Walschleben
| Wappen | Deutschlandkarte | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Datei:Walschlebenwappen.jpg |
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| Basisdaten | ||||||
| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city 51° 4′ N, 10° 56′ O keine Zahl: {{Metadaten Einwohnerzahl DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code|16068057}}
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| Bundesland: | Thüringen | |||||
| Landkreis: | Sömmerda | |||||
| Verwaltungsgemeinschaft: | Gera-Aue | |||||
| Höhe: | 160 m ü. NHN | |||||
| Fläche: | Fehler im Ausdruck: Nicht erkanntes Satzzeichen „{“ km² | |||||
| Einwohner: | {{Metadaten Einwohnerzahl DE−Vorlage:Deutsches Bundesland/Code|16068057}} (Fehler: Ungültige Zeitangabe)<ref name="Metadaten Einwohnerzahl DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code">{{Metadaten Einwohnerzahl DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code | QUELLE}}</ref> | ||||
| Bevölkerungsdichte: | Fehler im Ausdruck: Nicht erkanntes Satzzeichen „{“ Einwohner je km² | |||||
| Postleitzahl: | 99189 | |||||
| Vorwahl: | 036201 | |||||
| Kfz-Kennzeichen: | SÖM | |||||
| Gemeindeschlüssel: | 16 0 68 057 | |||||
| Adresse der Verbandsverwaltung: | Marktplatz 13 99189 Gebesee | |||||
| Website: | www.gemeinde-walschleben.info | |||||
| Bürgermeister: | Marcel Bube (SPD) | |||||
| Lage der Gemeinde Walschleben im Landkreis Sömmerda | ||||||
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Bild:Walschleben in SÖM.png|rahmenlos|300x375px|zentriert|Karte poly 93 202 103 181 90 172 81 196 Alperstedt poly 15 206 36 202 43 183 12 195 Andisleben poly 143 89 150 81 148 74 137 64 132 77 129 79 Büchel poly 187 160 188 166 181 171 188 174 187 183 202 183 226 184 242 181 246 185 253 186 261 174 264 178 269 178 270 189 282 185 294 183 294 178 287 171 285 158 280 146 289 146 288 135 294 130 288 126 287 112 282 110 276 115 272 123 271 131 265 134 254 139 244 140 244 133 236 133 219 124 218 129 210 142 206 161 Buttstädt poly 145 214 152 204 139 199 133 187 127 187 127 206 135 212 Eckstedt poly 35 236 62 223 53 208 42 208 45 220 26 224 22 234 Elxleben poly 25 127 66 117 60 114 46 109 25 106 Gangloffsömmern poly 11 193 44 181 43 167 42 162 35 153 5 170 Gebesee poly 123 97 143 94 147 83 130 75 122 79 Griefstedt poly 137 245 148 245 149 240 145 230 134 226 132 239 Großmölsen poly 175 142 187 140 201 140 209 141 217 128 217 127 200 124 195 125 187 136 174 135 Großneuhausen poly 105 206 125 204 127 187 112 173 112 165 86 159 91 168 100 182 95 198 Großrudestedt poly 114 95 107 72 95 76 90 74 82 73 91 84 87 96 96 100 Günstedt poly 56 189 49 167 59 158 74 170 91 169 82 184 Haßleben poly 71 77 63 72 63 64 76 57 82 48 82 41 96 38 94 31 94 23 99 19 112 26 112 39 117 35 122 43 133 46 141 52 136 65 139 69 126 80 126 89 113 93 112 82 107 76 97 78 86 74 Kindelbrück poly 127 252 138 246 129 235 130 227 117 236 124 241 Kleinmölsen poly 185 158 206 158 207 143 198 135 189 139 177 140 177 148 187 146 Kleinneuhausen poly 185 61 180 77 174 75 167 84 163 95 153 97 157 105 154 112 159 118 160 135 169 146 174 142 171 134 186 139 186 132 196 127 205 124 211 126 208 108 213 100 225 96 216 91 221 88 220 79 241 86 247 70 243 66 227 64 233 59 229 53 225 52 220 49 223 42 217 38 213 42 208 53 219 57 218 62 210 75 203 75 Kölleda poly 144 213 161 219 157 190 160 183 149 191 141 191 138 194 144 200 153 204 Markvippach poly 66 215 84 214 75 209 91 213 82 198 78 199 64 205 59 206 Nöda poly 146 243 171 232 160 219 147 213 Ollendorf poly 215 125 221 120 225 120 230 99 238 99 244 93 234 87 238 83 222 72 217 88 224 93 208 102 Ostramondra poly 240 141 243 126 229 123 230 97 236 97 241 91 246 92 248 103 252 105 267 95 277 103 274 114 268 130 Rastenberg poly 52 212 45 195 53 187 87 181 77 199 Riethnordhausen (bei Erfurt) poly 44 196 53 185 51 161 43 165 41 185 Ringleben (bei Gebesee) poly 138 198 144 189 150 183 162 176 147 178 142 160 113 166 110 176 Schloßvippach poly 27 154 40 152 44 148 43 123 22 123 Schwerstedt poly 154 76 151 89 144 88 141 96 130 97 134 104 126 115 126 121 118 122 106 124 107 131 90 134 89 128 86 128 90 143 90 147 95 148 98 154 96 164 101 167 109 164 120 168 136 161 147 164 157 164 163 155 166 158 173 153 176 153 176 149 171 146 162 133 160 129 157 124 162 120 154 111 157 107 153 104 153 95 165 95 167 85 165 80 Sömmerda poly 163 178 167 161 162 151 153 160 145 162 148 179 Sprötau poly 42 131 48 150 43 154 41 161 47 169 51 162 59 159 63 152 79 150 75 144 76 129 68 121 Straußfurt poly 112 234 101 207 138 201 130 207 147 215 144 228 Udestedt poly 183 181 188 159 185 142 162 154 167 162 163 178 Vogelsberg poly 20 224 42 222 35 212 55 207 46 188 35 201 14 207 14 208 4 217 19 214 Walschleben poly 70 77 67 94 58 94 55 100 54 109 61 113 65 122 75 126 92 131 105 130 104 122 121 121 124 115 131 106 124 90 113 95 115 99 99 103 90 98 90 91 85 79 80 75 Weißensee poly 81 174 90 165 90 160 98 164 99 149 79 146 73 145 60 153 58 158 Werningshausen poly 29 247 39 230 21 233 27 222 19 220 14 215 6 219 1 237 Witterda poly 95 148 90 129 76 122 74 145 81 153 Wundersleben poly 186 297 295 296 295 207 186 205 Thüringen desc top-left </imagemap> | ||||||
Vorlage:Check Geschlecht gegen Wikidata
Walschleben ist eine Gemeinde im thüringischen Landkreis Sömmerda. Sie gehört zur Verwaltungsgemeinschaft Gera-Aue.
Geografie
Walschleben liegt eingebettet zwischen der Gera und dem Walschberg etwa zehn Kilometer vom Stadtzentrum der Landeshauptstadt Erfurt entfernt.
Geschichte
Um 300 n. Chr. soll sich hier ein Mönch Walo angesiedelt haben. Urkundlich wurde Walschleben erstmals im Jahre 973 erwähnt. 1322 wurde der Ort von der Pest heimgesucht. 1370 verkaufte der Graf von Gleichen das Dorf an die Stadt Erfurt. Ende des 15. Jahrhunderts wird eine Vogtei Walschleben mit 16 Dörfern,<ref>Jakob Dominikus: Erfurt und das Erfurtische Gebiet. Nach geographischen, physischen, statistischen, politischen und geschichtlichen Verhältnissen. Eine von der Akademie der nützlichen Wissenschaften zu Erfurt mitgekrönte Preisschrift. Theil 2. Carl Wilhelm Ettinger, Gotha 1793, S. 15.</ref> darunter Elxleben, Andisleben und Dachwig erwähnt. Zur Zeit der Reformation wurde der Ort evangelisch. Nach dem Dreißigjährigen Krieg gab es noch 44 von 305 Häusern im Dorf. 1653 wurden 483 Weingärten gezählt, es wurde Hanf, Flachs, Anis und Waid angebaut. 1683 herrschte erneut eine „Große Pest“. Seit 1706 gehörte der Ort zum Erfurtischen Amt Gispersleben. 1790 hatte Walschleben 800 Einwohner.
1802/03 kam Walschleben mit dem Erfurter Gebiet zu Preußen und zwischen 1807 und 1813 zum französischen Fürstentum Erfurt. Mit dem Wiener Kongress kam der Ort wieder zu Preußen und wurde 1816 dem Landkreis Erfurt in der preußischen Provinz Sachsen angegliedert. 1869 begann der Bau der Eisenbahnlinie Erfurt-Nordhausen mit dem Bahnhof in Walschleben. Im April 1945 besetzten US-amerikanische Truppen den Ort, im Juli wurden sie von der Roten Armee abgelöst. Damit lag Walschleben in der sowjetischen Besatzungszone (SBZ), ab 1949 in der DDR.
Einwohnerentwicklung
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Datenquelle: Thüringer Landesamt für Statistik
Sehenswürdigkeiten
Die 1495 gebaute St. Crucis Kirche in Walschleben ist ein bedeutendes Baudenkmal.<ref>Stephanie Eißing u. a.: Thüringen (= Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler.). Neubearbeitung. 2., durchgesehene und ergänzte Auflage. Deutscher Kunstverlag, München 2003, ISBN 3-422-03095-6, S. 1281.</ref> Es handelt sich um eine in Bruchstein errichtete einheitliche Saalkirche mit polygonal geschlossenem Chor und Westturm. Sie wurde 1701 erneuert. 1888 erfolgten eine Umgestaltung des Innenraums und der Bau des nördlichen Treppenturms.
Vor der Kirche steht ein Kriegerdenkmal für die Gefallenen beider Weltkriege.
Zahlreiche historische Hofstätten prägen das Ortsbild.
Wirtschaft und Infrastruktur
In Walschleben war in der Zeit von 1873 bis in das Jahr 1990 eine Zuckerfabrik ansässig. Nach einer Havarie am Zuckerkocher (Verdampfungskristallisator) im November 1990 ist die Produktion des nach der Wende von der Südzucker AG übernommenen Werkes nicht wieder angefahren worden. Infolge der Havarie kam es zur Stilllegung der Produktionsanlage. Nach dem Totalabriss wurde das Gelände beräumt und lag großteils bis zum Jahr 2015 brach. Aktuell werden die Flächen für den Neubau der Ausfallstraße nach Riethnorthausen genutzt. Die alte Straße war sanierungsbedürftig und liegt zukünftig im Überschwemmungsgebiet der Gera. Diese Maßnahme ist Teil eines groß angelegten Hochwasserschutzkonzeptes, welches zahlreiche Gemeinden entlang der Gera betrifft.
Bildung
Walschleben besitzt eine staatliche Grundschule und eine Bibliothek. In der DDR diente die Schule in Walschleben als Polytechnische Oberschule (POS) und trug den Namen „Hans Beimler“. Sie konnte als Grundschule erhalten werden und wurde in den Jahren 2004 und 2005 renoviert und erweitert sowie mit einer Sporthalle ausgestattet, um das Aufkommen der Schüler aus den umliegenden Gemeinden aufnehmen zu können. Die Grundschule trägt jetzt den Namen des dänischen Schriftstellers „Hans Christian Andersen“. Walschleben verfügt zudem über einen sehr großzügig angelegten Kindergarten.
Verkehrsanbindung
Durch die frühere Zugehörigkeit zum Kreis Erfurt-Land und die Stadtnähe ist Walschleben verkehrsseitig gut angebunden und zu erreichen. Der Haltepunkt Walschleben liegt an der Bahnstrecke Wolkramshausen–Erfurt. Mit dem Regional-Express ist Erfurt in 17 Minuten zu erreichen. Zudem befindet sich der Ort unmittelbar an der Bundesstraße 4 und über die Bundesautobahn 71, deren nächste Anschlussstelle sich in circa sechs Kilometer Entfernung befindet, verfügt Walschleben über eine direkte Anbindung an den Fernverkehr. Außerdem gibt es einen festen Buslinienverkehr zwischen Erfurt und Walschleben sowie zwischen Walschleben und Sömmerda.
Im August 2013 wurde das sehr unansehnlich gewordene Bahnhofsgebäude im Auftrag vom Besitzer Deutsche Bahn abgerissen, für das kein Käufer gefunden werden konnte. Der Haltepunkt bleibt bestehen.<ref>Katrin Müller: In Walschleben wird der Bahnhof abgerissen. In: Thüringische Landeszeitung, vom 9. August 2013.</ref>
Östlich von Walschleben verläuft der Gera-Radweg.
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Der Fußballverein SV Empor Walschleben trägt seine Heimspiele in der Landesklasse auf dem ortseigenen Sportplatz aus.
Persönlichkeiten
Söhne und Töchter der Gemeinde:
- Johannes Baron von Watteville (1718–1788), Herrnhuter Missionar
- Arthur Böttner (1887–1947), Internist
- Klaus Taubert (1940–2019), Journalist und Autor
- Daniel Bärwolf (* 1973), Fußballspieler und Trainer
Sonstiges
Während des Zweiten Weltkrieges waren in Walschleben polnische Zwangsarbeiter eingesetzt. Die genaue Anzahl ist bisher unbekannt.<ref>Thüringer Verband der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschisten und Studienkreis deutscher Widerstand 1933–1945 (Hrsg.): Heimatgeschichtlicher Wegweiser zu Stätten des Widerstandes und der Verfolgung 1933–1945. Thüringen. Band 8. VAS – Verlag für Akademische Schriften, Frankfurt am Main 2003, ISBN 3-88864-343-0, S. 280.</ref>
Einzelnachweise
<references />
Weblinks
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