Zum Inhalt springen

Kaliumethanolat

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 24. Januar 2026 um 02:57 Uhr durch imported>ChemoBot (Entferne Parameter „Suchfunktion“ aus {{Infobox Chemikalie}} und bereinige Leerzeilen).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Strukturformel
Ethanolation Kaliumion
Allgemeines
Name Kaliumethanolat
Andere Namen
  • Kaliumethylat
  • Kaliumethoxid
Summenformel C2H5KO
Kurzbeschreibung

weißes bis gelbliches Pulver<ref name="GESTIS" />

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer Vorlage:CASRN
EG-Nummer 213-029-0
ECHA-InfoCard 100.011.845
PubChem 23670592
ChemSpider 63375
Wikidata [[:d:Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)|Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)]]
Eigenschaften
Molare Masse 84,16 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Dichte

0,83 g·cm−3 (20 °C)<ref name="GESTIS" />

Schmelzpunkt

260 °C (unter Sauerstoffausschluss)<ref name="GESTIS" />

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung aus Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 (CLP),<ref name="CLP_100.011.845">Eintrag zu Vorlage:Linktext-Check in der Datenbank ECHA CHEM der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA)Vorlage:Abrufdatum Hersteller bzw. Inverkehrbringer können die harmonisierte Einstufung und Kennzeichnung erweitern.</ref> ggf. erweitert<ref name="GESTIS">Eintrag zu Vorlage:Linktext-Check in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFAVorlage:Abrufdatum (JavaScript erforderlich)</ref>
Gefahrensymbol Gefahrensymbol

Gefahr

H- und P-Sätze H: 251​‐​314
EUH: 014
P: 235​‐​260​‐​280​‐​303+361+353​‐​304+340+310​‐​305+351+338<ref name="GESTIS" />
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

Kaliumethanolat ist ein leichtentzündliches, weißes bis gelbliches Pulver aus der Gruppe der Alkoholate und wird zumeist als starke Base eingesetzt.

Gewinnung und Darstellung

Kaliumethanolat kann aus Ethanol und Kalium hergestellt werden, beispielsweise in Dichlormethan als Lösungsmittel:<ref>Masamitsu Nagano, Martha Greenblatt: Preparation of reduced molybdenum oxides (MoO2MoO3) by a sol-gel method. In: Journal of Non-Crystalline Solids. Band 101, Nr. 2–3, Mai 1988, S. 255–262, doi:10.1016/0022-3093(88)90161-5.</ref>

<math>\mathrm{2 \ CH_3CH_2OH + 2 \ K \longrightarrow 2 \ CH_3CH_2OK + H_2}</math>

Chemische Eigenschaften

Kaliumethanolat ist nur unter Feuchtigkeitsausschluss beständig. Mit Luftfeuchtigkeit bzw. Wasser reagiert die Verbindung in einer stark exothermen Reaktion unter Bildung von Ethanol und Kalilauge:

<math>\mathrm{CH_3CH_2OK + H_2O \longrightarrow CH_3CH_2OH + KOH (aq)}</math>

Kaliumethanolat entwickelt mit Aluminium oder Zink das explosionsgefährliche Gas Wasserstoff. Zwischen 90 und 100 °C ist die Verbindung selbstentzündlich.<ref name="GESTIS" />

Verwendung

Kaliumethanolat wird als starke Base in der Synthese genutzt. Es wird weiterhin zum alkalischen Firnisabbau verwendet.<ref>Fraunhofer IRB: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Kaliumeintrag in die Maloberfläche (Memento vom 27. September 2007 im Internet Archive)</ref>

Einzelnachweise

<references />