Zum Inhalt springen

Angelika Gramkow

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 26. Oktober 2025 um 17:27 Uhr durch imported>René Thiemann (Leben: Schreibweise korrigiert.).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Datei:Angelika Gramkow.jpg
Angelika Gramkow als Sprecherin bei einer Demonstration vor dem Schweriner Schloss im Oktober 2008

Angelika Gramkow (* 27. September 1958 in Grevesmühlen) ist eine deutsche Politikerin (PDS/Die Linke). Sie war von 1991 bis 2008 Mitglied des Landtages Mecklenburg-Vorpommern und von 2008 bis 2016 Oberbürgermeisterin der Landeshauptstadt Schwerin.

Leben

Nach Besuch der zehnklassigen Polytechnischen Oberschule von 1965 bis 1975 in Ludwigslust und Abschluss der Berufsausbildung mit Abitur zur Baufacharbeiterin im Wohnungsbaukombinat in Schwerin studierte Angelika Gramkow von 1981 bis 1986 Wirtschaftswissenschaften an der Karl-Marx-Universität Leipzig und schloss als Diplom-Ökonomin ab. Sie war Fachschullehrerin an der Fachschule für Finanzwirtschaft Gotha, Außenstelle Schwerin, und später an der Berufsschule für Wirtschaft und Verwaltung in Schwerin tätig.<ref name="SVZ20081108">Schweriner Volkszeitung, 8. November 2008, S. 19</ref><ref name="landtagmv">Abgeordneten-Biografie auf landtag-mv.de, abgerufen am 1. November 2008</ref> 1978 trat sie der SED bei<ref>Kurzbiografie Angelika Gramkow. In: die-linke.de. Abgerufen am 28. März 2019.</ref> und arbeitete seit 1981 in der FDJ-Kreisleitung in Schwerin.<ref name="SVZ20081108" />

Seit 1991 war Gramkow Mitglied des Landtages Mecklenburg-Vorpommern und in der fünften Wahlperiode Sprecherin der Fraktion Die Linke für Haushalts-, Finanz- und Frauenpolitik. Gleichzeitig war sie Mitglied der Stadtvertretung Schwerin.<ref name="landtagmv" /> Von 1999 bis 2006 übte sie im Landtag die Funktion der Vorsitzenden der PDS-Fraktion aus und war von 2006 bis 2008 Vorsitzende des Finanzausschusses.<ref name="SVZ20081108" />

Bei der Schweriner Oberbürgermeisterwahl am 14. September 2008 erreichte Gramkow einen Stimmenanteil von 38,2 % und lag damit knapp vor ihrem Mitbewerber Gottfried Timm (38,1 %). Bei der Stichwahl am 28. September 2008 konnte sie sich mit 50,5 % durchsetzen.<ref>Stichwahl der Oberbürgermeisterin / des Oberbürgermeisters am 28.09.2008 in der Landeshauptstadt Schwerin. (PDF; 8 kB) Landeshauptstadt Schwerin, 28. September 2008, abgerufen am 28. März 2019.</ref> Mit der Übernahme des Oberbürgermeisteramtes zum 1. November 2008 war gemäß Abgeordnetengesetz die Aufgabe des Landtagsmandats verbunden.<ref>§ 34 AbgG MV </ref> Am 18. September 2016 unterlag sie in der Stichwahl mit 39,9 % der Stimmen dem SPD-Kandidaten Rico Badenschier.<ref>Timo Weber: OB-Wahl Schwerin: Badenschier siegt - Schweriner wählen Gramkow ab. In: svz.de. 18. September 2016, abgerufen am 28. März 2019.</ref><ref>Stichwahl der Oberbürgermeisterin / des Oberbürgermeisters der Landeshauptstadt Schwerin am 18. September 2016. (PDF; 329 kB) Landeshauptstadt Schwerin, 19. September 2016, S. 73, abgerufen am 28. März 2019.</ref>

Bei der Kommunalwahl 2019 wurde sie in den Kreistag von Ludwigslust-Parchim gewählt.<ref>Ergebnis der Kommunalwahlen 2019. Landeswahlleiterin M-V, abgerufen am 16. Juni 2019.</ref> Nach ihrer Wiederwahl bei der Kommunalwahl 2024 entschied sie sich „aus persönlichen Gründen“ gegen eine Mitgliedschaft in der neuen Fraktion Die Zukunft LUP, die sich aus Abgeordneten von SPD und Die Linke zusammensetzt, und wirkte als fraktionslose Abgeordnete.<ref>Neue Fraktion im Kreistag Ludwigslust-Parchim. Norddeutscher Rundfunk, 1. Juli 2024, abgerufen am 27. März 2025.</ref> Im März 2025 legte sie ihr Mandat nieder.<ref>Kreistag Ludwigslust-Parchim: Angelika Gramkow legt Mandat nieder. Norddeutscher Rundfunk, 27. März 2025, abgerufen am 27. März 2025.</ref>

Literatur

Weblinks

Commons: Angelika Gramkow – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Klappleiste/Anfang

Otto Weltzien (1919–1926) | Joachim Saschenbrecker (1926–1933) | Ernst Wempe (1933–1937) | Wilhelm Timmermann (1937–1940) | Ernst Barten (1940–1942, kommissarisch) | Richard Crull (1942–1945) | Jürgen Berlin (1945) | Heinz Maus (1945) | Erich Wiesner (1945) | Christoph Seitz (1945–1949) | Johanna Blecha (1950–1953) | Gustav Schwantz (1953–1961) | Günther Braun (1961–1969) | Franz Schönbeck (1969–1971) | Horst Pietsch (1971–1977) | Frank Grimm (1977–1984) | Helmut Oder (1984–1990) | Johannes Kwaschik (1990–2002) | Norbert Claussen (2002–2008) | Wolfram Friedersdorff (2008, geschäftsführend) | Angelika Gramkow (2008–2016) | Rico Badenschier (seit 2016)

Vorlage:Klappleiste/Ende

Vorlage:Hinweisbaustein