Hans-Baluschek-Park
Der Hans-Baluschek-Park, ursprünglich Priester-Pape-Park, ist ein Park am Rande des Schöneberger Südgeländes im Berliner Bezirk Tempelhof-Schöneberg. Der 2002 fertiggestellte<ref name="k1"/> Park besteht im Wesentlichen aus drei Elementen: großen Wiesenflächen, einem 1,5 Kilometer langen Weg und vier gestalteten Plätzen entlang des Weges.
Der Park verläuft in Nord-Süd-Richtung entlang der Trasse der Anhalter Vorortbahn (S-Bahn-Linien S2, S25 und S26) zwischen den Bahnhöfen Südkreuz (ehemals: Papestraße) und Priesterweg. Er wird im Osten von der S-Bahn begrenzt und im Westen von Kleingartenkolonien. Der Park hat eine durchschnittliche Breite von weniger als 50 Metern und eine Fläche von sieben Hektar.<ref name="k1">Hans-Baluschek-Park (Schöneberger Südgelände). k1 landschaftsarchitekten, abgerufen am 16. Januar 2013.</ref>
Der Park läuft entlang eines vier Meter breiten und 1500 Meter langen asphaltierten Weg und vier Plätzen entlang des Weges, die jeweils einem Thema gewidmet sind und entsprechend gestaltet sind:<ref name="k1"/>
- Platz des Spiels,
- Platz des Picknicks,
- Platz des Sonnens und
- Platz des Sports.
Diese erlauben einen Blick auf das übrige Schöneberger Südgelände und die Silhouette des Berliner Südens.<ref name="taz"/> Neben den Plätzen gibt es diverse Trockenwiesen. Die Vegetation besteht im Wesentlichen aus Robinien und Birken. Da der Hauptweg des Parks gerade, eben und glatt asphaltiert ist, erfreut er sich einer großen Beliebtheit unter Inlineskatern und Radfahrern. Der Stadtzeitung zitty zufolge allerdings verhindert die hohe Zahl an Familien mit kleinen Kindern im Park wirklich sportliches Inlineskaten.<ref name="zit">Franziska Felber: Inlineskate-Strecken. In: zitty. 22. Juni 2012, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 2. Dezember 2012; abgerufen am 13. Januar 2013. Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref> Laut Planung soll er Teil eines durchgehenden Weges für Radfahrer vom Potsdamer Platz bis zum Schöneberger Südgelände werden<ref name="grün">Natur-Park Südgelände: Hans-Baluschek-Park. Grün Berlin GmbH, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 17. Oktober 2012; abgerufen am 13. Januar 2013. Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref> und damit langfristig Teil des Radfernwegs Berlin–Leipzig.<ref name="sen">S. Garkisch, HVB Ingenieurgesellschaft, bearb. A. Stahl: Stadtumbau Ost und West: Vernetzung von Stadträumen: Schöneberger Schleife / Machbarkeitstudie Abschnitt an der S2, Bautzener Pl. bis O-W-Spange. In: berlin.de. Berliner Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt, abgerufen am 16. Januar 2013.</ref> In den Planungen von Infravelo soll der Hans-Baluschek-Park Teil der Radschnellverbindung 6 werden (RSV 6 – Teltowkanalroute).
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Platz des Spiels
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Platz des Picknicks
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Platz des Sonnens
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Platz des Sports mit Einfassung aus Cortenstahl und Blick auf den Gasometer
Der Park wurde 2004 als Ausgleichsmaßnahme für den Flächenverbrauch im Zuge des Ausbaus des Berliner Stadtrings eröffnet. Die Bauherren, das Land Berlin und Grün Berlin bezahlten dafür insgesamt sieben Millionen Mark.<ref name="arc"/> Dabei ließ sich Landschaftsarchitektin Gabriele G. Kiefer von ihrem sonst vertretenen Prinzip leiten, nur wenige Elemente mit geometrischen Formen zu verbinden. Bei den Arbeiten wurde unter anderem 250 Bäume gepflanzt.<ref name="ent">Stadtentwicklung Berlin: Grün an Bundesautobahnen, abgerufen am 13. Januar 2013.</ref> Kiefer reduzierte die Zahl der Bäume und der Baumaterialien.<ref name="taz">Mikas: Lesbare Grünräume. In: die tageszeitung, 3. Dezember 2005</ref> Die Birken- und Robinien sollen an die typische Ruderalvegetation an Bahnstrecken erinnern. Der Cortenstahl aus dem Böschungen und Wegeeinfassungen gestaltet sind, wird ebenfalls häufige für Verkehrsbauwerke der Bahn genutzt.<ref name="k1"/> Bis nach der politischen Wende lagerten dort Kohlen und Baumaterialien der Senatsreserve.
Vom Park gelangt man mit Hilfe einer Fußgängerbrücke über die Bahnstrecke in den Natur-Park Schöneberger Südgelände,<ref name="ent"/> den verwilderten ehemaligen Rangierbahnhof Tempelhof, der teilweise als Naturschutzgebiet ausgewiesen wurde.
Der Park ist nach dem Maler und Schriftsteller Hans Baluschek benannt, der Ende der 1920er Jahre in der nahegelegenen Siedlung Ceciliengärten wohnte. Arbeits- und Ausschreibungstitel war Priester-Pape-Park.<ref name="arc">Ferienanlagen; Gartendenkmalpflege: Priester-Pape-Park. In: ak-berlin.de. Architektenkammer Berlin, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 11. August 2014; abgerufen am 16. Januar 2013. Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref> Der Park wurde unter anderem 2005 in der Ausstellung 10 unter 100 der Berlin-Brandenburger Sektion des Bunds deutscher Landschaftsarchitekten gewürdigt, in der aktuelle Beispiele guter Landschaftsgestaltung mit kostengünstiger Umsetzung gezeigt wurden.<ref name="bdla">Marianne Mommsen: 10 unter 100 Euro pro m², Gartenwelten-Ausstellung und Führungen des bdla Berlin-Brandenburg. (PDF; 54 kB) In: landschaftsarchitekten, Ausgabe 4/2005, S. 19. 16. Dezember 2005, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 4. März 2016; abgerufen am 16. Januar 2013. Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref>
Literatur
- Michael Kasiske: Ein Park als urbane Promenade. Berlin in Garten + Landschaft Nr. 6, 2003 S. 20–22
- Thies Schröder, Hanns Joosten: Büro Kiefer – Rekombinationen / Recombinations. Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart 2005
Weblinks
Einzelnachweise
<references />
Koordinaten: 52° 28′ 1″ N, 13° 21′ 35″ O
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