Zum Inhalt springen

Natasja

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 14. April 2026 um 22:52 Uhr durch imported>SchlurcherBot (Bot: http → https).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)

Natasja (auch bekannt als Little T und Little Tasja; bürgerlicher Name: Natasja Saad; * 31. Oktober 1974 in Kopenhagen; † 24. Juni 2007<ref name="natasja1">Natasja Saad auf gravsted.dk, abgerufen am 2. Januar 2011.</ref><ref name="natasja2">Nekrolog: Lovende dansk rapper død in: Politiken, abgerufen am 2. Januar 2011.</ref><ref name="natasja3">Rapperen Natasja er død in: Politiken, abgerufen am 2. Januar 2011.</ref> in Spanish Town, Saint Catherine Parish, Jamaika<ref name="natasja7">Natasja. Dokumentarfilm von 2008.</ref>) war eine dänisch-sudanesische Reggae-, Dancehall- und Hip-Hop-Musikerin.

Leben und Karriere

Sie ist die Tochter der dänischen Photographin Kirstine Saad und eines sudanesischen Vaters. Sie wuchs im Kopenhagener Stadtteil Islands Brygge auf. Im Alter von 13 Jahren begann Natasja mit dem Singen und als DJ in Kopenhagen zu arbeiten, wo sie mit Miss Mukupa, Kruzh'em und McEmzee in der Band No Name Requested auftrat<ref name="natasja7" /> und 1990 ihren regionalen Durchbruch schaffte.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Natasja Saad tödlich verunglückt (Memento vom 16. Juli 2007 im Internet Archive) auf splash-festival.de .</ref>

In der folgenden Zeit spielte sie mit ihrer Band No Name Requested mit Größen wie Queen Latifah, A Tribe Called Quest oder Massive Attack auf Konzerten und erlangte Bekanntheit in Jamaika.<ref name="natasja6">Natasja Memorial auf MySpace, abgerufen am 2. Januar 2011.</ref> Da sich dennoch ein kommerzieller Erfolg nicht einstellte, wandte sie sich dem Reiten als ihrer anderen Leidenschaft zu und begann eine Ausbildung zur Jockey. Nach einem schweren Reitunfall im Jahre 1998 sah sie sich gezwungen, ihre Ausbildung zu beenden und sich wieder ganz der Musik zu widmen.<ref name="natasja1" /><ref name="natasja2" /><ref name="natasja7" />

Im Sommer 2004 veröffentlichte sie zunächst die 12"-Platte Cover Me, später dann die 7" Summercute. Im Jahr 2005 erschien auf CD ihr erstes, englischsprachiges Album Release, das unter anderem in Deutschland und Russland veröffentlicht wurde.<ref name="natasja2" /> Im selben Jahr wirkte sie unter dem Pseudonym Lille T an Bikstok Røgsystems Hit Cigar mit<ref name="natasja1" /><ref name="natasja2" /><ref name="natasja4"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Natasja vandt på Jamaica (Memento vom 11. Januar 2012 im Internet Archive) auf djz.dk, abgerufen am 2. Januar 2011</ref> und veröffentlichte auf dem deutschen Reggae-Label Germaicans die Single Time 2 Fly, die ebenfalls in den Riddim Rodeo einging.<ref name="natasja6" />

2006 gewann sie in Jamaika den Reggaewettbewerb Irie FM Big Break Contest mit dem Lied 45 Questions.<ref name="natasja7" /> Sie war damit die erste Nicht-Jamaikanerin, die diesen Wettbewerb gewann.<ref name="natasja3" /> Der Siegerpreis umfasste neben einem Plattenvertrag, einem Musikvideo und einer Fotosession die Teilnahme am Red Stripe Reggae Sumfest, wo sie mit Größen wie Beenie Man, 50 Cent und Rihanna auftrat.<ref name="natasja4" /> Im selben Jahr gastierte auf zahlreichen Musikveranstaltungen wie dem Sting Festival in Jamaika, dem Popkomm Reggae Festival in Berlin und dem Uppsala Reggae Festival in Schweden sowie in Dänemark auf dem SPOT Festival und dem Roskilde-Festival.<ref name="natasja6" />

Ihre Songtexte verfasste sie sowohl auf Dänisch als auch auf Englisch, letzteres meist in jamaikanischem Patois.<ref name="natasja7" />

Sie engagierte sich aktiv im Ungdomshuset und in Christiania.<ref>Natasja sælger masser af albums in: Politiken, abgerufen am 2. Januar 2011.</ref>

Tod

Datei:Natasja saad grave.jpg
Natasjas Grab in Kopenhagen
Datei:Grafitti Islands Brygge Natasja.jpg
Graffiti zum Gedenken an Natasja im Hafenpark Islands Brygge

Natasja verstarb am 24. Juni 2007 bei einem Autounfall auf Jamaika. Zwei weitere Personen wurden schwer verletzt, während Natasjas Freundin Karen Mukupa den Unfall relativ unverletzt überstand.<ref name="natasja2" /><ref name="natasja7" /><ref>Danish rapper killed in car accident in Jamaica auf english.pravda.ru, 25. Juni 2007, abgerufen am 2. Januar 2011.</ref> Insbesondere nach ihren Erfolgen in Jamaika war ein internationaler Durchbruch absehbar, weshalb ihr Tod, nicht zuletzt aufgrund ihrer außergewöhnlich engagierten Persönlichkeit, weithin als ein schmerzhafter Verlust für die dänische Musikszene aufgenommen wurde.<ref name="natasja2" />

Natasjas Grab liegt auf dem Assistenzfriedhof in Kopenhagen.<ref name="natasja1" /><ref>Natasja i fint selskab auf tv2.dk (TV2), 19. Juli 2007, abgerufen am 2. Januar 2011.</ref> Nach ihrem Tod, an ihrem 33. Geburtstag, wurde ihr zu Ehren in der Freistadt Christiania ein zentraler Weg (vor „Den Grå Hal“) auf den Namen „Natasjas Gade“ getauft.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Natasja får sin egen gade (Memento vom 19. Januar 2012 im Internet Archive) in: Politiken, abgerufen am 2. Januar 2011.</ref>

Postume Veröffentlichungen

Ihr zu Lebzeiten eingespieltes und 2007 posthum erschienenes Album I Danmark er jeg født wurde in der Öffentlichkeit positiv aufgenommen und bekam in den Medien durchweg gute Kritiken.<ref>Kritik zu I Danmark er jeg født in: Ekstra Bladet, 5 von 6 Sternen, abgerufen am 2. Januar 2011.</ref><ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Kritik zu I Danmark er jeg født (Memento des Vorlage:IconExternal vom 1. November 2007 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/jp.dk in: Jyllands-Posten, 4 von 6 Sternen, abgerufen am 2. Januar 2011.</ref><ref>Kritik zu I Danmark er jeg født in: Berlingske Tidende, 5 von 6 Sternen, abgerufen am 2. Januar 2011.</ref><ref>Kritik zu I Danmark er jeg født</ref><ref>Kritik zu I Danmark er jeg født auf ibyen.dk (Politiken), 5 von 6 Sternen, abgerufen am 2. Januar 2011.</ref>

Im Herbst 2008 erschien das englischsprachige Album Shooting Star, das sie parallel zu I Danmark er jeg født eingespielt hatte.<ref>Nyt album fra Natasja</ref> In britischen Diskotheken errang insbesondere der Song Calabria Popularität.

Diskografie

Lua-Fehler in package.lua, Zeile 80: module 'Module:Musikcharts/countries' not found

Alben

  • 2005: Release
  • 2007: I Danmark er jeg født (posthum, erschienen am 24. September 2007)
  • 2008: Shooting Star (posthum)

Singles

  • 2003: Real Sponsor 12"
  • 2004: Cover Me 12"
  • 2004: Summercute 7"
  • 2004: My Dogg / 45 Questions
  • 2005: Op med hovedet
  • 2005: Time 2 Fly
  • 2006: Mon De Reggae
  • 2007: Calabria (feat. Enur, DK: Vorlage:Schallplatte)
  • 2007: Long Time 7"
  • 2007: Gi’ mig Danmark tilbage (posthum)
  • 2008: Calabria 2008 (DK: Vorlage:Schallplatte)
  • 2008: I Danmark er jeg født (posthum)
  • 2008: Better Than Dem (posthum, feat. Beenie Man)
  • 2020: Til Banken (posthum, mit Tessa & Karen Mukupa)

Literatur

  • Rasmus Poulsen, Karen Mukupa: Natasja – En personlig bog om Natasjas korte, men begivenhedsrige liv. København: Politikens Forlag, 2010, ISBN 978-87-567-8920-2.

Film

  • Natasja. Dokumentarfilm von Andreas Johnsen aus dem Jahr 2008.

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Hinweisbaustein