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Melarsoprol

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Strukturformel
Struktur von Melarsoprol
Vereinfachte Strukturformel ohne Stereochemie
Allgemeines
Freiname Melarsoprol
Andere Namen

2-{4-[(4,6-Diamino-1,3,5-triazin-2-yl)-amino]phenyl}-1,3,2-dithiarsolan-4-methanol (IUPAC)

Summenformel C12H15AsN6OS2
Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer Vorlage:CASRN
EG-Nummer 207-793-4
ECHA-InfoCard 100.007.086
PubChem 10311
ChemSpider 9889
DrugBank DB12864
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Arzneistoffangaben
ATC-Code

P01CD01

Wirkstoffklasse

Antiprotozoikum

Eigenschaften
Molare Masse 398,34 g·mol−1
Sicherheitshinweise
Bitte die Befreiung von der Kennzeichnungspflicht für Arzneimittel, Medizinprodukte, Kosmetika, Lebensmittel und Futtermittel beachten
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung aus Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 (CLP),<ref name="CLP_100.240.769">Nicht explizit in Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 (CLP) gelistet, fällt aber mit der angegebenen Kennzeichnung unter den Gruppeneintrag Vorlage:Linktext-Check in der Datenbank ECHA CHEM der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA)Vorlage:Abrufdatum Hersteller bzw. Inverkehrbringer können die harmonisierte Einstufung und Kennzeichnung erweitern.</ref> ggf. erweitert<ref name="GESTIS">Eintrag zu Vorlage:Linktext-Check in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFAVorlage:Abrufdatum (JavaScript erforderlich)</ref>
Datei:GHS-pictogram-skull.svg Datei:GHS-pictogram-pollu.svg

Gefahr

H- und P-Sätze H: 331​‐​301​‐​410
P: ?
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

Melarsoprol ist ein Arzneistoff mit Arsen, Dimercaprol und Melamin als Strukturelementen. Es wird zur Behandlung des späten Stadiums der afrikanischen Trypanosomiasis (Schlafkrankheit) verwendet und ist unter den Handelsnamen Mel B oder Arsobal erhältlich; eine Zulassung in Europa liegt nicht vor.

Da Melarsoprol eine giftige Arsenverbindung ist, darf die Behandlung nur unter Aufsicht eines Arztes durchgeführt werden. Die Behandlung verursacht eine Reihe von Nebenwirkungen, darunter: Krämpfe, Fieber, Ohnmacht, Ausschlag, Blut im Stuhl, Übelkeit und Erbrechen. Gefürchtet ist insbesondere eine Enzephalopathie, die in 5 bis 10 % der Fälle zum Tode führt.

Eflornithin ist eine modernere und weit weniger gefährliche Behandlung für die Schlafkrankheit, aber es ist bei Infektionen mit Trypanosoma brucei rhodesiense wirkungslos, teuer, schwierig zu bekommen und daher kommt der meiste Bestand aus Spenden des Herstellers Sanofi-Aventis.

Das Fertigpräparat Arsobal ist derzeit außer Vertrieb.<ref>ABDA-Datenbank (Stand: 4. Dezember 2009).</ref>

Einzelnachweise

<references />