Allgemeine Ortskrankenkasse
Unter dem Namen Allgemeine Ortskrankenkasse (kurz AOK) bestehen derzeit in Deutschland elf rechtlich selbständige Krankenkassen. Sechs von ihnen erstrecken sich auf ein Land, fünf AOKs sind infolge von Zusammenschlüssen in den Jahren 2006 bis 2012 für mehrere Länder zuständig. Bei den AOKs waren 2021 etwa 27 Millionen Menschen versichert. 2021 waren 73,29 Mio. Menschen gesetzlich krankenversichert. Der Marktanteil der AOK beträgt daher rund 37 %<ref name="Zahlen_und_Daten">Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Zahlen und Fakten der AOK.] (PDF; 1,42 MB) In: aok.de. , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 22. März 2023.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>.
Geschichte
Die Ortskrankenkassen wurden im Jahr 1884 unmittelbar nach der Einführung der gesetzlichen Krankenversicherung im Jahr 1883 auf Initiative von Reichskanzler Otto von Bismarck gegründet.<ref>Zur Frühgeschichte der Ortskrankenkassen vgl. Quellensammlung zur Geschichte der deutschen Sozialpolitik 1867 bis 1914, II. Abteilung: Von der Kaiserlichen Sozialbotschaft bis zu den Februarerlassen Wilhelms II. (1881–1890), 5. Band: Die gesetzliche Krankenversicherung und die eingeschriebenen Hilfskassen, bearbeitet von Andreas Hänlein, Florian Tennstedt und Heidi Winter, Darmstadt 2009; Quellensammlung zur Geschichte der deutschen Sozialpolitik 1867 bis 1914, III. Abteilung: Ausbau und Differenzierung der Sozialpolitik seit Beginn des Neuen Kurses (1890–1904), 5. Band, Die gesetzliche Krankenversicherung, bearbeitet von Wolfgang Ayaß, Florian Tennstedt und Heidi Winter, Darmstadt 2012.</ref> Anfangs gab es 8200 von ihnen, denen die Arbeiter zugewiesen wurden, wenn sie nicht anderweitig zu versichern waren. Ab 1892 konnten auch Angestellte und Heimarbeiter neben gewerblichen Arbeitern Mitglied werden. Im Lauf der Zeit wurden die AOKs auf Kreisebene organisiert und auch im Gefolge der Kreisverwaltungsreformen reduziert.
In vielen großen Orten wurden für die Verwaltung Gebäude errichtet, die heute noch oft als AOK-Gebäude oder Krankenkassengebäude bezeichnet und manchmal auch noch als solche genutzt werden. Das Gesundheitsstrukturgesetz von 1992 hat mit der Einführung der freien Krankenkassenwahl der Versicherten und des freien Wettbewerbs unter den Krankenkassen zu einer weiteren Fusionswelle unter den damals knapp 300 AOKs auf nunmehr elf geführt (siehe Abschnitt: Gliederung). Seit dem Ende der Primärzuständigkeit im Jahr 1996 ist auch die Schließung von Ortskrankenkassen bei mangelnder Leistungsfähigkeit durch die Aufsichtsbehörden möglich. Dies ist bisher allerdings noch nie geschehen.
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Entwicklung der Anzahl der AOKs
Nachfolgende Grafik zeigt die Minderung der Anzahl der AOKs von 1995 bis 2025:
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(Quelle: <ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Gesundheitsberichterstattung des Bundes ( vom 2. Februar 2018 im Internet Archive) (GBE). Abgerufen am 14. Januar 2016.</ref>)
Organisation
Die AOKs treten in der Öffentlichkeit als AOK – Die Gesundheitskasse mit einheitlichem Erscheinungsbild auf. Jede AOK ist sowohl Krankenkasse als auch Landesverband im Sinne des SGB V sowie in Personalunion Pflegekasse im Sinne des SGB XI. Sie unterliegen als landesunmittelbare Körperschaften des öffentlichen Rechts der Fach- und Rechtsaufsicht der jeweils für die Gesundheitspolitik zuständigen Landesministerien. Das autonome Recht (Satzungsrecht) wird durch eigene Selbstverwaltungsgremien aus Vertretern der Arbeitgeber und der Arbeitnehmer konstituiert: den Vorständen und den Vertreterversammlungen. Die laufenden Verwaltungsgeschäfte werden gem. § 36 SGB IV von der Geschäftsführung wahrgenommen.
Gliederung
Nach den Fusionswellen, ausgelöst durch das Gesundheitsstrukturgesetz von 1992, erreichten die AOKs eine Reduzierung von 300 auf 17 Kassen, die sich meist genau auf ein Land erstreckten. Da jedoch die Strukturen der Kassen teilweise historisch gewachsen sind, bestehen in Nordrhein-Westfalen zwei AOKs, nämlich die AOK Nordwest und die AOK Rheinland/Hamburg. Aktuell existieren fusionsbereinigt in Deutschland folgende AOKs:
| Krankenkasse | Sitz | Versicherte (01.01.2023)<ref name="Versichertenzahlen">Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Zahl der Versicherten.] In: krankenkassen.de. , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 22. März 2023.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> |
Anmerkungen |
|---|---|---|---|
| AOK Baden-Württemberg | Stuttgart | 4.598.006 | |
| AOK Bayern | München | 4.647.912 | |
| AOK Bremen/Bremerhaven | Bremen | 278.635 | |
| AOK Hessen | Bad Homburg v. d. H. | 1.723.328 | zum 1. Januar 2011 geplante Fusion mit der AOK PLUS gescheitert<ref name="Saechsische2024AOKPlus">AOK Plus sagt Fusion mit AOK Hessen ab. Sächsische Zeitung, 21. März 2024, abgerufen am 1. April 2026.</ref> |
| AOK Niedersachsen | Hannover | 2.998.753 | zum 1. April 2010 Eingliederung der Innungskrankenkasse Niedersachsen<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />AOK und IKK haben fusioniert ( vom 4. April 2010 im Internet Archive)</ref> |
| AOK Nordost | Potsdam | 1.695.661 | seit 1. Januar 2011, hervorgegangen aus AOK Berlin-Brandenburg und AOK Mecklenburg-Vorpommern |
| AOK Nordwest | Dortmund | 2.946.825 | seit 1. Oktober 2010, hervorgegangen aus AOK Westfalen-Lippe und AOK Schleswig-Holstein |
| AOK Plus | Dresden | 3.482.774 | seit 1. Januar 2008, hervorgegangen aus AOK Sachsen und AOK Thüringen, geplante Fusion mit AOK Hessen gescheitert<ref name="a">aok.de: AOK Hessen bleibt eigenständig. Ehemals im Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 10. Juni 2020. (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )</ref> |
| AOK Rheinland/Hamburg | Düsseldorf | 3.035.630 | seit 1. Juli 2006, hervorgegangen aus AOK Rheinland und AOK Hamburg |
| AOK Rheinland-Pfalz/Saarland | Eisenberg | 1.218.317 | seit 1. März 2012, hervorgegangen aus AOK Rheinland-Pfalz und AOK Saarland |
| AOK Sachsen-Anhalt | Magdeburg | 828.285 |
Als Besonderheit unterhalten die AOKs Geschäftsstellen in Frankreich und in den Niederlanden<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig AOK-Servicestellen im Ausland.] In: aok.de. , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 22. März 2023.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>. Die Servicestelle auf Mallorca wurde Ende des Jahres 2017 geschlossen<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Jahresbericht des Bundesrechnungshofes - Bemerkungen 2016 Band II.] In: www.bundesrechnungshof.de. , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 17. November 2017.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>.
Kennzahlen
Die AOKs haben zusammen etwa 60.000 Mitarbeiter (Stand: Juli 2022) und rund 1.032 Geschäfts- und Servicestellen (Stand: November 2022). Im Jahresschnitt 2021 hatten die elf AOKs nach Angaben des AOK-Bundesverbandes 20,9 Millionen Mitglieder. Das entspricht einem Marktanteil von 37 Prozent und etwas über einem Drittel der Bevölkerung Deutschlands. Die täglichen Leistungsausgaben für die Gesundheitsversorgung beliefen sich 2021 auf 271 Mio. EUR<ref name="Zahlen_und_Daten"/>.
Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Anker“ ist nicht vorhanden.AOK-Bundesverband
Die AOKs werden vom AOK-Bundesverband als Arbeitsgemeinschaft im Sinne des Sozialgesetzbuches (SGB X) in Form einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts vertreten. Kernaufgaben des AOK-Bundesverbandes sind die Interessenvertretung gegenüber der Bundespolitik und auf Europaebene, gegenüber dem GKV-Spitzenverband und den Vertragspartnern der AOKs auf Bundesebene. Hinzu kommen die Entwicklung neuer Produkte, die Markenpflege und das Finanzmanagement im Haftungsverbund der AOK-Gemeinschaft. Der Bundesverband hat seinen Sitz in Berlin in der Rosenthaler Str. 31. Bis Oktober 2008 war der Bundesverband in Bonn angesiedelt. Seit 1. Januar 2022 ist Carola Reimann Vorstandsvorsitzende.<ref>Der Geschäftsführende Vorstand des AOK-Bundesverbandes/Vorstandsvorsitzende Dr. Carola Reimann. In: aok-bv.de. Abgerufen am 1. April 2026.</ref> Stellvertretender Vorstandsvorsitzender ist Jens Martin Hoyer. Jährlich wechselnde (alternierende) Vorsitzende des Aufsichtsrates des AOK-Bundesverbandes sind Susanne Wagenmann (Arbeitgeberseite)<ref>Der Aufsichtsrat des AOK-Bundesverbandes. Abgerufen am 1. April 2026.</ref> und Knut Lambertin (Versichertenseite).<ref name="AOKSelbstverwaltung">Informationen zur paritätischen Selbstverwaltung. AOK-Bundesverband, abgerufen am 1. April 2026 (Erläuterung der Zusammensetzung des Verwaltungsrates aus Vertretern der Versicherten und der Arbeitgeber.).</ref>
Seit 1995 vergibt der AOK-Bundesverband gemeinsam mit der Ärztekammer Berlin und der AOK Nordost jährlich die Auszeichnung Berliner Gesundheitspreis.<ref>AOK-Bundesverband, Ärztekammer Berlin, AOK Nordost (Hrsg.): 20 Jahre Berliner Gesundheitspreis. Berlin 2015 (PDF).</ref> Zudem lobt der AOK-Bundesverband alle zwei Jahre den Fritz-Schösser-Medienpreis aus. Premiere feierte die Auszeichnung im Jahr 2020. Mit dem Preis möchte der AOK-Bundesverband das Verständnis von gesundheitspolitisch komplexen Sachverhalten in der Öffentlichkeit stärken. Der Medienpreis wird im Gedenken an die Persönlichkeit und das Lebenswerk von Fritz Schösser verliehen und mit insgesamt 20.000 Euro dotiert<ref name="AOKFritzSchoesserMedienpreis">Fritz-Schösser-Medienpreis. AOK-Bundesverband, abgerufen am 1. April 2026 (Informationen zur Auszeichnung für herausragende journalistische Arbeiten zur sozialen Selbstverwaltung.).</ref>.
Der AOK-Bundesverband gibt unter anderem monatlich G+G Medien (Gesundheit und Gesellschaft) heraus. Zur G+G-Familie gehören neben dem G+G-Magazin das G+G-Spezial zu Schwerpunktthemen, die G+G-Wissenschaft mit wissenschaftlichen Analysen und das G+G-Update mit aktuellen Nachrichten<ref name="GGDigitalArchiv">G+G Digital – Das Magazin der AOK für Gesundheit und Gesellschaft. AOK-Bundesverband, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 12. August 2022; abgerufen am 1. April 2026 (Offizielles Digitalorgan des AOK-Bundesverbandes zur Berichterstattung über Gesundheitspolitik und paritätische Selbstverwaltung.).</ref>.
Der AOK-Bundesverband war vor dem 1. Januar 2009 eine Körperschaft des öffentlichen Rechts. Nach Gründung des GKV-Spitzenverbandes durch das GKV-Wirtschaftlichkeitsstärkungsgesetz wurde der Bundesverband zum 1. Januar 2009 in eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts umgewandelt. Hoheitliche Aufgaben, die der AOK-Bundesverband und die anderen Krankenkassen-Spitzenverbände bis dahin wahrgenommen hatten, wurden durch das GKV-WSG zum 1. Juli 2008 auf den GKV-Spitzenverband übertragen.
Wissenschaftliches Institut
Das Wissenschaftliche Institut der AOK (WIdO), 1976 gegründet, ist eine selbstständige Einheit mit ca. 75 Mitarbeitern innerhalb des AOK-Bundesverbandes ohne eigene Rechtspersönlichkeit. Es ist in 9 Forschungsbereiche gegliedert: Ambulante Analysen und Versorgung, Arzneimittel, Arzneimittelinformationssysteme und Analysen<ref>GKV-Arzneimittelindex</ref>, Ärztliche Versorgung, Betriebliche Gesundheitsförderung und Heilmittel, Gesundheitspolitik und Systemanalysen, Integrierte Daten und Analysen, Krankenhaus, Pflege und Qualitäts- und Versorgungsforschung. Das Institut publiziert gesundheits- und sozialpolitische Fragestellungen in seiner Quartalsschrift G+G Wissenschaft (GGW), die der Zeitschrift Gesellschaft und Gesundheit (G&G) beiliegt.<ref>G+G Wissenschaft. Wissenschaftliches Institut der AOK, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 11. Dezember 2018; abgerufen am 10. Dezember 2018 (Info über die Publikation).</ref> Der regelmäßig erscheinende Arzneiverordnungsreport wird vom WIdO herausgegeben.<ref>Arzneiverordnungsreport, abgerufen am 29. Januar 2022</ref>
IT-Zusammenarbeit
In Kooperation mit der SAP entwickelt die AOK eine Branchensoftware, die den gesamten Bereich der gesetzlichen Krankenversicherung abdecken soll. Hierfür wurde die AOK Systems GmbH gegründet, die das Programm entwickelt und bei den Kassen implementiert. Das Programm oscare wird seit 2005 vermarktet.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />GKV-Branchenlösung oscare® Eine einheitliche IT-Plattform für die Prozesse der GKV ( vom 1. Mai 2010 im Internet Archive)</ref> Es wurde auch bereits an andere gesetzliche Krankenkassen wie z. B. die Barmer GEK und die Knappschaft verkauft. Die Auftraggeber verfolgen damit das Ziel eine Standardsoftware im Bereich der gesetzlichen Krankenversicherung zu entwickeln, in der sich die ständig wechselnden gesetzlichen Anforderungen realisieren lassen.
Zur weiteren Entwicklung der IT und zur Nutzung von Synergie-Effekten haben sich in der gesetzlichen Krankenversicherung mehrere Kassen zu einer Arbeitsgemeinschaft namens gkv informatik zusammengeschlossen. Dazu zählen die AOK Nordost, AOK NordWest, AOK Rheinland/Hamburg sowie die Barmer Ersatzkasse und die HEK – Hanseatische Krankenkasse. Zusammen decken sie rund 23 % der in Deutschland gesetzlich versicherten Personen ab. Seit Oktober 2006 betreibt die gkv Informatik ein gemeinsames Rechenzentrum in Wuppertal-Lichtscheid.<ref>Sieben Aok und die Barmer arbeiten im Bereich der Informationstechnologie zusammen. Archiviert vom Vorlage:IconExternal am 19. Mai 2009; abgerufen am 1. April 2026.</ref>
Zum 1. Januar 2008 hat die AOK Plus zusammen mit der AOK Bayern die gesamte IT in das Unternehmen kubus IT GbR ausgelagert und ein weiteres, gemeinsam genutztes Rechenzentrum in Bayreuth errichtet, wo die Daten von 8,0 Mio. Versicherten verarbeitet werden.<ref>https://www.kubus-it.de/ueber-uns/unsere-kunden</ref>
Die AOKs Hessen, AOK Thüringen, Rheinland-Pfalz und Saarland haben bereits im letzten Jahrtausend eine Zusammenarbeit ihrer IT-Bereiche beschlossen und daraufhin die ARGE mit Sitz im hessischen Ziegenhain gegründet. Die ARGE wurde 2007 zur IT|S|Care – IT-Dienstleistungen für den Gesundheitsmarkt umgestaltet. Nachdem die AOK Thüringen 2008 durch die Fusion zur AOK PLUS zur kubus IT wechselte, trat die AOK Baden-Württemberg der IT|S|Care bei. Die Sozialdaten von insgesamt 6,7 Millionen Versicherten der beteiligten AOKs werden durch die IT|S|Care verarbeitet und verwaltet.<ref name="ITSCARE_Gesellschafter2018">Gesellschafter der ITSCARE. ITSCARE IT-Services für den Gesundheitsmarkt, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 3. Januar 2018; abgerufen am 1. April 2026 (Stand 2018: Gemeinschaftsunternehmen der AOK Baden-Württemberg, der AOK Hessen und der AOK Rheinland-Pfalz/Saarland.).</ref> Sitz des Unternehmens ist Frankfurt, das zentrale Rechenzentrum war bis 2017 in Stuttgart.<ref name="ITSCARE_Standorte2018">Standorte der ITSCARE. ITSCARE IT-Services für den Gesundheitsmarkt, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 3. Januar 2018; abgerufen am 1. April 2026 (Stand 2018: Zentrale in Frankfurt am Main sowie Standorte in Stuttgart, Karlsruhe, Mainz und Eisenstack.).</ref> Die ITSCare war der erste IT-Dienstleister der AOK, der seine Rechenzentrum-Infrastruktur zu einem externen IT-Dienstleister, der T-Systems, ausgelagert hat. Dieser betreibt seit 2017 den Infrastrukturbetrieb mit Rechenzentrums- und Netzwerkservices sowie dezentrale Dienstleistungen wie Service-Desk und Workplace.<ref>AOK Systems Newsletter: Drei in einem Bunde. Abgerufen am 1. April 2026.</ref><ref>Cloud-Investitionen belasten die Bilanz von T-Systems. Abgerufen am 1. April 2026.</ref>
Weiteres
Design
Das Design der AOK wurde 2021 von allen elf Landes-AOKs gemeinsam mit dem AOK-Bundesverband und der Berliner Agentur MetaDesign überarbeitet.<ref>Der neue visuelle Markenauftritt der AOK | AOK – Die Gesundheitskasse. Abgerufen am 1. April 2026.</ref> Ziel war es, die Marke moderner, digitalfreundlich und einheitlich zu gestalten.
Das Redesign umfasst mehrere zentrale Elemente: Der ikonische „Lebensbaum“ wurde aus dem „O“ der Wortmarke herausgelöst und kann nun eigenständig verwendet werden. Der Zusatz „Die Gesundheitskasse“ wurde vom Logo getrennt und kann nun eigenständig als „AOK. Die Gesundheitskasse.“ genutzt werden. Als Hausschrift wurde „AOK Buenos Aires“ eingeführt, die freundlich wirkt und sowohl digital als auch analog gut lesbar ist.
Das Farbsystem basiert auf kräftigem AOK-Grün, Weiß als Basis sowie zusätzlichen Farben wie Hellgrün, Interaktivgrün, Akzentgelb und Akzentblau. Dabei wurden die Kontraste für bessere Barrierefreiheit optimiert. Icons und Illustrationen folgen einer einheitlichen Formensprache.
Ein einheitliches Designsystem wurde außerdem für alle digitalen Anwendungen wie „Mein AOK“ umgesetzt. Ziel des Redesigns ist ein konsistentes, modernes Erscheinungsbild, das die Marke AOK stärker als Einheit darstellt.
Weblinks
- Website des AOK-Bundesverbandes
- Gesundheitsportal der AOKs
- WIdO – Wissenschaftliches Institut der AOK
Einzelnachweise
<references />
AOK Baden-Württemberg | AOK Bayern | AOK Bremen/Bremerhaven | AOK Hessen | AOK Niedersachsen | AOK Nordost | AOK Nordwest | AOK Plus | AOK Rheinland/Hamburg | AOK Rheinland-Pfalz/Saarland | AOK Sachsen-Anhalt
Ehemalige Ortskrankenkassen
AOK Berlin-Brandenburg |
AOK Leipzig |
AOK Mecklenburg-Vorpommern |
AOK Saarland |
AOK Sachsen |
AOK Thüringen