<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Zwirnen</id>
	<title>Zwirnen - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Zwirnen"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Zwirnen&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-09T09:38:01Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Zwirnen&amp;diff=236435&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Techniker71: Ergänzung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Zwirnen&amp;diff=236435&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-01-01T16:47:17Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ergänzung&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Zwirnen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein Zusammendrehen einfacher [[Garn]]e oder [[Zwirn]]e bzw. einfacher Garne und Zwirne (DIN 60900).&amp;lt;ref&amp;gt;Ursula Völker, Katrin Brückner: Von der Faser zum Stoff – Textile Werkstoff- und Warenkunde.35., aktualisierte Auflage Verlag Dr. Felix Büchner. Hamburg 2014, ISBN 978-3-582-05112-7, S. 106.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nach dem Verwendungszweck kann man zwei große Gruppen unterscheiden: &amp;#039;&amp;#039;Glattezwirne&amp;#039;&amp;#039;, die hauptsächlich zwecks Verbesserung der Reißfestigkeit und Gleichmäßigkeit hergestellt werden, und &amp;#039;&amp;#039;Effektzwirne,&amp;#039;&amp;#039; die im Endverbrauch eine Textilie verschönern oder eine Musterung beleben sollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Zusammenzwirnen sind sowohl [[Stapel (Textilfaser)|Stapelgarne]] und [[Filament (Textilfaser)|Filamente]] aus gleichartigem Material, Feinheit und Farbe als auch unterschiedliche Garnarten geeignet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Der älteste bisher gefundene, 30 Zentimeter lange Rest eines Stricks oder einer Kordel mit einer Gesamtdicke von 6 bis 8 Millimeter, entdeckt 1953 von [[André Glory]] in der [[Höhle von Lascaux]] und datiert auf 15.000 Jahre v. Chr., besteht bereits aus drei jeweils einfach in Z-Richtung verzwirnten Garnen aus Pflanzenfasern, die wiederum in S-Richtung miteinander verdreht wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;Elizabeth W. Barber: &amp;#039;&amp;#039;Women’s work. The first 20.000 years. Women, cloth and society in early times&amp;#039;&amp;#039;. Norton &amp;amp; Comp., New York / London 1994, ISBN 0-393-03506-9, S. 51–52.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Elizabeth W. Barber: &amp;#039;&amp;#039;Prehistoric textiles. The evelopement of cloth in the neolithic and bronze ages with special reference to the Aegean&amp;#039;&amp;#039;. Princeton 1992, ISBN 0-691-00224-X, S. 40.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zwirndrehung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Yarn twist S-Left Z-Right.png|miniatur|Zwirndrehung: S-Draht und Z-Draht]]&lt;br /&gt;
Für den Charakter des [[Zwirn]]s sind die Richtung und die Anzahl der Drehungen wichtig, sowohl bei der Vorlage (d.&amp;amp;nbsp;h. dem Einzelfaden) als auch beim gezwirnten [[Garn]]. Ist die Richtung der Drehungsspirale gleich wie der Schrägstrich des Buchstaben „Z“, spricht man von Z-Drehung oder Z-Draht. Bei Drehungsspiralen, die der Richtung des Mittelteils des Buchstaben „S“ folgen, handelt es sich um Zwirne mit S-Drehung oder S-Draht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einfachgarne werden in der Regel in &amp;#039;&amp;#039;Z-Draht&amp;#039;&amp;#039; und Zwirne in &amp;#039;&amp;#039;S-Draht&amp;#039;&amp;#039; gefertigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ist die Richtung der Zwirndrehung gleichläufig mit der Spinndrehung, entsteht ein sehr harter Zwirn (geeignet etwa für [[Reifencords]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit zunehmender Anzahl der Drehungen erhöht sich bis zum gewissen Grad die Reißfestigkeit des Zwirns (ungefähr um 20 %).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Glatte Zwirne ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Zweck des Zwirnens ist vor allem die Verbesserung der Reißfestigkeit und der Gleichmäßigkeit. Das Zwirnen ist unentbehrlich bei Garnen für viele [[Kettfaden|Webketten]] (insbesondere aus reiner [[Wolle]]), Nähgarne sowie Ketten für den Reifencord.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vorbereitungsverfahren ===&lt;br /&gt;
* [[Stapel (Textilfaser)|Stapelfasergarne]] neigen zum Kringeln&amp;lt;ref&amp;gt;Anton Schenek: &amp;#039;&amp;#039;Lexikon Garne und Zwirne: Eigenschaften und Herstellung textiler Fäden&amp;#039;&amp;#039;., Deutscher Fachverlag, Frankfurt am Main 2006, ISBN 3-87150-810-1, S. 292.&amp;lt;/ref&amp;gt; Um das zu vermeiden, werden Garne vor dem Zwirnen 15–30 Minuten bei 60–80 °C [[Heatsetting|gedämpft]].&lt;br /&gt;
* Sprengen mit Emulsion (ca. 0,5 % des Garngewichtes) aus Fettsäure.&lt;br /&gt;
: Zweck: Reduzierung des Garnabriebs bei der Weiterverarbeitung&lt;br /&gt;
* Die Vorlage für die Zwirnmaschine besteht in der Regel aus gefachtem Garn, das heißt, 2–6 Fäden werden als ein Strang auf eine Spule aufgewickelt.&lt;br /&gt;
[[Datei:DD1.jpg|miniatur|200px|Doppeldrahtzwirnmaschine Baujahr ca. 1975]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Zwirnen ===&lt;br /&gt;
Die bekanntesten sind folgende vier Verfahren: Doppeldraht-, Ring- und Stufenzwirnen und für spezielle Zwecke das &amp;#039;&amp;#039;[[Kablieren]]&amp;#039;&amp;#039;, wobei nach dem Doppeldrahtverfahren die meisten glatten Zwirne hergestellt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Anton Schenek: &amp;#039;&amp;#039;Lexikon Garne und Zwirne: Eigenschaften und Herstellung textiler Fäden&amp;#039;&amp;#039;., Deutscher Fachverlag, Frankfurt am Main 2006, ISBN 3-87150-810-1, S. 518.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Funktion der Doppeldrahtmaschine:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vorlage wird auf die Hohlspindel (1) im feststehenden Topf (2) aufgesteckt. Das Garn läuft von oben durch die Spindel nach unten, an der Topfaußenwand zum Fadenführer (3) und weiter zur Aufwickelvorrichtung (4). Bei jeder Spindelumdrehung erhält das Garn eine Drehung zwischen der Vorlagespule und Spitze der Hohlspindel und eine zweite zwischen dem unteren Spindelausgang und dem Fadenführer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Doppeldrahtmaschine]]n können etwa 12.000 Spindeltouren pro Minute erreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für das Zwirnen kleinerer Partien und für einige Spezialverwendungen sind Ring- oder Stufenzwirnmaschinen besser geeignet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Effektzwirne ==&lt;br /&gt;
In der Regel wird ein Effektzwirn gebildet aus&lt;br /&gt;
[[Datei:Effektgarn 1.jpg|miniatur|200px|Effektzwirne]]&lt;br /&gt;
* Grundfaden (Einfachgarn oder Zwirn)&lt;br /&gt;
* Effektfaden- oder Faserlunte (regelmäßig oder unregelmäßig eingebunden)&lt;br /&gt;
* (eventuell) Fixierfaden (einfach oder gezwirnt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Effekte werden&lt;br /&gt;
* um den Grundfaden gewickelt, dabei entstehen &amp;#039;&amp;#039;Bouclé&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Loop&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Frottée&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Ondé&amp;#039;&amp;#039; u.&amp;amp;nbsp;ä.&lt;br /&gt;
* zwischen zwei Grundfäden eingebunden bei &amp;#039;&amp;#039;Chenille&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Noppen&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Flamme&amp;#039;&amp;#039; u.&amp;amp;nbsp;Ä.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Bild rechts werden (von links nach rechts) gezeigt: &amp;#039;&amp;#039;Bouclé&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Loop&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Noppen&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Ondé&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Effektzwirnen werden manchmal auch Kreppzwirne zugeordnet. Das sind glatte Zwirne mit überhöhter Drehung, die beim Einsatz im Gewebe eine besonders kernige Oberfläche bewirken (&amp;#039;&amp;#039;Chiffon&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Crêpe de Chine]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Crêpe Georgette&amp;#039;&amp;#039; u.&amp;amp;nbsp;ä.).&lt;br /&gt;
[[Datei:Chenille.JPG|miniatur|200px|[[Faser|PAN]]-Dekostoff aus Filament in der Kette und Chenille (360 [[Garnfeinheit|tex]]) im Schuss]]&lt;br /&gt;
Verwendung der Effektzwirne: Dekorationsstoffe, Handstickgarne, modische Web- und [[Maschenware]] und als Einzelfäden für modische Effekte in Textilien aller Art.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Herstellung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die meisten Effektgarne werden auf Ringzwirn- und Hohlspindelmaschinen hergestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zufuhrwalzen sind für durchgehend variable Geschwindigkeit angepasst. An einigen Maschinen wird auch ein Streckwerk installiert, das Faserlunte in unterschiedlicher Stärke liefern kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Zwirnen auf Ringzwirnmaschinen wird oft in 2–3 Passagen durchgeführt, der fertige Zwirn wird meistens auf Kreuzspulen gewickelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An modernen Hohlspindelmaschinen wird der zugeführte Faden (oder Fäden) durch den Hohlraum der Spindel geleitet und mit einem Drallhaken verdreht. Die Drehung wird gleichzeitig mit einem Faden vom auf der Spindel aufgesetzten Kops fixiert. Die Drehungen der Spindel können sich von der Geschwindigkeit des Drallelements unterscheiden und dadurch das Aussehen und den Griff des Zwirns wesentlich beeinflussen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bekannt sind auch Kombinationen des Hohlspindel- und Ringzwirnverfahrens.&lt;br /&gt;
Hersteller von Spezialmaschinen fürs Effektzwirnen bieten Anlagen an, die eine Musterung in bis zu 2000 Varianten ermöglichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Anton Schenek: &amp;#039;&amp;#039;Lexikon Garne und Zwirne.&amp;#039;&amp;#039; Deutscher Fachverlag, Frankfurt am Main 2005, ISBN 3-87150-810-1.&lt;br /&gt;
* Fabia Denninger, Elke Giese, Herbert Ostertag: &amp;#039;&amp;#039;Textil- und Modelexikon.&amp;#039;&amp;#039; Deutscher Fachverlag, Frankfurt am Main 2006, ISBN 3-87150-848-9.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.ruoss-kistler.ch/frameload.htm?http://www.ruoss-kistler.ch/Zwirnerei/Zwirn_Lexikon.htm Garn- und Zwirndrehung]&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle|url=http://www.raumausstattung.de/wohnen/lexikon.php?begriff=Zwirn|titel=Wohn-Lexikon|titelerg=Lexikoneinträge zum Thema Zwirn|autor=|hrsg=SN-Verlag Hamburg|werk=|datum=|sprache=|zugriff=2016-07-19}}*&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle|url=http://volkmann.saurer.com/de/volkmann/|titel=Zwirnmaschinen|titelerg=Saurer stellt Zwirnmaschinen für Teppich- und Reifencord her|zugriff=2018-02-22}}*&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verfahren (Spinnerei)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Techniker71</name></author>
	</entry>
</feed>