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Jajah

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Jajah Inc.

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Rechtsform Inc.
Gründung 2005
Sitz Mountain View, Silicon Valley
Leitung
Umsatz 200 Mio. EUR (2007)
Branche Software, Technologie, Dienstleistungen, Telekommunikation, IP-Telefonie
Website www.jajah.com

Jajah [<templatestyles src="IPA/styles.css" />ˈdʒɒ.dʒɑː] war ein von den Österreichern Roman Scharf und Daniel Mattes 2005 gegründeter IP-Telefonie-Provider für webbasierte Telefonie. Der Service wurde am 31. Januar 2014 eingestellt.<ref>VoIP-Service Jajah wird eingestellt. In: Der Standard. 2. Dezember 2013, abgerufen am 11. Juni 2018.</ref>

Geschäftsmodell

Nach der Unternehmensgründung wurde Mitte 2005 zunächst eine proprietäre VoIP-Softphone-Lösung nach dem Vorbild von Skype implementiert.

Im Herbst 2005 wurde das Geschäftsmodell auf eine sogenannte webbasierte, webaktivierte oder browserbasierte VoIP-Lösung abgeändert, in deren Zentrum die Gesprächszuführung und -terminierung über bestehende Festnetzanschlüsse und Mobilfunkanschlüsse auf Callback-Basis steht. Nur die Rufnummerneingabe und Benutzerkonten-/Telefonnummernverwaltung erfolgt online mittels Webbrowser über eine Internetverbindung – bezüglich der Gesprächsvermittlung wird lediglich die Weitverkehrsvermittlung der Telefongespräche über VoIP-Technologie realisiert. Dieser Dienst steht den Jajah-Kunden seit Februar 2006 zur Verfügung.

Seit Juni 2006 waren Telefonate zwischen Jajah-Teilnehmern kostenlos möglich, seit September 2006 wurden Telefonkonferenzen unterstützt und Jajah-Handy-Clients auf Java-MIDlet- und SymbianOS-Basis zur mobilen Jajah-Nutzung zur Verfügung gestellt.

Jajah ermöglichte preisgünstige VoIP-Telefongespräche an Standorten mit vorhandenem Telefonanschluss, soweit ein Internetzugang zur Gesprächsinitiierung existierte und konnte auch als Call-by-Call-Ersatz für Handys und an fremden Telefonanschlüssen eingesetzt werden.

Jajah Web

Jajah Web vermittelte Anrufe aus dem traditionellen Festnetz oder Mobilfunknetz über Jajahs Webseite. Der Anrufer (A-Teilnehmer) tippte eine eigene Telefonnummer und die gewünschte Zielrufnummer des B-Teilnehmers in ein Webformular ein, woraufhin der Jajah-Dienst die Verbindung zum A-Teilnehmer aufbaute. Sobald dieser das Telefon abhebt, wurde die Zielrufnummer von Jajah gewählt und die Verbindung zwischen beiden Teilnehmern hergestellt.

Zur Nutzung genügten minimalistische Text-Browser wie Lynx oder Mobile-HTML-Browser und schmalbandige Internetzugänge. Im Gegensatz zum werbefinanzierten Anbieter Peterzahlt konnte die Internetverbindung nach der Eingabe der Rufnummern getrennt werden, was für Nutzer mit Internet-Zeittarif bzw. mit Technologien, die keine gleichzeitige Internet- und Telefonverbindung ermöglichen (Analoganschluss, GSM), vorteilhaft war. Der Jajah-Gesprächsaufbau konnte auch auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden, etwa falls sich das durch den A-Teilnehmer verwendete Telefon nicht am Ort des Internetzugangs befindet, oder bei fest terminierten Anrufen/Konferenzschaltungen oder damit bei einem Analogmodemzugang genug Zeit zum Freigeben der Telefonleitung blieb.

Kritik

Im Zuge eines 2007 eingeführten automatischen Wahlwiederholungsverfahrens wurden vom Angerufenen nicht entgegengenommene Anrufe dem Anrufer als kostenpflichtige Verbindung in Rechnung gestellt, falls der Anrufversuch nicht nach ungefähr fünf Freitönen abgebrochen wurde. Vergleiche hierzu die SMS-Info-Dienste bei verpassten Anrufen und nicht deaktivierbare Voice-Mailboxen.

Unternehmensentwicklung

Nach der Gründung 2005 bot Jajah webbasierte Telefonie an (VoIP), die über Webbrowser und herkömmliche Telefonanschlüsse genutzt werden konnte. Das Unternehmen gewann Investoren wie Sequoia Capital (2005) sowie Intel und die Deutsche Telekom (2007). Der Unternehmenssitz wurde nach Mountain View verlegt; weitere Niederlassungen bestanden in Luxemburg und Raʿanana. Im Mai 2007 hatte Jajah nach eigenen Angaben ca. drei Millionen Kunden. Im Dezember 2009 übernahm Telefónica das Unternehmen für 145 Millionen Euro.

Firma

Der Unternehmensname (Firma) wurde, den Unternehmensgründern zufolge, dem Schwirrholz (Bullroarer) entlehnt, einem Musikinstrument der Aborigines, mit dem über große Distanzen kommuniziert werden kann.

Weblinks

Quellen

<references />