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Zwerg-Filzkraut

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Zwerg-Filzkraut
Datei:Filago minima.jpeg

Zwerg-Filzkraut (Filago minima)

Systematik
Ordnung: Asternartige (Asterales)
Familie: Korbblütler (Asteraceae)
Unterfamilie: Asteroideae
Tribus: Gnaphalieae
Gattung: Logfia
Art: Zwerg-Filzkraut
Wissenschaftlicher Name
Logfia minima
(Sm.) Dumort.

Das Zwerg-Filzkraut (Logfia minima <templatestyles src="Person/styles.css" />(Sm.) Dumort., Synonym Filago minima <templatestyles src="Person/styles.css" />(Sm.) Pers.), auch Kleines Filzkraut genannt, ist eine zierliche Pflanzenart in der Familie der Korbblütler (Asteraceae).

Datei:Filago minima sl8.jpg
Habitus

Beschreibung

Es handelt sich um eine einjährige krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 5 bis 20 cm erreicht und meist bereits vom Grund an verzweigt ist (im Gegensatz zum recht ähnlichen Acker-Filzkraut, Filago arvensis). Die gesamte Pflanze ist seidig graufilzig. Die linealischen Laubblätter werden nicht länger als 10 mm und nur 0,5 bis 1,2 mm breit.

Der Hauptstängel endet in einem Knäuel aus drei bis sieben körbchenförmigen Blütenständen. Die winzigen Blütenkörbchen sind nur etwa 3 mm groß. Die breit hautrandigen Hüllblätter sind nur in der unteren Hälfte filzig.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 28.<ref name="Oberdorfer2001" />

Vorkommen, Gefährdung

Das Zwerg-Filzkraut ist in Europa von Nordspanien bis Westrussland verbreitet und besiedelt Trocken- und Halbtrockenrasen. Zudem ist es in kurzlebigen, ruderalen Äcker- und Unkrautfluren zu finden, wobei es leicht saure, trockene, vor allem aber stickstoffarme, sandige, basenarme, humus- und feinerdearme Sand- und Steingrusböden bevorzugt. Da solche Flächen in der intensiv bewirtschafteten Kulturlandschaft Mitteleuropas immer seltener werden, gilt das Zwerg-Filzkraut lokal und regional als gefährdet; in Deutschland wird es auf der Vorwarnliste der Roten Liste geführt.<ref>Bundesamt für Naturschutz: Checkliste von Pflanzenarten Deutschlands, ggf. mit Rote-Liste-Einstufung (PDF; 785 kB)</ref> Vom Brachfallen sandiger Ackerstandorte profitiert die Pflanze; umgekehrt bewirkt eine intensive Inanspruchnahme bisheriger Stilllegungsflächen – etwa zwecks Anbaus nachwachsender Rohstoffe – ein Zurückdrängen der Bestände. Das Zwerg-Filzkraut ist in Mitteleuropa eine Charakterart des Verbands Thero-Airion und kommt auch in Gesellschaften des Verbands Corynephorion vor, ist aber in Südeuropa eine Charakterart des Verbands Helianthemion guttati.<ref name="Oberdorfer2001" />

Taxonomie und Systematik

Die Art wurde 1800 von James Edward Smith unter dem Basionym Gnaphalium minimum erstbeschrieben. Sie wurde, seit 1804, lange Zeit in die Gattung Filago (Filzkräuter) gestellt und ist in vielen älteren Werken noch in dieser aufgeführt.

Filago wurde aufgrund molekulargenetischer Erkenntnisse in verschiedene neue Gattungen aufgesplittet. Mit der Wiedereinsetzung der Gattung Logfia wurde dabei ein Vorschlag wieder aufgenommen, den der französische Botaniker Alexandre Henri Gabriel de Cassini bereits im Jahr 1819 gemacht hatte, der bis dahin aber von den meisten Botanikern verworfen worden war. Der Name Logfia ist ein Anagramm von Filago und hat keine Bedeutung.<ref>Mercè Galbany-Casals, Santiago Andrés-Sánchez, Núria Garcia-Jacas, Alfonso Susanna, Enrique Rico, María Montserrat Martínez-Ortega: How many of Cassini anagrams should there be? Molecular systematics and phylogenetic relationships in the Filago group (Asteraceae, Gnaphalieae), with special focus on the genus Filago. In: Taxon. Band 59, Nr. 6, 2010, S. 1671–1689. doi:10.1002/tax.596003</ref>

Literatur

Einzelnachweise

<references> <ref name="Oberdorfer2001"> </ref> </references>

Weblinks

Commons: Zwerg-Filzkraut (Filago minima) – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien