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Schadewohl

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Schadewohl
Flecken Diesdorf
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(75)&title=Schadewohl 52° 46′ N, 10° 51′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(75) 52° 46′ 5″ N, 10° 51′ 13″ O
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Höhe: 73 m ü. NHN
Fläche: 6,98 km²<ref name="HOB-12" />
Einwohner: 75 (31. Dez. 2023)<ref name="EW-2023" />
Bevölkerungsdichte: 11 Einwohner/km²
Eingemeindung: 20. Juli 1950
Eingemeindet nach: Schadeberg
Postleitzahl: 29413
Vorwahl: 039003
Lage von Schadewohl in Sachsen-Anhalt

Schadewohl ist ein Ortsteil des Fleckens Diesdorf im Altmarkkreis Salzwedel in Sachsen-Anhalt.

Geographie

Das Dorf Schadewohl liegt etwa zwei Kilometer nordwestlich von Diesdorf zwischen Schadeberg und Diesdorf in der Altmark am Schadewohler Graben, der vor Dähre in die Dumme fließt, die ab Siedendolsleben nach dem Zufluss des Grabower Grabens zur Salzwedeler Dumme wird, einem linken Nebenfluss der Jeetze.<ref name="DE-ST_SAV">Sachsen-Anhalt-Viewer des Landesamtes für Vermessung und Geoinformation (Hinweise)</ref>

Nachbarorte sind Bergmoor im Westen, Schadeberg im Nordosten und Diesdorf im Südosten.

Die Landesgrenze zu Niedersachsen verläuft westlich, das Landschaftsschutzgebiet Salzwedel-Diesdorf liegt östlich des Dorfes.

Geschichte

Mittelalter bis Neuzeit

Das Dorf war ursprünglich ein Sackgassendorf.<ref name="HOB-12" />

Schadewohl wurde im Jahre 1423 erstmals erwähnt, als der Probst vom Kloster Diesdorf ein Vermächtnis von Heinrich Schrapenstiel bekundet, welcher hed gekoft veer wischbleeke, geleghen hinder schadewolde.<ref name="Riedel-22, S. 250" /> Im Jahre 1458 wird dath dorp Schadewolde als Besitz des Klosters Diesdorf genannt.<ref name="Riedel-22, S. 275" />

Schadewohl lag an der Bahnstrecke Salzwedel–Diesdorf, einer eingleisigen Nebenbahn, die ab 1900 von den Salzwedeler Kleinbahnen erbaut und zum 1. April 1997 stillgelegt wurde. Im Jahr 2004 wurden die Gleise entfernt.

Im Jahre 1912 war das inzwischen abgerissene Landhaus Schadewohl vom Architekten Otto Haesler errichtet worden.<ref name="otto-haesler" />

Herkunft des Ortsnamens

Heinrich Sültmann deutet den Namen 1423 schadewolde als deutsch mit der Bedeutung „Schattenwald, dichter Laubwald“ abgeleitet vom mittelhochdeutschen Wort „schate“ oder mittelniederdeutsch „schade“ für „Schatten“ und „wohl“ für „Wald“.<ref name="Sültmann 1931" />

Eingemeindungen

Ursprünglich gehörte das Dorf zum Salzwedelischen Kreis der Mark Brandenburg in der Altmark. Von 1807 bis 1813 lag es im Kanton Diesdorf auf dem Territorium des napoleonischen Königreichs Westphalen. Nach weiteren Änderungen kam die Gemeinde 1816 zum Kreis Salzwedel, dem späteren Landkreis Salzwedel.<ref name="HOB-12" />

Am 1. Oktober 1936 erfolgte der Zusammenschluss der Gemeinden Schadewohl und Bergmoor im Landkreis Salzwedel zu einer Gemeinde mit dem Namen Schadewohl.<ref name="AB-RB-Magdeburg" /> Am 20. Juli 1950 entstand die Gemeinde Schadeberg durch den Zusammenschluss der bisherigen Gemeinden Dülseberg und Schadewohl.<ref name="2VO-LSA-1950" />

Da am 1. November 1992 die Gemeinde Schadeberg in die Gemeinde Diesdorf eingemeindet wurde,<ref name="Metzler-Poeschel" /> ist Schadewohl seit dem 1. November 1992 ein Ortsteil von Diesdorf.

Einwohnerentwicklung

Jahr Einwohner
1734 63
1772 62
1790 64
1798 74
1801 71
1818 70
Jahr Einwohner
1840 142
1864 201
1871 181
1885 179
1892 [00]188<ref name="Zahn-1928" />
1895 191
Jahr Einwohner
1900 [00]180<ref name="Zahn-1928" />
1905 171
1910 [00]199<ref name="Zahn-1928" />
1925 203
1939 228
1946 385
Jahr Einwohner
2015 [00]88<ref name="EW-2018" />
2018 [00]83<ref name="EW-2018" />
2020 [00]84<ref name="EW-2021" />
2021 [00]79<ref name="EW-2021" />
2022 [00]76<ref name="EW-2022" />
2023 [0]75<ref name="EW-2023" />

Quelle, wenn nicht angegeben, bis 1946:<ref name="HOB-12" />

Religion

Die evangelischen Christen aus Schadewohl gehören zur Kirchengemeinde Diesdorf, die zur Pfarrei Diesdorf gehörte<ref name="Almanach-1912" /> und betreut wird vom Pfarrbereich Diesdorf im Kirchenkreis Salzwedel im Bischofssprengel Magdeburg der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland.<ref name="Pfarrbereich" />

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Datei:Altmark Megalithic Schadewohl2 Aerial alt1.jpg
Großsteingrab bei Schadewohl


Wirtschaft

In Schadewohl gibt es einen Landwirtschaftsbetrieb mit einer Biogasanlage.<ref name="VS">Anke Pelczarski: Feuerwehrleute aus dem Flecken Diesdorf trainierten Handgriffe in Biogasanlage Schadewohl. In: Volksstimme Magdeburg. 26. April 2014 (volksstimme.de [abgerufen am 4. März 2018]).</ref>

Vereine

Dorfgemeinschaft Schadewohl e. V.<ref name="VR" />

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

<references> <ref name="2VO-LSA-1950">Zweite Verordnung zum Gesetz zur Änderung der Kreis- und Gemeindegrenzen zum 27. April 1950 (GuABl. S. 161). In: Landesregierung Sachsen-Anhalt (Hrsg.): Gesetz- und Amtsblatt des Landes Sachsen-Anhalt. Nr. 18, 5. August 1950, ZDB-ID 511105-5, S. 278 (PDF).</ref>

<ref name="AB-RB-Magdeburg">Regierungsbezirk Magdeburg (Hrsg.): Amtsblatt der Regierung zu Magdeburg. 1936, ZDB-ID 3766-7, S. 169.</ref>

<ref name="Almanach-1912">F. Schulze, H. Blumenthal: Pfarralmanach für die Provinz Sachsen und die Stolbergschen Grafschaften. 24. Jahrgang, 1912, ZDB-ID 551011-9, S. 107.</ref>

<ref name="Denkmalprojekt">Schadewohl, Gemeinde Diesdorf, Altmarkkreis Salzwedel, Sachsen-Anhalt. In: denkmalprojekt.org. Onlineprojekt Gefallenendenkmäler, 1. April 2018, abgerufen am 5. September 2021.</ref>

<ref name="EW-2018">Verbandsgemeinde Beetzendorf-Diesdorf: Einwohner der Ortsteile am 31. Dezember für die Jahre 2015 und 2018. 6. Juni 2019.</ref>

<ref name="EW-2021">Anke Pelczarski: Nur Wallstawe und Jübar legen zu. In: Klötzer Volksstimme, Klötzer Rundschau (E-Paper). 15. Januar 2022, DNB 1047268213, S. 17.</ref>

<ref name="EW-2022">Anke Pelczarski: Wenn die Männer das Sagen haben. In: Klötzer Volksstimme, Klötzer Rundschau (E-Paper). 14. Januar 2023, DNB 1047268213, S. 17.</ref>

<ref name="EW-2023">Anke Pelczarski: 65 Geburten und 190 Sterbefälle. In: Klötzer Volksstimme, Klötzer Rundschau (E-Paper). 17. Januar 2024, DNB 1047268213, S. 15.</ref>

<ref name="Grabsteine">Namenliste Friedhof Schadewohl-Dülseberg (Diesdorf). In: grabsteine.genealogy.net. Projekt Grabsteine, 2012, abgerufen am 24. Februar 2018.</ref>

<ref name="HOB-12">Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/9783830522355 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.</ref>

<ref name="Metzler-Poeschel">Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/3824603217 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.</ref>

<ref name="Pfarrbereich">Pfarrbereich Diesdorf. In: ekmd.de. Abgerufen am 24. April 2023.</ref>

<ref name="Riedel-22, S. 250">Vorlage:CodexDiplBrandenbgTeilA</ref>

<ref name="Riedel-22, S. 275">Vorlage:CodexDiplBrandenbgTeilA</ref>

<ref name="Sültmann 1931">Heinrich Sültmann: Die Ortsnamen im Kreise Salzwedel (= Wochenblatt-Schriften. Folge IX.). 1931, DNB 362852693, S. 25.</ref>

<ref name="VR">Vereinsregister des Amtsgerichts Stendal auf handelsregister.de. Abgerufen am 24. April 2024.</ref>

<ref name="Zahn-1928">Vorlage:BibOCLC</ref>

<ref name="otto-haesler">Werkverzeichnis – otto-haesler-initiative. In: otto-haesler-initiative.de. otto haesler initiative, abgerufen am 5. September 2021.</ref> </references>

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