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Purpurin

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Strukturformel
Strukturformel von Purpurin
Allgemeines
Name Purpurin
Andere Namen

1,2,4-Trihydroxyanthrachinon

Summenformel C14H8O5
Kurzbeschreibung

dunkelbrauner Feststoff<ref name="sigma"/>

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer Vorlage:CASRN
EG-Nummer 201-359-8
ECHA-InfoCard 100.001.237
PubChem 6683
ChemSpider 6431
Wikidata [[:d:Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)|Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)]]
Eigenschaften
Molare Masse 256,21 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Schmelzpunkt

253–256 °C<ref name="sigma"/>

Löslichkeit

wenig löslich in Wasser<ref name="Thermofisher">Vorlage:Thermofisher</ref>

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung<ref name="sigma">Datenblatt Vorlage:Linktext-Check bei Sigma-AldrichVorlage:Abrufdatum (PDF).</ref>
Gefahrensymbol

Achtung

H- und P-Sätze H: 315​‐​319​‐​335
P: 261​‐​305+351+338<ref name="sigma" />
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

Purpurin ist eine natürlich vorkommende chemische Verbindung und gehört wie Flavopurpurin und Anthrapurpurin zu den Alizarinfarbstoffen. Purpurin tritt neben Alizarin in der Krappwurzel auf. Aus dieser wurde es erstmals 1822 von Friedlieb Ferdinand Runge, und damit vier Jahre vor den entsprechenden Arbeiten von Pierre-Jean Robiquet und Jean-Jacques Colin<ref name="Colin1">P.-J. Colin. J.-J. Robiquet, J. in J. Prakt. Chem. 14 (1826) 407.</ref><ref name="Colin2">P.-J. Colin. J.-J. Robiquet, in Ann. Chim. Phys. 34 (1826) 225.</ref><ref name="Soukup_org">Rolf Werner Soukup: Chemiegeschichtliche Daten organischer Substanzen, Version 2020, S. 143 pdf</ref>, isoliert.<ref>Winfried R. Pötsch, Annelore Fischer, Wolfgang Müller: Lexikon bedeutender Chemiker, Thun, Frankfurt am Main 1989, S. 372 (373, linke Spalte).</ref> Es wird künstlich aus Alizarin durch Oxidation mit Braunstein und Schwefelsäure dargestellt, spielt aber als Farbstoff eine geringe Rolle (Verwendung im Kattundruck, Chromlack rotviolett).

Eigenschaften

Die Verbindung tritt in zwei polymorphen Formen auf. Das Polymorph I bildet ein orthorhombisches Kristallsystem mit der Raumgruppe Pca21 und zeigt einen Schmelzpunkt bei 257 °C. Das Polymorph II kristallisiert in einem monoklinen Kristallsystem mit der Raumgruppe P21/c. Beim Erhitzen wandelt sich das Polymorph um 150 °C monotrop in das Polymorph I um. Es handelt sich so um eine metastabile Kristallform.<ref name="Cai">Jia Xu; An Chen; Ting Cai: Polymorphism of Purpurin and Low-level Detection of the Noncentrosymmetric form by Second Harmonic Generation Microscopy in J. Pharm. Sci. 112 (2023) 282–289, doi:10.1016/j.xphs.2022.10.011,pdf.</ref>

Literatur

  • Paul Karrer: Lehrbuch der organischen Chemie. 10. Auflage, Georg Thieme Verlag, Stuttgart 1948, S. 630.

Einzelnachweise

<references/>