Wollmispeln
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| Wollmispeln | ||||||||||||
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| Datei:Eriobotrya japonica SZ97.png
Japanische Wollmispel (Eriobotrya japonica) | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Eriobotrya | ||||||||||||
| Lindl. |
Die Wollmispeln (Eriobotrya) sind eine Pflanzengattung der Kernobstgewächse (Pyrinae) in der Familie der Rosengewächse (Rosaceae).<ref name="FoC" /> Der bekannteste Vertreter der Gattung ist die Japanische Wollmispel (Eriobotrya japonica), die gelegentlich als Zierpflanze und zunehmend auch wegen ihrer wohlschmeckenden Früchte bekannt ist.
Beschreibung
Vegetative Merkmale
Eriobotrya-Arten sind immergrüne Bäume und Sträucher.<ref name="FoC" /> Die meist gestielten Laubblätter sind einfach. Die Blattränder sind glatt oder gesägt.<ref name="FoC" /> Nebenblätter sind vorhanden.<ref name="FoC" />
Generative Merkmale
Die endständigen, rispigen Blütenstände enthalten viele Blüten.
Die zwittrigen Blüten sind radiärsymmetrisch und fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Der Blütenbecher (Hypanthium) ist becherförmig oder verkehrt-konisch.<ref name="FoC" /> Die fünf Kelchblätter sind auch an den Früchten noch gut erkennbar. Die fünf weißen oder gelben, freien Kronblätter sind verkehrt-eiförmig oder kreisförmig und genagelt. Es sind 20 Staubblätter vorhanden. Der unterständige Fruchtknoten besteht aus zwei bis fünf Fruchtblättern. Je Fruchtblatt sind zwei Samenanlagen vorhanden.<ref name="FoC" /> Die oft behaarten zwei bis fünf Griffel sind nur an ihrer Basis verwachsen.<ref name="FoC" />
An der apfelförmigen Frucht sind die zurückgebogenen Kelchblätter gut erkennbar.<ref name="FoC" /> Die fleischigen oder trockenen Früchte enthalten nur wenige (meist nur ein oder zwei) große Samen. Das Endokarp ist pergamentartig.<ref name="FoC" />
Systematik
Die Gattung Eriobotrya wurde 1821 durch John Lindley in Trans. Linn. Soc. London, Volume 13, Issue 1, S. 96, 102 aufgestellt.<ref name="FoC" />
Die Gattung Eriobotrya ist in Ostasien verbreitet. In China findet man 14 Arten, drei davon nur dort.<ref name="FoC" />
Die Gattung Eriobotrya umfasst vor Liu et al. 2020<ref name="Liu2020a" /><ref name="Liu2020b" /> 26 bis 30 Arten:<ref name="FoC" />
- Eriobotrya bengalensis <templatestyles src="Person/styles.css" />Hook. f.: Sie ist in Indien, Thailand, Laos, Kambodscha, Vietnam, Myanmar, Indonesien und in den chinesischen Provinzen Guizhou sowie Yunnan verbreitet.<ref name="GRIN" />
- Eriobotrya cavaleriei <templatestyles src="Person/styles.css" />(H. Lév.) Rehder: Sie kommt in Nordvietnam und in den chinesischen Provinzen Fujian, Guangdong, Guangxi, Guizhou, Hubei, Hunan, Jiangxi sowie Sichuan vor.<ref name="FoC" /><ref name="GRIN" />
- Eriobotrya deflexa <templatestyles src="Person/styles.css" />(Hemsl.) Nakai (Syn.: Eriobotrya deflexa var. koshunensis <templatestyles src="Person/styles.css" />Kaneh. & Sasaki, Photinia deflexa <templatestyles src="Person/styles.css" />Hemsl.): Sie kommt in Südvietnam, Taiwan und in den chinesischen Provinzen Guangdong sowie Hainan vor.<ref name="GRIN" />
- Eriobotrya dubia <templatestyles src="Person/styles.css" />Decne. (Syn.: Photinia dubia <templatestyles src="Person/styles.css" />Lindl.): Sie kommt in Indien, Bhutan und Nepal vor.<ref name="GRIN" />
- Eriobotrya elliptica <templatestyles src="Person/styles.css" />Lindl.: Sie kommt in Nepal und im Mêdog Xian im südöstlichen Tibet vor.<ref name="FoC" />
- Eriobotrya fragrans <templatestyles src="Person/styles.css" />Champ. ex Benth.: Sie kommt in Vietnam, Tibet und in den chinesischen Provinzen Guangdong sowie Guangxi vor.<ref name="GRIN" />
- Eriobotrya henryi <templatestyles src="Person/styles.css" />Nakai: Sie kommt in Myanmar und in den chinesischen Provinzen Guizhou sowie Yunnan vor.<ref name="FoC" /><ref name="GRIN" />
- Eriobotrya hookeriana <templatestyles src="Person/styles.css" />Decne.: Sie kommt in Sikkim, Bhutan und Nepal vor.<ref name="GRIN" />
- Japanische Wollmispel (Eriobotrya japonica <templatestyles src="Person/styles.css" />(Thunb.) Lindl.,<ref name="Zander2002" /> Syn.: Mespilus japonica <templatestyles src="Person/styles.css" />Thunb.): Sie kommt in Japan und China vor.<ref name="GRIN" />
- Eriobotrya malipoensis <templatestyles src="Person/styles.css" />Kuan: Dieser Endemit gedeiht in dichten Wäldern in Tälern in Höhenlagen von 1200 bis 1500 Metern nur im südöstlichen Yunnan.<ref name="FoC" />
- Eriobotrya obovata <templatestyles src="Person/styles.css" />W.W. Sm.: Sie gedeiht im Dickicht an Hängen nur im zentralen Yunnan.<ref name="FoC" />
- Eriobotrya petiolata <templatestyles src="Person/styles.css" />Hook. f.: Sie kommt in Bhutan und Sikkim vor.<ref name="GRIN" />
- Eriobotrya prinoides <templatestyles src="Person/styles.css" />Rehder & E.H.Wilson: Sie kommt in Laos und in den chinesischen Provinzen Sichuan sowie Yunnan vor.<ref name="GRIN" />
- Eriobotrya salwinensis <templatestyles src="Person/styles.css" />Hand.-Mazz. : Sie kommt in Indien, in Myanmar und im nordwestlichen Yunnan vor.<ref name="FoC" />
- Eriobotrya seguinii <templatestyles src="Person/styles.css" />(H. Lév.) Cardot ex Guill.: Sie kommt in den chinesischen Provinzen Guizhou sowie Yunnan vor.<ref name="GRIN" />
- Eriobotrya serrata <templatestyles src="Person/styles.css" />J.E.Vidal: Sie kommt in Laos und in den chinesischen Provinzen Yunnan sowie Guangxi vor.<ref name="FoC" />
- Eriobotrya tengyuehensi <templatestyles src="Person/styles.css" />W.W.Sm.: Sie kommt in Myanmar und im nordwestlichen Yunnan vor.<ref name="FoC" />
Liu et al. 2020 haben entsprechend molekulargenetischer Untersuchungen die Arten der Gattung Eriobotrya in die Gattung Rhaphiolepis eingegliedert.<ref name="Liu2020a" /><ref name="Liu2020b" />
Quellen
Literatur
- Gu Cuizhi (Ku Tsue-chih), Stephen A. Spongberg: In: Wu Zheng-yi, Peter H. Raven, Deyuan Hong (Hrsg.): Flora of China. Volume 9: Rosaceae. Science Press und Missouri Botanical Garden Press, Beijing und St. Louis 2010. Eriobotrya Lindley. – textgleich online wie gedrucktes Werk.
Einzelnachweise
<references> <ref name="GRIN"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GRIN“ ist nicht vorhanden. im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple. </ref> <ref name="FoC"> Gu Cuizhi (Ku Tsue-chih), Stephen A. Spongberg: In: Wu Zheng-yi, Peter H. Raven, Deyuan Hong (Hrsg.): Flora of China. Volume 9: Rosaceae. Science Press und Missouri Botanical Garden Press, Beijing und St. Louis 2010. Eriobotrya Lindley. – textgleich online wie gedrucktes Werk. </ref> <ref name="Zander2002"> Robert Zander: Zander. Handwörterbuch der Pflanzennamen. Hrsg. von Walter Erhardt, Erich Götz, Nils Bödeker, Siegmund Seybold. 17. Auflage. Eugen Ulmer, Stuttgart 2002, ISBN 3-8001-3573-6. </ref> <ref name="Liu2020a"> Bin-Bin Liu, Guang-Ning Liu, De-Yuan Hong, Jun Wen: Eriobotrya Belongs to Rhaphiolepis (Maleae, Rosaceae): Evidence From Chloroplast Genome and Nuclear Ribosomal DNA Data. In: Frontiers in Plant Science, Volume 10 (1731), 2020, S. 1–14. doi:10.3389/fpls.2019.01731 </ref> <ref name="Liu2020b"> Bin-Bin Liu, Yu-Bing Wang, De-Yuan Hong, Jun Wen: A synopsis of the expanded Rhaphiolepis (Maleae, Rosaceae). In: Phytokeys, Issue 154, August 2020, S. 19–55. doi:10.3897/phytokeys.154.52790 online. </ref> </references>