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Geographie Norwegens

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Die Geographie Norwegens ist von Gebirgsketten, Hochebenen (z. B. Hardangervidda) und den Fjorden entlang der langen Küste geprägt, der etwa 150.000 Inseln vorgelagert sind. Die gesamte Staatsfläche Norwegens beträgt 385.207 km², wobei auf das skandinavische Festland 323.810, die Inselgruppe Svalbard 61.022 und die Insel Jan Mayen 377 km² entfallen.<ref name=":0">Storleiken på landet. In: Kartverket. 13. Januar 2022, abgerufen am 3. April 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Ausdehnung und Grenzen

Norwegen liegt im westlichen und nördlichen Bereich der Skandinavischen Halbinsel. Das Staatsgebiet des Königreiches umfasst eine Fläche von 385.207 km². Zum Königreich Norwegen gehören neben dem kontinentalen „Hauptland“ (norwegisch: Hovedland) die im Nordatlantik beziehungsweise im Nordpolarmeer gelegene Inselgruppe Spitzbergen (Svalbard) mit der Bäreninsel (Bjørnøya) sowie die Insel Jan Mayen. Ohne die Inselgruppe Spitzbergen und Jan Mayen ist das Hauptland 323.810 km² groß.<ref name=":0" />

Das Hauptland ist lang und schmal und hat zudem eine sehr lange Küstenlinie. Die Breite des norwegischen Hauptlandes variiert zwischen 431 und 1,7 km. Die Längenausdehnung beträgt zwischen Lindesnes im Süden (57° 58′) und dem nördlichsten Festlandspunkt Kinnarodden (71° 08ʹ) in Luftlinie etwa 1748 km.

Das Kap Kinnarodden stellt zugleich den nördlichsten Punkt des europäischen Festlandes dar. Sowohl im Norden als auch Süden gibt es Inseln, die dem nördlichsten beziehungsweise südlichsten Punkt vorgelagert sind. Als westlichster Punkt des Festlandes gilt die Landspitze Vardetangen in der Gemeinde Austrheim (4° 55' östlicher Länge), als östlichster gilt die Landspitze Kibergneset (31° 3' östlicher Länge) in der Provinz Finnmark. Auch hier sind Inseln diesen Punkten vorgelagert. Im Westen ist das ein Punkt in der Nähe des Leuchtturms Utvær fyr auf der Insel Utvær, im Osten Norwegens ist es die Insel Hornøya.<ref name="snl geografi" /><ref name="snl norge" />

Grenzen

Norwegens Landgrenze erreicht insgesamt eine Länge von ungefähr 2564 km. Die Grenze zu Schweden im Osten ist etwa 1630 km lang, die finnisch-norwegische 736 km und die Grenze zu Russland 198 km. Im Norden, Westen und Süden ist das Land von Meer umgeben, wobei sich im Nordosten die Barentssee, im Nordwesten das Europäische Nordmeer, im Westen und Südwesten die Nordsee und im Südosten mit dem Skagerrak die Verbindung zwischen der Nord- und Ostsee befindet.<ref name="snl geografi">Geir Thorsnæs: Norges geografi In: Store norske leksikon. 1. Dezember 2020, abgerufen am 24. Dezember 2020 (norwegisch)</ref><ref name="snl norge">Nils Petter Thuesen, Geir Thorsnæs, Sissel Røvik: Norge In: Store norske leksikon. 30. September 2020, abgerufen am 24. Dezember 2020 (norwegisch)</ref>

Ferne Inseln und abhängige Gebiete

Neben dem norwegischen Hauptland (norwegisch: Hovedland) gehören zum Königreich Norwegen auch die im Nordpolarmeer gelegene Inselgruppe Spitzbergen und die Insel Jan Mayen.<ref name="snl geografi" /> Gebiete, die unter norwegischer Verwaltung stehen, aber nicht ins Königreich Norwegen eingehen, werden im Norwegischen als Biland bezeichnet. Zu diesen gehört die unbewohnte Bouvetinsel (norwegisch: Bouvetøya) im Südatlantik. Des Weiteren werden die Peter-I.-Insel (Peter I Øy) im Südpolarmeer und das Königin-Maud-Land (Dronning Maud Land), ein Sektor des antarktischen Kontinents zwischen 20° West und 45° Ost, von Norwegen beansprucht. Diese abhängigen Gebiete werden in einem 1930 verabschiedeten Gesetz, welches auch als Bilandsloven bezeichnet wird, geregelt.<ref>Lov om Bouvet-øya, Peter I's øy og Dronning Maud Land m.m. (bilandsloven). In: Lovdata. Abgerufen am 4. Februar 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Die Hoheit über die als Biland eingestuften Gegenden kann im Gegensatz zu den zum Königreich gehörenden Regionen ohne eine Änderung der Verfassung aufgegeben werden.<ref>Erik Bolstad: biland. In: Store norske leksikon. Abgerufen am 4. Februar 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Das Königin-Maud-Land wurde ab 1929 bei norwegischen Expeditionen erkundet, wodurch sich im Januar 1939 Norwegens territoriale Forderung begründete. Mit der Annexion sollte unter anderem der norwegische Walfang in der Region gesichert werden. Von 1957 bis 1960 betrieb Norwegen die Forschungsstation Norway Station im Königin-Maud-Land, anschließend wurde die Forschungsaktivität auf Seiten der Norweger größtenteils eingestellt. In den 1970er-Jahren begann das Norwegische Polarinstitut erneut im Gebiet zu forschen und während der neunten norwegischen Antarktisexpedition von 1989 bis 1990 wurde dort schließlich die Forschungsstation Troll errichtet.<ref>Tore Gjelsvik, Birgit Njåstad: Dronning Maud Land. In: Store norske leksikon. Abgerufen am 4. Februar 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Dronning Maud Land. In: Norsk Polarinstitutt. 2. Oktober 2018, abgerufen am 4. Februar 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Landschaftsgliederung

Norwegen gehört zu den am dünnsten besiedelten Ländern Europas. In der Flächenstatistik des Jahres 2025 wurden nur 1,7 % der Gesamtfläche des norwegischen Hauptlandes als bebautes Gebiet und 3,5 % als landwirtschaftlich genutztes Areal ausgewiesen. Zudem wurden 37,8 % der Fläche als Wald, 35,9 % als offenes Festland, 8,7 % als Gebirge oder Geröll, 6,3 % als Süßgewässer, 5,4 % als Moore und 0,8 % als Firn, Eis oder Gletscher eingestuft.<ref>Land use and land cover. In: ssb.no. Statistisk sentralbyrå, 23. Juli 2025, abgerufen am 28. Dezember 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Etwa 20 % des norwegischen Hauptlandes liegen auf einer Höhe von mindestens 900 moh. Weitere 19,5 % liegen auf mindestens 600 moh., der Anteil der Fläche unter 300 moh. beträgt 31,7 %.<ref name="snl geografi" />

Geologie

Der Untergrund Norwegens wird grob in vier Bereiche unterteilt. So umfasst der Baltische Schild das während der Zeit des Präkambriums entstandene norwegische Grundgebirge. In der Gemeinde Sør-Varanger werden die ältesten Gesteine des Landes mit einem Alter von bis zu 2900 Millionen Jahre angegeben. Ein weiterer Bereich ist der zum Ende der Periode Silur entstandene kaledonische Gebirgsgürtel. Vor allem in den Regionen Vestlandet und Trøndelag liegt ein während der geochronologischen Periode Devon geschaffener Untergrund vor. Der vierte Bereich ist der Oslograben (norwegisch Oslofeltet), der der jüngste der vier Hauptbereiche ist.

Die Oberflächenmodellierung geschah vor allem durch die Vergletscherung in den Kaltzeiten. Die Gletscher verstärkten die Erosion und schufen unter anderem u-förmige Trogtäler und an der Küste wurden Flusstäler zu Fjorden vertieft.<ref></ref> Ebenfalls durch Gletscher oder Eisschilde entstanden viele Binnenseen, sie sind also Fjordseen.<ref></ref>

Küste

Norwegen hat eine lange Küste, die von Fjorden und Inseln geprägt ist. Etwa 80 % der norwegischen Bevölkerung leben weniger als zehn Kilometer vom Meer entfernt.<ref>Marine and coastal waters. In: environment.no. Miljødirektoratet, 31. Januar 2018, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 7. Dezember 2019; abgerufen am 28. Dezember 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Infolge der 2020 abgeschlossenen Zusammenlegung mehrerer Provinzen verblieb mit Innlandet nur ein Fylke ohne Meereszugang.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Norges kystlinje. (Memento vom 3. Juli 2020 im Internet Archive) Kartverket</ref>

Die Küstengebiete sind durch verschiedene Faktoren geprägt und unterscheiden sich regional. Große Teile der Küsten sind felsig, teilweise gibt es steil abfallende Klippen wie am Nordkap. An geschützteren Stellen gibt es etwas Sandstrand, so etwa im Fylke Rogaland. In einigen Küstenabschnitten gibt es außer den hoch aus dem Wasser ragenden Inseln felsige Schären, die sich kaum über die Wellen erheben.<ref>Kyst In: Store norske leksikon. 2. Januar 2020, abgerufen am 3. Februar 2021 (norwegisch)</ref> Die den norwegischen Festland vorgelagerten Inseln, Holme und Schären bilden eine Barriere gegen Wind und Wellen aus dem offenen Meer.<ref name="hi">Kyst og fjord. In: Havforskningsinstituttet. 28. Januar 2019, abgerufen am 28. Dezember 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Fjorde

Datei:Geirangerfjord.JPG
Geirangerfjord in Norwegen

Entlang der Küste schneiden sich zahlreiche Fjorde zum Teil weit in das Landesinnere ein und die Küstenlinie stark verlängern. So beträgt die Länge der Küstenlinie des Festlandes etwa 29.000 km mit den Inseln erreicht die Küste des Hauptlandes sogar eine Länge von über 100.000 km. Die Grundlinie der Küste ohne die Fjorde und Inseln ist hingegen nur etwa 2500 km lang.<ref name="minifacts" /> Da zahlreiche Flüsse in die Fjorde münden und große Mengen Süßwasser mit sich bringen, bilden die oberen fünf bis zehn Meter meist Brackwasser.<ref name="hi" />

Der etwa 200 km lange Sognefjord im Fylke Vestland ist der längste Fjord Norwegens. Es folgen der Hardangerfjord mit etwa 180 und der Trondheimfjord mit etwa 130 km. Diese drei Fjorde liegen an der Westküste Norwegens.<ref>Geir Thorsnæs: Norges lengste fjorder In: Store norske leksikon; abgerufen am 28. Februar 2021 (norwegisch)</ref> Der Sognefjord ist mit einer Tiefe von rund 1300 Metern auch der tiefste Fjord Norwegens. Die meisten norwegischen Fjorde erreichen Tiefen von 300 bis 500 Metern.<ref name="hi" /> Im Südosten etwa liegt der Oslofjord, dessen Umgebung die am dichtesten besiedelte Region des Landes darstellt.<ref name="minifacts">Minifakta om Norge. (PDF) Statistisk sentralbyrå, 2015, S. 6, abgerufen am 3. Februar 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Die beiden Fjorde Geirangerfjord und Nærøyfjord wurden in die UNESCO-Welterbe-Liste aufgenommen. In der Begründung wurde aufgeführt, dass sie archetypische Fjordlandschaften seien.<ref>West Norwegian Fjords – Geirangerfjord and Nærøyfjord. In: unesco.org. Abgerufen am 4. März 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Siehe auch“ ist nicht vorhanden.

Gezeiten

Datei:Tides in Norway.png
Tidenhübe und Chronologie der Gezeitenwellen an der norwegischen Küste (+ … [h] = Tideneintritt nach Bergen)

Das Verhalten der Gezeiten ist unterschiedlich zu dem an den südlichen und westlichen Küsten der Nordsee. Westlich der südwestnorwegischen Stadt Egersund liegt ein Amphidromiezentrum, weshalb es dort keinen Tidenhub gibt. Das Zentrum ist eines von insgesamt dreien in der Nordsee.<ref>Anders Jakobsen: Utenfor Egersund finnes det nesten ingen forskjell på flo og fjære. Hvorfor er det slik? In: forskning.no. 13. Mai 2018, abgerufen am 28. Februar 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Wegen des Amphidromiezentrums ist auch an der nahe gelegenen Südost- und Südwestküste Norwegens, also in der Region Jæren, der Tidenhub vergleichsweise gering. Auch am Skagerrak im Südosten Norwegens ist die Situation ähnlich. Weiter von diesem Zentrum entfernt, also an der nördlicheren Westküste, ist der Tidenhub hingegen größer. Ab etwa Stavanger steigt der Unterschied gleichmäßig an, in weiter nördlicheren Abschnitten bleibt er über längere Strecken gleich. Etwa ab der Höhe von Stad werden die Gezeiten vom Atlantik geprägt und eine Kelvinwelle breitet sich in den Norden aus.

Im Norden der Inselgruppe Lofoten ist der Unterschied zwischen den Gezeiten kleiner als südlich davon. Grund hierfür ist, dass die Inseln die Welle bremsen. Im Nordosten Norwegens wird der Tidenhub wieder größer. Von Tromsø bis Berlevåg nimmt der Tidenhub kaum zu, weiter östlich Richtung Varangerfjord steigt er weiter leicht an. Während der Tidenhub in Mandal an der Südküste 0,5 m beträgt, liegt er in Vadsø an der Nordostküste bei etwa 3,97 m.<ref>Hvorfor er ikke tidevannet likt over alt? In: Kartverket. 6. Oktober 2020, abgerufen am 28. Februar 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Inseln

Norwegen ist von zahlreichen Inseln umgeben, deren Anzahl je nach Genauigkeit der Berechnung variiert. Eine Auswertung der norwegischen Kartografie- und Katasterbehörde (Kartverket) aus dem Jahr 2011 ergab, dass rund 239.000 Inseln sowie etwa 81.000 Schären zu Norwegen gehören. Die Behörde wertete dabei alle von Wasser umgebenen Landmassen mit einer Fläche von mindestens 10 m² als Inseln. Landmassen mit einer Fläche zwischen 5 und 10 m² wurden abhängig von ihrer Form entweder als Insel oder Schäre in die Auswertung eingerechnet.<ref>Kjersti Baust Staurset: Lengre kyst og flere øyer. In: Kartverket. Statens kartverk, 24. November 2011, archiviert vom Vorlage:IconExternal; abgerufen am 3. März 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Die größten Inseln des norwegischen Hauptlandes sind Hinnøya (Troms/Nordland) mit 2204 km², Senja (Troms) (1.589 km²) und Langøya (Nordland) (866 km²).<ref>100 største øyer i Noreg. In: Kartverket. Abgerufen am 28. Februar 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Nördlich des Polarkreises liegen die beiden Inselgruppen Lofoten und Vesterålen.

Gebirge

Nahezu die gesamte Fläche des norwegischen Festlandes wird vom Gebirgszug der Skanden eingenommen. Die höchsten Gipfel des Landes und ganz Skandinaviens liegen im Gebirge Jotunheimen. Als höchster Berg des Landes gilt der Galdhøpiggen mit einer Höhe von 2469 moh., es folgen die Berge Glittertind und Store Skagastølstind. Insgesamt 26 Erhebungen werden mit über 2286 moh. angegeben. Erhebungen von über 2000 moh. finden sich in den Gebirgszügen Jotunheimen, Dovrefjell, Rondane, Breheimen und Reinheimen. Richtung Norden nimmt die Höhe der Berge ab. Im Königin-Maud-Land ist die höchste Erhebung die Jøkulkyrkja mit 3148 m.<ref>Nils Spjeldnæs, Svein Askheim, Geir Thorsnæs: Norges høyeste fjell In: Store norske leksikon. Aufgerufen am 28. Februar 2021 (norwegisch)</ref><ref name=":2">Hansjörg Küster: Nordeuropa. Hrsg.: Bernd Henningsen. Nomos, Baden-Baden 2023, ISBN 978-3-8487-8699-2, Teil I: Verortung, S. 23–41.</ref>

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Gletscher

Es gibt auf dem Gebiet von Norwegen 1627 Gletscher (breen) und 2113 Teilgletscher (bre-enheter), die eine Gesamtfläche von 2609 km² bedecken.<ref>Atlas over Breer I Sor-Norge Herausgegeben von Norges Vassdrags- og Energiverk Vassdragsdirektoratet 1988, Seite A-68</ref> Die meisten von ihnen liegen auf der Luvseite der Skanden in der Nähe der Atlantikküste.<ref name=":2" />

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Gewässer

Seen

Datei:Mjøsa 1.jpg
Norwegens größter See, der Mjøsa

17.900 km² der Fläche Norwegens sind Süßwasserseen. Größter Binnensee ist der Mjøsa im östlichen Vorland der Skanden mit einer Fläche von 369,2 km² in der Provinz Innlandet. Es folgen das Røssvatnet (samisch Reevhtse) mit 218,2 km² in Nordland und der Femunden mit einer Fläche von 203,4 km² in den Provinzen Innlandet und Trøndelag. Tiefster See des norwegischen Hauptlandes ist das Hornindalsvatnet in Vestland mit einer Tiefe von 514 Metern. Bei dem See handelt es sich um einen vom Nordfjord abgetrennten See. Hier folgen der Mjøsa mit 468 Metern und das Salvatnet in Trøndelag mit 464 Metern auf den weiteren Plätzen.<ref name=":3"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Største og dypeste innsjøer. (Memento vom 29. Januar 2020 im Internet Archive) Kartverket</ref><ref name=":2" />

Die Kommune mit dem relativ höchsten Seeanteil an der Gesamtgröße ist Hole. 30 % der Gemeindefläche ist von Seen bedeckt. Die absolut größte Seefläche liegt in der größten Kommune des Landes, dem nordnorwegischen Kautokeino. Die Seefläche beträgt dort rund 704 km². In Norwegens flächenmäßig kleinster Kommune Kvitsøy sind nur 0,01 km² von Seen bedeckt.<ref name=":0" />

Größte norwegische Seen (Stand: 2017)<ref name=":3" />
Nr. Bild Name Fläche km² Fylke
1 Datei:GjøvikUtsikt.jpg Mjøsa 369,2 Innlandet
2 Datei:Hattfjelldal, Norway - panoramio.jpg Røssvatnet 218,2 Nordland
3 Datei:Femundsmarka nationalpark, Engerdals kommun, Norge, juli 2022 24, sjön Femunden vid Elgå (cropped).jpg Femunden 203,4 Innlandet
Trøndelag
4 Datei:Randsfjorden med fra venstre Bergøya Sandøya og Kongeøya.jpg Randsfjorden 140,6 Innlandet
Akershus
5 Datei:Storøysundet–Sælabonn naturreservat i Tyrifjorden.jpg Tyrifjorden 136,5 Buskerud
6 Datei:Snaasa IMG 4703 rasmusfjellet mt 721 m snaasavatnet hammerheia mt 668 m (cropped).JPG Snåsavatnet 122,1 Trøndelag
7 Datei:Tunnsjøen with trees (cropped).jpg Tunnsjøen 100,5 Trøndelag
8 Datei:Limingen (NVE VNdias 14047).jpg Limingen 92,3 Trøndelag
9 Datei:Blåsjø og kraftmaster.JPG Blåsjø 80,8 Agder
Rogaland
10 Datei:Altevatn.jpg Altevatnet 79,7 Troms

Flüsse

Datei:Glomma gjennom Odalen.JPG
Norwegens längster Fluss, die Glomma

Die längsten Flüsse Norwegens sind die Glomma, die Tana und die Pasvikelva.<ref>Svein Askheim, Geir Thorsnæs: Norges lengste elver In: Store norske leksikon. 14. Dezember 2020, abgerufen am 24. Dezember 2020 (norwegisch)</ref> Die Glomma ist etwa 620 km lang und mündet bei Fredrikstad in den Oslofjord. Das Einzugsgebiet des Flusses macht über 12 Prozent der Fläche des norwegischen Festlandes aus. Ein kleiner Teil seiner Zuflüsse kommt aus Schweden.<ref>Geir Thorsnæs: Glomma In: Store norske leksikon. 8. Juni 2020, abgerufen am 28. September 2020 (norwegisch)</ref>

Die Einzugsgebiete der Gewässersysteme im Süden und Norden Norwegens sind im Schnitt größer als die im Westen und in der Region Trøndelag. Im Vergleich mit anderen europäischen Ländern sind die Einzugsgebiete in allen Bereichen des Landes meist verhältnismäßig klein. Grund hierfür ist, dass die höchsten Erhebungen der Skandinavischen Halbinsel im Westen nahe der Atlantikküste vorzufinden sind und somit auch die Hauptwasserscheide nahe an der Westküste liegt. Die Flüsse westlich der Wasserscheide sind entsprechend meist kürzer und steiler abfallend als die nach Osten fließenden. In vielen Flüssen befinden sich aufgrund des starken Gefälles hohe Wasserfälle. Der höchste Wasserfall des Landes ist der Vettisfossen.<ref>Kaare Aagard, Stig Borgvang, Arvid Strand: Nedbørfelt i Norge. (PDF; 5,4 MB) Norsk institutt for naturforskning. 2001 (norwegisch); abgerufen am 5. Februar 2021</ref><ref name=":2" />

Klima

Das Klima Norwegens unterscheidet sich zwischen den verschiedenen Regionen teils stark. Bis auf die kühlgemäßigten Küstenbereiche Südnorwegens liegt der größte Teil des Landes in der kaltgemäßigten Klimazone. Aufgrund seiner Lage am Nordatlantikstrom ist das Klima insgesamt milder als für die gleichen Breitengrade anderer Kontinente.<ref></ref> Die Gebirgsklimate der Skanden weisen alpine und nivale Klimate auf, die an die Verhältnisse in den Polargebieten erinnern. Im Küstenbereich südlich der Finnmark, also von Troms bis Oslo, herrscht ein sehr feuchtes Seeklima mit Steigungsregen und deutlich milderen Wintern vor. Die vorwiegend westlichen Winde transportieren warme Luft vom Meer auf das Land.<ref name=":1" />

Weiter im Landesinneren ist das Klima jedoch stärker kontinental geprägt und typisch kaltgemäßigt. Dies ist vor allem der abschirmenden Wirkung des Gebirges geschuldet, da die tatsächliche Distanz zur Küste selbst keinen so großen Unterschied bewirken würde. Im Landesinneren nehmen die Niederschläge ab, die Temperaturen sind im Sommer höher, im Winter dagegen deutlich niedriger. Die Temperaturamplitude ist hier also wesentlich ausgeprägter als jene an der vom Nordatlantikstrom beeinflussten Westküste.<ref name=":1" />

Auch die Niederschlagsmengen hängen stark von den Höhenstufen ab. An der Küste gibt es Orte mit über 3000 mm Niederschlag in einem durchschnittlichen Jahr. Im Osten der Gebirge gibt es hingegen vereinzelt Stellen mit durchschnittlichen Niederschlagsmengen von unter 300 mm im Jahr.<ref name=":1">Petter Dannevig, Knut Harstveit: klima i Norge. Store norske leksikon, abgerufen am 26. März 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Die globale Erwärmung führt auch in Norwegen zu steigenden Temperaturen. Das Jahr 2020 gilt als das bis dahin wärmste gemessene Jahr. Im Vergleich zum Durchschnitt aus den Jahren 1961 bis 1990 lag die Jahresmitteltemperatur um 2,4 °C höher. Auf Spitzbergen lag der Wert im Vergleich zum Zeitraum 1961 bis 1990 um 3,3 °C höher. Im Zeitraum von 1900 bis 2020 stieg zudem der durchschnittliche Jahresniederschlag um zirka 20 % an. Aufgrund der Änderungen wird davon ausgegangen, dass in Zukunft unter anderem mehr Überschwemmungen und Erdrutsche zu erwarten sind.<ref>Klimaendringer i Norge. Miljødirektoratet, abgerufen am 26. März 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Verwaltungsgliederung

Das norwegische Hauptland ist seit dem 1. Januar 2024 in 15 Provinzen (Fylker) eingeteilt, die traditionell in fünf Landesteile (landsdel) zusammengefasst werden. Bis auf Oslo sind alle Fylker in mehrere Kommunen unterteilt. Zwischen 2020 und 2023 lag die Anzahl bei elf Fylkern, im Jahr 2017 noch bei 19.<ref></ref><ref>Stortinget vedtok fylkesoppdeling. In: abcnyheter.no. 14. Juni 2022, abgerufen am 14. Juni 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Wappen Fylke Einwohner
1. Januar 2026<ref name="ssb pop">07459: Population, by region, contents and year. In: ssb.no. Statistisk sentralbyrå, abgerufen am 7. März 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Fläche (km²)<ref>09280: Area (km²), by region, contents and year. In: ssb.no. Statistisk sentralbyrå, abgerufen am 24. Februar 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Anzahl an Kommunen<ref name="kartverket fylker/kommuner">Norske fylke og kommunar. In: Kartverket. 18. Juni 2021, abgerufen am 18. September 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Landesteil
Datei:Agder våpen.svg Agder 323.930 16.434 25 Sørlandet
Datei:Akershus våpen.svg Akershus 749.207 5854 21 Østlandet
Datei:Buskerud våpen.svg Buskerud 272.981 14.694 18 Østlandet
Datei:Finnmark våpen.svg Finnmark 75.288 48.638 18 Nord-Norge
Datei:Innlandet våpen.svg Innlandet 379.488 52.072 46 Østlandet
Datei:Møre og Romsdal våpen.svg Møre og Romsdal 273.169 14.356 26 Vestlandet
Datei:Nordland våpen.svg Nordland 243.272 38.155 41 Nord-Norge
Datei:Oslo komm.svg Oslo 728.714 454 1 Østlandet
Datei:Østfold våpen.svg Østfold 316.448 4003 12 Østlandet
Datei:Rogaland våpen.svg Rogaland 508.922 9377 23 Vestlandet
Datei:Telemark våpen.svg Telemark 177.923 15.298 17 Østlandet
Datei:Troms våpen.svg Troms 171.218 26.190 21 Nord-Norge
Datei:Trøndelag våpen.svg Trøndelag 489.166 42.202 38 Trøndelag
Datei:Vestfold våpen.svg Vestfold 259.332 2168 6 Østlandet
Datei:Vestland våpen.svg Vestland 658.342 33.871 43 Vestlandet

Städte und Ballungsräume

Die norwegische Statistikbehörde Statistisk sentralbyrå (SSB) veröffentlicht neben den Einwohnerzahlen für die Kommunen auch Zahlen für sogenannte Tettsteder, also städtische Siedlungen unabhängig von den Gemeindegrenzen. Ein Tettsted hat mindestens 200 Einwohner.<ref>Urban settlement. In: ssb.no. Statistisk sentralbyrå, abgerufen am 17. April 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Die meisten größeren Tettsteder haben offiziell den Status als Stadt. Teilweise setzt sich ein Tettsted aus mehreren Ansiedlungen mit Stadtstatus zusammen.<ref>bystatus. In: Store norske leksikon. Abgerufen am 9. Mai 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Geir Thorsnæs: byer i Norge. In: Store norske leksikon. Abgerufen am 6. Juni 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Im Jahr 2024 lebten insgesamt 83,35 % der norwegischen Bevölkerung in einem Tettsted.<ref name="tettsted">Population and land area in urban settlements. In: ssb.no. Statistisk sentralbyrå, 27. Oktober 2025, abgerufen am 20. November 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Mit Abstand größter Tettsted des Landes ist das weit über die Grenzen der Kommune Oslo hinausreichende Stadtgebiet von Oslo. Zum 1. Januar 2025 hatte die Kommune Oslo 724.290 Einwohner<ref>07459: Population, by sex and one-year age groups (M) 1986–2021. In: ssb.no. Statistisk sentralbyrå, abgerufen am 20. November 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>, beim Tettsted Oslo wurden 1.110.887 Einwohner angegeben. Zum Tettsted Oslo wurden unter anderem noch 130.978 Einwohner der Kommune Bærum sowie 74.004 Einwohner der Kommune Asker gezählt.<ref name="ssb meta" />

Bevölkerungsreichste Tettsteder (Stand: 1. Januar 2025)

Foto einer Großstadt, die sich über fast das ganze Bild erstreckt. Im Vordergrund befinden sich in der Nähe einer Bucht mehrere Hochhäuser
Oslo
Foto einer am Ufer eines Gewässer gelegenen Siedlung. Direkt an der Küste befinden sich rote, orange, weiße und gelbe Holzhäuser. Dahinter steigt das Terrain an und es sind vor allem weiße Häuser zu sehen.
Bergen
Luftbild einer am Meer gelegenen Stadt
Stavanger

Tettsted Fylke Einwohner<ref name="ssb meta">Population and land area in urban settlements. Statistisk sentralbyrå, 20. November 2025 (englisch).</ref> Fläche (km²)<ref name="ssb meta" />

Luftbild einer Stadt, die an einem Gewässer liegt. Zentral im Bild befindet sich der Dom von Trondheim.
Trondheim
Foto einer an einem Fluss gelegenen Stadt, mit einer Kirche im Vordergrund.
Drammen
Luftbild einer an einem Fluss gelegenen Stadt. Zentral im Bild ist eine von einem sternförmigen Kanal vom Umland abgetrennten Insel.
Fredrikstad

01 Oslo Oslo, Akershus, Buskerud 1.110.887 Vorlage:Metadaten Fläche Ort NO
02 Bergen Vestland 273.626 Vorlage:Metadaten Fläche Ort NO
03 Stavanger/Sandnes Rogaland 241.644 Vorlage:Metadaten Fläche Ort NO
04 Trondheim Trøndelag 200.652 Vorlage:Metadaten Fläche Ort NO
05 Drammen Buskerud, Akershus, Vestfold 125.680 Vorlage:Metadaten Fläche Ort NO
06 Fredrikstad/Sarpsborg Østfold 122.704 Vorlage:Metadaten Fläche Ort NO
07 Porsgrunn/Skien Telemark 97.043 Vorlage:Metadaten Fläche Ort NO
08 Kristiansand Agder 67.920 Vorlage:Metadaten Fläche Ort NO
09 Tønsberg Vestfold 56.533 Vorlage:Metadaten Fläche Ort NO
10 Ålesund Møre og Romsdal 56.330 Vorlage:Metadaten Fläche Ort NO

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Nationalparks

Zu Beginn des Jahres 2026 hatte Norwegen 48 Nationalparks.<ref>Norges verneområder. Abgerufen am 4. Januar 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Die größten Nationalparks liegen auf Spitzbergen.

Größte Nationalparks auf dem norwegischen Hauptland (Stand: 2026)<ref>Enkelt søk i Naturbase. In: Miljødirektoratet. Abgerufen am 4. Januar 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Bild Name Kommunen Fläche (km²)
Datei:Hardangerviddaflora.jpg Hardangervidda-Nationalpark Eidfjord, Hol, Nore og Uvdal, Tinn, Ullensvang, Vinje 3445
Datei:Glacier svartisen engabreen.JPG Saltfjellet-Svartisen-Nationalpark Beiarn, Bodø, Meløy, Rana, Rødøy, Saltdal 2192
Datei:Stigbotthornet.jpg Reinheimen-Nationalpark Fjord, Lesja, Lom, Rauma, Skjåk, Vågå 1973
Datei:Skjækerhatten.jpg Blåfjella-Skjækerfjella-Nationalpark Grong, Lierne, Snåsa, Steinkjer, Verdal 1968
Datei:Muskus.jpg Dovrefjell-Sunndalsfjella-Nationalpark Dovre, Lesja, Molde, Oppdal, Sunndal 1829
Datei:E75-Varanger-Vardø-2012-07-07-16-30-15.jpg Varangerhalvøya-Nationalpark Båtsfjord, Nesseby, Vadsø, Vardø 1818
Datei:P1000154Gamle Strynefjellsvegen.JPG Breheimen-Nationalpark Lom, Luster, Skjåk, Stranda, Stryn 1697
Datei:Jetnamsklumpen.jpg Børgefjell-Nationalpark Grane, Namsskogan, Røyrvik, Hattfjelldal 1451
Datei:Arctic sunset.jpg Anárjohka-Nationalpark Kautokeino, Karasjok 1414
Datei:Briksdalselva and Briksdalsbreen, Sogn og Fjordane, Norway, 2013 June - 2.jpg Jostedalsbreen-Nationalpark Gloppen, Luster, Sogndal, Stryn, Sunnfjord 1313

Siehe auch

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

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