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Betapharm

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betapharm Arzneimittel GmbH

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Rechtsform GmbH
Gründung 1993
Sitz Augsburg, Deutschland
Leitung
  • Herbert Heynck
  • Sameer Sudhakar Natu
  • Patrick Aghanian<ref>Impressum. Abgerufen am 8. Juni 2023.</ref>
Mitarbeiterzahl ca. 75 (2012)
Umsatz ca. 116 Mio. Euro (2021/2022)<ref>betapharm Arzneimittel GmbH: betapharm Arzneimittel GmbH Augsburg, Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2021 bis zum 31.03.2022, Bilanz zum 31. März 2022. In: Bundesanzeiger. 11. Mai 2022.</ref>
Branche Pharmahersteller (Generika)
Website www.betapharm.de
Stand: 31. März 2022

Die Betapharm Arzneimittel GmbH ist ein pharmazeutisches Unternehmen. Sie vertreibt Generika (patentfreie Arzneimittel) und gehört heute zu den führenden Generikaherstellern in Deutschland. Das Produktsortiment umfasst etwa 150 Wirkstoffe in rund 900 Handelsformen und deckt alle wesentlichen Indikationen von der einfachen Erkältung bis zur schweren Herz-Kreislauf-Erkrankung ab. Bei den verschreibungspflichtigen Arzneimitteln liegt der Schwerpunkt auf den Bereichen Herz-Kreislauf, Neurologie und Schmerz/Palliativ. Die Behandlung von Schmerzen ist auch bei den rezeptfreien Medikamenten (OTC) von Betapharm im Fokus.

Geschichte

Gegründet wurde Betapharm 1993 in Augsburg.<ref>betapharm: Daten und Fakten. betapharm, abgerufen am 9. Januar 2022.</ref> Im März 2004 wurde betapharm an den britischen Finanzinvestor 3i verkauft.<ref>3i übernimmt betapharm. Handelsblatt, 7. März 2004, abgerufen am 9. Januar 2022.</ref> 2004 erfolgte die Übernahme durch den britischen Finanzinvestor 3i. Seit März 2006 gehört das Unternehmen zum Pharmakonzern Dr. Reddy’s Laboratories mit Hauptsitz im indischen Hyderabad und etwa 3,35 Mrd. US-Dollar Umsatz<ref>Dr. Reddy’s Laboratories Limited (Hrsg.): Dr. Reddy's Laboratories Limited Integrated Annual Report 2023-24. 2024, S. 10 (drreddys.com [PDF; abgerufen am 8. Januar 2025]).</ref> und einer Börsennotierung in New York und Bombay; der Verkaufspreis betrug eine halbe Milliarde Euro.<ref>Inder kauft deutsche Pharma-Firma. Spiegel, 16. Februar 2006, abgerufen am 9. Januar 2022.</ref> Im Jahr 2007 wurden Teile der Produktion aufgrund von veränderten Marktbedienungen, Preisverfällen und Lieferausfällen nach Indien verlegt.<ref>Brigitte M. Gensthaler: Generika made in India. Pharmazeutische Zeitung, 8. April 2008, abgerufen am 9. Januar 2022.</ref> Im Dezember 2014 wurde bekannt, dass das indische Unternehmen GVK Biosciences, welches für viele Generikahersteller arbeitete, Bioäquivalenzstudien gefälscht hatte.<ref>Pfusch bei Zulassung von Medikamenten. Süddeutsche Zeitung, 4. Dezember 2014, abgerufen am 9. Januar 2022.</ref> Daraufhin verhängte das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte auch für Präparate von Betapharm das Ruhen der Zulassung.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Mangelhafte Arzneimittelstudien aus Indien: Liste der von der Anordnung des Ruhens der Zulassungen betroffenen Arzneimittel (Memento vom 28. Mai 2015 im Internet Archive)</ref> Es kamen aber keine Patienten zu Schaden.<ref>Arzneimittelskandal / EU-Behörde rät von 52 Medikamenten ab. Deutschlandfunk, 23. Januar 2015, abgerufen am 9. Januar 2022.</ref> 2019 musste betapharm das Arzneimittel Ranibeta 300 mit dem Wirkstoff Ranitidin aufgrund von Verunreinigungen mit potentiell krebserregendem N-Nitrosodimethylamin zurückrufen, auch hier betraf das Problem mehrere Unternehmen.<ref>NDMA in Ranitidin von Betapharm, Hexal, 1 A Pharma, AbZ und Ratiopharm. Deutsche Apotheker Zeitung, 17. September 2019, abgerufen am 9. Januar 2022.</ref>

Initiativen

Seit 1998 engagiert sich das Unternehmen für Initiativen im Sozial- und Gesundheitswesen und zählt damit zu den Pionieren im Bereich Corporate Social Responsibility (CSR).<ref>CSR bei Betapharm. Focus Online, abgerufen am 9. Januar 2022.</ref> Federführend wurde das Engagement durch Petra Kinzl, die „Frontfrau der CSR-Bewegung in Deutschland“ geprägt und umgesetzt.<ref>Experten für den guten Ruf. Die Zeit, 22. Juni 2006, abgerufen am 9. Januar 2022.</ref> Für ihr soziales Engagement wurde betapharm mittlerweile mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Bürgerkulturpreis des bayerischen Landtags.<ref>Bürgerkulturpreis Auflistung der bisherigen Preisträger und Leitthemen (seit 2004). Abgerufen am 9. Januar 2022.</ref>

Beta Institut

Das gemeinnützige beta Institut wurde 1999 in Augsburg von der Betapharm und dem Bunten Kreis e.V. gegründet. Es betreibt zahlreiche Forschungs- und Entwicklungsprojekte und hat sich mittlerweile zu einem der größten sozialmedizinischen Forschungsinstitute in Deutschland entwickelt. Das beta Institut hat vier Tätigkeitsbereiche:

Inhaltlich gibt es im Institut sieben Projektbereiche:

  • betaCare Wissenssystem für Krankheit & Soziales – für Fachkräfte im Gesundheitswesen (insbesondere Ärzte und Apotheker)
  • betaCare Schmerz & Palliativ
  • Pädiatrie – Nachsorge für Familien mit schwer kranken Kindern nach Modell Bunter Kreis
  • mammaNetz – sektorenübergreifende Begleitung von Frauen mit Brustkrebs
  • PatientenNetz Schlaganfall – Begleitung von Patienten nach Schlaganfall
  • Papilio – pädagogisches Programm im Kindergarten zur frühzeitigen Prävention von Sucht und Gewalt
  • Case-Management-Weiterbildung für Fachkräfte im Gesundheitswesen

Betapharm Stiftung

Die betapharm Stiftung wurde 1998 von betapharm als Stiftung des bürgerlichen Rechts errichtet. Ziel der Stiftung ist es, nachhaltig die Gesundheit von Kindern zu unterstützen und zu fördern.

Literatur

  • Teresa Magdalena Beste: The Corporate Ethics Audit as a new Tool for Management by Values-Case: Betapharm Arzneimittel GmbH, Augsburg. Stralsund, Fachhochschule, Bachelor-Thesis, 2006
  • Peter Walter: Betapharm: ein „Regelbrecher“ mit Verantwortungsbewusstsein. In: Corporate social responsibility, München 2006, S. 71–82
  • betapharm Arzneimittel GmbH (Hrsg.): betapharm 1993-2003: 10 Jahre soziale Verantwortung. Augsburg: betapharm Arzneimittel GmbH, 2003

Weblinks

Einzelnachweise

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Koordinaten: 48° 23′ 8,1″ N, 10° 50′ 50,7″ O

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