  Hh  Ii  Jj  Kk  Ll  Mm  Nn  Oo  Pp  Qq  Rr  Ss  Tt  Uu  Vv  Ww  Xx  Yy  Zz 

Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Siehe auch“ ist nicht vorhanden. Vorlage:Klappleiste/EndeVorlage:Klappleiste/Anfang Ýý  Ÿÿ  Ŷŷ  Ƴƴ  Ȳȳ  Ɏɏ  Ẏẏ  Ỳỳ  Y̊ẙ  Ỵỵ  Ỷỷ  Ỹỹ  Vorlage:Klappleiste/Ende