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Ursula Strauss

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Ursula Strauss (* 25. April 1974 in Melk, Niederösterreich) ist eine österreichische Schauspielerin und Sängerin.

Leben und Wirken

Ursula Strauss wuchs in Pöchlarn im Bezirk Melk auf, wo ihr Vater Rupert Strauß ÖVP-Bürgermeister war.<ref>Ursula Strauss im Munzinger-Archiv, abgerufen am 9. April 2022 (Artikelanfang frei abrufbar)</ref> Nach der Matura an der Bildungsanstalt für Kindergartenpädagogik in Amstetten zog sie nach Wien und besuchte dort von 1993 bis 1996 die Schauspielschule am Volkstheater<ref>Ursula Strauss bei filmportal.de

, abgerufen am 14. Dezember 2021</ref>. Anschließend war sie in verschiedenen Rollen am Volkstheater engagiert. Danach spielte sie im Hoftheater Gossam, in der St. Pöltner Bühne im Hof, an den Melker Sommerspielen, am Ensemble Theater Wien, Theater Drachengasse, Theater in der Josefstadt, Theater Kiel, Stadttheater Klagenfurt und am TEATA Köln.

Im Jahr 1999 begann ihre Filmkarriere. Ihre erste Hauptrolle spielte sie in Böse Zellen (2003). Für ihre Hauptrolle in Revanche (2008) wurde sie beim Grazer Filmfestival Diagonale, das üblicherweise keine Schauspielpreise vergibt, mit einem Spezialpreis ausgezeichnet.

Nach Gastauftritten in diversen Fernsehserien übernahm sie in der ab 2009 ausgestrahlten Krimiserie Schnell ermittelt die Hauptrolle der Kommissarin Angelika Schnell, für die sie 2010 eine Romy erhielt. Für ihre Darstellung in Elisabeth Scharangs Spielfilm Vielleicht in einem anderen Leben gewann sie 2012 den Österreichischen Filmpreis.

Ab 2012 wirkte sie an verschiedenen Produktionen am Wiener Rabenhoftheater mit, unter anderem in Iba de gaunz oamen Leit (Christine Nöstlinger) und Wien Mitte (Ernst Molden), und seit 2012 ist sie auch Programmleiterin des Festivals „Wachau in Echtzeit“.<ref>wachau kultur: Wachau in Echtzeit. In: Wachau Kultur Melk. Wachau kultur Melk, 2022, abgerufen am 24. Dezember 2022.</ref>

Datei:Wiener Festwochen 2013 Eröffnung 12 Ursula Strauss Die Strottern Walther Soyka Ernst Molden Stubnblues.jpg
2013 bei der Eröffnung der Wiener Festwochen

Im Oktober 2013 übernahm sie gemeinsam mit Stefan Ruzowitzky die Präsidentschaft der Akademie des Österreichischen Films.<ref>Ö-Filmpreis wandert 2014 unter neuer Präsidentschaft nach Grafenegg. In: derStandard.at. 22. Oktober 2013, abgerufen am 23. Januar 2014.</ref> Im November 2021 folgten ihnen Verena Altenberger und Arash T. Riahi in dieser Funktion nach.<ref name="orf3236944">Filmakademie: Altenberger und Riahi neues Präsidentenduo. In: ORF.at. 18. November 2021, abgerufen am 18. November 2021.</ref>

Nachdem Ursula Strauss im September 2014 einen schweren Verkehrsunfall als Beifahrerin erlitten hatte, musste sie ihre geplanten Dreharbeiten zur ORF-Serie Schnell ermittelt absagen.<ref>"Schnell ermittelt"-Star Ursula Strauss hatte Autounfall. In: kurier.at. 16. September 2014, abgerufen am 16. November 2014.</ref>

Über ihr Privatleben gibt es nur wenige Informationen; so ist der Name ihres Ehepartners, den sie im August 2014 heiratete, der Öffentlichkeit nach wie vor unbekannt.<ref>Ursula Strauss über ihre Schicksalsschläge. In: kurier.at. 16. November 2014, abgerufen am 16. November 2014.</ref>

Im Sommer 2018 spielte sie bei den Nibelungenfestspielen Worms unter der Regie von Roger Vontobel in Siegfrieds Erben die Rolle der Brunhild.<ref>NÖN: Pöchlarnerin umjubelt: Ursula Strauss als Brunhild in Worms gefeiert. Artikel vom 21. Juli 2018, abgerufen am 22. Juli 2018.</ref><ref>Nibelungenfestspiele Worms: Ursula Strauss: Burgherrin Brunhild. Abgerufen am 22. Juli 2018.</ref>

In der ORF-Serie Wischen ist Macht (2020) verkörperte sie die Rolle der Michelle Sendracek, die eine Reinigungsfirma (Dreck.Weg.Sendracek) betreibt.<ref name="OTS_20200117_OTS0109">Start für neues Austro-Komödien-Doppel am ORF-1-Serienmontag. 17. Januar 2020, abgerufen am 23. Januar 2020.</ref> Im April 2021 stand sie für Dreharbeiten zum fünften und letzten Teil der Fernsehserie Maria Theresia unter der Regie von Robert Dornhelm in der Titelrolle vor der Kamera.<ref name="kurier401352128">Christoph Silber: Ursula Strauss verwandelt sich in "Maria Theresia". In: Kurier.at. 15. April 2021, abgerufen am 15. April 2021.</ref><ref>Denise Schweiger: Ursula Strauß als Maria Theresia. In: noen.at. 31. Dezember 2021, abgerufen am 31. Dezember 2021.</ref>

2020 veröffentlichte sie mit Ernst Molden das Album Wüdnis,<ref>Ursula Strauss veröffentlicht mit Ernst Molden das Album "Wüdnis". In: vivanty.de. 6. Mai 2020, abgerufen am 7. Mai 2020.</ref> das die beiden auch live aufführten. Das Album Oame Söö (Ernst Molden, Herbert Pixner, Ursula Strauss, Maria Petrova und Manuel Randi) folgte 2022. Seit Herbst 2022 ist Strauss Mitglied der Deutschen Filmakademie.<ref>Neue Mitglieder 2022. In: deutsche-filmakademie.de. Abgerufen am 3. November 2022.</ref>

2025 übernahm Ursula Strauss beim Theatersommer Haag unter der Regie Leander Haußmanns die Titelrolle im Stück Die eingebildete Kranke von Thomas Brussig nach Molière.

Filmografie (Auswahl)

Kinofilme

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Fernsehfilme

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Fernsehserien

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Kurzfilme

Diskografie

Auszeichnungen

Datei:Österreichischer Filmpreis 2012 (51) Ursula Strauss.jpg
Österreichischer Filmpreis 2012: Ursula Strauss mit der Trophäe

Publikationen

  • 2018: Warum ich nicht mehr fliegen kann und wie ich gegen Zwerge kämpfte: Bilder und Geschichten, aufgezeichnet von Doris Priesching, Amalthea Signum Verlag, ISBN 978-3-99050-131-3

Weblinks

Einzelnachweise

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