Vice (Magazin)
| VICE
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|---|---|
| Logo des Vice-Magazins | |
| Beschreibung | Internationales Lifestylemagazin |
| Verlag | VICE Media |
| Erstausgabe | 1994 |
| Erscheinungsweise | monatlich |
| Verbreitete Auflage | 1.200.000 Exemplare |
| (<ref name="verbreitung">Hernán D. Caro: Zehn Jahre Vice-Magazin. Reporter, keine Sozialarbeiter. In: faz.net. 30. Juni 2015, abgerufen am 12. Dezember 2024.</ref>) | |
| Reichweite | 130 Mio. Leser |
| (<ref name="verbreitung" />) | |
| Chefredakteur | Zing Tsjeng (Global)<ref name="impressum">Impressum. In: legal.vice.de. VICE Media GmbH, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 27. Mai 2024; abgerufen am 12. Dezember 2024.</ref> Tim Geyer (DACH)<ref name="impressum" /> |
| Weblink | vice.com |
| ISSN (Print) | 1077-6788 |
Vice (Eigenschreibweise VICE, von englisch vice ‚Laster‘) ist ein US-amerikanisches Online- und Print-Magazin mit dem Fokus auf Lifestyle, Kultur, Kunst, Nachrichten und Politik. Die 1994 im kanadischen Montreal gegründete und mittlerweile in New York ansässige werbefinanzierte Zeitschrift besitzt mehrere Ableger in über zwanzig Ländern. Herausgeber ist das Unternehmen Vice Media. Die deutsche Ausgabe erscheint seit August 2005, die österreichische und schweizerische Ausgabe seit 2007. Inzwischen steht VICE auch für das dahinter entstandene globale Medienunternehmen und dessen Eigenproduktionen. Vice Media meldete 2023 Insolvenz an, die Einstellung von Vice Deutschland sowie wenig später der internationalen Website wurde Anfang 2024 bekanntgegeben. Ende September 2024 verkündete das Magazin ein Come-Back.<ref name="come_back">Kevin Lee Kharas: VICE Magazine Is Coming Back. Life. In: vice.com. Vice Media, 24. September 2024, abgerufen am 12. Dezember 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)): „We’re relaunching VICE Magazine in all its sprawling and salacious glory, with four issues a year, delivered anywhere in the world.“</ref>
Inhalt und Konzept
Die Zeitschrift beschäftigt sich hauptsächlich mit der Jugendkultur sogenannter Millennials,<ref name=":1" /> dabei behandelt sie auch Themen wie Sex, Drogen und Gewalt sowie länderübergreifend wichtige Sozialprobleme oder politische Konflikte.
Neben Vice gibt es online u. a. noch:
- Broadly für Feminismus
- i-D für Mode
- Motherboard für Technologie
- Munchies für Ernährung
- Noisey für Musik
- VICE News für Nachrichten
- Waypoint für Computerspiele
Im Mai 2019 wurden die deutschsprachigen Ausgaben von Broadly, Motherboard, Munchies und Noisey eingestellt.<ref>Motherboard Deutschland macht dicht: Vice bündelt alle deutschsprachigen Ableger auf einer Seite meedia.de, 24. Mai 2019.</ref>
Die Zeitschrift ist anzeigenfinanziert und liegt kostenlos in u. a. Kneipen, Bars, Clubs sowie Bekleidungs- und Musikgeschäften aus.
2013 gelang Vice ein Mediencoup, als es den ehemaligen Basketballspieler Dennis Rodman zu einem Treffen mit dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong-un in Pjöngjang begleitete.<ref>Brian Stelter: Daredevil Media Outlet Behind Rodman’s Trip. In: New York Times. 3. März 2013.</ref> Im August 2014 zeigte Vice als erstes Nachrichtenmedium eine Reportage über den Islamischen Staat.<ref>Felix Stephan: Ebola-Kannibalen in Liberia. zeit.de, 14. April 2015.</ref>
Heute erscheinen lokale Ausgaben der Zeitschrift in:
Geschichte
Die Zeitschrift wurde 1994 im kanadischen Montreal von den drei damals arbeitslosen Freunden Suroosh Alvi, Shane Smith und Gavin McInnes gegründet. Sie begann als Fanzine für Subkulturen unter dem Namen Voice of Montreal. Sie wurden anfangs von der Regierung als Teil eines Projektes, das Arbeitsplätze und Jobchancen schaffen soll, finanziell unterstützt. 1996 machten sich die Redakteure von ihrem ursprünglichen Herausgeber Alix Laurent unabhängig. Sie kauften ihm die Rechte ab und benannten das Magazin in Vice um. Um den Anzeigenverkauf an Streetwearfirmen zu verbessern, zog die Hauptredaktion 2002 nach New York um.
2009 gründete Vice mit Intel die Onlinesparte Creators Project zur Förderung und Verbreitung kreativer Ideen und Innovationen.<ref>Eliot van Buskirk: Intel and Vice Launch Creators Project: Selling Out or Boosting Creativity? In: Wired. 17. Juni 2010.</ref> Ende 2013 startete VICE News mit etwa 100 Reportern und Redakteuren in 35 Büros rund um die Welt, unter anderem in New York, London, Berlin, Mexiko-Stadt, São Paulo, Los Angeles, Istanbul, Moskau, Peking und Kabul.<ref>Vice News wants to take documentary-style storytelling to hot spots around the globe. In: Nieman Foundation for Journalism. 7. Januar 2014.</ref><ref>A First Look at VICE News with Shane Smith. In: VICE. 8. Januar 2014. (youtube.com)</ref> 2013 begann zudem die Ausstrahlung von Vice-Dokumentationen auf dem US-amerikanischen Privatsender HBO.<ref>Mariam Lau: Hipster im Krieg. zeit.de, 18. April 2013.</ref> 2015 wurde die Zusammenarbeit mit HBO für vier weitere Jahre verlängert.<ref name=":1">Tom Huddleston, Jr.: HBO courts millennials by doubling down on Vice TV content. In: Fortune. 26. März 2015.</ref> Dokumentationen von Vice wurden im deutschsprachigen Raum im ZDF, SRF und auf RTL II gezeigt. Medienkooperationen ging VICE zudem unter anderen mit CNN,<ref>Foster Kamer: What the VICE/CNN Partnership Means for Media, Hipsters, and News. In: gawker.com. Gawker, 24. Januar 2010, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 27. September 2015; abgerufen am 12. Dezember 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> MTV,<ref>Alessandra Stanley: A Spoonful of Exotica Makes the Geography Go Down. In: New York Times. 5. Dezember 2010.</ref> Spiegel Online und Zeit Online ein. 2016 startete der TV-Sender Viceland. Mit Vice Records (Musiklabel), Vice Film (Filmproduktionsgesellschaft), Virtue (Marketing- und Designagentur), Advice Network (Werbenetzwerk) sowie Vice Books (Verlag) ist das Unternehmen mittlerweile in weiteren Medienbereichen tätig.
2012 betrug der Jahresumsatz von Vice Media etwa 175 Millionen Dollar. Der Wert des Unternehmens wurde auf 1,4 Milliarden Dollar geschätzt. Das Magazin wurde in 27 Ländern mit einer Gesamtauflage von 1,1 Millionen vertrieben.<ref name=":0" /> 2013 beteiligte sich Rupert Murdoch über 21st Century Fox mit 70 Millionen Dollar (rund 52 Millionen Euro) an VICE,<ref>Pia Ratzesberger: Der alte Mann und die Hipster-Bibel. sueddeutsche.de, 17. August 2013, abgerufen am 14. Dezember 2014.</ref><ref name=":0">Einstieg – Murdoch bewertet „Vice“ mit mehr als einer Milliarde Euro. derstandard.at, 19. August 2013.</ref> 2014 das Investmentunternehmen TCV und der US-amerikanische Privatsender A&E Network mit jeweils 250 Millionen Dollar.<ref name="NYT.4.9">Emily Steel: Vice Lands 2nd Investment, to Fuel Expansion. In: New York Times. 4. September 2014.</ref> 2014 wurde der Jahresumsatz mit 500 Millionen Dollar und der Unternehmenswert mit 2,5 Milliarden Dollar beziffert.<ref name="NYT.4.9" /> 2017 wurde der Unternehmenswert nach dem Einstieg von TPG Capital auf 5,7 Milliarden Dollar geschätzt.<ref>Michelle Castillo: Vice raises $450 million from TPG. 19. Juni 2017, abgerufen am 23. August 2017.</ref> Der Hauptanteil am Unternehmen wird von den ursprünglichen Herausgebern gehalten.
Ende des Jahres 2017 wurde durch Recherchen der The New York Times bekannt, dass mehr als 20 Frauen Opfer oder Zeuge sexueller Übergriffe in der Redaktion von Vice geworden sein sollen.<ref>Sex-Übergriffe bei Jugendmagazin „Vice“ aufgedeckt. 25. Dezember 2017, abgerufen am 12. Dezember 2024.</ref><ref>At Vice, Cutting-Edge Media and Allegations of Old-School Sexual Harassment. 25. Dezember 2017, abgerufen am 25. Dezember 2017.</ref>
Wirtschaftliche Lage und Insolvenz
Vice Media war mehrmals von Zahlungsausfällen bedroht. Wegen wirtschaftlicher Schwierigkeiten trennte sich Vice Media im Frühjahr 2019 von 250 Mitarbeitern, etwa 10 Prozent der Belegschaft.<ref>Vice-Chefin entlässt zehn Prozent der Belegschaft. handelsblatt.com, 3. Februar 2019.</ref> Im Oktober 2019 übernahm Vice Media Refinery29, ein Onlineportal für junge Frauen.<ref>Jürgen Schmieder: Refinery29-Übernahme – Cool sein oder nicht sein. Abgerufen am 16. Mai 2023.</ref> Infolge der COVID-19-Pandemie wurde im Mai 2020 der Abbau von 155 Arbeitsplätzen, etwa 10 Prozent der Belegschaft, bekanntgegeben.<ref>Werben & Verkaufen: Vice Media entlässt 155 Mitarbeiter | W&V. 18. Mai 2020 (wuv.de [abgerufen am 16. Mai 2023]).</ref>
Die New York Times meldete im April 2023, dass Vice auf der Suche nach einem Käufer sei, um die drohende Insolvenz abzuwenden.<ref>Lauren Hirsch, Benjamin Mullin: Vice Is Said to Be Headed for Bankruptcy. In: The New York Times. 1. Mai 2023, ISSN 0362-4331 (nytimes.com [abgerufen am 16. Mai 2023]).</ref> Im Mai 2023 machten die Fortress Investment Group, Soros Fund Management und Monroe Capital das Angebot, Vice für 225 Millionen Dollar zu übernehmen.<ref>Amanda Silberling: After a 29-year run, Vice files for bankruptcy. In: TechCrunch. 15. Mai 2023, abgerufen am 16. Mai 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Am 15. Mai 2023 meldete das Medienunternehmen Vice Media Insolvenz an.<ref>Max Muth: Der tiefe Fall von Vice Media. In: Süddeutsche.de. 15. Mai 2023, abgerufen am 16. Mai 2023.</ref> In der Folge wurde der Umfang der regionalen Ausgaben in mehreren Ländern stark reduziert. Anfang 2024 folgte zuerst die Einstellung der deutschen Ausgabe, wenig später wurde mit vice.com auch die US-Website eingestellt. Laut CEO Bruce Dixon rechnete das Unternehmen damit, dass durch diese Maßnahmen mehrere hundert Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz verlieren würden. Inhalte sollen weiterhin über die Social-Media-Kanäle verbreitet werden. Außerdem sind Kooperationen mit anderen Medienhäusern geplant.<ref>DWDL de GmbH: Fokus auf Social Media: Vice macht nun sogar vice.com dicht. Abgerufen am 24. Februar 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Vice Deutschland
| VICE Deutschland
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|---|---|
| Logo des Vice-Magazins | |
| Sprache | Deutsch |
| Verlag | VICE Media (Deutschland) |
| Hauptsitz | Berlin |
| Erstausgabe | 2005 |
| Erscheinungsweise | monatlich |
| Verbreitete Auflage | 100.000 Exemplare |
| (<ref name="verbreitung" />) | |
| Chefredakteur | Tim Geyer |
| Herausgeberin | Karin Helfer |
| Geschäftsführerin | Karin Helfer |
| Weblink | vice.com/de |
| ISSN (Print) | 1077-6788 |
Die deutsche Redaktion fing 2005 in Berlin mit fünf Mitarbeitern an und wuchs bis 2015 auf 140 Mitarbeiter an.<ref name="verbreitung" /> Gründer der deutschen Ausgabe war Benjamin Ruth, der anschließend Geschäftsführer und Herausgeber war.<ref>Vice-Macher Benjamin Ruth: „Deutschland muss für eine Prise Sex und Perversion herhalten“ meedia.de, 15. Juli 2015.</ref> 2021 folgte ihm Karin Helfer in diesen Positionen.<ref>„Wir sind nicht mehr das krasse Sex, Drugs, Rock’n’Roll-Medium“ meedia.de, 2. Dezember 2021.</ref> Chefredakteur der deutschen Ausgabe war von 2008 bis 2018 der Cambridge-Absolvent Tom Littlewood.<ref name="taz">Fatma Aydemir: Das Magazin „Vice“ expandiert: Was junge Menschen bewegt. In: taz. 29. November 2014, abgerufen am 15. Januar 2017.</ref> Laura Himmelreich war ab 2016 Chefredakteurin der deutschen Online-Ausgabe<ref>Deutsches Vice.com holt stern-Reporterin Laura Himmelreich als Chefredakteurin meedia.de, 4. April 2016.</ref> und ab 2018 Chefredakteurin aller deutschsprachigen Ausgaben.<ref name="meedia">Laura Himmelreich zum Vice-Exodus in Austria: “Möchte nicht Chefin von Leuten sein, die nicht zu meinem Team gehören wollen” meedia.de, 14. August 2018.</ref> 2019 wurde sie von Felix Dachsel abgelöst.<ref>Führungswechsel bei “Vice”: Felix Dachsel wird neuer Chefredakteur der DACH-Region, Laura Himmelreich geht meedia.de, 28. Juni 2019.</ref> Dieser wiederum wurde 2022 von Tim Geyer abgelöst.<ref>Führungswechsel beim Jugendmagazin Vice: Felix Dachsel macht Schluss, Tim Geyer wird Chefredakteur. In: kress.de. 8. September 2022, abgerufen am 9. September 2022.</ref> Die Redaktion war 2014 im Durchschnitt 28 Jahre alt, die Hälfte davon weiblich.<ref name="taz" /> 2015 lag die Auflage bei 100.000 Exemplaren.<ref name="verbreitung" /> Vice Deutschland produzierte ab April 2017 neben Bild, Spiegel Online und Sky Inhalte für Snapchat Discover.<ref>Mit Bild, Spiegel Online, Vice und Sky: Snapchat startet Medienangebot Discover in Deutschland › Meedia. 24. April 2017, abgerufen am 23. August 2017.</ref>
Im August 2018 wurde bekannt, dass das gesamte achtköpfige Team der Österreich-Redaktion beschlossen hatte, das Unternehmen zu verlassen. Als Grund wurden geplante Umstrukturierungen angegeben. Seither werden die drei deutschsprachigen Landesredaktionen in Deutschland, Österreich und der Schweiz zentral koordiniert.<ref name="meedia" /> Am 14. Februar 2024 wurde die Einstellung des Betriebs in Deutschland für Ende März 2024 bekannt gegeben.<ref>Vice Deutschland wird Ende März eingestellt. In: rbb24.de. 14. Februar 2024, abgerufen am 14. Februar 2024.</ref>
Kritik
An Vice wird kritisiert, dass viele Inhalte oberflächlich bleiben und auf Provokation und Grenzüberschreitungen ausgerichtet sind.<ref>Tobias Rapp, Der Spiegel: Lifestyle-Magazin "Vice": Hauptsache krass. Abgerufen am 26. August 2021.</ref><ref>Ronja von Rönne: Ronja von Rönne: Wie ich krass viele „Vice“-Texte gelesen habe. In: Die Welt. 7. Dezember 2015 (welt.de [abgerufen am 26. August 2021]).</ref> 2013 zog das Muttermagazin Teile einer Veröffentlichung mit dem Titel „Letzte Worte“ zurück, in der „Schriftstellerinnen, die sich selbst umbringen“ abgebildet waren.<ref>The cult of Vice. Abgerufen am 26. August 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Der damalige Herausgeber des US-Mutterunternehmens und der Software-Mogul John McAfee flohen gemeinsam vor den Behörden, um einer Befragung in einem Mordfall zu entgehen.<ref>Lizzie Widdicombe: The Bad-Boy Brand. In: newyorker.com. The New Yorker, 1. April 2013, abgerufen am 26. August 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Im Herbst 2017 wurden beim US-Mutterunternehmen Belästigungsvorwürfe laut.<ref>Emily Steel: At Vice, Cutting-Edge Media and Allegations of Old-School Sexual Harassment. In: The New York Times. 23. Dezember 2017, ISSN 0362-4331 (nytimes.com [abgerufen am 26. August 2021]).</ref> In der Folge wurden auch Vorwürfe von Mitarbeiterinnen gegen Mitarbeiter des deutschen Magazins öffentlich.<ref>Peter Weissenburger: Nach „New York Times“-Recherche: Vorwürfe auch gegen deutsche „Vice“. In: Die Tageszeitung: taz. 27. Dezember 2017, ISSN 0931-9085 (taz.de [abgerufen am 26. August 2021]).</ref>
Regelmäßig wird Vice für seine distanzlose Berichterstattung über Drogen kritisiert. Die gleichlautende Rubrik stellt in der deutschsprachigen Ausgabe Online durchschnittlich ein Viertel aller Beiträge an einem durchschnittlichen Tag. Die Hamburger Kontrollstelle für Jugendmedienangebote bemängelte auf eine Anfrage des NDR-Medienmagazins Zapp, dass negative Aspekte des Drogenkonsums als Teil der Freizeitgestaltung ausgeblendet werden, bis hin zu Anleitungen, wie man Drogen vor der Polizei versteckt. Hervorgehoben wurde unter anderem ein Artikel mit Rezeptideen für psychedelische Pilze. Die Recherchen von Zapp waren für die zuständige Medienanstalt Berlin-Brandenburg Anlass, Vice auf Verstöße gegen den Jugendmedienschutz hin zu überprüfen.<ref>Vice soll Drogen verharmlosen – Weser Kurier. In: weser-kurier.de. 25. August 2016, abgerufen am 19. Juni 2022.</ref> Der Leiter des Deutschen Zentrums für Suchtfragen des Kindes- und Jugendalters, Rainer Thomasius, wertet die Artikel als stark jugendgefährdend.
„Das ist aus suchtpräventiver Sicht ein Schlag ins Gesicht. Im Grunde genommen geht es in diesen Artikeln darum, junge Menschen zum Drogenkonsum zu verführen.“<ref>NDR: "Zapp": jugendgefährdende Inhalte bei "Vice"? Abgerufen am 19. Juni 2022.</ref>
Literatur
- Jill Abramson: Merchants of Truth: The Business of News and the Fight for Facts. Simon & Schuster, New York 2019, ISBN 978-1-5011-2320-7, S. 42–61, 147–181, 346–369 (= Kapitel 2, 6 und 11).
Film
- Vorlage:Mediathek (Dokumentationsreihe mit insgesamt 3 Folgen)<ref>Laura Binder: "Die Vice-Story": Ibuprofen für den Morgen danach. In: Die Zeit. 11. Dezember 2024, ISSN 0044-2070 (zeit.de [abgerufen am 12. Dezember 2024]).</ref>
Weblinks
- Webpräsenz der deutschen Ausgabe
- Webpräsenz von Vice TV
- Martin Hitz: Organ für die Digital Natives. «Vice» liebt das Wilde und Waghalsige. In: NZZ.ch. 24. Juni 2014, abgerufen am 14. Dezember 2014.
- Hernan D. Caro: Zehn Jahre Vice-Magazin: Reporter, keine Sozialarbeiter. In: faz.net. 30. Juni 2015.
Einzelnachweise
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