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Baalborn

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Baalborn
Ortsgemeinde Mehlingen
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Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(585)&title=Baalborn 49° 30′ N, 7° 50′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(585) 49° 30′ 4″ N, 7° 50′ 10″ O
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Höhe: 302 m ü. NHN
Einwohner: 585 (2005)[Ohne Beleg]Vorlage:Infobox Ortsteil einer Gemeinde in Deutschland/Wartung/NoEinwQuelle
Eingemeindung: 7. Juni 1969
Postleitzahl: 67678
Vorwahl: 06303
Datei:Baalborn in Enkenbach-Alsenborn.png
Karte
Lage von Baalborn in der Verbandsgemeinde
Enkenbach-Alsenborn
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Baalborn ist ein Ortsteil der rheinland-pfälzischen Gemeinde Mehlingen. Bis 1939 sowie erneut von 1949 bis 1969 war er eine selbständige Gemeinde.

Lage

Baalborn liegt rund zwei Kilometer nordwestlich der Kerngemeinde am Übergang des Pfälzerwaldes ins Nordpfälzer Bergland in der Mehlinger Heide. Letztere ist eines der größten zusammenhängenden Heidegebiete in ganz Süddeutschland. Westlich des Siedlungsgebiets erstreckt sich der Otterberger Wald.

Geschichte

Das Dorf entstand aus einem einzelnen Bauernhof. Der gehörte bis Ende des 18. Jahrhunderts zur Kurpfalz und war dem Oberamt Lautern unterstellt. Das Kloster Otterberg war hier ebenfalls begütert.<ref>Jürgen Keddigkeit, Michael Werling, Rüdiger Schulz und Charlotte Lagemann: Otterberg, St. Maria. Zisterzienserabtei Otterburg. In: Jürgen Keddigkeit, Matthias Untermann, Sabine Klapp, Charlotte Lagemann, Hans Ammerich (Hrsg.): Pfälzisches Klosterlexikon. Handbuch der pfälzischen Klöster, Stifte und Kommenden, Band 3: M–R. Institut für pfälzische Geschichte und Volkskunde. Kaiserslautern 2015. ISBN 978-3-927754-78-2, S. 524–587 (538).</ref>

Von 1798 bis 1814, als die Pfalz Teil der Französischen Republik (bis 1804) und anschließend Teil des Napoleonischen Kaiserreichs war, war Baalborn in den Kanton Otterberg eingegliedert. 1815 gehörte der Ort zunächst zu Österreich. Ein Jahr später wechselte er in das Königreich Bayern. Von 1818 bis 1862 gehörte er dem Landkommissariat Kaiserslautern an; aus diesem ging das Bezirksamt Kaiserslautern hervor.

1928 hatte Baalborn 451 Einwohner, die in 82 Wohngebäuden lebten. Die Protestanten gehörten seinerzeit zur Pfarrei von Sembach, die Katholiken zu derjenigen von Enkenbach.<ref>Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 und dem Gebietsstand vom 1. Januar 1928. Heft 109 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1928, DNB 361988923, OCLC 215857246, Abschnitt II, Sp. 747–748 (Digitalisat). </ref> Ab 1939 war der Ort Bestandteil des Landkreises Kaiserslautern. Im selben Jahr wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Baalborn aufgelöst und zusammen mit Neukirchen in die Nachbargemeinde Mehlingen eingegliedert.<ref></ref> Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Baalborn innerhalb der französischen Besatzungszone Teil des damals neu gebildeten Landes Rheinland-Pfalz. Bereits während dieser Zeit begannen innerhalb der Ortsteile Baalborn und Neukirchen Bestrebungen, die auf die Trennung von der Gemeinde Mehlingen hinzielten. Während dies Neukirchen nicht gelang, erlangte Baalborn 1949 wieder die Selbstständigkeit, wenn auch die Bürgermeisterei Mehlingen Sitz der Verwaltung blieb und den gemeinsamen Bürgermeister stellte. Im Zuge der ersten rheinland-pfälzischen Verwaltungsreform verlor die Gemeinde Baalborn nach Neugründung der Gemeinde Mehlingen aus den Gemeinden Mehlingen und Baalborn am 7. Juni 1969 erneut ihre Selbstständigkeit.<ref name="GV2016p171">Vorlage:GemeindeverzeichnisRP/lang</ref>

Flurnamen

Einige Hinweise auf die Vergangenheit des Ortes geben alte Flurnamen.

Der „Glashütter Pfad“ weist auf den zur Stadt Otterberg gehörenden Drehenthalerhof hin, wo früher Glas hergestellt wurde. „Hertwieß“ ist eine ehemalige „Hürdenwiese“, ein mit Hürden eingezäunter Sammelplatz für Schafe. Der „Heidenhübel“, der im Volksmund „Härehewel“ heißt, war eine vorgeschichtliche Grab- oder Kultstätte. „Am Mooracker“ war bis zur Trockenlegung sumpfiges Gelände. Die Gewanne „Münchkopf“ am Berg „Mönchkopf“ genannt gehörte dem Kloster Otterberg.

Wappen

Wappen von Baalborn
Wappen von Baalborn

Das Eichhörnchen weist auf die einstige Zugehörigkeit zum Kloster Otterberg hin.

Kultur

Bauwerke

Mit zwei Hofanlagen – eine aus dem 18. und eine aus dem 19. Jahrhundert – sowie dem 1912 errichteten Wasserwerk existieren vor Ort insgesamt drei Objekte, die unter Denkmalschutz stehen.<ref>Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (Hrsg.): Vorlage:KulturdenkmälerRP/Kaiserslautern Land</ref>

Baalborner Ochse

Datei:Rathausbrunnen Baalborner Stier (Hans Buch).jpg
Baalborner Ochse als Bestandteil des Rathausbrunnens in Enkenbach-Alsenborn

In Baalborn diskutierten Gemeinderäte und Bauern in der Wirtschaft heftig über kommunale Angelegenheiten. Dabei soll der Ausspruch gefallen sein: „Die Hälft’ der Baalborner Gemeinderät’ sind Ochsen!“ Vor Gericht sollte der Beschuldigte seine Behauptung entweder beweisen, oder zurücknehmen. Er tat es mit den Worten: „Die Hälfte der Baalborner Gemeinderäte sind keine Ochsen!“

Infrastruktur

Wirtschaft

Heute sind in Baalborn noch einige landwirtschaftliche Betriebe ansässig. Außerdem befinden sich im Ort ein Holzrückunternehmen, eine Schreinerei für Designermöbel sowie eine Parfüm- und Kosmetikfabrik. Im Jahr 2008 wurde auf dem Grundstück der örtlichen Kosmetikfabrik ein Museum eröffnet.

Verkehr

Durch Baalborn verläuft die Landesstraße 382, die den Ort unter anderem mit Otterberg und Enkenbach-Alsenborn verbindet. Unmittelbar östlich des Siedlungsgebiets führt in Nord-Süd-Richtung die Bundesautobahn 63, die die nahegelegene Großstadt Kaiserslautern mit der Landeshauptstadt Mainz verbindet; unweit des Ortes befindet sich die Anschlussstelle Sembach. Unmittelbar östlich der Autobahn verläuft die frühere, unter Napoleon angelegte Kaiserstraße, die bis Oktober 2004 die Bundesstraße 40 bildete.

Institutionen

Baalborn gehört zum Gerichtsbezirk Kaiserslautern.

Einzelnachweise

<references />

Weblinks

Commons: Baalborn – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Vorlage:Webarchiv/Wartung/TodayDer Wert des Parameters archive-today muss ein Datum der Form YYYYMMDD oder Zeitstempel der Form YYYY.MM.DD-hhmmss bzw. YYYYMMDDhhmmss sein. (SWR)
  • Die Flurnamen von Baalborn. Verbandsgemeinde Enkenbach-Alsenborn, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 27. September 2007;.