Zum Inhalt springen

Zinn(II)-sulfid

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 24. Januar 2026 um 02:49 Uhr durch imported>ChemoBot (Entferne Parameter „Suchfunktion“ aus {{Infobox Chemikalie}} und bereinige Leerzeilen).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Kristallstruktur
Struktur von Zinn(II)-sulfid
Vorlage:Farbe Sn2+ 0 Vorlage:Farbe S2−
Allgemeines
Name Zinn(II)-sulfid
Andere Namen

Zinnmonosulfid

Verhältnisformel SnS
Kurzbeschreibung

dunkelgrauer Feststoff<ref name="GESTIS" />

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer Vorlage:CASRN
EG-Nummer 215-248-7
ECHA-InfoCard 100.013.863
PubChem 426379
ChemSpider 377250
Wikidata [[:d:Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)|Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)]]
Eigenschaften
Molare Masse 150,76 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Dichte

5,22 g·cm−3<ref name="GESTIS">Eintrag zu Vorlage:Linktext-Check in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFAVorlage:Abrufdatum (JavaScript erforderlich)</ref>

Schmelzpunkt

882 °C<ref name="GESTIS" />

Siedepunkt

etwa 1230 °C<ref name="GESTIS" />

Löslichkeit

nahezu unlöslich in Wasser<ref name="GESTIS" />

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung<ref name="Sigma">Datenblatt Vorlage:Linktext-Check bei Sigma-AldrichVorlage:Abrufdatum (PDF).</ref>
Gefahrensymbol

Achtung

H- und P-Sätze H: 315​‐​319​‐​335
P: 261​‐​305+351+338<ref name="Sigma" />
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

Zinn(II)-sulfid ist eine chemische Verbindung aus den Elementen Zinn und Schwefel mit der Formel SnS.

Vorkommen

In der Natur kommt Zinn(II)-sulfid in Form des Minerals Herzenbergit vor.<ref>Mineraldatenblatt - Herzenbergite (englisch, PDF 57,5 kB)</ref>

Gewinnung und Darstellung

Zinn(II)-sulfid kann durch Reaktion von Zinn mit Schwefel oder durch Reaktion von Zinn(II)-chlorid mit Schwefelwasserstoff gewonnen werden.

<math>\mathrm{Sn + \ S \longrightarrow \ SnS}</math>
<math>\mathrm{SnCl_2 + H_2S \longrightarrow \ SnS + 2 \ HCl}</math>

Eigenschaften

Zinn(II)-sulfid ist ein dunkelgrauer Feststoff, der unlöslich in Wasser, jedoch löslich in konzentrierter Salzsäure ist.<ref name="buch">Robert Strebinger: Praktikum der qualitativen chemischen Analyse einschließlich Mikro- und Tüpfelreaktionen. 1939, S. 49.</ref>

Verwendung

Schwerlösliches (dunkelbraunes) Zinn(II)-sulfid kann als qualitativer Nachweis für Sn2+-Ionen genutzt werden (Fällungsreaktion). Aus Sn2+-haltigen Lösungen kann hierbei mit Schwefelwasserstoff oder löslichen Sulfidsalzen Zinn(II)-sulfid ausgefällt werden.<ref>Gerhart Jander, Ewald Blasius, Lehrbuch der analytischen und präparativen Anorganischen Chemie. 14. Auflage. Hirzel Verlag, Stuttgart 1995, ISBN 3-7776-0612-X.</ref>

<math>\mathrm{Sn^{2+} + \ S^{2-} \longrightarrow \ SnS \downarrow}</math>

Des Weiteren findet es als Zusatz in der Pulvermetallurgie Verwendung.<ref>Chemmetall: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Verwendung von Metallsulfiden (Memento vom 2. Februar 2012 im Internet Archive)</ref> Es ist ein binärer Halbleiter mit einer Bandlücke von 1,3 eV bis 1,4 eV und wird in der Halbleitertechnik eingesetzt.<ref name="Marcel Gielen">Marcel Gielen: Tin Chemistry: Fundamentals, Frontiers, and Applications. John Wiley & Sons, 2008, ISBN 978-0-470-75808-3, S. 290 f. (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref><ref>Jacob A. Andrade-Arvizu et al.: SnS-based thin film solar cells: perspectives over the last 25 years. Journal of Materials Science: Materials in Electronics, 2015, doi:10.1007/s10854-015-3050-z.</ref>

Einzelnachweise

<references />