Zum Inhalt springen

Zinkchromat

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 24. Januar 2026 um 03:02 Uhr durch imported>ChemoBot (Entferne Parameter „Suchfunktion“ aus {{Infobox Chemikalie}} und bereinige Leerzeilen).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Strukturformel
Zinkion Chromation
Allgemeines
Name Zinkchromat
Andere Namen
  • Chromsäure-Zinksalz
  • Zinkgelb (uneindeutig)
  • Zinktetraoxychromat
  • Chromzinkoxid
Summenformel ZnCrO4
Kurzbeschreibung

zitronengelbes Pulver<ref name="GESTIS"/>

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer Vorlage:CASRN
EG-Nummer 236-878-9
ECHA-InfoCard 100.033.511
PubChem 26089
ChemSpider 24301
Wikidata [[:d:Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)|Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)]]
Eigenschaften
Molare Masse 181,38 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Dichte

3,40 g·cm−3<ref name="GESTIS">Eintrag zu Vorlage:Linktext-Check in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFAVorlage:Abrufdatum (JavaScript erforderlich)</ref>

Schmelzpunkt

316 °C (Zersetzung ab 440 °C)<ref name="GESTIS"/>

Löslichkeit

praktisch unlöslich in kaltem Wasser<ref name="GESTIS"/>

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung aus Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 (CLP),<ref name="CLP_100.240.767">Nicht explizit in Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 (CLP) gelistet, fällt aber mit der angegebenen Kennzeichnung unter den Gruppeneintrag Vorlage:Linktext-Check in der Datenbank ECHA CHEM der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA)Vorlage:Abrufdatum Hersteller bzw. Inverkehrbringer können die harmonisierte Einstufung und Kennzeichnung erweitern.</ref> ggf. erweitert<ref name="GESTIS" />
Gefahrensymbol Gefahrensymbol Gefahrensymbol

Gefahr

H- und P-Sätze H: 350​‐​302​‐​317​‐​410
P: 201​‐​280​‐​301+330+331​‐​312​‐​302+352​‐​333+313<ref name="GESTIS" />
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

Zinkchromat ist eine chemische Verbindung (genauer ein Chromat) mit der Summenformel ZnCrO4, die vor allem als gelbes Farbpigment und Korrosionsschutzmittel eingesetzt wird.

Gewinnung und Darstellung

Feingemahlenes Zinkoxid (Zinkweiß) wird mit Schwefelsäure teilweise zum Sulfat umgesetzt und anschließend mit Kaliumdichromat gefällt. Nach längerem Absetzen des Niederschlags wird abfiltriert und nachgespült.

<chem>Zn^{2}+ + K2CrO4 -> ZnCrO4 v + 2K+</chem>

In einigen Holzschutzmitteln bildet sich in wässriger Lösung aus den Inhaltsstoffen Zinkhexafluorosilicat und CK-Salz (chromhaltige Salze) Zinkchromat.<ref>Holzschutz. In: schadstoffberatung.de. Schadstoffberatung Tübingen, Dezember 2015, abgerufen am 5. März 2019.</ref>

Verwendung

Datei:Zinkchromat.jpg
Gelbes Zinkchromat-Pulver

Zinkchromat ist ein basisch reagierendes Korrosionsschutzpigment (also ein starkes Oxidationsmittel). Es wirkt durch die Neutralisierung von angreifenden Säuren, kathodischen und anodischen Schutz der Metalloberfläche durch Redoxreaktionen und durch die Inaktivierung korrosionsfördernder Chlorid- und Sulfationen, indem es entsprechende schwerlösliche Salze bildet (siehe auch Chromatieren). Früher wurde es vielfach in „Washprimern“ (Haftvermittler zwischen Werkstoff und weiteren Beschichtungen), aber auch in Korrosionsschutzgrundfarben eingesetzt. Im RAL-Farbsystem trägt es die Nummer 1018.

Sicherheitshinweise

Zinkchromat wirkt (meist über Einatmen von Staub) krebserregend und erbgutschädigend.

Weblinks

Einzelnachweise

<references />