Zum Inhalt springen

Auca

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 29. Dezember 2021 um 07:32 Uhr durch imported>Огненный ангел (Ursprung und Geschichte: Apposition: Da gehört der Genitiv hin, weil "der Handwerkskünste und -gewerbe" schon Genitiv ist.).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)

Vorlage:Hinweisbaustein

Datei:Auca de Montserrat.jpg
Auca de Montserrat („Auca vom Montserrat“) aus dem Jahre 1923 mit Illustrationen von Joan Junceda. Im Rahmen eines Familienausfluges werden in dieser Bildergeschichte die Sehenswürdigkeiten und die Legenden des bekannten Ausflugs- und Wallfahrtzieles des Montserrat beschrieben.

Eine {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) (Mehrzahl {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) ist eine Bildergeschichte aus Katalonien, die ein historisches Ereignis, eine Biografie, eine Legende o. ä. in zumeist humorvoller oder satirischer Form schildert. Die einzelnen Bilder werden dabei typischerweise von je einem zweizeiligen Vers begleitete. Die Auques sind eine Ausdrucksform der volkstümlichen, traditionellen Literatur Kataloniens, der sogenannten {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) (auf Deutsch etwa „Faden- und Schilfrohr-Literatur“). Sie stellen eine frühe Form des Comics dar.

Form

Eine Auca besteht traditionellerweise aus 48 einzelnen, auf einem Bogen in Kästchen angeordneten Bildern. Die Zeichnungen haben dabei eine Größe zwischen 6 × 6 cm bis 8 × 8 cm, der gesamte Bogen 40 × 30 cm bis 60 × 40 cm (d. h. Folio- bzw. Groß-Folio Format, in etwa dem heutigen DIN A3 bis A2 entsprechend). Seltener gibt es Auques mit nur 24 Bildern. Die Illustrationen werden jeweils von einer Bildlegende in Form eines zweizeiligen Vers begleitet, {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) genannt. Bisweilen gibt es einen weiteren zweizeiligen Vers am Kopf des Bogens, der als Einleitung zur Geschichte dient.

Ursprung und Geschichte

Datei:Auca del Sol i de la Lluna.jpg
Auca del Sol i de la Lluna („Auca der Sonne und des Mondes“) von Pere Abadal aus dem Jahre 1676
Datei:Auca del Carrer de Petritxol Barcelona.jpg
Motiv der {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) in Barcelona, das den Maler und Schriftsteller Santiago Rusiñol zeigt.<ref>Die Verszeile lautet: „{{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value).“ Auf Deutsch etwa: „Es fliegt vorbei ganz toll, der Bart von Rusiñol.“</ref>
Datei:Auca El mundo al revés - J. M. Marés - Madrid.jpg
Aleluya {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) („Die Welt verkehrt herum“) aus dem 19. Jahrhundert von der Druckerei J. M. Marés aus Madrid

Die Verbreitung der Auques beginnt im 17. Jahrhundert. Man nimmt an, dass sich die Bildbögen wie auch ihr Name aus dem Gänsespiel – auf Katalanisch {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), in Nordkatalonien {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) – entwickelt haben.

Die älteste bekannte Auca ist die {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) („Auca der Sonne und des Mondes“) aus dem Jahre 1676. Sie wurde von dem Buchdrucker und -illustrator Pere Abadal aus Moià erstellt und zeigt eine Reihe von Figuren, Tieren, Fabelwesen und Gestirne. Eine Besonderheit ist hier die selten anzutreffende Verwendung von runden Bildfeldern. Diese ältesten Auques, die {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) („archaische Auques“) genannt werden, hatten noch nicht die Form einer Geschichte und wurden nicht von Text begleitet. Häufig sind Darstellungen aus dem Bereich der Mythologie oder der Handwerkskünste und -gewerbe, der {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), wie sie auch vielfach auf traditionellen katalanischen Wandkacheln – ähnlich den Azulejos – zu finden sind.

Ende des 18. Jahrhunderts erscheint ein neuer Typus Auques, die sogenannten {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) („primitive Auques“), mit Motiven aus dem Bereich der Kinderspiele, der Feiertage und Prozessionen, der Tier- und Pflanzenarten oder des Soldatenlebens. Die Abbildungen werden jetzt mit Nummern oder Namen versehen.

Im 19. Jahrhundert vervielfältigen sich schließlich die Leser und die Themen der Auques, die nun auch Fabeln, Moralgeschichten, Biografien, Theaterstücke, historische Begebenheit und dergleichen mehr illustrieren. Zu dieser Zeit wird der Gebrauch von Versen als Bildlegende in Form von Zwei- oder Dreizeilern üblich. Mit ihrer Verbreitung entwickeln sich die Auques zu einem einträglichen Geschäft – sie wurden in Papierwaren- und Buchhandlungen sowie in Kurzwaren- und Küchenwarengeschäften verkauft. Zu den erfolgreichsten Auca-Verlegern gehörten Josep Piferrer und Ignasi Estivill aus Barcelona, Augustí Laborda und Joan Llorens aus Valencia, Miquel Homs aus Girona und Blai Bellver aus Xàtiva.

In Kastilien verbreiteten sich die Auques ab Mitte des 19. Jahrhunderts unter dem Namen {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) und fanden u. a. auch am spanischen Königshof regen Anklang.

Um die Jahrhundertwende erleidet die Produktion der Auques einen erheblichen Einbruch, in deren Folge wenig neue Werke veröffentlicht und hauptsächlich alte Motive der Auques arcaiques und primitives reproduziert wurden. Ab den 1920er Jahren erlebten die Bildgeschichten jedoch eine Renaissance und erfreuen sich bis zum heutigen Tage großer Beliebtheit. Ältere oder seltene Auques haben sich zu begehrten Sammlerobjekte entwickelt, die hohe Preise erzielen können.

Auf Grund ihrer künstlerischen Qualität oder gesellschaftlichen Bedeutung gelten folgende Auques als herausragende Beispiele ihrer Art:

  • {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) (1937) – Auca des antifaschistischen und humanistischen Jungen
  • {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) (1947) – Auca der Feiern zur Inthronisierung der Mutter Gottes vom Montserrat
  • {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) (1969) – Auca von Pompeu Fabra

Sonstiges

In seinem Roman und Theaterstück {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) („Die Auca des Herrn Esteve“) beschreibt Santiago Rusiñol das Leben eines biederen Geschäftsinhabers, der in Konflikt mit seinem Sohn gerät, als dieser sich weigert das Familiengeschäft weiterzuführen und beschließt, sich der Kunst zu widmen.

Literatur

  • Gran Enciclopèdia Catalana. 2. Auflage. Editorial Enciclopèdia Catalana, Barcelona 1986–1993, ISBN 84-85194-81-0.

Anmerkungen

<references />

Weblinks

Commons: Auca – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien