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Ray Ewry

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Ray Ewry Vorlage:SportPicto

Ewry, 1908
Ewry bei den Olympischen Spielen 1908

Voller Name Raymond Clarence Ewry
Nation Vereinigte StaatenDatei:Flag of the United States.svg Vereinigte Staaten
Geburtstag 14. Oktober 1873
Geburtsort Lafayette
Größe 185 cm
Gewicht 79 kg
Sterbedatum 29. September 1937
Sterbeort New York City
Karriere
Disziplin Standspringen
Verein Purdue Boilermakers
Medaillenspiegel
Olympische Spiele 8 × Goldmedaille 0 × Silbermedaille 0 × Bronzemedaille
Olymp. Zwischenspiele 2 × Goldmedaille 0 × Silbermedaille 0 × Bronzemedaille
 Olympische Spiele
Gold Paris 1900 Standhochsprung
Gold Paris 1900 Standweitsprung
Gold Paris 1900 Standdreisprung
Gold St. Louis 1904 Standhochsprung
Gold St. Louis 1904 Standweitsprung
Gold St. Louis 1904 Standdreisprung
Gold London 1908 Standhochsprung
Gold London 1908 Standweitsprung
 Olympische Zwischenspiele
Gold Athen 1906 Standhochsprung
Gold Athen 1906 Standweitsprung

Raymond Clarence „Ray“ Ewry (* 14. Oktober 1873 in Lafayette, Indiana; † 29. September 1937 in New York City, New York) war ein US-amerikanischer Leichtathlet, der an vier Olympischen Spielen teilnahm, 1900 in Paris, 1904 in St. Louis, 1906 bei den inoffiziellen Spielen in Athen und 1908 in London. Insgesamt gewann er bei diesen Spielen zehn Goldmedaillen, was ihn zu einem der erfolgreichsten Sportler der Olympischen Spiele der Neuzeit machte.

Karriere

Das Außergewöhnliche an Raymond „Ray“ Ewrys sportlichen Karriere war, dass er als Kind im Alter von fünf Jahren an Kinderlähmung erkrankte und für einige Zeit einen Rollstuhl verwenden musste. Nach Abschluss eines Ingenieurstudiums an der Purdue University, wo er in verschiedenen College-Mannschaften American Football<ref>Bob Kriebel: ‘Human frog’ breaks records. In: jconline.com. 2. August 2011, ehemals im Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 18. Oktober 2013 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)): „Later the long-legged, high-leaping Ewry tried basketball with fellow Purdue athletes on a team organized by the Lafayette YMCA before colleges embraced the new sport. And he played end on one Purdue football team before injuring a shoulder.“</ref> und Leichtathletik trieb, ging er nach New York und wurde Mitglied des New York Athletik Club.

Seine zehn Goldmedaillen gewann er sämtlich in den nur zwischen 1900 und 1912 bei Olympischen Spielen ausgetragenen Standsprungwettbewerben (Standhochsprung, Standweitsprung und Standdreisprung). Er war unumstritten der dominante Athlet dieser Disziplinen, und nicht ohne Grund lautete sein Spitzname The Human Frog.

Bei seiner ersten Olympiateilnahme, den Olympischen Spielen 1900 in Paris, gewann er in allen drei Disziplinen, die alle am selben Tag (19. Juli) ausgetragen wurden. Bei den Olympischen Spielen 1904 in St. Louis konnte er in allen drei Disziplinen den Titel des Olympiasiegers verteidigen. Der Standdreisprung wurde nach 1904 aus dem olympischen Programm genommen, so dass er bei den Olympischen Spielen 1908 in London nur seine Titel im Standhochsprung und Standweitsprung verteidigen konnte. Weitere zwei Goldmedaillen in denselben Disziplinen erzielte er bei den Olympischen Zwischenspielen 1906 in Athen, die aber vom IOC nicht zu den offiziellen Olympischen Spielen gezählt werden. Diese zwei Medaillen tauchen deshalb in den offiziellen Statistiken nicht auf. Alle Wettkämpfe, zu denen Ewry bei Olympischen Spielen angetreten war, hatte er gewonnen und es damit auf zehn Goldmedaillen gebracht. Damit ist er erfolgreicher als der amerikanische Schwimmer Mark Spitz oder sein Landsmann, der Leichtathlet Carl Lewis (je neun Goldmedaillen). Offiziell wird Ray Ewry jedoch mit acht Goldmedaillen auf dem zehnten Platz der erfolgreichsten Olympiateilnehmer aller Zeiten geführt (Stand 2019).

Sein Weltrekord im Standweitsprung von 3,476 m aus dem Jahr 1904 hatte bis 1938 Bestand. Danach wurde dieser Wettbewerb nicht mehr ausgetragen. In der Zeit zwischen 1898 und 1910 gewann er 15 AAU-Meisterschaften. 1974 wurde er in die National Track and Field Hall of Fame und 1983 in die US-amerikanische Olympic Hall of Fame aufgenommen.

Datei:Ray Ewry during 1904 Summer Olympics.jpg
Ewry beim Standhochsprung 1904

Im Alter litt Ewry erneut an einer schweren Krankheit, der Knochentuberkulose. Infolge dieser Erkrankung starb er schließlich an einer Lungenentzündung.

Siehe auch

Weblinks

Commons: Ray Ewry – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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Vorlage:Navigationsleiste Olympiasieger im StandhochsprungVorlage:Navigationsleiste Olympiasieger im StandweitsprungVorlage:Klappleiste/Anfang 1896: Vereinigte Staaten 44Datei:Flag of the United States (1891-1896).svg James Connolly | 1900: Vereinigte Staaten 45Datei:Flag of the United States (1896-1908).svg Meyer Prinstein & Vereinigte Staaten 45Datei:Flag of the United States (1896-1908).svg Ray Ewry (aus dem Stand) | 1904: Vereinigte Staaten 45Datei:Flag of the United States (1896-1908).svg Meyer Prinstein & Vereinigte Staaten 45Datei:Flag of the United States (1896-1908).svg Ray Ewry (aus dem Stand) | Zwischenspiele 1906: Vereinigtes Konigreich 1801Datei:Flag of the United Kingdom.svg Peter O’Connor | 1908: Vereinigtes Konigreich 1801Datei:Flag of the United Kingdom.svg Tim Ahearne | 1912: SchwedenSchweden Gustaf Lindblom | 1920: FinnlandDatei:Flag of Finland icon.svg Vilho Tuulos | 1924: AustralienAustralien Nick Winter | 1928: Japan 1870Japan Mikio Oda | 1932: Japan 1870Japan Chūhei Nambu | 1936: Japan 1870Japan Naoto Tajima | 1948: SchwedenSchweden Arne Åhman | 1952: Brasilien 1889Datei:Flag of Brazil (1889-1960).svg Adhemar da Silva | 1956: Brasilien 1889Datei:Flag of Brazil (1889-1960).svg Adhemar da Silva | 1960: Polen 1944Datei:Flag of Poland (1928-1980).svg Józef Szmidt | 1964: Polen 1944Datei:Flag of Poland (1928-1980).svg Józef Szmidt | 1968: Sowjetunion 1955Datei:Flag of the Soviet Union (1955-1980).svg Wiktor Sanejew | 1972: Sowjetunion 1955Datei:Flag of the Soviet Union (1955-1980).svg Wiktor Sanejew | 1976: Sowjetunion 1955Datei:Flag of the Soviet Union (1955-1980).svg Wiktor Sanejew | 1980: SowjetunionDatei:Flag of the Soviet Union.svg Jaak Uudmäe | 1984: Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Al Joyner | 1988: Bulgarien 1971Datei:Flag of Bulgaria (1971-1990).svg Christo Markow | 1992: Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Mike Conley | 1996: Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Kenny Harrison | 2000: Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Jonathan Edwards | 2004: SchwedenSchweden Christian Olsson | 2008: PortugalPortugal Nelson Évora | 2012: Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Christian Taylor | 2016: Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Christian Taylor | 2020: PortugalPortugal Pedro Pichardo | 2024: SpanienSpanien Jordan Díaz

Liste der Olympiasieger in der Leichtathletik Vorlage:Klappleiste/Ende