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Fomivirsen

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Strukturformel
Struktur von Fomivirsen
Allgemeines
Freiname Fomivirsen
Summenformel C204H263N63O114P20S20
Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer
PubChem 71587550
Wikidata [[:d:Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)|Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)]]
Arzneistoffangaben
ATC-Code

S01AD09

Wirkstoffklasse

Virostatikum

Eigenschaften
Molare Masse 6682,4 g·mol−1
Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung
keine Einstufung verfügbar<ref name="NV">Dieser Stoff wurde in Bezug auf seine Gefährlichkeit entweder noch nicht eingestuft oder eine verlässliche und zitierfähige Quelle hierzu wurde noch nicht gefunden.</ref>
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

Fomivirsen ist ein Antisense-Oligonukleotid und ein Arzneistoff, welcher als Virostatikum zur Behandlung der Cytomegalie-Virus-(CMV)-Retinitis bei Patienten mit einem erworbenen Immunschwäche-Syndrom (AIDS) angezeigt ist.

Fomivirsen ist ein 21mer Antisense-DNA-Phosphorthioat-Oligonukleotid (ISIS 2922)<ref>Nukleotidsequenz von ISIS 2922: 5'-GCGTTTGCTCTTCTTCTTGCG-3'</ref> mit einer komplementären Sequenz zur mRNA, der major immediate-early (MIE) transkriptionalen Einheit des humanen Cytomegalievirus (CMV). Durch die Bindung des Oligonukleotids an die komplementäre mRNA wird die Translation dieser viralen mRNA blockiert und damit die Genexpression der Proteine der IE2-Region (IE2), IE86 und IE55, verhindert.<ref>Anderson, K.P. et al. (1996): Inhibition of human cytomegalovirus immediate-early gene expression by an antisense oligonucleotide complementary to immediate-early RNA. In: Antimicrob. Agents. Chemother. Bd. 40, S. 2004–2011. PMID 8878571, PMC 163463 (freier Volltext).</ref> Die Verabreichung erfolgt intravitreal.

Fomivirsen war das erste Antisense-Oligonukleotid, das für den therapeutischen Gebrauch zur Marktreife gebracht wurde. Es wurde in den USA 1998 von der FDA<ref>NDA 020961, FDA, abgerufen am 13. März 2025.</ref> zugelassen, 1999 folgte die EU-Zulassung.<ref name="ec-115">Eintrag EU/1/99/115 im Unionsregister der Kommission. In: ec.europa.eu. 7. Februar 2025, abgerufen am 13. März 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> (Handelsname Vitravene, Novartis). Nach dem Rückgang von CMV-Infektionen durch verbesserte Therapien von HIV-Infektionen gab Novartis die Zulassung auf.

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Hinweisbaustein