Zum Inhalt springen

Brillantschwarz BN

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 23. Januar 2026 um 20:58 Uhr durch imported>ChemoBot (Entferne Parameter „Suchfunktion“ aus {{Infobox Chemikalie}} und bereinige Leerzeilen).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Strukturformel
Strukturformel Brillantschwarz BN
Allgemeines
Name Brillantschwarz BN
Andere Namen
  • Tetranatrium-4-acetamido-5-hydroxy-6-({7-sulfonato-4-[(4-sulfonatophenyl)­diazenyl]-1-naphthyl}diazenyl)-1,7-naphthalindisulfonat (IUPAC)
  • C.I. Food Black 1
  • C.I. 28440
  • Vorlage:E-Nummer
  • Schwarz PN
  • Brillantschwarz FCF
  • 1-Aminobenzol-4-sulfosäure→1-Aminonaphthalin-7-sulfonsäure→1-Acetylamino-8-naphthol-4,6-disulfosäure
  • Vorlage:INCI
Summenformel C28H17N5Na4O14S4
Kurzbeschreibung

schwarzer Feststoff<ref name=roempp>Eintrag zu Brillantschwarz BN. In: Römpp Online. Georg Thieme VerlagVorlage:Abrufdatum</ref>

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer Vorlage:CASRN
EG-Nummer 219-746-5
ECHA-InfoCard 100.017.951
PubChem 17293
ChemSpider 21159661
Wikidata [[:d:Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)|Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)]]
Eigenschaften
Molare Masse 867,69 g·mol−1
Löslichkeit
  • löslich in Wasser<ref name=roempp/>
  • schlecht in Ethanol<ref name=roempp/>
Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung<ref name="Sigma">Datenblatt Vorlage:Linktext-Check bei Sigma-AldrichVorlage:Abrufdatum (PDF).</ref>
keine GHS-Piktogramme

H- und P-Sätze H: keine H-Sätze
P: keine P-Sätze<ref name="Sigma" />
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

Brillantschwarz BN (auch Schwarz PN) ist ein synthetischer, wasserlöslicher Azofarbstoff, der in der EU als Lebensmittelfarbstoff E 151 zugelassen ist.

Verwendung

In Deutschland wurde Brillantschwarz BN durch die Farbstoff-Verordnung ab 1959 als 1-Aminobenzol-4-sulfosäure→1-Aminonaphthalin-7-sulfonsäure→1-Acetylamino-8-naphthol-4,6-disulfosäure für die Verwendung in Lebensmitteln zugelassen.<ref name="BGBl1959" /> Zur Übernahme der Richtlinie des Rats zur Angleichung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten für färbende Stoffe, die in Lebensmitteln verwendet werden dürfen in nationales Recht wurde die Farbstoff-Verordnung 1966 angepasst und für Brillantschwarz BN die E-Nummer E 151 aufgenommen.<ref name="BGBl1966" /> Ab 1978 wurde die Verwendung in Deutschland durch die Zusatzstoff-Zulassungsverordnung geregelt. Durch die Verordnung (EG) Nr. 1333/2008, die am 20. Januar 2009 in Kraft trat, ist die Verwendung von Brillantschwarz BN als Lebensmittelzusatzstoff im ganzen EWR einheitlich geregelt.<ref name="VO2008/1333" />

Brillantschwarz BN ist zusammen mit anderen Farbstoffen, wie Curcumin, Tartrazin oder Azorubin in Gruppe III (Lebensmittelfarbstoffe mit kombinierter Höchstmengenbeschränkung) einsortiert, und darf für fermentierte Milchprodukte sowie Sahneprodukte, Käse, Speiseeis, Mostarda di Fruta, Süßwaren (z. B. Lakritze), kandierte Früchte, Kaugummi, Verzierungen, Überzüge, Soßen, Füllungen, Rührteige und Backwaren, Umhüllungen für Fleisch und Wurst, Surimi und Fischrogen, Würzmittel, Senf, Suppen, vegetarische Eiweißprodukte, diätetische Lebensmittel, aromatisierte Getränke und Wein, Apfel-, Birnen- und Fruchtwein, weinhaltige Getränke, Spirituosen, Knabbereien, Dessertspeisen sowie Nahrungsergänzungsmittel verwendet werden. Je nach Anwendung liegt die zulässige Höchstmenge zwischen 50 und 500 mg/kg.<ref name="VO2008/1333" /> Für essbare Käserinde und Wursthüllen gibt es keine Mengenbeschränkung (quantum satis).<ref name="VO2008/1333" />

Mit Brillantschwarz BN werden zum Beispiel Kosmetika wie Shampoos, Schaum- und Duschbäder sowie flüssige Seifen gefärbt.<ref name=online>zusatzstoffe-online.de: Brillantschwarz FCF.</ref> Durch die Verwendung des Farbstoffes können violette, braune und schwarze Farbtöne erzielt werden.<ref>W. Müller (Hrsg.): Handbuch der Farbenchemie. Grundlagen, Technik, Anwendungen. Ecomed Verlagsgesellschaft; 3. Ergänzungslieferung 2003; ISBN 3-609-72700-4; S. 9 (Kapitel 19.1).</ref>

Verträglichkeit

Brillantschwarz BN gilt gesundheitlich als unbedenklich,<ref name=online/> im Tierversuch konnte ein leichter Einfluss auf Verdauungsenzyme festgestellt werden. Es wird jedoch vermutet, dass der Farbstoff an der Auslösung von Hautreaktionen (Neurodermitis) und Asthma beteiligt sein könnte. Die erlaubte Tagesdosis (ADI) beträgt 5 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht.<ref>REPORT FROM THE COMMISSION on Dietary Food Additive Intake in the European Union. (PDF) COMMISSION OF THE EUROPEAN COMMUNITIES, 1. Oktober 2001, S. 27, abgerufen am 15. November 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)). S. 21, 23</ref>

Siehe auch

Einzelnachweise

<references> <ref name="BGBl1959">BGBl. 1959 I S. 756 vom 19. Dezember 1959</ref> <ref name="BGBl1966">BGBl. 1966 I S. 74 vom 20. Januar 1966</ref> <ref name="VO2008/1333">Verordnung (EG) Nr. 1333/2008 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 16. Dezember 2008 über LebensmittelzusatzstoffeVorlage:Abrufdatum.</ref> </references>