<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Zwischenmauerwerk</id>
	<title>Zwischenmauerwerk - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Zwischenmauerwerk"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Zwischenmauerwerk&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-23T17:19:35Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Zwischenmauerwerk&amp;diff=2311486&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;JEW am 25. Februar 2025 um 16:35 Uhr</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Zwischenmauerwerk&amp;diff=2311486&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-02-25T16:35:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Lille Guldhøi-4.jpg|mini|Extrem breites Zwischenmauerwerk am [[Store und Lille Guldhøj|Lille Guldhøj]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Maarup Jaettestue 1.jpg|mini|Filigranes Zwischenmauerwerk im [[Mårhøj]]]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Zwischenmauerwerk&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch Zwickelfüllung, {{daS|&amp;#039;&amp;#039;tørmur&amp;#039;&amp;#039;}} – {{noS|&amp;#039;&amp;#039;tørrmur&amp;#039;&amp;#039;}} – {{svS|&amp;#039;&amp;#039;kallmur&amp;#039;&amp;#039;}} – {{enS|&amp;#039;&amp;#039;post and panel technique&amp;#039;&amp;#039;}}) ist ein Begriff der in der [[Archäologie]] gelegte oder gemauerte Füllungen zwischen Festkörpern bezeichnet. Für Neubauten im 21. Jahrhundert sind Zwischenmauerwerke bedeutungslos. Besondere Beachtung finden Zwischenmauerwerke in der Altertumsforschung und bei Restaurationen von historischen Bauwerken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zwischenmauerwerke in historischen Bauten ==&lt;br /&gt;
Bei der Restaurierung von alten Gebäuden finden sich gelegentlich Zwischenmauerwerke, zu deren Bedeutung und Rekonstruktion in der Regel genaue Untersuchen angestellt werden. Bei der Restaurierung von [[Dom und Michaeliskirche in Hildesheim]] wurden zur Erhaltung der [[Dom und Michaeliskirche in Hildesheim#Authentizität|Authentizität des Gebäudes]] genaue Voruntersuchungen angestellt, um vorherigen Wiederaufbau zu beurteilen und weitere Restaurierung des [[UNESCO-Welterbe|UNESCO-Weltkulturerbes]] sicherzustellen. Teile dieser Untersuchungen betrafen Zwischenmauerwerke, die insbesondere bei Fächergewölben anzutreffen sind.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Alfhart Günther, Manfred Overesch |Titel=Himmlisches Jerusalem in Hildesheim |TitelErg= St. Michael und das Geheimnis der sakralen Mathematik vor 1000 Jahren |Auflage=1. Aufl.|Verlag=Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht |Ort=Göttingen |Datum=2009 |ISBN=3647550043 |Seiten=122–123 |Online= [https://books.google.de/books?id=V_i5eoG2e6cC&amp;amp;lpg=PT123&amp;amp;dq=Zwischenmauerwerk&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PT123#v=onepage&amp;amp;q=Zwischenmauerwerk&amp;amp;f=false Teilvorschau Seite 122]}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Hans-Dieter Heckes: &amp;#039;&amp;#039;Die Michaeliskirche in Hildesheim – Ihre nachmittelalterliche Baugeschichte von 1542 bis 1910.&amp;#039;&amp;#039; Diss. phil., TU Berlin, 1985.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Müller |Titel=Die Maurerkunst |Seiten=413–414 |Online=[https://books.google.de/books?id=NYZlAAAAcAAJ&amp;amp;dq=Zwischenmauerwerk&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA414#v=onepage&amp;amp;q=Zwischenmauerwerk&amp;amp;f=false Teilvorschau Fächergewölbe]}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zwischenmauerwerke der nordischen Megalitharchitektur ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Gånggrift vid Tyfta i Svenneby socken, Bohuslän, Sverige, bild 3.JPG|mini|Zwischenmauerwerk]]&lt;br /&gt;
In der [[Nordische Megalitharchitektur|nordischen Megalitharchitektur]] dienen Zwischenmauerwerke zum Schließen der Lücken und Verbinden der megalithischen Teile von [[Megalith]]anlagen der [[Trichterbecherkultur]] (TBK) und einiger anderer [[Kultur (Archäologie)|Kulturen]] in Europa.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wurde in der Einfassung von [[Hünenbett]]en, in Kammern und [[Zugang zu Megalithanlagen|Gängen]] (bei [[Großdolmen]] und [[Ganggrab|Ganggräbern]]) mit großer Sorgfalt erstellt. In den Kammern und Gängen reichte es ursprünglich vom Boden bis zu den Decksteinen. Von [[Trockenmauerwerk]] sollte nur gesprochen werden, wenn die Schichtungen trocken aufgeführt wurden, wie es selten, jedoch z.&amp;amp;nbsp;B. im [[Großsteingräber von Gnewitz|Dolmen 1 von Gnewitz]] nachzuweisen war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ausgangslage ===&lt;br /&gt;
Die als Tragsteine der Decke des Ganges und der Kammer ausgewählten [[Findling]]e wurden so aufgestellt, dass die glatte Seite zum Inneren gerichtet war, bei den Hügeleinfassungen nach außen. In einigen Fällen konnten mechanisch eingeebnete Flächen beobachtet werden. Obwohl man nach Möglichkeit quaderartige, regelmäßig geformte Findlinge verwendete und diese zunächst (bei [[Urdolmen]] und [[Rechteckdolmen]]) dicht nebeneinander legte oder stellte, blieben bei größeren (ggf. später errichteten Anlagen) Lücken zwischen den Findlingen bestehen, die teilweise, vermutlich aus Mangel an großen Blöcken, auch absichtlich sehr breit ausgeführt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beschreibung ===&lt;br /&gt;
Diese Lücken wurden von innen oder außen (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Gillhög]] und Hög Nr. 7 in [[Schonen]]) mit Steinmaterial gefüllt. Bei in größeren Abständen aufgestellten Tragsteinen dienten Zwischenmauerwerke unter Umständen sogar als Auflager für die Decksteine. Es gibt eine große Anzahl von Anlagen, bei denen das Zwischenmauerwerk gewaltsam zerstört wurde. In den Kammern des [[Großsteingräber von Gaarzerhof|Großdolmens von Gaarzerhof]] und in [[Großsteingrab Dummertevitz|Dummertevitz]], wo die Platten des Zwischenmauerwerks verstreut im Füllboden angetroffen wurden, war dies bereits während des [[Neolithikum]]s erfolgt. Nur bei wenigen Anlagen waren die Zwischenmauerwerke ganz oder weitgehend intakt.&amp;lt;ref&amp;gt;Gemäß J. Roß 1992 S. 99: hat der Dolmen Nebel-Ost ein relativ gut erhaltenes, sehr gleichmäßiges und aufwendiges, in den Lücken nischenartig zurückspringendes Trockenmauerwerk aus sorgfältig geschichteten, dünnen, artifiziell gespaltenen Steinplatten. Die Fugen waren mit Lehm und Klei ausgestrichen. In [[Großsteingräber bei Lancken-Granitz|Lancken-Granitz 4]] und [[Großsteingräber bei Burtevitz|Burtevitz 3]] konnte festgestellt werden, dass man die 0,15 bis 0,20 m dicken Mauern im Kammerinnern sogar verputzt hatte. Der [[Putz (Baustoff)|Putz]] war 0,02 bis 0,04 m stark und gleichmäßig aufgetragen. Die Zwickelpackungen ruhten teilweise auf Fundamenten aus größeren Rollsteinen, die in Standgruben eingetieft waren.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei einigen Anlagen wurden im unteren Bereich der Zwischenmauerwerke stelenartige Pfeiler&amp;lt;ref&amp;gt;z.&amp;amp;nbsp;B. in Carlshögen zwischen den Tragsteinen 7 und 8 laut [[Märta Strömberg]]: Die Megalithgräber von Hagestad S. 23 &amp;lt;/ref&amp;gt; verbaut, die die größere Lücke mit ausfüllen. Besonders breite Lücken wurden auch durch den Einbau senkrechter Rotsandsteinplatten, die man in den Untergrund eingelassen hatte, geteilt, wodurch die Plattenschichtung besseren Halt bekam. Zwischenmauerwerke sind nicht immer waagerecht geschichtet, sondern bei den Anlagen von [[Steinkiste von Ratekau|Ratekau]] senkrecht und in [[Keitum]] auf [[Sylt]] senkrecht und schräg zwischen die Tragsteine geschoben worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei britisch-irischen Anlagen wurden die [[Exedra|Exedren]] mitunter aus Plattenbögen mit Zwischenmauerwerk gebaut. The Handbook of British Archaeology&amp;lt;ref&amp;gt;Lesley Adkins, Roy Adkins, Victoria Leitch: The Handbook of British Archaeology 2017&amp;lt;/ref&amp;gt; bezeichnet dies als „post and panel technique“ (Pfosten und Platten-Technik)&amp;lt;ref&amp;gt;Carl Rogers: &amp;#039;&amp;#039;Mountain and Hill Walking in Snowdonia&amp;#039;&amp;#039; 2008: &amp;quot;The remains consist of a triple chamber faced with drystone walling as well as large upright stones using a &amp;#039;post and panel&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Material ===&lt;br /&gt;
Als Material hat man (nicht immer sortenrein) zugerichtete oder gespaltene Steinplatten, kleinere Steine, [[Geröll|Rollsteine]], seltener auch [[Feuerstein]]schotter verwandt. Im Allgemeinen wurden Rotsandsteinplatten (seltener [[Gneis]], [[Granit]], [[Kalkstein]], [[Quarzit]] oder [[Schiefer]]) von 10 bis 15 cm Stärke in die Lücken gefüllt, Die Fugen zwischen den Steinen wurden häufig mit [[Lehm]] oder [[Klei]] verstrichen, oder die Steine wurden in Lehm eingebettet, der wie Mörtel als Dicht- und Bindemittel diente.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Nordische Megalitharchitektur]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Ekkehard Aner: &amp;#039;&amp;#039;Die Großsteingräber Schleswig-Holsteins&amp;#039;&amp;#039; In: Führer zu vor- und frühgeschichtlichen Denkmälern 9 1968 S. 46–69&lt;br /&gt;
* Volker Arnold: &amp;#039;&amp;#039;Kleine Gräberkunde der Vorgeschichte Teil 1 Großsteingräber aus der Bauernzeit&amp;#039;&amp;#039;. In: Blätter zur Heimatkunde 1 Beilage der Zeitschrift „Ditmarschen“ 1977&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=[[Timothy C. Darvill]] |Titel=Megalithic chambered tombs of the Cotswold-Severn Region. An assessment of certain architectural elements and their relation to ritual practice and Neolithic society |Verlag=Vorda |Ort=Highworth |Datum=1982 |ISBN=0-907246-04-4 |Reihe=Vorda research series |BandReihe=5 |Sprache=en }}&lt;br /&gt;
* Jutta Ross: &amp;#039;&amp;#039;Megalithgräber in Schleswig-Holstein&amp;#039;&amp;#039;. Hamburg 1992, ISBN 3-86064-046-1&lt;br /&gt;
* [[Ewald Schuldt]]: &amp;#039;&amp;#039;Die mecklenburgischen Megalithgräber&amp;#039;&amp;#039;. Deutscher Verlag der Wissenschaft, Berlin 1972.&lt;br /&gt;
* [[Märta Strömberg]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Megalithgräber von Hagestad&amp;#039;&amp;#039;. Zur Problematik von Grabbauten und Grabriten. Acta Archaeologica Lundensia Band 8. Bonn und Lund 1971.&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=H. Müller |Titel=Die Maurerkunst |TitelErg= Handbuch zum theoretischen und praktischen Gebrauche für Baumeister, Architekten und Maurermeister etc. Bearbeitet von H. Müller. 40 Druckbogen mit 470 Holzstichen geschmückt |Auflage= |Verlag=Carl Scholtze |Ort= |Datum=1875 }}&lt;br /&gt;
* Jürgen E. Walkowitz: &amp;#039;&amp;#039;Das Megalithsyndrom. Europäische Kultplätze der Steinzeit&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Beiträge zur Ur- und Frühgeschichte Mitteleuropas.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 36). Beier &amp;amp; Beran, Langenweißbach 2003, ISBN 3-930036-70-3.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lokale Bauform]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologischer Fachbegriff]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;JEW</name></author>
	</entry>
</feed>