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Chaironeia

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Chaironeia
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Basisdaten
Staat GriechenlandDatei:Flag of Greece.svg Griechenland
Region Mittelgriechenland
Gemeinde Livadeia
Geographische Koordinaten Vorlage:Infobox Ort in Griechenland/Region zu ISO-Code_type:city(421) 38° 30′ N, 22° 51′ OKoordinaten: Vorlage:Infobox Ort in Griechenland/Region zu ISO-Code_type:city(421) 38° 30′ N, 22° 51′ O
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Einwohner 421 (Jan 2026)
Datei:Chaironeia lion.JPG
Der Löwe von Chaironeia

Chaironeia ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), deutsch auch Chäronea) war eine antike Stadt im Westen der Landschaft Böotien in Griechenland beim heutigen Cheronia in der Gemeinde Livadia. Die Stadt lag an der Grenze zur Phokis in einer Ebene am nördlichen Ausläufer des Berges Thurion im Tal des Kephisos.

Chaironeia gehörte bis zum 5. Jahrhundert v. Chr. zur Stadt Orchomenos, wurde später aber selbständig. In der Pentekontaetie kam es zu Auseinandersetzungen zwischen Athen und Verbannten der Böoter, die neben Chaironeia auch Orchomenos und andere Orte Böotiens besetzt hielten; dabei eroberten die Athener Chaironeia, versklavten die Bevölkerung und legten eine Besetzung dorthin.<ref>Thukydides: 1,113.</ref> Bekannt ist der Name der Stadt vor allem durch den Sieg König Philipps II. von Makedonien über die griechischen Städte im Jahr 338 v. Chr. in der Schlacht von Chaironeia. Eine zweite Schlacht von Chaironeia fand 86 v. Chr. statt, als der römische Feldherr Sulla die Truppen Mithridates’ VI. von Pontos schlug.

Der Löwe von Chaironeia war Grundlage für die Rekonstruktion des Löwen von Amphipolis durch den Bildhauer Andreas Panagiotakes gewesen. Die Thebaner errichteten 338 v. Chr. ein Ehrengrab für die gezählten 254 Toten der Heiligen Schar, die unter einem steinernen Löwen auf einem Podest bestattet wurden (davon 252 in Erd- und 2 in Feuerbestattungen). Dieser 5,50 Meter hohe, auf einem Postament sitzende Löwe war auch von Pausanias 9,40,10 erwähnt worden.<ref>Elena Walter-Karydi: Die Athener und ihre Gräber (1000–300 v. Chr.)</ref> Im frühen 19. Jahrhundert wurde das Denkmal von den Griechen gesprengt, da sie die Bleiklammern für Gewehrkugeln benötigten. 1902 konnte man den Löwen aus den im Jahr 1818 gefundenen Bruchstücken, die ergänzt wurden, in situ wieder aufstellen. Dabei wurde auch der oben erwähnte Grabbezirk entdeckt.<ref>Alexander Demandt: Alexander Der Grosse: Leben und Legende. S. 70 f.</ref>

Aus Chaironeia stammten der Schriftsteller Plutarch und der lokale Amtsträger und Heerführer Gnaeus Curtius Dexippus.

Literatur

Weblinks

Commons: Chaironeia – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<References />