Tyson Foods
| Tyson Foods Inc.
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| colspan="2" class="notheme" style="background:#Vorlage:Standardfarbe; color:#Vorlage:Standardfarbe; padding:1em 0;" | Tyson Foods 201x logo.svg | |
| Rechtsform | Corporation |
| ISIN | US9024941034 |
| Gründung | 1935 |
| Sitz | Springdale (Vereinigte Staaten) |
| Leitung | Donnie King (Präsident & CEO) |
| Mitarbeiterzahl | 142.000<ref name="wwd"/> |
| Umsatz | 53 Mrd. US-Dollar<ref name="wwd">What we do. Tyson Foods, abgerufen am 14. Juni 2023.</ref> |
| Branche | Nahrungsmittel |
| Website | www.tysonfoods.com |
| Stand: 31. Dezember 2022 | |
Tyson Foods, Inc. ist ein US-amerikanisches Unternehmen der Nahrungsmittelindustrie mit Hauptsitz in Springdale, Arkansas. Das Unternehmen ist im Aktienindex S&P 500 gelistet.
Produkte
Tyson Foods produziert eine Reihe von verschiedenen Nahrungsmitteln, unter anderem aus Rind-, Schweine- und Hähnchenfleisch.
Tyson Foods ist auch einer der größten Vermarkter von Hähnchen-, Rind- und Schweinefleisch, sowie der jährlich größte Exporteur von Rindfleisch aus den Vereinigten Staaten. Das Unternehmen ist ein Zulieferer von Hähnchenfleisch für Yum! Brands (inklusive Kentucky Fried Chicken und Taco Bell). Tyson Foods beliefert ebenso McDonald’s, Burger King, Wendy’s, Wal-Mart, Kroger, Costco, IGA, Beef O’Brady’s, kleinere Restaurants und Gefängnisse.
Das Unternehmen betreibt Schlachthöfe mit einer wöchentlichen Kapazität von 155.000 Rindern, 471.000 Schweinen und 47.000.000 Hühnern. Diese Kapazitäten sind normalerweise zu ca. 80 % ausgelastet. 36 % des Umsatzes werden mit Rindfleisch gemacht, 32 % mit Hühnerfleisch, 18 % mit verarbeiteten Lebensmitteln und 10 % mit Schweinefleisch.<ref name="wwd"/>
Seit 2019 werden auch Fleischersatzprodukte unter der Marke Raised & Rooted angeboten, zum Beispiel Chicken Nuggets, Burgerpatties und Bratwürste. Ein Burgerpatty aus einer Mischung aus Fleisch und Pflanzenproteinen wurde wieder eingestellt.<ref>Tom Polansek: Tyson Foods, Beyond Meat face off with new plant-based burgers. Reuters, 3. März 2021, abgerufen am 14. Juni 2023.</ref>
Zu den größten Hauptkonkurrenten gehören die Unternehmen Cargill, Smithfield Packing Company und JBS Swift Group.
Geschichte
Gegründet wurde Tyson Foods 1935. Der Konzern hat im Laufe seiner Geschichte zahlreiche Unternehmen übernommen, wie die Hudson Foods Company, Garett poultry, Washington Creamery, Franz Foods, Prospect Farms, Krispy Chickens, Ocoma Foods, Cassady Broiler, Vantress Pedigree, Wilson Foods, Honeybear Foods, Mexican Original, Valmac Industries, Heritage Valley, Lane Processing, Cobb-Vantress, Holly Farms, Wight Brand Foods Inc. und IBP Inc.
Christliche Firmenkultur
John Tyson – Enkel des Firmengründers und CEO von 1999 bis 2006 – ist ein „wiedergeborener“, rechtskonservativer Christ. Dementsprechend finanziert Tyson Foods die Religiöse Rechte in den Vereinigten Staaten und beschäftigt 128 Halbzeitkräfte als Kaplane aller Konfessionen in 78 seiner Werke.<ref>Chris Hedges: American Fascists: The Christian Right and the War On America. Free Press, New York 2006, S. 22.</ref> Die Kunden des Unternehmens wurden aufgefordert, auf der Website des Unternehmens ein Gebetbuch herunterzuladen, um dieses während der Mahlzeiten zu lesen.<ref name="adage">Tyson Foods Launches Faith-Friendly Marketing Campaign. In: adage.com. 6. Dezember 2005, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 22. März; abgerufen am 3. März 2025.</ref> Tyson glaubt fest, „that success for food companies in the future rests on selling their ideologies as much as their food“.<ref name="adage"/><ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Consumeraffairs ( vom 29. September 2007 im Internet Archive)</ref>
Kritik
Umweltbelastung
Tyson Foods ist der Lebensmittelkonzern mit dem zweithöchsten Ausstoß an Treibhausgasen (nach JBS).<ref>Angelo Young: Coca-Cola, Pepsi highlight the 20 corporations producing the most ocean pollution. USA Today, 17. Juni 2019, abgerufen am 14. Juni 2023.</ref> Außerdem zeigte eine Studie der Organisation Environment America aus dem Jahr 2016 Tysons Rolle als zweitgrößter Wasserverschmutzer der USA (nach AK Steel). Von 2010 bis 2014 soll Tyson 47.000 Tonnen an Schadstoffen in amerikanische Flüsse geleitet haben.<ref>Hannah Furlong: Tyson Foods Dumps More Pollution Into Waterways Each Year Than ExxonMobil. Sustainable Life Media, 12. Februar 2016, abgerufen am 14. Juni 2023.</ref> Tyson Foods bestreitet diese Angaben, Environment America habe die Zahlen missinterpretiert. Alle Abwässer seien nur gereinigt in die Umwelt geleitet worden sein.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Misleading claims by Environment America ( vom 8. Juni 2017 im Internet Archive)</ref> Das Environmental Integrity Project identifizierte einen Standort des Unternehmens als größte Quelle für Verschmutzungen von Flüssen in Osttexas. 2016 und 2017 verletzte die Produktionsstätte den Clean Water Act zwölf Mal.<ref>Christopher Collins: In East Texas, Chicken Plants are Polluting Rivers and Lakes with Oxygen-Sucking Contaminants. The Texas Observer, 24. Oktober 2018, abgerufen am 14. Juni 2023.</ref>
Antibiotikaeinsatz
Tyson Foods warb 2008 mit einer Hühneraufzucht ohne Antibiotika. Das USDA verbot Tyson diese Aussage, da bekannt wurde, dass den Hühnern das Antibiotikum Gentamicin verabreicht wurde. Allerdings wurde dieses Antibiotikum vor der Geburt der Hühner im Ei verabreicht, verteidigte sich Tyson.<ref>USDA says Tyson used antibiotics on chicken. NBC News, 4. Juni 2008, abgerufen am 14. Juni 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> 2023 verwendete Tyson in der Hühnerzucht keine Antibiotika mehr, allerdings werden in der Rinder- und Schweinezucht weiterhin Antibiotika verwendet.<ref>Tyson shareholders reject antibiotics proposal, elect board members at 60th annual meeting. Arkansas Democrat-Gazette, 10. Februar 2023, abgerufen am 14. Juni 2023.</ref>
Tierwohl
Es gab einige dokumentierte Fälle von Tierschutzverstößen in Ställen von Tyson oder Zulieferern. 2014 zeigte NBC News ein Undercover-Video, auf dem Mitarbeiter Schweine treten und schlagen, sowie Ferkel durch Schleudern auf den Boden töteten. Tyson verbot daraufhin das Töten von Ferkeln mithilfe stumpfer Gewalt, dieses Verbot galt allerdings nur für Zulieferbetriebe, in denen Tyson Eigentümer der Schweine ist.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Tyson Foods changes pig care policies after NBC shows undercover video ( vom 15. März 2017 im Internet Archive)</ref> Ein Jahr später veröffentlichte die Tierschutzorganisation Mercy for Animals ein Video, in dem Arbeiter Küken im Müll entsorgen und verletzte Tiere verhungern lassen. Tyson nannte diese Vorfälle inakzeptabel und kündigte Untersuchungen an.<ref>Jackie Wattles: Tyson investigating claims of animal abuse at chicken farms. CNN, 12. Juli 2015, abgerufen am 14. Juni 2023.</ref> 2017 zeigte ein Video einen Zulieferbetrieb in Virginia, in dem Arbeiter die Hühner stechen, treten und werfen.<ref>Kate Taylor: Undercover footage shows chickens being kicked and impaled at a farm that reportedly supplies Tyson Foods. Business Insider, 6. Dezember 2017, abgerufen am 14. Juni 2023.</ref>
Verhalten während der Covid-19-Pandemie
Während der Covid-19-Pandemie verzeichnete Tyson Foods die höchsten Infektionszahlen unter allen fleischverarbeitenden Betrieben. Bei Tyson sollen doppelt so viele Arbeiter gestorben sein wie im Branchendurchschnitt.<ref>Jeffery Martin: Twice as Many Workers Died of COVID at Tyson Foods Than Other Meatpackers. 2. Februar 2021, abgerufen am 14. Juni 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> In einem Produktionsbetrieb in Waterloo wettete der Manager mit Mitarbeitern um die Anzahl der Infektionen in seinem Betrieb. Ein anderer Manager soll seine Arbeiter trotz Infektionen zur Arbeit gezwungen haben. Diese Fälle zogen Gerichtsverfahren nach sich, Tyson distanzierte sich von den Aussagen seiner Manager.<ref>Tyson Food managers bet on workers getting Covid-19, lawsuit says. In: BBC News. 19. November 2020 (bbc.com [abgerufen am 14. Juni 2023]).</ref> Später führte Tyson die verpflichtende Covid-19-Impfung für alle seine Mitarbeiter ein, sorgte aber auch für den Impfstoff.<ref>Lauren Hirsch, Michael Corkery: How Tyson Foods Got 60,500 Workers to Get the Coronavirus Vaccine Quickly. In: The New York Times. 4. November 2021, ISSN 0362-4331 (nytimes.com [abgerufen am 14. Juni 2023]).</ref> Ende Oktober 2022 wurde diese Impfpflicht wieder aufgehoben.<ref>Paul Best: Tyson Foods ends COVID-19 vaccine mandate for all employees. Fox Business, 16. November 2022, abgerufen am 14. Juni 2023.</ref>
Weblinks
Einzelnachweise
<references />
- Seiten mit Skriptfehlern
- Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Infobox Unternehmen/Logoeinbindung
- Börsennotiertes Unternehmen
- Wikipedia:Defekter Dateilink
- Unternehmen im S&P 500
- Produzierendes Unternehmen (Arkansas)
- Unternehmen (Viehwirtschaft)
- Fleischwarenhersteller (Vereinigte Staaten)
- Unternehmensgründung 1935
- Springdale (Arkansas)