Zum Inhalt springen

Gliotoxin

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 24. Januar 2026 um 02:56 Uhr durch imported>ChemoBot (Entferne Parameter „Suchfunktion“ aus {{Infobox Chemikalie}} und bereinige Leerzeilen).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Strukturformel
Struktur von Gliotoxin
Allgemeines
Name Gliotoxin
Andere Namen

Aspergillin

Summenformel C13H14N2O4S2
Kurzbeschreibung

weißer bis gelber Feststoff<ref name="Fermentec">Fermentec Biotechnology: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Sicherheitsdatenblatt (Memento vom 27. September 2007 im Internet Archive).</ref>

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer Vorlage:CASRN
EG-Nummer (Listennummer) 636-170-3
ECHA-InfoCard 100.163.992
PubChem 6223
Wikidata [[:d:Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)|Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)]]
Eigenschaften
Molare Masse 326,4 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Schmelzpunkt

200–202 °C<ref name="Fermentec Beschreibung">Fermentec Biotechnology: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Beschreibung (Memento vom 15. August 2012 im Internet Archive).</ref>

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung<ref name="Sigma">Datenblatt Vorlage:Linktext-Check bei Sigma-AldrichVorlage:Abrufdatum (PDF).</ref>
Gefahrensymbol

Gefahr

H- und P-Sätze H: 301
P: 301+310<ref name="Sigma" />
Toxikologische Daten

67 mg·kg−1 (LD50Mausoral)<ref name="Fermentec" />

Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

Gliotoxin ist ein potentes Mykotoxin (Schimmelpilzgift), das von Aspergillus fumigatus, Aspergillus terreus, Eurotium chevalieri und Gliocladium fimbriatum gebildet wird. Da das Toxin in erster Linie von dem weit verbreiteten Aspergillus fumigatus gebildet wird, könnten auch im Biomüll unter geeigneten Voraussetzungen erhöhte Mengen dieses Mykotoxins enthalten sein.

Wirkung

Die Wirkung von Gliotoxin äußert sich vor allem in seinen immunsuppressiven und cytotoxischen (zellgiftigen) Eigenschaften. Das Toxin beschleunigt den natürlichen Zelltod (Apoptose) bei tierischen und menschlichen Körperzellen, welcher gewöhnlich erst nach dem Erreichen eines bestimmten Alters der Zelle eintritt.

Gliotoxin ist auch für die medizinische Forschung interessant, da seine cytotoxische Wirkung auch bei Krebszellen nachgewiesen werden konnte. Möglicherweise kann Gliotoxin daher auch in der Krebstherapie Verwendung finden.

Literatur

  • Hans Joachim Seidel, Ludwika Kreja: Untersuchungen zur toxikologischen Relevanz von MVOCs. ULM 2001 (PDF – Forschungsbericht des LUBW).

Einzelnachweise

<references />