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Frank Mentrup

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Datei:Frank Mentrup.jpg
Frank Mentrup (2011)

Frank Mentrup (* 24. Oktober 1964 in Mannheim) ist ein deutscher Politiker (SPD). Von 2006 bis 2013 war er Abgeordneter im Landtag von Baden-Württemberg. Seit dem 1. März 2013 ist er Oberbürgermeister der Stadt Karlsruhe.

Leben und Beruf

Nach dem Abitur 1984 am Moll-Gymnasium in Mannheim absolvierte Frank Mentrup, ein Sohn des Germanisten Wolfgang Mentrup<ref>https://www.munzinger.de/register/portrait/biographien/mentrup%20frank/00/32408</ref> und der Ärztin Hildgegard geb. Zabel (1934–2025)<ref>Traueranzeige: Hildegard Mentrup. Abgerufen am 28. Oktober 2025.</ref>, während des Zivildiensts beim Arbeiter-Samariter-Bund eine Ausbildung zum Rettungssanitäter. Von 1985 bis 1992 studierte er Medizin in Heidelberg und Mannheim, was er nach eigenen Angaben mit dem medizinischen Doktorgrad abschloss.<ref>k Das Geburtstagsinterview mit Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup,auf karlsruhe.de vom 24. Oktober 2024</ref>

Er war von 1993 bis 2006 am Mannheimer Zentralinstitut für Seelische Gesundheit in der Kinder- und Jugendpsychiatrie sowie in der Gemeindepsychiatrie tätig. Als Arzt beriet und betreute er dort die sozialen und beruflichen Integrationsangebote des Internationalen Bundes (IB), und des Berufsfortbildungswerks des DGB (bfw) und des Elisabeth-Lutz-Hauses für RPK-Plätze.<ref name=":1" />

Danach war er von 2006 bis 2011 Assistenzarzt in der Kinder- und Jugendpsychiatrie am Städtischen Klinikum Karlsruhe.<ref>Volkshandbuch Baden-Württemberg 2006. 22. Oktober 2007, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 22. Oktober 2007; abgerufen am 6. April 2019.</ref><ref name=":0">Karlsruhe: Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup. 10. Juni 2016, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 10. Juni 2016; abgerufen am 6. April 2019.</ref><ref>Dr. Frank Mentrup – die neue welle. 7. April 2019, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 7. April 2019; abgerufen am 7. April 2019.</ref>

Privates

Frank Mentrup ist seit 1990 mit der Zeithistorikerin Andrea Hoffend verheiratet und hat zwei Söhne und zwei Töchter.

Mannheimer Kommunalpolitiker

1983 trat Mentrup in die SPD ein und übernahm 1990 den Kreisvorsitz der Mannheimer Jusos.

Er war von 1989 bis 1994 Mitglied im Bezirksbeirat von Mannheim-Lindenhof. Von 1994 bis 2007 saß er für die SPD im Gemeinderat von Mannheim. Dort war Mentrup von 2001 bis 2006 ihr Vorsitzender. In dieser Funktion war er u. a. auch Aufsichts- bzw. Verwaltungsrat bei der MVV Energie AG, der Universitätsklinikum GmbH (heute UMM), der Wohnungsbaugesellschaft GBG und der Stadtmarketing GmbH.<ref name=":0" />

Im Juni 2006 unterlag er bei der parteiinternen Auswahl des Kandidaten für die Mannheimer Oberbürgermeisterwahl 2007 gegen Peter Kurz.<ref>Martin Tangl: SPD: Mannheims Abgeordneter verlässt seine Heimatstadt Mentrup tritt 2011 in Ettlingen an. Hrsg.: Mannheimer Morgen. 21. November 2009: „Im Juni 2006 unterlag er bei der parteiinternen Auswahl des Kandidaten für die Oberbürgermeisterwahl 2007 gegen Peter Kurz.“</ref>

Baden-Württembergischer Landespolitiker

Mannheimer Landtagsabgeordneter

Der damals 41-jährige Mentrup kandidierte im März 2006 im Wahlkreis 35 (Mannheim-Nord) für den Landtag von Baden-Württemberg und wurde mit 40 % der Wählerstimmen gewählt. Er war damals der einzige SPD-Kandidat in Baden-Württemberg, der ein Direktmandat erhielt.<ref>Statistische Berichte Baden-Württemberg Landtagswahl 2011 und 2006. 6. April 2019, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 6. April 2019; abgerufen am 6. April 2019.</ref> In der SPD-Landtagsfraktion übernahm Mentrup den Vorsitz des Arbeitskreises Schule, Jugend und Sport und die Funktion des bildungspolitischen Sprechers.

Ettlinger Landtagsabgeordneter

Bei der Landtagswahl im März 2011 kandidierte er nicht mehr im Wahlkreis Mannheim-Nord, sondern im Wahlkreis Ettlingen. Er errang hinter den CDU-Kandidaten Werner Raab, der 41 % der Stimmen erhielt, das Zweitmandat mit 25,1 %.

Parlamentarischer Staatssekretär

Nach der Wahl wurde er Mitte Mai 2011 zum parlamentarischen Staatssekretär im Ministerium für Kultus, Jugend und Sport mit den Zuständigkeitsbereiche die frühkindliche Bildung und die Privatschulen, zunächst unter der Ministerin Gabriele Warminski-Leitheußer und danach unter ihrem Nachfolger Andreas Stoch.

Am 1. März 2013 legte er das Amt des Staatssekretärs nieder und am 15. März 2013 sein Landtagsmandat. Seinen Staatssekretär-Posten übernahm Marion von Wartenberg und sein Landtagsmandat Anneke Graner.<ref name=":1">Homepage - Dr. Frank Mentrup MdL. 26. Juni 2012, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 26. Juni 2012; abgerufen am 6. April 2019.</ref><ref>Mentrup-Nachfolge geklärt: Marion von Wartenberg wird Kultusstaatssekretärin | ka-news. 6. April 2019, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 6. April 2019; abgerufen am 6. April 2019.</ref><ref>MdL Dr. Frank Mentrup zum parlamentarischen Staatssekretär im Kultusministerium ernannt - SPD Pfinztal. 6. April 2019, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 6. April 2019; abgerufen am 6. April 2019.</ref><ref>Kultusministerin Warminski-Leitheußer tritt zurück | wr.de | Politik. 8. April 2019, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 8. April 2019; abgerufen am 8. April 2019.</ref><ref>Andreas Stoch hat nach Gabriele Warminski-Leitheußer das Kultusministerium übernommen. In unserer Bildergalerie zeichnen wir seinen Lebenslauf nach. - Stuttgarter Zeitung. 8. April 2019, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 8. April 2019; abgerufen am 8. April 2019.</ref><ref>Marion von Wartenberg wird Staatssekretärin im Kultusministerium | Südwest Presse Online. 8. April 2019, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 8. April 2019; abgerufen am 8. April 2019.</ref><ref>Landtag Baden Württemberg - Mentrup. 13. Oktober 2012, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 13. Oktober 2012; abgerufen am 9. April 2019.</ref>

Datei:Chanukka Karlsruhe-2016 Mentrup-Mendelson.jpg
Mentrup 2016 als Ehrengast bei der Chanukka-Feier vor dem Rathaus

Karlsruher Oberbürgermeister

2012 bewarb sich Mentrup um die Nachfolge von Heinz Fenrich als Oberbürgermeister von Karlsruhe.<ref>Auf einen Kaffee mit Heinz Fenrich - die neue welle. 8. April 2019, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 8. April 2019; abgerufen am 8. April 2019.</ref> Unterstützt wurde er von der SPD, dem Bündnis 90/Die Grünen, der Karlsruher Liste (KAL) und der Piratenpartei.<ref>Mentrup stellt Unterstützerkreis vor. In: Boulevard Baden. Röser Presse GmbH, 5. Oktober 2012, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 6. Dezember 2012; abgerufen am 27. Dezember 2013.</ref> Am 2. Dezember 2012 wurde Frank Mentrup mit 55,26 % im ersten Wahlgang zum neuen Oberbürgermeister gewählt. Indem er sich gegen den CDU-Kandidaten Ingo Wellenreuther durchsetzte, welcher 35,41 % der Stimmen erhielt, beendete Mentrup die seit 1970 dauernde Ära von CDU-Oberbürgermeistern in Karlsruhe.<ref name="faz1">Rüdiger Soldt: SPD stellt Karlsruher Oberbürgermeister, FAZ.NET 2. Dezember 2012</ref> Er trat das Amt am 1. März 2013 an.<ref>Mentrup-Nachfolge geklärt: Marion von Wartenberg wird Kultusstaatssekretärin | ka-news. 6. April 2019, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 6. April 2019; abgerufen am 6. April 2019.</ref>

Am 6. Dezember 2020 wurde Mentrup im ersten Wahlgang mit 52,6 % der Stimmen erneut zum Oberbürgermeister gewählt. Er setzte sich dabei unter anderem gegen den CDU-Kandidaten Sven Weigt durch.<ref>S. W. R. Aktuell: Frank Mentrup gewinnt Karlsruher OB-Wahl im ersten Wahlgang. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 6. Dezember 2020; abgerufen am 6. Dezember 2020.</ref>

Im August 2023 wurde Mentrup zum Präsidenten des Städtetags Baden-Württemberg und in das Präsidium des Städtetages Deutschland gewählt.<ref>Dr. Frank Mentrup wird neuer Präsident des Städtetags. In: karlsruhe.de. 3. Juli 2023, abgerufen am 4. August 2023.</ref>

Vorstandstätigkeit

Frühere Vorstandstätigkeit

Frühere Beratertätigkeit

Mitgliedschaften

Frühere Mitgliedschaften

Weblinks

Commons: Frank Mentrup – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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