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Peckensen

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Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 21. Januar 2024 um 05:49 Uhr durch imported>Ortssucher (Einwohner 2023).
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Peckensen
Flecken Diesdorf
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(86)&title=Peckensen 52° 46′ N, 10° 57′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(86) 52° 45′ 37″ N, 10° 57′ 17″ O
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Höhe: 44 m
Fläche: 3,76 km²<ref name="HOB-12" />
Einwohner: 86 (31. Dez. 2023)<ref name="EW-2023" />
Bevölkerungsdichte: 23 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 1974
Eingemeindet nach: Abbendorf
Postleitzahl: 29413
Vorwahl: 039003
Lage von Peckensen in Sachsen-Anhalt
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Peckensen ist ein Ortsteil des Fleckens Diesdorf im Altmarkkreis Salzwedel in Sachsen-Anhalt.

Geographie

Peckensen, ein Rundplatzdorf mit Kirche auf dem Platz, liegt etwa 6 Kilometer östlich von Diesdorf und 17 Kilometer südwestlich der Kreisstadt Salzwedel in der Altmark am Molmker Bach. Das Landschaftsschutzgebiet Salzwedel-Diesdorf liegt westlich.<ref name="HOB-12" /><ref name="DE-ST_SAV">Sachsen-Anhalt-Viewer des Landesamtes für Vermessung und Geoinformation (Hinweise)</ref>

Nachbarorte sind Fahrendorf im Nordwesten, Hilmsen im Norden, Umfelde im Nordosten und Hohenböddenstedt im Südwesten.<ref name="DE-ST_SAV">Sachsen-Anhalt-Viewer des Landesamtes für Vermessung und Geoinformation (Hinweise)</ref>

Geologie und Infrastruktur

Unterhalb von Peckensen befindet sich bei Wiersdorf, in etwa 1300 Meter Tiefe, ein aus fünf Kavernen bestehender Untergrundspeicher mit etwa 344 Millionen m³ Speicherkapazität, der durch Erdgasförderung ab 1969 in einem Zechstein Salzstock entstand.<ref>Storengy Deutschland: Erdgasspeicher Peckensen. In: storengy.de. Abgerufen am 23. April 2023.</ref> Der Salzstock erstreckt sich von Henningen im Norden bis südlich von Wüllmersen über 15 Kilometer.<ref>Landesamt für Geologie und Bergwesen Sachsen-Anhalt: Tektonische Übersichtskarte C3530. Abgerufen am 23. April 2023.</ref>

Geschichte

Mittelalter bis Neuzeit

Peckensen wurde im Jahre 1161 als Pychenusen erstmals urkundlich erwähnt, als Bischof Hermann von Verden eine Schenkung des Grafen von Wertbeck über acht Dörfer an das Kloster Diesdorf bestätigt.<ref name="Riedel-16, S. 394" />

Im Landbuch der Mark Brandenburg von 1375 wird der Ort als Pekesen und Pekensen aufgeführt.<ref name="Landbuch" />

Noch zu Beginn des 20. Jahrhunderts bestand eine Wassermahlmühle am Molmker Bach im Nordwesten des Dorfes, die 1740 mit 15 Bewohnern erwähnt wurde.<ref name="KDR-239" />

Zwei Kilometer südlich des Dorfes am Waldrand liegt eine ehemalige Ziegelei, die schon 1842 genannt wurde und noch heute ein Gehöft ist.

Erst im Jahre 1958 war die erste Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft vom Typ III entstanden, die LPG „Freundschaft“.<ref name="HOB-12" />

Eingemeindungen

Ursprünglich gehörte das Dorf zum Salzwedelischen Kreis der Mark Brandenburg in der Altmark. Von 1807 bis 1813 lag es im Kanton Diesdorf auf dem Territorium des napoleonischen Königreichs Westphalen. Nach weiteren Änderungen kam die Gemeinde 1816 zum Kreis Salzwedel, dem späteren Landkreis Salzwedel.<ref name="HOB-12" />

Am 25. Juli 1952 wurde Peckensen in den Kreis Salzwedel umgegliedert. Am 1. Juli 1974 wurde die Gemeinde Peckensen in die Gemeinde Abbendorf eingemeindet und damit aufgelöst. Peckensen wurde am 1. Januar 1991 ein Ortsteil von Diesdorf durch die Eingemeindung von Abbendorf in die Gemeinde Diesdorf.<ref name="Metzler-Poeschel" />

Einwohnerentwicklung

Jahr Einwohner
1734 60
1774 87
1789 83
1798 79
1801 83
1818 91
1840 119
Jahr Einwohner
1864 177
1871 197
1885 151
1892 [00]177<ref name="Zahn-1928" />
1895 201
1900 [00]230<ref name="Zahn-1928" />
1905 205
Jahr Einwohner
1910 [00]196<ref name="Zahn-1928" />
1925 199
1939 190
1946 264
1964 156
1971 166
2015 [00]091<ref name="EW-2018" />
Jahr Einwohner
2018 [00]86<ref name="EW-2018" />
2020 [00]79<ref name="EW-2021" />
2021 [00]92<ref name="EW-2021" />
2022 [00]87<ref name="EW-2022" />
2023 [0]86<ref name="EW-2023" />

Quelle, wenn nicht angegeben, bis 1971:<ref name="HOB-12" />

Religion

Die evangelische Kirchengemeinde Peckensen, die früher zur Pfarrei Hilmsen gehörte,<ref name="Almanach1903" /> wird heute betreut vom Pfarrbereich Diesdorf des Kirchenkreises Salzwedel im Bischofssprengel Magdeburg der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland.<ref name="Pfarrbereich" />

Die ältesten überlieferten Kirchenbücher für Hilmsen stammen aus dem Jahre 1647.<ref name="Machholz" />

Kultur und Sehenswürdigkeiten

  • Die Dorfkirche Peckensen ist ein Backsteinbau aus dem Jahre 1897.<ref name="Altmarkkirchen" />
  • Der Friedhof liegt am südlichen Ortsausgang.


Landwirtschaft

Im Dorf befindet sich eine Milchviehanlage und ein Zuchtbetrieb.

Persönlichkeiten

  • Helmut Gäde (1932–2022), Pflanzenbauwissenschaftler, Saatgutbetriebswirt und Agrarhistoriker

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

<references> <ref name="Almanach1903">Vorlage:PfarrAlmanachProvinzSachsen1903</ref>

<ref name="Altmarkkirchen">Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/9783981403954 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.</ref>

<ref name="EW-2018">Verbandsgemeinde Beetzendorf-Diesdorf: Einwohner der Ortsteile am 31. Dezember für die Jahre 2015 und 2018. 6. Juni 2019.</ref>

<ref name="EW-2021">Anke Pelczarski: Nur Wallstawe und Jübar legen zu. In: Klötzer Volksstimme, Klötzer Rundschau (E-Paper). 15. Januar 2022, DNB 1047268213, S. 17.</ref>

<ref name="EW-2022">Anke Pelczarski: Wenn die Männer das Sagen haben. In: Klötzer Volksstimme, Klötzer Rundschau (E-Paper). 14. Januar 2023, DNB 1047268213, S. 17.</ref>

<ref name="EW-2023">Anke Pelczarski: 65 Geburten und 190 Sterbefälle. In: Klötzer Volksstimme, Klötzer Rundschau (E-Paper). 17. Januar 2024, DNB 1047268213, S. 15.</ref>

<ref name="HOB-12">Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/9783830522355 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.</ref>

<ref name="KDR-239">Karte des Deutschen Reiches, 1:100 000, Teil II/IV: Blatt 239: Salzwedel. Preußisches Statistisches Landesamt, 1906, abgerufen am 23. April 2023.</ref>

<ref name="Landbuch">Johannes Schultze: Das Landbuch der Mark Brandenburg von 1375 (= Brandenburgische Landbücher. Band 2). Kommissionsverlag von Gsellius, Berlin 1940, S. 407–408 (web.archive.org [abgerufen am 4. September 2021]).</ref>

<ref name="Machholz">Vorlage:Kirchenbücher Provinz Sachsen 1925</ref>

<ref name="Metzler-Poeschel">Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/3824603217 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.</ref>

<ref name="Pfarrbereich">Pfarrbereich Diesdorf. In: ekmd.de. Abgerufen am 23. April 2023.</ref>

<ref name="Riedel-16, S. 394">Vorlage:CodexDiplBrandenbgTeilA</ref>

<ref name="Zahn-1928">Vorlage:BibOCLC</ref> </references>

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Vorlage:Klappleiste/Ende Vorlage:Hinweisbaustein