Neustall
Neustall Stadt Steinau an der Straße
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(147)&title=Neustall 50° 24′ N, 9° 25′ O
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dim=10000 | globe= | name=Neustall | region=DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code | type=city
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| Höhe: | 369 m ü. NHN | |||||
| Fläche: | 2,95 km²<ref name="lagis" /> | |||||
| Einwohner: | 147 (30. Juni 2022)<ref name="DF">Haushalt 2024. (PDF; 33 MB) Einwohnerstatistik Stadt Steinau an der Straße. Abgerufen im August 2024.</ref> | |||||
| Bevölkerungsdichte: | 50 Einwohner/km² | |||||
| Eingemeindung: | 1. Juli 1974 | |||||
| Postleitzahl: | 36396 | |||||
| Vorwahl: | 06667 | |||||
Neustall ist ein Stadtteil von Steinau an der Straße im osthessischen Main-Kinzig-Kreis. Zu Neustall gehören mehrere Höfe wie der Kaltenfrosch sowie die Siedlungen Oberhof und Unterhof.
Geographie
Geographische Lage
Neustall liegt im Nordosten des Main-Kinzig-Kreises, ca. 11 km nördlich des Hauptortes Steinau an der Straße. Durch den Ort verläuft die Deutsche Märchenstraße, offiziell Landesstraße 3178.
Nachbarorte
Neustall grenzt im Norden an den Ort Holzmühl, im Nordosten an den Ort Hintersteinau, im Westen an den Ort Uerzell, im Süden an den Ort Ulmbach und im Westen an den Ort Fleschenbach.
Geschichte
Ortsgeschichte
Der Ortsname Neustall wird auf die Bezeichnung „Neue Stelle“ zurückgeführt. Der Ort gehörte bis zur Auflösung der Gemeinde zum Landkreis Schlüchtern.
In historischen Dokumenten ist der Ort unter folgenden Ortsnamen belegt (in Klammern das Jahr der Erwähnung):<ref name="lagis" /> Neuenstall (1480), Newenstall (1564) und Neustädtel (1812).
- Hessische Gebietsreform (1970–1977)
Die Gemeinde Neustall wurde im Zuge der Gebietsreform in Hessen am 1. Juli 1974 kraft Landesgesetz in die Stadt Steinau, heute „Steinau an der Straße“, als Stadtteil eingegliedert.<ref>Gesetz zur Neugliederung der Landkreise Gelnhausen, Hanau und Schlüchtern und der Stadt Hanau sowie die Rückkreisung der Städte Fulda, Hanau und Marburg (Lahn) betreffende Fragen (GVBl. 330–26) vom 12. März 1974. In: Der Hessische Minister des Innern (Hrsg.): Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Hessen. 1974 Nr. 9, S. 149, § 13 (Vorlage:HessAmtsBL/LinkText [PDF; 3,0 MB]).</ref><ref></ref> Für den Stadtteil Neustall wurde, wie für die übrigen Stadtteile von Steinau, ein Ortsbezirk eingerichtet.<ref name="HS">Hauptsatzung. (PDF; 367 kB) § 5. In: Webauftritt. Stadt Steinau an der Straße, abgerufen im August 2024.</ref>
Verwaltungsgeschichte im Überblick
Die folgende Liste zeigt die Staaten und Verwaltungseinheiten,<ref group="Anm.">Bis zur Trennung der Rechtsprechung von der Verwaltung waren die Ämter und frühen Gerichte sowohl Gericht als auch Verwaltungsorgan.</ref> denen Neustall angehört(e):<ref name="lagis" /><ref>Vorlage:Verwaltungsgeschichte.de</ref>
- 1564: Heiliges Römisches Reich, Gericht Freiensteinau der Herrschaft Riedesel
- 1684: Heiliges Römisches Reich, Fürstabtei Fulda, Amt Ulmbach
- ab 1699: Heiliges Römisches Reich, Fürstabtei Fulda, Amt Uerzell<ref group="Anm.">Umzug</ref>
- ab 1803: Heiliges Römisches Reich, Fürstentum Nassau-Oranien-Fulda, Amt Uerzell<ref group="Anm.">Durch den Reichsdeputationshauptschluss.</ref>
- 1806–1810: Staat des Fürstprimas,<ref group="Anm.">Infolge der Napoleonischen Kriege.</ref> Fürstentum Fulda, Amt Salmünster
- 1810–1813: Großherzogtum Frankfurt, Departement Fulda, Distrikt Salmünster
- ab 1816: Kurfürstentum Hessen,<ref group="Anm.">Infolge der Beschlüsse des Wiener Kongresses.</ref> Großherzogtum Fulda, Amt Salmünster<ref name="KHK1818" />
- ab 1821/22: Kurfürstentum Hessen, Provinz Hanau, Kreis Salmünster<ref>Verordnung vom 30sten August 1821, die neue Gebiets-Eintheilung betreffend, Anlage: Übersicht der neuen Abtheilung des Kurfürstenthums Hessen nach Provinzen, Kreisen und Gerichtsbezirken. Sammlung von Gesetzen etc. für die kurhessischen Staaten. Jahr 1821 – Nr. XV. – August. (kurhess GS 1821) S. 76.</ref><ref group="Anm.">Trennung von Justiz (Justizamt Salmünster) und Verwaltung.</ref>
- ab 1830: Kurfürstentum Hessen, Provinz Hanau, Kreis Schlüchtern
- ab 1848: Kurfürstentum Hessen, Bezirk Hanau
- ab 1851: Kurfürstentum Hessen, Provinz Hanau, Kreis Schlüchtern
- ab 1867: Königreich Preußen,<ref group="Anm.">Infolge des Deutschen Krieges.</ref> Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Schlüchtern
- ab 1871: Deutsches Reich, Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Schlüchtern
- ab 1918: Deutsches Reich, Freistaat Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Schlüchtern
- ab 1944: Deutsches Reich, Freistaat Preußen, Provinz Nassau, Landkreis Schlüchtern
- ab 1945: Deutsches Reich, Amerikanische Besatzungszone,<ref group="Anm.">Infolge des Zweiten Weltkriegs.</ref> Groß-Hessen, Regierungsbezirk Wiesbaden, Landkreis Schlüchtern
- ab 1946: Deutsches Reich, Amerikanische Besatzungszone, Hessen, Regierungsbezirk Wiesbaden, Landkreis Schlüchtern
- ab 1949: Bundesrepublik Deutschland, Hessen, Regierungsbezirk Wiesbaden, Landkreis Schlüchtern
- ab 1968: Bundesrepublik Deutschland, Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Landkreis Schlüchtern
- ab 1974: Bundesrepublik Deutschland, Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Main-Kinzig-Kreis, Stadt Steinau
- ab 1978: Bundesrepublik Deutschland, Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Main-Kinzig-Kreis, Stadt nach „Steinau an der Straße“ umbenatt
Bevölkerung
Einwohnerstruktur 2011
Nach den Erhebungen des Zensus 2011 lebten am Stichtag dem 9. Mai 2011 in Neustall 153 Einwohner. Darunter waren 3 (2,0 %) Ausländer. Nach dem Lebensalter waren 33 Einwohner unter 18 Jahren, 66 waren zwischen 18 und 49, 30 zwischen 50 und 64 und 24 Einwohner waren älter.<ref name="Z2011E" /> Die Einwohner lebten in 57 Haushalten. Davon waren 12 Singlehaushalte, 15 Paare ohne Kinder und 18 Paare mit Kindern, sowie 9 Alleinerziehende und keine Wohngemeinschaften. In 9 Haushalten lebten ausschließlich Senioren und in 39 Haushaltungen leben keine Senioren.<ref name="Z2011E" />
Einwohnerentwicklung
| Quelle: Historisches Ortslexikon<ref name="lagis" /> | |
| • 1680: | 4 Untertanen |
| • 1789: | 10 Bauern, ein Hintersiedler mit dem Kaltefroschhof und 4 Ulrichsberger Höfen |
| • 1812: | 11 Feuerstellen, 90 Seelen |
| Neustall: Einwohnerzahlen von 1812 bis 2022 | ||||
|---|---|---|---|---|
| Jahr | Einwohner | |||
| 1812 | 90 | |||
| 1834 | 105 | |||
| 1840 | 114 | |||
| 1846 | 125 | |||
| 1852 | 136 | |||
| 1858 | 134 | |||
| 1864 | 126 | |||
| 1871 | 125 | |||
| 1875 | 128 | |||
| 1885 | 127 | |||
| 1895 | 133 | |||
| 1905 | 133 | |||
| 1910 | 136 | |||
| 1925 | 122 | |||
| 1939 | 117 | |||
| 1946 | 151 | |||
| 1950 | 158 | |||
| 1956 | 142 | |||
| 1961 | 133 | |||
| 1967 | 141 | |||
| 1970 | 133 | |||
| 1980 | ? | |||
| 1990 | ? | |||
| 2000 | ? | |||
| 2008 | 169 | |||
| 2011 | 153 | |||
| 2015 | 142 | |||
| 2022 | 147 | |||
| Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: Die Bevölkerung der Gemeinden 1834 bis 1967. Wiesbaden: Hessisches Statistisches Landesamt, 1968. Weitere Quellen: LAGIS<ref name="lagis" />; Stadt Steinau<ref name="EW" /><ref name="DF" />; Zensus 2011<ref name="Z2011E" /> | ||||
Im Jahr 1961 wurden 23 evangelische (17,29 %) und 110 katholische (82,71 %) Christen gezählt.<ref name="lagis" />
Politik
Für Neustall besteht ein Ortsbezirk (Gebiete der ehemaligen Gemeinde Neustall) mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher nach der Hessischen Gemeindeordnung.<ref name="HS" /> Der Ortsbeirat besteht aus drei Mitgliedern. Bei den Kommunalwahlen in Hessen 2021 betrug die Wahlbeteiligung zum Ortsbeirat 57,02 %. Alle Kandidaten gehören der „Freien Wählerliste Neustall“ an.<ref>Ortsbeiratswahl Neustall. In: Votemanager. Stadt Steinau an der Straße, abgerufen im August 2024.</ref> Der Ortsbeirat wählte Uwe Wolf zum Ortsvorsteher.<ref>Ortsbeirat Neustall. In: Ratsinfosystem. Stadt Steinau an der Straße, abgerufen im August 2024.</ref>
Infrastruktur
- Den öffentlichen Personennahverkehr stellt die Verkehrsgesellschaft Region Fulda GmbH (VRF) mit der Buslinie MKK-95 sicher. Sie fährt von Schlüchtern nach Bad Soden-Salmünster.
- An der Gemarkungsgrenze zu Fleschenbach befindet sich der Windpark Fleschenbach-Neustall. Von den neun Windkraftanlagen stehen zwei in der Gemarkung von Neustall. Der Windpark war zum Zeitpunkt seiner Einweihung im August 2009 der leistungsstärkste eines einzelnen Betreibers in Hessen.
Weblinks
- Stadtteil Neustall. In Webauftritt der Stadt Steinau an der Straße.
- Neustall, Main-Kinzig-Kreis. Historisches Ortslexikon für Hessen. In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).
Anmerkungen und Einzelnachweise
Anmerkungen <references group="Anm." />
Einzelnachweise
<references>
<ref name="lagis">Neustall, Main-Kinzig-Kreis. Historisches Ortslexikon für Hessen. (Stand: 24. Mai 2018). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).
</ref>
<ref name="KHK1818">
Kur-Hessischer Staats- und Adress-Kalender: 1818. Verlag d. Waisenhauses, Kassel 1818, S. 158 f. (online bei Google BooksSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.). (als Neustädtel)
</ref>
<ref name="EW">2008:Übersicht, Einwohnerzahlen (- ca. 5 Nebenwohnungen). In: Webauftritt. Gemeinde Steinau an der Straße, archiviert vom Vorlage:IconExternal; abgerufen im Februar 2021.
2015:Übersicht, Einwohnerzahlen (- ca. 5 Nebenwohnungen). In: Webauftritt. Gemeinde Steinau an der Straße, archiviert vom Vorlage:IconExternal; abgerufen im Februar 2021.
</ref>
<ref name="Z2011E">Ausgewählte Daten über Bevölkerung und Haushalte am 9. Mai 2011 in den hessischen Gemeinden und Gemeindeteilen. (PDF; 1,8 MB) In: Zensus 2011. Hessisches Statistisches Landesamt, S. 30 und 84, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 11. Juli 2021.
</ref>
</references>
Bellings | Hintersteinau | Marborn | Marjoß | Neustall | Rabenstein | Rebsdorf | Sarrod | Seidenroth | Uerzell | Ulmbach