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Bergmoor

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Bergmoor
Flecken Diesdorf
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(22)&title=Bergmoor 52° 46′ N, 10° 50′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(22) 52° 45′ 55″ N, 10° 49′ 51″ O
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Höhe: 82 m ü. NHN
Fläche: 1,23 km²<ref name="HOB-12" />
Einwohner: 22 (31. Dez. 2023)<ref name="EW-2023" />
Bevölkerungsdichte: 18 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Oktober 1936
Eingemeindet nach: Schadewohl
Postleitzahl: 29413
Vorwahl: 039038
Lage von Bergmoor in Sachsen-Anhalt

Bergmoor ist ein Ortsteil des Fleckens Diesdorf, im Altmarkkreis Salzwedel in Sachsen-Anhalt.

Geographie

Das Straßendorf Bergmoor liegt drei Kilometer nordwestlich von Diesdorf in der Altmark. Das Gebiet nördlich des Dorfes wird vom Graben Reddigauer Vorfluter zur Salzwedeler Dumme entwässert. Östlich liegt der etwa 108 Meter hohe Schwabenberg. Das Dorf liegt im Landschaftsschutzgebiet Salzwedel-Diesdorf.<ref name="HOB-12" /><ref name="DE-ST_SAV">Sachsen-Anhalt-Viewer des Landesamtes für Vermessung und Geoinformation (Hinweise)</ref>

Nachbarorte sind Neuekrug und Reddigau im Nordwesten, Höddelsen im Norden, Schadeberg im Nordosten und Schadewohl im Osten.<ref name="DE-ST_SAV">Sachsen-Anhalt-Viewer des Landesamtes für Vermessung und Geoinformation (Hinweise)</ref>

Geschichte

Mittelalter bis Neuzeit

Bergmoor wurde erstmals im Jahre 1160 als Berchmere in einer Schenkung an das Kloster Diesdorf erwähnt.<ref name="Riedel-16, S. 394" /> 1178 gehörten dem Kloster Hamersleben in Bermere 8 Hufen, 1242 heißt der Ort Beremere, 1254 gingen die Anteile des Klosters Hamersleben an minus berekmere an das Kloster Diesdorf.<ref name="HOB-12" /> Wilhelm Zahn leitet daraus ab, dass es zu der Zeit noch zwei Dörfer, Klein und Groß Bergmoor gab.<ref name="Zahn-Wüstungen" /> Im Jahre 1375 gehörte Berkmer dem Landbuch der Mark Brandenburg zufolge dem Kloster Diesdorf.<ref name="Landbuch" /> 1458 war das Dorf möglicherweise schon wüst, 1585 war vom Berckmor die Rede.<ref name="HOB-12" />

1776 wurde das Kolonistendorf Berckmohr angelegt. 1804 heiß es Kolonie Bergmoor oder Berkemore.<ref name="Bratring-1" /> 1872 gab es eine Ziegelei im Dorf.<ref name="HOB-12" />

Wilhelm Zahn berichtete 1909: 500 Meter westlich des Dorfes Schadewohl am Weg zum jetzigen Dorf Bergmoor liegen die Bergmoorstücken. Hier hat eins der beiden Bergmoor, wahrscheinlich das kleinere, gelegen.<ref name="Zahn-Wüstungen" />

Auf dem Schwabenberg wurde im Jahr 1971 von den sowjetischen Streitkräften ein 71 Meter hoher Aufklärungsturm errichtet, im Volksmund „Café Moskau“ genannt. Er diente der Aufklärung des UKW-Funks, des Flugfunks der NATO sowie der Funk- und Satellitentelefone und ist 1998 gesprengt worden.<ref>Manfred Bischoff: Die Funk- und Funktechnische Aufklärung im Bereich der Gruppe Sowjetischer Truppen in Deutschland / Westgruppe der Truppen. Diesdorf/Altmark. In: manfred-bischoff.de. Abgerufen am 16. April 2023.</ref>

Eingemeindungen

Ursprünglich gehörte das Dorf zum Salzwedelischen Kreis der Mark Brandenburg in der Altmark. Von 1807 bis 1813 lag es im Kanton Diesdorf auf dem Territorium des napoleonischen Königreichs Westphalen. Nach weiteren Änderungen kam die Gemeinde 1816 zum Kreis Salzwedel, dem späteren Landkreis Salzwedel.<ref name="HOB-12" />

Am 1. Oktober 1936 erfolgte der Zusammenschluss der Gemeinden Bergmoor und Schadewohl im Landkreis Salzwedel zu einer Gemeinde mit dem Namen Schadewohl.<ref name="AB-RB-Magdeburg" />

Der Ortsteil Bergmoor kam am 20. Juli 1950 durch den Zusammenschluss von Schadewohl und Dülseberg zu Schadeberg.<ref name="2VO-LSA-1950" /> Seit dem 1. November 1992 (Eingemeindung von Schadeberg in Diesdorf) gehört der Ortsteil Bergmoor zur Gemeinde Diesdorf.<ref name="Metzler-Poeschel" />

Einwohnerentwicklung

Jahr Einwohner
1789 31
1798 28
1801 28
1818 37
1840 55
1864 60
Jahr Einwohner
1871 75
1885 [00]69<ref name="Zahn-1928" />
1895 70
1900 [00]62<ref name="Zahn-1928" />
1905 66
1910 [00]66<ref name="Zahn-1928" />
Jahr Einwohner
1925 70
2006 28
2015 [00]24<ref name="EW-2018" />
2018 [00]21<ref name="EW-2018" />
2020 [00]19<ref name="EW-2021" />
2021 [00]19<ref name="EW-2021" />
Jahr Einwohner
2022 [00]21<ref name="EW-2022" />
2023 [0]22<ref name="EW-2023" />

Quelle, wenn nicht angegeben, bis 1925:<ref name="HOB-12" />

Religion

Die evangelischen Christen aus Bergmoor gehören zu Kirchengemeinde Diesdorf, die früher zur Pfarrei Diesdorf gehörte<ref name="Almanach1903" /> und die jetzt betreut wird vom Pfarrbereich Diesdorf im Kirchenkreis Salzwedel im Bischofssprengel Magdeburg der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland.<ref name="Pfarrbereich" />

Literatur

Einzelnachweise

<references> <ref name="2VO-LSA-1950">Zweite Verordnung zum Gesetz zur Änderung der Kreis- und Gemeindegrenzen zum 27. April 1950 (GuABl. S. 161). In: Landesregierung Sachsen-Anhalt (Hrsg.): Gesetz- und Amtsblatt des Landes Sachsen-Anhalt. Halle (Saale) 1950, S. 278, Abs. 6 (PDF).</ref>

<ref name="AB-RB-Magdeburg">Regierungsbezirk Magdeburg (Hrsg.): Amtsblatt der Regierung zu Magdeburg. 1936, ZDB-ID 3766-7, S. 169.</ref>

<ref name="Almanach1903">Vorlage:PfarrAlmanachProvinzSachsen1903</ref>

<ref name="Bratring-1">Friedrich Wilhelm August Bratring: Statistisch-topographische Beschreibung der gesammten Mark Brandenburg. Für Statistiker, Geschäftsmänner, besonders für Kameralisten. Band 1. Berlin 1804, S. 366 (Digitalisathttp://vorlage_digitalisat.test/1%3D%7B%7B%7B1%7D%7D%7D~GB%3D~IA%3D~MDZ%3D%0A10000735~SZ%3D388~doppelseitig%3D~LT%3D~PUR%3D).</ref>

<ref name="EW-2018">Verbandsgemeinde Beetzendorf-Diesdorf: Einwohner der Ortsteile am 31. Dezember für die Jahre 2015 und 2018. 6. Juni 2019.</ref>

<ref name="EW-2021">Anke Pelczarski: Nur Wallstawe und Jübar legen zu. In: Klötzer Volksstimme, Klötzer Rundschau (E-Paper). 15. Januar 2022, DNB 1047268213, S. 17.</ref>

<ref name="EW-2022">Anke Pelczarski: Wenn die Männer das Sagen haben. In: Klötzer Volksstimme, Klötzer Rundschau (E-Paper). 14. Januar 2023, DNB 1047268213, S. 17.</ref>

<ref name="EW-2023">Anke Pelczarski: 65 Geburten und 190 Sterbefälle. In: Klötzer Volksstimme, Klötzer Rundschau (E-Paper). 17. Januar 2024, DNB 1047268213, S. 15.</ref>

<ref name="HOB-12">Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/9783830522355 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.</ref>

<ref name="Landbuch">Johannes Schultze: Das Landbuch der Mark Brandenburg von 1375 (= Brandenburgische Landbücher. Band 2). Kommissionsverlag von Gsellius, Berlin 1940, S. 407 (<templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />uni-potsdam.de (Memento vom 26. April 2019 im Internet Archive)).</ref>

<ref name="Metzler-Poeschel">Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/3824603217 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.</ref>

<ref name="Pfarrbereich">Pfarrbereich Diesdorf. Abgerufen am 17. Februar 2018.</ref>

<ref name="Riedel-16, S. 394">Vorlage:CodexDiplBrandenbgTeilA</ref>

<ref name="Zahn-1928">Vorlage:BibOCLC</ref>

<ref name="Zahn-Wüstungen">Wilhelm Zahn: Die Wüstungen der Altmark. In: Geschichtsquellen der Provinz Sachsen und angrenzender Gebiete. Band 43. Hendel, Halle a.S. 1909, S. 11–12, Nr. 11, 12 (uni-jena.de).</ref> </references>

<templatestyles src="BoxenVerschmelzen/styles.css" />