Ingo Appelt
Ingo Appelt (* 20. April 1967 in Essen) ist ein deutscher Komiker.
Leben
Herkunft und Ausbildung
Appelt ist der Sohn von Inka Appelt, die sich von seinem Vater Wilhelm Appelt trennte und dann in den Jahren 1969 bis 1980 mit dem Fußballspieler Günter Fürhoff verheiratet war.<ref>Thomas Lelgemann: RWE-Legende Fürhoff hat „Staub und Dreck gefressen“. In: Westdeutsche Allgemeine Zeitung. Funke Mediengruppe, 18. Februar 2013, abgerufen am 1. Februar 2024.</ref> Ingo Appelt lebte zwischen dem 11. und 26. Lebensjahr in Würzburg.<ref>Ingo Appelt neuer Moderator bei „Kabarett aus Franken“. 27. März 2014, archiviert vom Vorlage:IconExternal; abgerufen am 1. Februar 2024.</ref> Nach der Schule absolvierte er eine Ausbildung zum Maschinenschlosser bei Siemens.<ref name=":0">FOCUS Online: „Die SPD kann ruhig sterben“. Politik. Abgerufen am 27. November 2021.</ref> Er engagierte sich gewerkschaftlich bei der IG Metall und wurde später deren hauptamtlicher Bildungsreferent in Würzburg.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Archivierte Kopie ( vom 14. September 2018 im Internet Archive)</ref>
Berufliche Laufbahn
Im Jahr 1989 hatte er seinen ersten Auftritt auf der Bundesjugendkonferenz der IG Metall, seit 1993 ist er hauptberuflich Komiker. Einem breiteren Publikum wurde er als Gast in der RTL Nachtshow, bei RTL Samstag Nacht, im Quatsch Comedy Club auf ProSieben und mit einem Auftritt beim Arosa Humor-Festival vertraut. Bekannt wurde er durch die Parodie des damaligen Verteidigungsministers Rudolf Scharping (SPD) sowie anderer Prominenter wie Helmut Kohl, Michael Mittermeier, Gerhard Schröder, Til Schweiger und Herbert Grönemeyer. Er gilt als ein Vertreter des schwarzen Humors.
Später kam er mit einer eigenen wöchentlichen Ingo Appelt Show zu ProSieben, die Ende November 2000 nach elf von 13 geplanten Folgen aufgrund schlechter Einschaltquoten und „geschmacklicher Entgleisung“ abgesetzt wurde.<ref name=":1">Thomas Lückerath: Ingo Appelt wird neuer Anchor der „Freitag Nacht News“. In: DWDL.de. 31. Juli 2006, abgerufen am 4. Februar 2023.</ref> In der letzten gezeigten Ausgabe wurden u. a. Kinderpuppen umgekegelt und auf eine Torwand geschossen.<ref>Iris Alanyali: Ein Grenzgänger ging zu weit. In: welt.de. 30. November 2000, abgerufen am 18. Juni 2021.</ref> Daraufhin wurde es um ihn ruhig. Es folgte eine Tournee, und ab 2002 wurden seine Fernsehauftritte wieder häufiger.
Im September 2006 wurde er neuer Anchorman der RTL-Comedyshow Freitag Nacht News.<ref name=":1" /> Da die Einschaltquoten der Show jedoch stark zurückgingen, wurde sie bereits am 29. Dezember desselben Jahres abgesetzt. In der ProSieben-Märchenadaption von Hans im Glück, die im Rahmen der Sendereihe Die Märchenstunde produziert wurde, spielte Appelt eine der Hauptrollen an der Seite von Christian Ulmen, Nora Tschirner und Märchenerzähler Thomas Fritsch. Die Erstausstrahlung von Hans im Glück – Tauschrausch im Märchenwald war im September 2006 auf ProSieben. In der Folge Schneewittchen – 7 Zipfel und ein Horst, die 2007 in der 4. Staffel lief, war er als Jäger zu sehen.
Ab Mai 2007 moderierte er als Nachfolger von Heinz Gröning die zweite Staffel der Comedy-Talkshow u. A. w. g. – um Antwort wird gebeten auf Comedy Central.<ref>Uwe Mantel: Ingo Appelt wird Moderator bei Comedy Central. In: DWDL.de. 3. April 2007, abgerufen am 13. Mai 2023.</ref> In dem Film African Race – Die verrückte Jagd nach dem Marakunda, der im Januar 2008 von RTL ausgestrahlt wurde, spielte er eine Nebenrolle. Im April und Mai 2008 war er in einigen Folgen der ProSieben-Sendung Noch Besserwissen – Die große Show des unnützen Wissens zu sehen. Ab Januar 2010 moderierte er die RTL-2-Comedysendung Fun Club – Comedystars live.
Appelt war Mitglied der 15. Bundesversammlung, die am 18. März 2012 zusammentrat und Joachim Gauck zum deutschen Bundespräsidenten wählte.<ref>Stundesprotokoll: 991 Stimmen für Joachim Gauck als Präsidenten - WELT. 7. September 2015, abgerufen am 1. Februar 2024.</ref> Im August 2012 wurde bekannt, dass Appelt im Visier der Düsseldorfer al-Qaida-Zelle stand.<ref>Frank Bretschneider: Markus Lanz, Ingo Appelt: Prominente im Visier von al-Qaida. 21. August 2012, abgerufen am 1. Februar 2024.</ref> Bei der Auswertung von Unterlagen seien die Namen von Prominenten gefunden worden, die als mögliche Anschlagsziele dienen sollten, darunter auch Appelt.
Ab Mai 2013 tourte er mit dem Bühnenprogramm Göttinnen.<ref>Tobias Mühlenschulte: Ingo Appelt präsentiert „Göttinnen“ in der Kaue Gelsenkirchen. In: Westdeutsche Allgemeine Zeitung. Funke Mediengruppe, 9. Mai 2012, abgerufen am 1. Februar 2024.</ref> Seit Oktober 2013 ist er in der Fernsehshow Mario Barth deckt auf! zu sehen, in der er gemeinsam mit Mario Barth Fälle von angeblicher Steuerverschwendung präsentiert.<ref>RTL: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Die neue Comedy-Show mit Star-Comedian Mario Barth ( vom 29. November 2014 im Internet Archive), 2. Oktober 2013, abgerufen am 19. November 2014</ref><ref>Ingo Appelt macht sich auf RTL über die Stadt Lübeck lustig / Lübeck / Lokales - LN - Lübecker Nachrichten. 17. Oktober 2014, archiviert vom Vorlage:IconExternal; abgerufen am 1. Februar 2024.</ref> Von Oktober 2014 bis Januar 2024 war Appelt Moderator der BR-Sendung Kabarett aus Franken.<ref>Bayerischer Rundfunk: Studio Franken: Ingo Appelt präsentiert "Kabarett aus Franken". 9. Oktober 2014 (br.de [abgerufen am 1. Februar 2024]).</ref><ref>Bayerischer Rundfunk: BR Fernsehen: Moderationswechsel bei "Kabarett aus Franken". 17. Januar 2024 (br.de [abgerufen am 1. Februar 2024]).</ref> Seit 2015 war er mit seinem Bühnenprogramm Besser … ist besser deutschlandweit auf Tour.
Im September 2020 ging Appelt mit seinem neuen Programm Der Staats-Trainer auf Tour.<ref>Aachener Zeitung: Ingo Appelt: Geheimrezept gegen die deutsche Depression. Abgerufen am 12. September 2020.</ref>
Persönliches
Ingo Appelt heiratete im Juni 2016 in Las Vegas Sonia Guha-Thakurta.<ref>Lustigste Hochzeit. Abgerufen am 12. September 2020.</ref> Sie ist die Barchefin des Quatsch Comedy Clubs in Berlin.<ref>Sonia wird jahrgangsbeste Barmixerin. Unsere Teilnehmerin Sonia Guha Thakurta hat es geschafft! In: blog.barakademie.eu. BarAkademie Berlin – Newsblog, 4. März 2016, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 4. März 2016; abgerufen am 15. Oktober 2025.</ref><ref>Komiker Ingo Appelt über seinen Heiratsantrag beim „Deutschen Comedypreis“ in Köln | Diese Hochzeit ist kein Witz! Abgerufen am 23. August 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Den Heiratsantrag machte er ihr bei der Verleihung des Deutschen Comedypreises 2015 von der Bühne aus, nachdem er sich für die erhaltene Auszeichnung für die Beste Comedyshow bedankt hatte.<ref>RP Online: Deutscher Comedypreis verliehen: Wie Ingo Appelt mit seinem Heiratsantrag alle überraschte. 22. Oktober 2015, abgerufen am 23. August 2023.</ref>
Appelt ist Mitglied der SPD.<ref name=":0" />
Diskografie
Lua-Fehler in package.lua, Zeile 80: module 'Module:Musikcharts/countries' not found
Singles
- 2000: Tanz für mich (mit Aquagen)
Alben
- 1997: Der Abräumer
- 1998: Feuchte Seite
- 2004: Schlicht Böse (nie öffentlich erschienen, aber im Umlauf)
- 2004: Superstar
- 2008: Männer muss man schlagen
- 2011: Frauen sind Göttinnen – Wir können nur noch beten
- 2017: Besser ... ist besser (Live Do-CD)
Videoalben
- Quatsch Comedy Club – Das Beste Vol. 1, 2000 (DVD)
- African Race, 2007 (DVD)
- Ingo Appelt: Männer muss man schlagen, 2008 (DVD)
- RTL Samstag Nacht: 1993–1998, 2010 (DVD) & 2015 (Blu-ray)
- Nightwash – 10 Jahre, 2011 (DVD)
- Laurel & Hardy: Die komische Liebesgeschichte von Dick & Doof Their Lives And Magic, 2012 (DVD)
- 20 Jahre Quatsch Comedy Club, 2012 (DVD)
Bücher
- 2008: Männer muss man schlagen. Rowohlt, Reinbek, ISBN 978-3-499-62380-6
Filmografie
Auszeichnungen
- 2017: Das große Kleinkunstfestival – Berlin-Preis
- 2018: Recklinghäuser Hurz, Heimat-Hurz
- 2018: Radio Regenbogen Award für Comedy 2017
Weblinks
- Website von Ingo Appelt
- <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Appelt im WDR Comedy Portal ( vom 25. Oktober 2008 im Internet Archive)
- Vorlage:IMDb/1
Einzelnachweise
<references />
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Appelt, Ingo |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Comedian und Kabarettist |
| GEBURTSDATUM | 20. April 1967 |
| GEBURTSORT | Essen |