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Plumban

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Strukturformel
Struktur von Plumban
Allgemeines
Name Plumban
Andere Namen

Bleiwasserstoff

Summenformel PbH4
Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer Vorlage:CASRN
PubChem 123278
ChemSpider 109888
Wikidata [[:d:Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)|Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)]]
Eigenschaften
Molare Masse 211,23 g·mol−1
Aggregatzustand

gasförmig

Siedepunkt

−13 °C<ref name="HoWi">A. F. Holleman, E. Wiberg, N. Wiberg: Lehrbuch der Anorganischen Chemie. 102. Auflage. Walter de Gruyter, Berlin 2007, ISBN 978-3-11-017770-1, S. 1011.</ref>

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung aus Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 (CLP),<ref name="CLP_100.240.788">Nicht explizit in Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 (CLP) gelistet, fällt aber mit der angegebenen Kennzeichnung unter den Gruppeneintrag Vorlage:Linktext-Check in der Datenbank ECHA CHEM der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA)Vorlage:Abrufdatum Hersteller bzw. Inverkehrbringer können die harmonisierte Einstufung und Kennzeichnung erweitern.</ref> ggf. erweitert<ref name="GESTIS">Eintrag zu Vorlage:Linktext-Check in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFAVorlage:Abrufdatum (JavaScript erforderlich)</ref>
Gefahrensymbol Gefahrensymbol Gefahrensymbol

Gefahr

H- und P-Sätze H: 302​‐​332​‐​373​‐​410​‐​360Df
P: ?
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

Plumban, auch Bleiwasserstoff, ist ein sehr giftiges Gas. Es hat die Formel PbH4 und besitzt einen Siedepunkt von −13 °C.

Gewinnung und Darstellung

Plumban entsteht durch Einwirkung von kathodisch entwickeltem atomaren Wasserstoff auf zerstäubtes Blei.<ref name="HoWi2">A. F. Holleman, E. Wiberg: Lehrbuch der Anorganischen Chemie. 57.–70. Auflage. Walter de Gruyter, Berlin 1964, S. 362.</ref> Vorlage:Formel Es wird in Analogie zu Bismutan (BiH3) auch gebildet, wenn Dimethylplumban mit der Formel (CH3)2PbH2 oberhalb von −50 °C disproportioniert.<ref name="HoWi2" /> Vorlage:Formel Bei der Herstellung von Tetraethylblei entsteht Plumban in kleinen Mengen als Nebenprodukt.

Eigenschaften

Im Gegensatz zum analog aufgebauten Methan (CH4) ist Plumban chemisch instabil. Wenn man das Gas über eine erhitzte Oberfläche leitet, zerfällt es unter Abscheidung eines Bleispiegels. Der Grund dafür liegt darin, dass Blei als Metall elektropositiver als die gebundenen Wasserstoffatome ist, den Wasserstoff also als Hydrid bindet.

Beständiger als das Plumban sind Derivate mit organischen Substituenten, beispielsweise

Diese Stoffe wurden vor der Entwicklung des bleifreien Benzins als Antiklopfmittel eingesetzt. Da sie hautresorbierbar und giftig sind (MAK-Wert von TEL 0,075 mg/m3), hat man bleihaltiges Benzin seit 1998 in Deutschland, seit 2000 in der gesamten Europäischen Union verboten.

Literatur

Einzelnachweise

<references/>