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	<title>Zwillingsformel - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-05T09:10:17Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Zwillingsformel&amp;diff=29029&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Aureaest: link Gertraud Fenk-Oczlon eingefügt</title>
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		<updated>2025-02-26T06:44:52Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;link Gertraud Fenk-Oczlon eingefügt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Das Kennzeichen von &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Zwillingsformeln&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Paarformeln&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Binomiale&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; genannt) ist ein formelhaftes, gemeinsames Auftreten zweier durch „und“ (oder andere [[Konnektor (Grammatik)|Konnektoren]]) verbundener Wörter in der Form „A&amp;amp;nbsp;und&amp;amp;nbsp;B“. Der Terminus „Zwillingsformel“ ist vor allem in der [[Volkskunde]] geläufig, während in der [[Rechtsgeschichte|Historiographie der Rechtssprache]] der Terminus „Paarformel“ dominiert.&amp;lt;ref&amp;gt;Harald Burger: &amp;#039;&amp;#039;Handbuch der Phraseologie&amp;#039;&amp;#039;. Berlin 1982, S. 37.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Linguistische und rhetorische Aspekte ==&lt;br /&gt;
Zwillingsformeln sind Ausdrücke, die stets oder überwiegend als [[Phraseologismus|Phraseologismen]] auftreten. Bei der Bildung von Zwillingsformeln werden vielfach rhetorische Stilfiguren wie [[Oxymoron]] oder [[Pleonasmus]] verwendet. Entsprechend können die Wortbestandteile [[semantisch]] in unterschiedlicher Beziehung zueinander stehen und [[Antonym]]e (z.&amp;amp;nbsp;B. &amp;#039;&amp;#039;auf und ab, gut und böse, heiß und kalt, Katz und Maus, Tag und Nacht&amp;#039;&amp;#039;), [[Synonym]]e (z.&amp;amp;nbsp;B. &amp;#039;&amp;#039;angst und bange, Art und Weise, Weh und Ach&amp;#039;&amp;#039;) oder identisch (z.&amp;amp;nbsp;B. &amp;#039;&amp;#039;Hand in Hand, nach und nach, Schritt für Schritt, Seite an Seite, Zug um Zug&amp;#039;&amp;#039;) sein. Auch bloß assoziative Verbindungen ähnlicher Begriffe zu mehr oder weniger irreversiblen Phrasen (z.&amp;amp;nbsp;B. &amp;#039;&amp;#039;Pech und Schwefel, Raum und Zeit, Wald und Wiese&amp;#039;&amp;#039;) sind häufig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Je nachdem, ob die beiden Wortbestandteile erst zusammen die eigentliche Bedeutung des Ausdrucks ergeben (beispielsweise &amp;#039;&amp;#039;[[Hab und Gut]]&amp;#039;&amp;#039; für „Besitz“) oder auch schon je für sich allein genommen die gleiche Bedeutung wie der gesamte Ausdruck besitzen, der als Ganzes nur eine rhetorische Verstärkungsfunktion erfüllt (beispielsweise &amp;#039;&amp;#039;Art und Weise&amp;#039;&amp;#039;), spricht man von einem [[Hendiadyoin]] bzw. einer [[Tautologie (Sprache)|Tautologie]]. Viele Zwillingsformeln enthalten poetische Stilelemente wie [[stabreim]]artige [[Alliteration]]en (z.&amp;amp;nbsp;B. &amp;#039;&amp;#039;drunter und drüber, frank und frei, gang und gäbe, klipp und klar, verraten und verkauft&amp;#039;&amp;#039;), [[Assonanz (Semantik)|Assonanzen]] (z.&amp;amp;nbsp;B. &amp;#039;&amp;#039;Geben und Nehmen, Rang und Namen&amp;#039;&amp;#039;) oder [[Reim]]elemente (z.&amp;amp;nbsp;B. &amp;#039;&amp;#039;Lug und Trug, Saus und Braus, schlank und rank&amp;#039;&amp;#039;), die sie für den Sprachverwender (und [[Linguistik|linguistischen]] Laien) unmittelbar als festgefügte Formel („[[Redensart]]“) erkennbar werden lassen und das [[Auswendiglernen|Memorieren]] erleichtern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Juristische Fachsprache|Rechtssprache]] fassen Paarformeln oft zwei eng verwandte, aber doch zumindest historisch oder formal zu unterscheidende Begriffe zu einem [[Topos (Geisteswissenschaft)|Topos]] zusammen (z.&amp;amp;nbsp;B. &amp;#039;&amp;#039;Bausch und Bogen, Form und Frist, Grund und Boden, Handel und Wandel, Haus und Hof, [[Jahr und Tag]], [[Kind und Kegel]], Leib und Leben, [[Internationales Büro für Maß und Gewicht|Maß und Gewicht]], Mord und Totschlag, Stand und Klasse, [[Treu und Glauben]], übergeben und überantworten, Wissen und Gewissen&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Gertraud Fenk-Oczlon]] formulierte 1989 mehrere Prinzipien, die für die innere Struktur von Binomialen prägend sind, und führte sie auf die Ökonomie des konstanten Informationsflusses zurück. Dieses Grundprinzip sei unter anderem dafür verantwortlich, dass in Binomialen in aller Regel das häufigere Element vor dem selteneren steht („high frequency before low frequency“).&amp;lt;ref&amp;gt;Gertraud Fenk-Oczlon: &amp;#039;&amp;#039;Word frequency and word order in freezes.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Linguistics.&amp;#039;&amp;#039; 27, 1989, S. 517–556 (hier: S.&amp;amp;nbsp;537).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Drillings- und Vierlingsformeln ==&lt;br /&gt;
In ähnlicher Weise, aber seltener, werden in der deutschen Sprache auch Drillings- (z.&amp;amp;nbsp;B. &amp;#039;&amp;#039;heimlich, still und leise&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;[[Wein, Weib und Gesang]]&amp;#039;&amp;#039;) und vereinzelt auch Vierlingsformeln (z.&amp;amp;nbsp;B. &amp;#039;&amp;#039;frisch, fromm, fröhlich und frei&amp;#039;&amp;#039;) gebildet. Die Häufigkeit solcher Sprachfiguren hängt stark von den rhythmischen und strukturellen Eigenheiten der jeweiligen [[Sprache]] ab. So bilden zum Beispiel im [[Chinesische Sprache|Chinesischen]] phraseologische Vierlingsbildungen eine sehr starke Gruppe.&amp;lt;ref&amp;gt;Harald Burger: &amp;#039;&amp;#039;Handbuch der Phraseologie&amp;#039;&amp;#039;. Berlin 1982, S. 38.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Harald Burger]], unter Mitarbeit von Harald Jaschke: &amp;#039;&amp;#039;Idiomatik des Deutschen.&amp;#039;&amp;#039; Niemeyer, Tübingen 1973, ISBN 3-484-25018-6, Kapitel &amp;#039;&amp;#039;Paarformeln&amp;#039;&amp;#039;, Seite 42–48.&lt;br /&gt;
* John M. Jeep: &amp;#039;&amp;#039;Paarformeln&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Handwörterbuch zur deutschen Rechtsgeschichte.&amp;#039;&amp;#039; 2., völlig überarbeitete und erweiterte Auflage. Band IV, 2020, Sp. 289–294.&lt;br /&gt;
* [[Wolfgang Fleischer (Germanist)|Wolfgang Fleischer]]: &amp;#039;&amp;#039;Phraseologie der deutschen Gegenwartssprache.&amp;#039;&amp;#039; 2., durchgesehene und ergänzte Auflage. Niemeyer, Tübingen 1997, ISBN 3-484-73032-3, Kapitel &amp;#039;&amp;#039;Phraseologische Wortpaare&amp;#039;&amp;#039;, Seite 106–109.&lt;br /&gt;
* [[Hans-Georg Müller (Sprachwissenschaftler, 1937)|Hans-Georg Müller]]: &amp;#039;&amp;#039;Adleraug und Luchsenohr. Deutsche Zwillingsformeln und ihr Gebrauch.&amp;#039;&amp;#039; Peter Lang, Frankfurt am Main 2009, ISBN 978-3-631-59764-4 ([[doi:10.3726/978-3-653-02105-9]]) (Analyse und Wörterbuch mit ca. 2000 Beispielen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Paarformel}}&lt;br /&gt;
* [[Wernfried Hofmeister]]: {{Webarchiv|url=http://zwillingsformeln.uni-graz.at/ZWILLINGSFORMELN%20Hofmeister%2025-06-2010.pdf|wayback=20140718110514|text= &amp;#039;&amp;#039;Zwillingsformeln in der deutschen Gegenwartssprache&amp;#039;&amp;#039;.}} (PDF; 68 kB) Liste, Stand 25. Juni 2010.&lt;br /&gt;
* [http://www.etymologie.info/~e/d_/de-paare_.html weitere Beispiele]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Quantitative Linguistik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rhetorischer Begriff]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aureaest</name></author>
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