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Villa Bestgen

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Datei:Villa-bestgen.jpg
Villa Bestgen
Datei:Köln Villa Bestgen, Architekten Wehling und Ludwig, Die Architektur des XX. Jahrhunderts - Zeitschrift für moderne Baukunst. Jahrgang 1905, 10.jpg
Villa Bestgen (1905)
Datei:Köln Villa Bestgen, Architekten Wehling und Ludwig, Grundriss, Die Architektur des XX. Jahrhunderts - Zeitschrift für moderne Baukunst. Jahrgang 1905, 10.jpg
Villa Bestgen, Grundriss

Die Villa Bestgen war ein denkmalgeschütztes Gebäude in der Kölner Neustadt.

Beschreibung

Der am Theodor-Heuss-Ring 9 gelegene Putzbau wurde zwischen September 1901 und April 1903<ref>Peter Haiko, Architecture of the XX. century, 1989, S. 121</ref> nach Entwürfen von Gottfried Wehling und Alois Ludwig in Formen des Jugendstils errichtet. Die Baukosten betrugen 165.000 Mark.

Ein über zwei Etagen reichender Rundbogen dominiert die Straßenfassade des Gebäudes, ein eleganter halbrunder Erdgeschoss-Vorbau springt über den Sockel aus großen Naturquadern vor.<ref>Alexander Kierdorf, Köln - ein Architekturführer, 1999, Nr. 116</ref> Das Sockelgeschoss ist in gelblich-grauem Sandstein gearbeitet, die Fassade darüber ist verputzt. Die Eisenteile wurden mit blauer Farbe gestrichen, die Teile in Holz in weißem Farbton gehalten. Die Säulen am Portal erhielten ein farbiges Glasmosaik. Aufgrund dieser Farbgebung wurde die Villa als ein Beispiel des „modernen Villenbaus in Deutschland“ angesehen, wo die „zunehmende Farbenfreudigkeit“ charakteristisch war.<ref>Peter Haiko: Die Architektur des XX. Jahrhunderts – Zeitschrift für moderne Baukunst. Repräsentativer Querschnitt durch die 14 erschienen Jahrgänge 1901 bis 1914. Ernst Wasmuth Verlag, Tübingen 1989, ISBN 3-8030-3039-0., [1905; 10] Nr. 161.</ref>

Im Erdgeschoss befanden sich bei der Fertigstellung des Hauses ein um die Diele gruppierter Musiksalon, ein Wohnzimmer und das Speisezimmer, welches mit einem Wintergarten und dem Frühstückszimmer verbunden war. Im Obergeschoss ein Wohnzimmer, ein Arbeitszimmer, vier Schlafzimmer und das Bad.

Die Front weist im Erdgeschoss einen Standerker sowie im Obergeschoss eine breite, rundbogige Loggia auf, der Haupteingang befindet sich an der Längsseite. Die Ecken des Gebäudes schmücken von Adolf Simatschek entworfene allegorische Bauplastiken, welche die „Hüterin des häuslichen Glücks“ sowie die „Herdflamme“ darstellen.

Aufgrund der stilistischen Nähe zur Jugendstil-Architektur der Darmstädter Künstlerkolonie wurde früher auch fälschlich vermutet, dass es sich um einen Bau von Joseph Maria Olbrich handelt.

Einzelnachweise

<references />

Literatur

Koordinaten: 50° 57′ 4,2″ N, 6° 57′ 39″ O

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