Bobenhausen I
Bobenhausen I Gemeinde Ranstadt
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|---|---|---|---|---|---|---|
| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(417)&title=Bobenhausen+I 50° 22′ N, 9° 2′ O
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| Höhe: | 177 (181–208) m ü. NHN | |||||
| Fläche: | 4,98 km²<ref name="EW2022">Wetteraukreis: Bevölkerung: Einwohner/-innen nach Ortschaften. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 10. August 2023; abgerufen im Mai 2024.</ref> | |||||
| Einwohner: | 417 (2022)[Ohne Beleg] | |||||
| Eingemeindung: | 1. Oktober 1971 | |||||
| Postleitzahl: | 63691 | |||||
| Vorwahl: | 06046 | |||||
Bobenhausen I ist ein Ortsteil der Gemeinde Ranstadt im hessischen Wetteraukreis.
Geographische Lage
Bobenhausen I liegt am südwestlichen Teil des Vogelsberges am Laisbach. Der Hauptort Ranstadt liegt westlich und ist über die Landesstraße 3184 zu erreichen.
Geschichte
Ortsgeschichte
Die älteste bekannte schriftliche Erwähnung von Bobenhausen I erfolgte am 12. März 1335 als Babenhußen.<ref>Friedrich Battenberg, (Bearb.), Stolberger Urkunden. Regesten zu den Urkundenbeständen und Kopiaren der Fürsten und Grafen zu Stolberg in Ortenberg im Hessischen Staatsarchiv Darmstadt und Staatsarchiv Marburg 1191–1840. = Repertorien des Hessischen Staatsarchivs Darmstadt 21. Darmstadt 1985, S. 16, Nr. 54.</ref>
Die Statistisch-topographisch-historische Beschreibung des Großherzogthums Hessen berichtet 1830 über Bobenhausen:
„Bobenhausen (L. Bez. Nidda) evangel. Filialdorf; liegt 1 1⁄3 St. von Nidda und 1⁄2 St. von Ortenberg. Der Ort besteht aus 45 Häusern, die von 266 Menschen bewohnt werden, die alle evangelisch sind, und unter welchen sich 32 Bauern und 16 Handwerker befinden.“<ref name="GW">Vorlage:BibOCLC</ref>
Hessische Gebietsreform (1970–1977)
Im Zuge der Gebietsreform in Hessen fusionierten zum 1. Oktober 1971 die bis dahin selbständigen Gemeinden Ranstadt, Bellmuth, Bobenhausen I, Dauernheim und Ober-Mockstadt freiwillig zur Großgemeinde Ranstadt.<ref>Gemeindegebietsreform in Hessen: Zusammenschlüsse und Eingliederungen von Gemeinden vom 6. Oktober 1971. In: Der Hessische Minister des Inneren (Hrsg.): Staatsanzeiger für das Land Hessen. 1971 Nr. 43, S. 1716, Punkt 1425; Abs. 1. (Vorlage:HessAmtsBL/LinkText [PDF; 3,6 MB]).</ref> Als Sitz der Gemeindeverwaltung wurde der Ortsteil Ranstadt bestimmt. Für alle ehemals eigenständigen Gemeinden von Ranstadt wurden Ortsbezirke mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher nach der Hessischen Gemeindeordnung gebildet.<ref>Hauptsatzung. (PDF; 153 kB) § 5. In: Webauftritt. Gemeinde Ranstadt, abgerufen im Januar 2021.</ref>
Verwaltungsgeschichte im Überblick
Die folgende Liste zeigt die Staaten und Verwaltungseinheiten,<ref group="Anm.">Bis zur Trennung der Rechtsprechung von der Verwaltung waren die Ämter und frühen Gerichte sowohl Gericht als auch Verwaltungsorgan.</ref> denen Bobenhausen I angehört(e):<ref name="lagis" /><ref>Vorlage:Verwaltungsgeschichte.de</ref><ref>Vorlage:BibOCLC</ref>
- vor 1567: Heiliges Römisches Reich, Landgrafschaft Hessen, Amt Lißberg
- ab 1567: Heiliges Römisches Reich, Amt Ulrichstein (Söhne der Margarethe von der Saale)<ref name="Amt Lißberg" />
- ab 1570: Heiliges Römisches Reich, Landgrafschaft Hessen-Marburg, Amt Lißberg
- 1604–1648: Heiliges Römisches Reich, strittig zwischen Landgrafschaft Hessen-Darmstadt und Landgrafschaft Hessen-Kassel (Hessenkrieg)
- ab 1604: Heiliges Römisches Reich, Landgrafschaft Hessen-Darmstadt, Amt Lißberg<ref name="Amt-2">Vorlage:BibOCLC</ref>
- 1787: Heiliges Römisches Reich, Landgrafschaft Hessen-Darmstadt, Oberfürstentum Hessen, Amt Nidda und Lißberg<ref name="Adr-LG-HD" />
- ab 1806: Großherzogtum Hessen,<ref group="Anm.">Infolge der Rheinbundakte.</ref> Fürstentum Oberhessen, Amt (und ab 1803 Gericht) Lißberg,<ref name="PR" /> Unteramt Lißberg<ref name="Adr-LG-HD-1806" />
- ab 1815: Großherzogtum Hessen<ref group="Anm.">Das Großherzogtum Hessen war von 1815 bis 1866 Mitglied des Deutschen Bundes. Ein Staatenbund ehemaliger Territorien des Heiligen Römischen Reichs. Er gilt als gescheiterter Versuch einer erneuten Reichsgründung.</ref>, Provinz Oberhessen, Amt Lißberg<ref name="NLVK" />
- ab 1821: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Landratsbezirk Nidda<ref name="STH-Oberhessen" /><ref group="Anm.">Trennung zwischen Justiz (Landgericht Ortenberg) und Verwaltung.</ref>
- ab 1832: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Nidda
- ab 1848: Großherzogtum Hessen, Regierungsbezirk Nidda
- ab 1852: Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Nidda
- ab 1867: Norddeutscher Bund<ref group="Anm.">Der Norddeutsche Bund war der erste deutsche Bundesstaat unter der Führung Preußens. Er war die geschichtliche Vorstufe des Deutschen Reichs. Infolge des Deutschen Krieges wurde die Provinz Oberhessen dort zwangsweise Mitglied.</ref>, Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Nidda
- ab 1874: Deutsches Reich, Großherzogtum Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Büdingen
- ab 1918: Deutsches Reich (Weimarer Republik), Volksstaat Hessen, Provinz Oberhessen, Kreis Büdingen
- ab 1938: Deutsches Reich, Volksstaat Hessen, Kreis Büdingen<ref name=RB1937 /><ref group="Anm.">Im Zuge der Gebietsreform 1938 wurden die Provinz Oberhessen aufgelöst.</ref>
- ab 1945: Amerikanische Besatzungszone,<ref group="Anm.">Infolge des Zweiten Weltkriegs.</ref> Groß-Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Kreis Büdingen
- ab 1946: Amerikanische Besatzungszone, Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Kreis Büdingen
- ab 1949: Bundesrepublik Deutschland, Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Kreis Büdingen
- ab 1971: Bundesrepublik Deutschland, Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Kreis Büdingen, Gemeinde Ranstadt<ref group="Anm.">Am 1. Oktober 1971 als Ortsbezirk zur Gemeinde Ranstadt.</ref>
- ab 1972: Bundesrepublik Deutschland, Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Wetteraukreis, Gemeinde Ranstadt
Bevölkerung
Einwohnerstruktur 2011
Nach den Erhebungen des Zensus 2011 lebten am Stichtag dem 9. Mai 2011 in Bobenhausen I 447 Einwohner. Darunter waren 18 (4,0 %) Ausländer. Nach dem Lebensalter waren 57 Einwohner unter 18 Jahren, 174 zwischen 18 und 49, 114 zwischen 50 und 64 und 102 Einwohner waren älter.<ref name="Z2011E" /> Die Einwohner lebten in 154 Haushalten. Davon waren 51 Singlehaushalte, 51 Paare ohne Kinder und 63 Paare mit Kindern, sowie 27 Alleinerziehende und 3 Wohngemeinschaften. In 42 Haushalten lebten ausschließlich Senioren und in 117 Haushaltungen lebten keine Senioren.<ref name="Z2011E" />
Einwohnerentwicklung
| • 1791: | 158 Einwohner<ref name="Adr-LG-HD" /> |
| • 1800: | 158 Einwohner<ref name="Adr-LG-HD-1800" /> |
| • 1806: | 184 Einwohner, 34 Häuser<ref name="Adr-LG-HD-1806" /> |
| • 1829: | 266 Einwohner, 45 Häuser<ref name="GW" /> |
| • 1867: | 288 Einwohner, 55 bewohnte Gebäude<ref name="WP">Vorlage:BibOCLC</ref> |
| • 1875: | 286 Einwohner, 61 bewohnte Gebäude<ref name="WP75">Vorlage:BibOCLC</ref> |
| Bobenhausen I: Einwohnerzahlen von 1791 bis 2022 | ||||
|---|---|---|---|---|
| Jahr | Einwohner | |||
| 1791 | 158 | |||
| 1800 | 158 | |||
| 1806 | 184 | |||
| 1829 | 266 | |||
| 1834 | 272 | |||
| 1840 | 296 | |||
| 1846 | 327 | |||
| 1852 | 282 | |||
| 1858 | 299 | |||
| 1864 | 291 | |||
| 1871 | 279 | |||
| 1875 | 286 | |||
| 1885 | 292 | |||
| 1895 | 275 | |||
| 1905 | 310 | |||
| 1910 | 303 | |||
| 1925 | 297 | |||
| 1939 | 310 | |||
| 1946 | 452 | |||
| 1950 | 434 | |||
| 1956 | 407 | |||
| 1961 | 394 | |||
| 1967 | 422 | |||
| 1970 | 414 | |||
| 1980 | ? | |||
| 1990 | ? | |||
| 2000 | ? | |||
| 2011 | 447 | |||
| 2022 | 417 | |||
| Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: Die Bevölkerung der Gemeinden 1834 bis 1967. Wiesbaden: Hessisches Statistisches Landesamt, 1968. Weitere Quellen: LAGIS<ref name="lagis" />; Zensus 2011<ref name="Z2011E" />; 2022<ref name="EW2022" /> | ||||
Religionszugehörigkeit
| • 1829: | 266 evangelische (= 100 %) Einwohner<ref name="GW" /> |
| • 1961: | 341 evangelische (= 86,55 %), 52 katholische (= 13,20 %) Einwohner<ref name="lagis" /> |
Sehenswürdigkeiten
Sehenswert ist die alte Schule mit einem verschieferten kleinen Dachreiter und einer Wetterfahne.
Siehe auch: Liste der Kulturdenkmäler in Bobenhausen
Besondere Ereignisse
Im September 1999 wurde die damals achtjährige Johanna Bohnacker entführt und später ermordet.
Anmerkungen und Einzelnachweise
Anmerkungen <references group="Anm." />
Einzelnachweise <references> <ref name="lagis">Bobenhausen I, Wetteraukreis. Historisches Ortslexikon für Hessen. (Stand: 16. Oktober 2018). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS). </ref> <ref name="Amt Lißberg"> Die Zugehörigkeit des Amtes Lißberg anhand von Karten aus dem Geschichtlicher Atlas von Hessen: Hessen-Marburg 1567-1604., Hessen-Kassel und Hessen-Darmstadt 1604-1638. und Hessen-Darmstadt 1567-1866. </ref> <ref name="Adr-LG-HD"> Hessen-Darmstädter Staats- und Adresskalender 1791. Im Verlag der Invaliden-Anstalt, Darmstadt 1791, S. 203 ff. (Vorlage:HathiTrust Buch). </ref> <ref name="Adr-LG-HD-1800"> Hessen-Darmstädter Staats- und Adresskalender 1800. Im Verlag der Invaliden-Anstalt, Darmstadt 1800, S. 226 ff. (Vorlage:HathiTrust Buch). </ref> <ref name="Adr-LG-HD-1806"> Hessen-Darmstädter Staats- und Adresskalender 1806. Im Verlag der Invaliden-Anstalt, Darmstadt 1806, S. 274 ff. (Vorlage:HathiTrust Buch). </ref> <ref name="PR"> Vorlage:BibOCLC </ref> <ref name="NLVK"> Neuste Länder und Völkerkunde. Ein geographisches Lesebuch für alle Stände. Kur-Hessen, Hessen-Darmstadt und die freien Städte. Band 22. Weimar 1821, S. 420 (online bei Google BooksSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.). </ref> <ref name="STH-Oberhessen"> Georg W. Wagner: Statistisch-topographisch-historische Beschreibung des Großherzogthums Hessen: Provinz Oberhessen. Band 3. Carl Wilhelm Leske, Darmstadt 1830, S. 181 ff. (online bei Google BooksSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.). </ref> <ref name="RB1937"> Gesetz über die Aufhebung der Provinzen Starkenburg, Oberhessen und Rheinhessen vom 1. April 1937. In: Der Reichsstatthalter in Hessen Sprengler (Hrsg.): Hessisches Regierungsblatt. 1937 Nr. 8, S. 121 ff. (Vorlage:HessAmtsBL/LinkText [PDF; 11,2 MB]). </ref> <ref name="Z2011E">Ausgewählte Daten über Bevölkerung und Haushalte am 9. Mai 2011 in den hessischen Gemeinden und Gemeindeteilen. (PDF; 1 MB) In: Zensus 2011. Hessisches Statistisches Landesamt, S. 54 und 106, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 11. Juli 2021. </ref> </references>
Weblinks
- Bobenhausen I In: Webauftritt der Gemeinde Ranstadt.
- Bobenhausen I, Wetteraukreis. Historisches Ortslexikon für Hessen. In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).
- Seiten mit Skriptfehlern
- Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Infobox Ortsteil einer Gemeinde in Deutschland
- Wikipedia:Defekter Dateilink
- Wikipedia:Bilderwunsch an bestimmtem Ort
- Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Zitat
- Ort im Wetteraukreis
- Geographie (Ranstadt)
- Ehemalige Gemeinde (Wetteraukreis)
- Ersterwähnung 1335
- Gemeindeauflösung 1971