<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Zwiebelmuster</id>
	<title>Zwiebelmuster - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Zwiebelmuster"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Zwiebelmuster&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-20T16:17:29Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Zwiebelmuster&amp;diff=661134&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Honza: +Dokus</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Zwiebelmuster&amp;diff=661134&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-03-13T15:05:21Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;+Dokus&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Teller Zwiebelmuster.jpg|mini|Meissner Teller mit Zwiebelmusterdekor]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Zwiebelmuster&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; wird ein kobaltblaues [[Unterglasurdekore|Unterglasurdekor]] auf [[Porzellan]] genannt. Es ist das erfolgreichste Blaudekor der Porzellangeschichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herkunft ==&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;Zwiebelmuster&amp;#039;&amp;#039; wurde ab 1730 nach fernöstlichen Vorbildern entwickelt. Eines der ältesten Vorbilder ist das Blauweiß-Porzellan der frühen [[Ming-Dynastie|Ming-Zeit]] um 1420.&amp;lt;ref&amp;gt;Renate Dolz, Porzellan, München 1969.&amp;lt;/ref&amp;gt; Es war eines der ersten der [[Meissener Porzellan]]manufaktur. Um 1740 wurde es von verschiedenen [[Fayence]]fabriken übernommen, jedoch erst um 1768 von anderen Porzellanmanufakturen – zuerst von der [[Königliche Porzellan-Manufaktur Berlin|KPM Berlin]]. Die Bezeichnung „Zwiebelmuster“ löste um 1850 die bis dahin üblichen Bezeichnungen als „ordinaire Mahlerey“ und „ordinair blau“ ab. Dieses [[Ornament|Dekor]] war im 18. Jahrhundert nicht sehr verbreitet und wurde zwischen 1790 und 1830 kaum produziert. Seit 1860 gehörte es in wohlhabenden Bürgerkreisen Deutschlands zum guten Ton, ein Zwiebelmuster-Service zu besitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Meissner Zwiebelmuster entstand nach einem etwas anders strukturierten chinesischen Vorbild, das die „drei gesegneten Früchte“ zeigte: Pfirsich, Granatapfel und Zitrone (eine gestreifte Melonen- bzw. Tigerzitrone als Fruchtvariante), die als Symbole für Fruchtbarkeit, Leben und Langlebigkeit galten. In der Meissner Gestaltung verschmolzen Zitrone und Granatapfel zur Zwiebel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Botanische Motive ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Meissen-Porcelain-Table.JPG|mini|Zwiebelmuster-Service, Porzellanmanufaktur Meissen]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Blue Onion Pattern.jpg|mini|Zwiebelmuster-Teile von verschiedenen Manufakturen]] Der ursprüngliche Zwiebelmusterdekor teilt sich in drei Motive gemäß der Tellereinteilung: Spiegel-, Fahnen- und Kehlenmotiv. Diese Motive lassen sich botanisch nur ungenau bestimmen, weil schon die asiatischen Vorbilder zur Stilisierung neigten und die Meissner Maler diese Stilisierung durch [[Abstraktion]] noch verstärkten. Trotz gewisser Abwandlungen bleiben die Grundmotive bis heute unverwechselbar.&lt;br /&gt;
* Das Spiegelmotiv besteht aus einem [[Chrysanthemen]]zweig, einer Bambusstaude und einem Rankengewächs, die aus einer Scholle emporwachsen. Die große Chrysanthemenblüte umgeben punktierte Staubgefäße, eine weitere ist unentfaltet in Seitenansicht wiedergegeben. Das Rankengewächs treibt [[Prunus]]blüten (eventuell Pfirsich-, Aprikosen-, Pflaumen- oder Mandelblüten). In der Mitte befindet sich ein gezacktes Doppelblatt und eine [[Päonie]]nstaude – wohl eine [[Pfingstrose]], die seit über 1000 Jahren kultivierte Nationalblume [[Volksrepublik China|Chinas]].&lt;br /&gt;
* Das Kehlenmotiv (die [[Bordüre]]) besteht aus [[Lotosblumen|Lotosblüten]] und Rankenpflanzen, die bei Meissen girlandenartig ausgeführt wurden. Daraus entwickelte sich die heute übliche, schematisierte „Büschelkante“.&lt;br /&gt;
* Das Fahnenmotiv bestand ursprünglich aus drei Früchten: [[Pfirsich]], [[Granatapfel]] und [[Melone]]. Die ergänzenden [[Päonie]]nblüten wurden bei  Meissen zu Phantasiegebilden, und die großen Dreiblätter dazwischen wurden mit der Zeit weggelassen, häufig fehlt auch der Granatapfel. Botanische Widersprüche in der Früchtedarstellung sind auf die Malerhandschrift zurückzuführen – etwa die manchmal vom Granatapfel auf den Pfirsich übertragenen Aufplatzungen, der vom Granatapfel auf die Melone übertragene Kelchrest oder die Anzahl der Stiele an der Melone.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erfolg durch Design ==&lt;br /&gt;
Der Erfolg des Zwiebelmusterdesigns erklärt sich aus seiner Flexibilität. Die Kombination aus Zweigen, Ranken, Blüten und Früchten lässt sich dekorativ auf Flächen jeder Größe und Form aufbringen. Durch die große Serie lassen sich beschädigte oder fehlende Stücke ersetzen oder ergänzen. Ein Zwiebelmuster-Service kann geänderten Essgewohnheiten angepasst werden. Als um die Mitte des 19. Jahrhunderts das &amp;#039;&amp;#039;Kaffeetrinken&amp;#039;&amp;#039; zu einer eigenständigen Mahlzeit in der zweiten Tageshälfte wurde, konnte der Kuchenteller (Mittelteller) als Ergänzung zur Kaffeetasse mit Untertasse eingeführt werden. Zuvor wurde Gebäck als [[Dessert]]gang eines mehrgängigen Essens auf Schalen gereicht oder von kleinen Kristalltellern gegessen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Produktvielfalt ==&lt;br /&gt;
Allein im 19. Jahrhundert wurden über 1000 verschiedene Meissner Produkte mit dem Zwiebelmuster dekoriert: Gefäße, Gedecke, Geschirre, Küchengeräte. Schon zu dieser Zeit erschien es auch auf Kaffeedecken, Servietten und sogar auf Briefpapier. Inzwischen werden von allerlei Herstellern auch Blechdosen, Tücher, Vorhänge, elektrische Eierkocher und vieles mehr in diesem Dekor angeboten – allerdings darf seit 1888 nur die Meissner Porzellanmanufaktur die Schwertermarke im Fuß der Bambusstaude anbringen. Varianten in anderen Farben erhielten oft neue Bezeichnungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herstellung ==&lt;br /&gt;
Das detaillierte Muster wird in der [[Meissener Porzellan]]manufaktur bis heute von Hand gemalt. In anderen Manufakturen wurde schon im 19. Jahrhundert das [[Umdruckverfahren]] eingeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anbieter ==&lt;br /&gt;
Neben der Meissener Manufaktur ist die [[Manufaktur Teichert]] bekannt (&amp;#039;&amp;#039;Bürgerlich Meißen&amp;#039;&amp;#039;), die zunächst in [[Meißen]] produzierte und von 1885 bis 1896 eine Filiale in [[Dubí|Eichwald (Böhmen)]] betrieben hat. Wegen Zollschwierigkeiten wurde diese Filiale an den Unternehmer Bernhard Bloch (1836–1909) verkauft, der sie unter dem Namen „B. Bloch &amp;amp; Co. Porzellan-, Majolika-, Ofen- und Terracottafabriken, Böhmen, Eichwald/Dubí“ weiterführte. In der [[Porzellanfabrik Dubí]] wird bis heute Porzellan mit dem Zwiebelmuster-Dekor unter dem Markennamen „Original - Bohemia - Zwiebelmuster“ hergestellt. Seit dem Beginn des 20. Jahrhunderts wurden Zwiebelmusterkeramiken von [[Lorenz Hutschenreuther#Porzellanfabrik Lorenz Hutschenreuther|Hutschenreuther]] aus [[Selb]] bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Hersteller und Labels, unter denen der Zwiebelmusterdekor angeboten wird, sind [[Villeroy &amp;amp; Boch]], [[Gebr. Winterling|Winterling]] (ehem. Oscar Schaller &amp;amp; Co.), [[Porzellanfabrik Triptis|Triptis]], [[KAHLA/Thüringen Porzellan|Kahla]] (2 Dekore), Alt Mitterteich, Zehendner Tirschenreuth, Tettau Bavaria, Marienbad, Wellco, Sandra Rich, gepo Royal Mainhausen, Gerold Porzellan Bavaria, Schumann Bavaria, Karlsbader (Bohemia), Harmonia Crivisa (Spanien), Cluj-Napoca (Rumänien) und auch Blue Danube (Japan).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Otto Walcha: &amp;#039;&amp;#039;Meissner Porzellan. Von den Anfängen bis zur Gegenwart.&amp;#039;&amp;#039; 8. Aufl., Verlag der Kunst, Dresden 1986, ISBN 3-364-00012-3.&lt;br /&gt;
* Günther Sterba: &amp;#039;&amp;#039;Gebrauchsporzellan aus Meissen.&amp;#039;&amp;#039; Edition Leipzig, Leipzig 1988, ISBN 3-361-00193-5.&lt;br /&gt;
* Lutz Miedtank: &amp;#039;&amp;#039;Zwiebelmuster. Zur 300jährigen Geschichte des Dekors auf Porzellan, Fayence und Steingut.&amp;#039;&amp;#039; 3. Aufl., Edition Leipzig, Leipzig 2001, ISBN 3-361-00350-4.&lt;br /&gt;
* Lutz Miedtank u. Sebastian Miedtank: &amp;#039;&amp;#039;Wahre Geschichten um das Zwiebelmuster.&amp;#039;&amp;#039; Tauchaer Verlag, Taucha 2003, ISBN 3-89772-068-X.&lt;br /&gt;
* Hertha Wellensiek: &amp;#039;&amp;#039;Hundert alte Tassen aus Porzellan.&amp;#039;&amp;#039; Übsilon-Verlag, München 1983.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Dokumentarfilme ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Rund ums Zwiebelmuster]].&amp;#039;&amp;#039; Dokumentarfilmreihe des [[Hessischer Rundfunk|Hessischen Rundfunks]], 1985. Regie: [[Danielo Devaux]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Porzellanmanufaktur Meißen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Porzellandekor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Botanisches Ornament]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Honza</name></author>
	</entry>
</feed>