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Parthenophilie

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Parthenophilie (altgr. {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) parthénos „Jungfrau“ und φιλία philia „Freundschaft“) beschreibt das erotisch-sexuelle Interesse Erwachsener an pubertären Mädchen.

Diese Neigung ist aus sexualwissenschaftlicher Sicht von der Pädophilie abzugrenzen, bei der sich das begehrte Objekt im vorpubertären Stadium befindet. Der Begriff „Parthenophilie“ wurde lange Zeit nur sehr selten verwendet, gewinnt aber mit dem Themenbereich sexueller Missbrauch und der einhergehenden Differenzierung an Bedeutung.

Der Begriff wurde von Magnus Hirschfeld geprägt und erschien erstmals 1906 in dessen Werk Vom Wesen der Liebe. Er wird dort dem Begriff Ephebophilie beigestellt, welcher das erotisch-sexuelle Interesse an pubertierenden Jungen ausdrückt.<ref>Magnus Hirschfeld: Vom Wesen der Liebe. Zugleich ein Beitrag zur Lösung der Frage der Bisexualität. Verlag Max Spohr, Leipzig 1906.</ref> In seinem Werk Die Homosexualität des Mannes und des Weibes aus dem Jahre 1914 stellt Hirschfeld ein ganzes Begriffssystem vor und beschreibt das Alter vom Beginn bis zum Abschluss der körperlichen Reifung.<ref>Magnus Hirschfeld: Die Homosexualität des Mannes und des Weibes. De Gruyter, Berlin 2001, ISBN 3-11-017251-8 (Nachdr. d. Ausg. Berlin 1914).</ref> Beier, Bosinski und Loewit beschreiben unter Differenzialtypologie dissexuellen Verhaltens einen Altersbereich von etwa zwölf bis 17 Jahren, wobei sich die weiblichen Kinder und Jugendlichen bereits mindestens in der ersten Phase der körperlichen Sexualentwicklung (beginnende Schambehaarung) befinden. Sie merken ebenfalls an, dass auch ältere junge Frauen attraktiv sein können, sofern sie dem jugendlichen Typus entsprechen, sowie auch Mädchen, die bereits mit elf oder zwölf Jahren in die Pubertät eintreten.<ref>Klaus M. Beier, Hartmut A. G. Bosinski, Kurt Loewit: Sexualmedizin. 2. Aufl. Elsevier, Urban & Fischer, München 2005, ISBN 3-437-22850-1,
unter @1@2Vorlage:Toter Link/czyborra.com10.3 Differenzialtypologie dissexuellen Verhaltens / Parthenophilie (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Mai 2019. Suche im Internet Archive ), S. 475</ref> Im Gegensatz zur Pädophilie „handelt es sich um eine sexualbiologisch erwartbare Reaktion, die demzufolge nicht als Störung der sexuellen Präferenz [...] kategorisiert wird.“<ref>Christoph J. Ahlers, Gerard A. Schaefer, Klaus M. Beier: Das Spektrum der Sexualstörungen und ihre Klassifizierbarkeit im ICD-10 und DSM-IV. In: Sexuologie, Bd. 12 (2005), S. 146, ISSN 0944-7105.</ref>

Siehe auch

Einzelnachweise

<references/>