Bahnhof Gremberg
| Gremberg | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Rangierbahnhof-gremberg.jpg Gleise und BÜ am Westkopf des Bahnhofs Gremberg
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| Daten | ||||||
| Lage im Netz | Rangierbahnhof | |||||
| Abkürzung | KG | |||||
| Lage | ||||||
| Stadt/Gemeinde | Köln | |||||
| Ort/Ortsteil | Gremberghoven | |||||
| Vorlage:Info ISO-3166-2/admtypelink | Nordrhein-Westfalen | |||||
| Staat | Deutschland | |||||
| Koordinaten | 50° 54′ 26″ N, 7° 2′ 6″ O
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dim=2000 | globe= | name=Gremberg | region=DE-NW | type=railwaystation
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| Eisenbahnstrecken | ||||||
| Bahnhöfe in Nordrhein-Westfalen | ||||||
Gremberg<ref>Betriebsstellenverzeichnis. DB InfraGO, 30. Dezember 2025 (dbinfrago.com [XLSX; 23,2 MB; abgerufen am 20. Januar 2026]).</ref> ist ein zweiseitiger Rangierbahnhof in Köln. Er gehört zu den neun größten, überregional bedeutenden Rangierbahnhöfen in Deutschland. Im Rangiersystem Nord-Süd besitzt er zwei Ablaufberge und insgesamt 64 Richtungsgleise und im Süd-Nord-System 32.
Geografie
Der Bahnhof liegt im Südosten Kölns, umgeben von der Eisenbahnersiedlung Gremberghoven. Er grenzt im Westen unmittelbar an Westhoven und Ensen. Das namensgebende<ref>Rangierbahnhof Gremberg. In: porz-am-rhein.h-felder.de. H. Felder, 2. Februar 2010, abgerufen am 16. Juli 2022.</ref> Gremberger Wäldchen beginnt wenige Meter nördlich des Bahnhofs und zählt im Gegensatz zu diesem zum heutigen Stadtteil Humboldt/Gremberg. Das Grundstück belegt eine Fläche von 1,12 km².<ref>Datenbasis von OpenStreetMap</ref> Er gehört mit den Standorten Köln-Kalk, Hagen, Hamm, Oberhausen und Wanne-Eickel zum Produktionszentrum Duisburg/Hagen der DB Cargo AG.
Zu dem Bahnhof führen mehrere für den Güterverkehr bedeutende Eisenbahnstrecken. Von Norden ist Gremberg de facto Endpunkt der Güterstrecke Mülheim-Speldorf–Gremberg, nach Westen ist er über die Südbrücke an den Bahnhof Köln Eifeltor und das linksrheinische Bahnnetz angeschlossen. Im Südosten mündet er in die rechte Rheinstrecke und Siegstrecke, auf der bis Troisdorf zumeist Güterverkehr abgewickelt wird.
Geschichte
Der Bau der Bahnhofs Gremberg begann 1917 (noch während des Ersten Weltkriegs). Fertiggestellt wurde er dann im Jahr 1924. Der Rangierbahnhof erlangte schnell große Bedeutung, so dass er 1942 ausgebaut wurde. Während der Beseitigung der Kriegsschäden nach dem Zweiten Weltkrieg und nochmals in den 1960er Jahren wurde der Bahnhof erneut ausgebaut und modernisiert.
Seit 2004 wurde der Bahnhof abermals modernisiert. Die ca. 40 Millionen Euro teuren Bauarbeiten für die erste Stufe der Modernisierung wurden 2007 abgeschlossen.<ref name="bahnnews" /> Seitdem erfolgt die Zugbildung durch einen Zentralrechner am Ablaufberg im Nord-Süd-System nun vollautomatisch mit modernster Brems- und Fördertechnik. Die zweite Stufe des Ausbaus betrifft das Süd-Nord-System, welches für weitere ca. 58 Millionen Euro bis Ende 2015 abgeschlossen wurde.<ref name="dbnetze" /><ref name="stadtanzeiger" />
2015 wurden täglich etwa 70 Züge in Gremberg neu sortiert, dies entspricht etwa 2800 Waggons; mit etwa 200.000 Güterzügen jährlich wurden über dieses Produktionszentrum 22 Prozent des gesamten Güterverkehrs abgefertigt. Zu diesem Zeitpunkt arbeiteten hier etwa 600 Beschäftigte, davon 175 im Rangierdienst, 50 Wagenmeister, 200 Lokführer für die Fernzüge, 75 in der Lok-Instandhaltung und 98 in der Güterwagen-Werkstatt.<ref name="stadtanzeiger" />
Bahnbetriebswerk
An der südöstlichen Ausfahrt des Bahnhofes befindet sich das Bahnbetriebswerk Gremberg mit großer Lokwerkstatt (elf Gleise), großer Freiluft-Abstellanlage und zwei Schiebebühnen.
Bahnübergang
Am Westkopf des Rangierbahnhofes Gremberg befindet sich der Bahnübergang Porzer Ringstraße, welcher insgesamt 13 Gleise überquert. Aufgrund des umfangreichen Güterverkehrs und der vielen Rangierarbeiten bleibt dieser Bahnübergang regelmäßig für längere Zeit geschlossen. Daher wurden neben den Schranken am Straßenrand Hinweisschilder aufgestellt (siehe Bild). Aufgrund des geringen Straßenverkehrsaufkommens ist ein Ersatz des Bahnübergangs (z. B. durch einen Straßentunnel) derzeit nicht geplant.
Literatur
- Erich Preuß: Köln-Gremberg. In: Oliver Strüber [vorm. Erich Preuß] (Hrsg.): Das große Archiv der deutschen Bahnhöfe (= 86. Ergänzungsausgabe). GeraMond Verlag, München 2009, ISSN 0949-2127 (1 Bl., 6 S.).
Weblinks
- Der Rangierbahnhof Gremberg
- Darstellung der Gleisanlagen auf der OpenRailwayMap
- Gleise in Serviceeinrichtungen (KG). DB InfraGO (PDF; 293 KiB)
- Betriebsstelle Bahnhof Gremberg im NRWbahnarchiv (nrwbahnarchiv.bplaced.net) von André Joost
Einzelnachweise
<references> <ref name="bahnnews"> Rangierbahnhof Köln-Gremberg wird weiter modernisiert. 10. April 2008, abgerufen am 12. Juli 2012. </ref> <ref name="dbnetze"> Zugbildungsanlagen der DB Netz AG - Drehscheiben für die Warenströme Europas. (PDF) S. 3, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 20. Dezember 2014; abgerufen am 12. Dezember 2014 (07/2014). </ref> <ref name="stadtanzeiger"> Peter Berger: 115 Millionen Euro für den Güterbahnhof in Gremberg. In: Kölner Stadt-Anzeiger. 15. Juli 2015, abgerufen am 7. April 2018. </ref> </references>