Zum Inhalt springen

Franco Ambrosetti

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 1. März 2026 um 06:31 Uhr durch imported>Freimut Bahlo.
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Datei:Franco Ambrosetti.jpg
Franco Ambrosetti bei seinem Auftritt in der Katholischen Kirche Zweisimmen am 21. Mai 2022.

Lua-Fehler in package.lua, Zeile 80: module 'Module:Musikcharts/countries' not found

Franco Ambrosetti (* 10. Dezember 1941 in Lugano, Schweiz) ist ein Schweizer Industrieller und Jazzmusiker (Trompeter und Flügelhornist). Wegen seines voluminösen und doch feurigen Trompetenspiels ist er Martin Kunzler zufolge ein international beachteter Solist des Hardbop.

Leben und Wirken

Ambrosetti wuchs als Sohn des Tenorsaxophonisten und Fabrikanten Flavio Ambrosetti und seiner Frau Memeta auf. Er erhielt von 1952 bis 1959 eine klassische Klavierausbildung, spielte als Jugendlicher auch Schlagzeug und erlernte ab 1958 das Trompeten-, später auch das Flügelhornspiel. 1961 debütierte er als professioneller Musiker vor allem in den Jazzclubs von Mailand. Er leitete seit Mitte der 1960er Jahre eine eigene Band in Zürich und studierte daneben Ökonomie in Basel.

1964 spielte Ambrosetti Aufnahmen mit George Gruntz und mit Gato Barbieri unter Leitung von Giorgio Azzolini ein, 1965 mit den Flavio Ambrosetti All Stars mit George Gruntz und Daniel Humair sowie in Mailand mit dem Quartett von Franco D’Andrea. 1966 erhielt er bei dem von Friedrich Gulda organisierten Internationalen Jazz-Wettbewerb in Wien den ersten Preis.

1967 debütierte Ambrosetti in den USA mit der Band seines Vaters, der er bis 1970 angehörte, beim Monterey Jazz Festival. 1972 gründete er mit seinem Vater, George Gruntz und Daniel Humair die Gruppe The Band, mit der er regelmässig auftrat und aus der später The George Gruntz Concert Jazz Band wurde.

Seit den 1970er Jahren arbeitete Ambrosetti mit Musikern wie Phil Woods, Dexter Gordon, Cannonball Adderley, Joe Henderson, Michael Brecker, Mike Stern, Hal Galper und Kenny Clarke; als Bandleader wirkte er mit Michael Brecker, Kenny Kirkland, John Scofield, Ron Carter, Bennie Wallace, Phil Woods, Dave Holland, Kenny Barron, Victor Lewis und Seamus Blake und leitete ein Quartett mit Dado Moroni, Antonio Faraò und Alfredo Golino. Seit 1999 ist an seinen Bands häufiger sein Sohn Gianluca Ambrosetti beteiligt. Zu hören ist er auch auf Miroslav Vitouš’ Album Remembering Weather Report (ECM, 2009).

Mit seiner Music for Symphony & Jazz Band zollte Ambrosetti dem Third Stream Tribut. Er komponierte auch Filmmusiken, unter anderem zu Markus Imhoofs Die Reise.<ref>Die Reise in Zeitgeschichte online.</ref>

Daneben hatte Ambrosetti mehr als dreissig Jahre lang eine eigene Jazzsendung beim Tessiner Radio RSI. Hauptberuflich leitete er von 1973 bis 2000 ein international aufgestelltes Industrieunternehmen, das ab 1995 als Ambrosetti Technologies firmierte. Er verkaufte es, um sich fortan ganz der Musik zu widmen.<ref>Martin Böttcher: Doppelte Karriere. In: Deutschlandradio Kultur. 10. Dezember 2011.</ref> Er war zudem seit 1995 Präsident der Handels- und Industriekammer des Kantons Tessin und als Berater tätig. 2018 legte er seine Autobiographie vor.<ref>Franco Ambrosetti: Zwei Karrieren - ein Klang – über die Freiheit, sich nicht entscheiden zu müssen: Meine Lebensgeschichte als Jazzmusiker und Industrieller. Dohr, Köln 2018, ISBN 978-3-86846-151-0.</ref> Im selben Jahr wurde er mit dem Swiss Jazz Award ausgezeichnet.

Diskografie

Filmografie

  • 1986: Die Reise
  • 1995: Abseitsfalle (Terra bruciata)
  • 2006: Riviera Cocktail

Lexikalische Einträge

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Hinweisbaustein