<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Zwickauer_Mulde</id>
	<title>Zwickauer Mulde - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Zwickauer_Mulde"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Zwickauer_Mulde&amp;action=history"/>
	<updated>2026-05-27T11:41:36Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Zwickauer_Mulde&amp;diff=76979&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Periphrastika: Karte des Einzugsgebiets eingefügt</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Zwickauer_Mulde&amp;diff=76979&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-02-21T16:12:35Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Karte des Einzugsgebiets eingefügt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Fluss&lt;br /&gt;
| NAME= Zwickauer Mulde&lt;br /&gt;
| ALTERNATIVNAME= Westliche Mulde&lt;br /&gt;
| SORTNAME= Zwickauer Mulde&lt;br /&gt;
| LAGE= [[Sachsen]], [[Deutschland]]&lt;br /&gt;
| GKZ= DE/54&amp;lt;!--Abschnitt -1--&amp;gt;&lt;br /&gt;
| FLUSSSYSTEM= Elbe&lt;br /&gt;
| ABFLUSSWEG= Mulde (Fluss)/Mulde/Elbe//Nordsee&lt;br /&gt;
| EINZUGSGEBIET-PREFIX= &lt;br /&gt;
| EINZUGSGEBIET= 2352&lt;br /&gt;
| NACHWEIS-EINZUGSGEBIET= &amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.schlaudi.de/hw/Kirchbachbericht.pdf |wayback=20100816015043 |text=Bericht der unabhängigen Kommission der Sächsischen Staatsregierung Flutkatastrophe 2002 }} (PDF; 903&amp;amp;nbsp;kB)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| LÄNGE-PREFIX= &lt;br /&gt;
| LÄNGE= 167&lt;br /&gt;
| NACHWEIS-LÄNGE= &amp;lt;ref&amp;gt;Topographische Karte 1:25.000&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| PEGEL1= Wechselburg&amp;amp;nbsp;1/25.8/2099/1.00/10.09.1911/6.51/26.2/223/1010/02.06.2013&lt;br /&gt;
| PEGEL1-REIHE= 1910–2015&lt;br /&gt;
| NACHWEIS-PEGEL1= {{GeoQuelle|DE-ST|GKJB-15|134}}&lt;br /&gt;
| QUELLE= oberhalb [[Talsperre Muldenberg]]&lt;br /&gt;
| QUELLHÖHE-PREFIX= jeweils&lt;br /&gt;
| QUELLHÖHE= 770&lt;br /&gt;
| HÖHENBEZUG-QUELLE= DE-NHN&lt;br /&gt;
| QUELLHÖHE-SUFFIX= &lt;br /&gt;
| NACHWEIS-QUELLHÖHE= &lt;br /&gt;
| QUELLE_LAT_GRAD= 50/24/41/N&lt;br /&gt;
| QUELLE_LONG_GRAD= 12/24/12/E&lt;br /&gt;
| QUELLE_REGION= DE-SN&lt;br /&gt;
| BEZEICHNUNG-MÜNDUNG= Zusammenfluss mit der [[Freiberger Mulde]]&lt;br /&gt;
| MÜNDUNG= bei [[Sermuth]]&lt;br /&gt;
| MÜNDUNGSHÖHE-PREFIX= &lt;br /&gt;
| MÜNDUNGSHÖHE= 132.4&lt;br /&gt;
| HÖHENBEZUG-MÜNDUNG= DE-NHN&lt;br /&gt;
| MÜNDUNGSHÖHE-SUFFIX= &lt;br /&gt;
| NACHWEIS-MÜNDUNGSHÖHE= &lt;br /&gt;
| MÜNDUNG_LAT_GRAD= 51/9/37/N&lt;br /&gt;
| MÜNDUNG_LONG_GRAD= 12/47/53/E&lt;br /&gt;
| MÜNDUNG_REGION= DE-SN&lt;br /&gt;
| LINKE NEBENFLÜSSE= [[Zschorlaubach]], [[Schlemabach]], [[Rödelbach (Zwickauer Mulde)|Rödelbach]]&lt;br /&gt;
| RECHTE NEBENFLÜSSE= [[Große Pyra]], [[Wilzsch]], [[Große Bockau]], [[Schwarzwasser (Zwickauer Mulde)|Schwarzwasser]], [[Mülsenbach]], [[Lungwitzbach]], [[Chemnitz (Fluss)|Chemnitz]]&lt;br /&gt;
| SEEN= &lt;br /&gt;
| STAUSEEN= [[Talsperre Muldenberg]], [[Talsperre Eibenstock]]&lt;br /&gt;
| EINWOHNER IM EINZUGSGEBIET= &lt;br /&gt;
| GROSSSTÄDTE= &lt;br /&gt;
| MITTELSTÄDTE= [[Zwickau]], [[Glauchau]]&lt;br /&gt;
| KLEINSTÄDTE= [[Aue (Sachsen)|Aue]], [[Hartenstein (Sachsen)|Hartenstein]], [[Wilkau-Haßlau]], [[Waldenburg (Sachsen)|Waldenburg]], [[Penig]], [[Lunzenau]], [[Rochlitz]], [[Colditz]]&lt;br /&gt;
| GEMEINDEN= &lt;br /&gt;
| HÄFEN= &lt;br /&gt;
| ANMERKUNGEN= &lt;br /&gt;
| KARTE= Zwickauer Mulde.png&lt;br /&gt;
| KARTE-BESCHREIBUNG= &lt;br /&gt;
| BILD= Wilkau-Haßlau Mulde (aka).jpg&lt;br /&gt;
| BILDBESCHREIBUNG= Die Zwickauer Mulde in [[Wilkau-Haßlau]]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Zwickauer Mulde&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein Fluss im Südwesten [[Sachsen]]s mit generell nordöstlicher Fließrichtung. Sie entsteht bei [[Schöneck/Vogtland]] aus zwei Quellflüssen und bildet bei [[Colditz]] zusammen mit der von Südosten heranströmenden [[Freiberger Mulde]] die vereinigte [[Mulde (Fluss)|Mulde]]. Die [[Zwickau]]er Mulde ist mit 167 Kilometern der längere der beiden Quellflüsse, aber dennoch mit einer Wasserführung von 26,4&amp;amp;nbsp;m³/s kleiner als die Freiberger Mulde.&amp;lt;ref&amp;gt;Der mittlere Mündungsabfluss der Zwickauer Mulde ist ermittelt aus den Werten der Pegel &amp;#039;&amp;#039;Wechselburg&amp;amp;nbsp;1&amp;#039;&amp;#039; (Zwickauer Mulde) sowie mittelbar &amp;#039;&amp;#039;Golzern&amp;amp;nbsp;1&amp;#039;&amp;#039; (Mulde) und &amp;#039;&amp;#039;Erlln&amp;#039;&amp;#039; (Freiberger Mulde). Für das Zwischeneinzugsgebiet unterhalb von Wechselburg wurde aus den Pegeldaten der Gebietsabfluss ermittelt und mit der Einzugsgebietsfläche der Zwickauer Mulde unterhalb des Pegels &amp;#039;&amp;#039;Wechselburg&amp;amp;nbsp;1&amp;#039;&amp;#039; multipliziert.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographie und Hydrologie ==&lt;br /&gt;
=== Verlauf ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Talsperre Muldenberg Sperrmauer und Beginn der Zwickauer Mulde.jpg|mini|hochkant|links|Beginn der Zwickauer Mulde unterhalb der Talsperre Muldenberg]]&lt;br /&gt;
[[Datei:SermuthMuldenpilz.JPG|mini|hochkant|links|Zusammenfluss bei Sermuth]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Russkohlenfloez02.JPG|mini|links|Ausbiss des Rußkohlenflözes am linken Ufer nahe dem Cainsdorfer Bahnhof]]&lt;br /&gt;
Die Zwickauer Mulde bildet sich aus zwei Quellbächen, der [[Rote Mulde|Roten Mulde]] und der [[Weiße Mulde|Weißen Mulde]], beide auf dem Gebiet der Stadt [[Schöneck/Vogtl.|Schöneck]] im [[Vogtland]] in 770&amp;amp;nbsp;m&amp;amp;nbsp;ü. [[Normalhöhennull|NHN]]. Die Rote Mulde ist der Hauptquellfluss.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ISKE_115&amp;quot;&amp;gt;Internationale Kommission zum Schutz der Elbe: &amp;#039;&amp;#039;Die Elbe und ihr Einzugsgebiet – ein geographisch-hydrologischer und wasserwirtschaftlicher Überblick&amp;#039;&amp;#039;,  Kapitel 4.6 – Die Mulde, o. J., erschienen nach 2002, S. 115 {{Webarchiv|text=Digitalisat |url=http://www.ikse-mkol.org/uploads/media/IKSE-Elbe-und-ihr-Einzugsgebiet-2005-Kap4-6.pdf |wayback=20160506210040 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Beide fließen in die [[Talsperre Muldenberg]], die auch vom Saubach gespeist wird.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ISKE_115&amp;quot;/&amp;gt; Vom Zusammenfluss dieser drei Bäche an fließt die Zwickauer Mulde überwiegend in nordöstliche Richtung durch waldreiches Gebiet sowie durch die Orte [[Muldenberg]], [[Hammerbrücke]], [[Jägersgrün]] und [[Rautenkranz (Muldenhammer)|Rautenkranz]].&amp;lt;br&amp;gt;Im oberen Einzugsbereich besteht ein mittleres Gefälle von 8,8&amp;amp;nbsp;‰.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ISKE_115&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;Nachdem der Fluss in engem Tal ins [[Westerzgebirge]] übergetreten ist, wird er großflächig an der [[Talsperre Eibenstock]] aufgestaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei [[Aue (Sachsen)|Aue]] nimmt die Zwickauer Mulde das [[Schwarzwasser (Zwickauer Mulde)|Schwarzwasser]] auf und wendet sich nach Nordwesten. Die Mulde passiert danach [[Hartenstein (Sachsen)|Hartenstein]], [[Langenweißbach#Geschichte|Fährbrücke]] und [[Wildenfels|Wiesenburg]] mit dem einstigen Wasserwerk der Stadt Zwickau. Ab [[Silberstraße]] folgt die [[Bundesstraße|Bundesstraße 93]] dem Tal der Mulde. In [[Wilkau-Haßlau]] überquert die [[Bundesautobahn 72|A&amp;amp;nbsp;72]] das Tal mit einer 718&amp;amp;nbsp;m langen und 50&amp;amp;nbsp;m hohen Brücke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bevor die Mulde das Stadtzentrum ihrer Namenspatin [[Zwickau]] östlich umfließt, bildet sie im Ortsteil [[Cainsdorf]] [[Stromschnelle]]n, früher Schauplatz internationaler [[Kanuslalom|Kajak-Slalom-Wettbewerbe]], heute als [[Geotop]] geschützt, weil hier [[Steinkohle]]flöze zu Tage treten. Im Ortsteil [[Schedewitz]] quert der Fluss die [[Feuersteinlinie]], die den Südrand der [[Elsterkaltzeit|Elstervereisung]] anzeigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem die Mulde bei Zwickau das Erzgebirge verlassen hat, wird das Tal breit mit weiten [[Überschwemmungsgebiet|Retentionsflächen]] in Wiesen und Feldern. Hier liegen das [[Volkswagenwerk Zwickau|VW-Werk]] [[Mosel (Zwickau)|Mosel]] und die Stadt [[Glauchau]], wo der [[Lungwitzbach]] mündet. Das nun wieder enger und felsig werdende Tal ist von zahlreichen Burgen besetzt und weiterhin recht dicht besiedelt mit den Orten [[Waldenburg (Sachsen)|Waldenburg]], [[Penig]], [[Rochsburg]], [[Lunzenau]] und [[Rochlitz]]. Bei Penig überquert die [[Bundesautobahn 72|A 72]] die Mulde, die Brücke wurde 2011 eingeweiht. In der Nähe von [[Wechselburg]] nimmt der Fluss seinen bei weitem größten Nebenfluss, die [[Chemnitz (Fluss)|Chemnitz]] auf. Nahe dem Wechselburger Ortsteil [[Göhren (Wechselburg)|Göhren]] überquert die Bahnstrecke [[Bahnstrecke Neukieritzsch–Chemnitz|Leipzig-Chemnitz]] das Tal in einer Höhe von 68 Metern im zweistöckigen [[Göhrener Viadukt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Gemarkung des [[Colditz]]er Ortsteils [[Sermuth]] vereinigt sich nach 167 Kilometern Lauf die Zwickauer Mulde mit der [[Freiberger Mulde]] zur [[Mulde (Fluss)|Mulde]]. Entlang des Flusses verläuft eine Route des [[Muldentalradwanderweg]]es.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einzugsgebiet ===&lt;br /&gt;
[[Datei:MuldeQuellfluesse Mulde catchment.png|mini|links|Einzugsgebiete der Zwickauer Mulde (grün) und der Freiberger Mulde (orange)]]&lt;br /&gt;
Das 2.352&amp;amp;nbsp;km² große [[Einzugsgebiet]] der Zwickauer Mulde umfasst große Teile des westlichen Erzgebirges und des Vogtlandes. Es ist lang gestreckt, so dass die Zwickauer Mulde zwar der längere Quellfluss der Mulde ist, die [[Freiberger Mulde]] aber wegen ihres breiteren Einzugsgebietes der wasserreichere.&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--=== Nebenflüsse ===--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Abflussregime und Talsperrensystem ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Talsperre Muldenberg3.jpg|mini|links|Talsperre Muldenberg]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Eibenstock reservoir (aka).jpg|mini|Talsperre Eibenstock]]&lt;br /&gt;
Die Zwickauer Mulde war mit ihren Zuflüssen bis in die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts kaum reguliert und sorgte immer wieder für verheerende Überschwemmungen. Noch im Jahr 1954 wurden Städte und Dörfer von einer Hochwasserkatastrophe heimgesucht. Im Laufe des 20. Jahrhunderts wurde ein Talsperrensystem geschaffen, das für die Trinkwasserversorgung und den Hochwasserschutz des Westerzgebirges von großer Bedeutung ist: Nach dem Bau der Talsperre Muldenberg 1925, der [[Talsperre Carlsfeld]] im Jahr 1929, die die [[Wilzsch]] aufstaut, entstand 1952 die [[Talsperre Sosa]], die das Wasser der [[Große Bockau|Großen Bockau]] staut, und schließlich die große [[Talsperre Eibenstock]] (28&amp;amp;nbsp;Kilometer unterhalb von Muldenberg) mit der [[Vorsperre Schönheiderhammer]] und dem [[Vorbecken Rähmerbach]], die im Jahr 1982 fertiggestellt wurden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ISKE_115&amp;quot;/&amp;gt; Die Schäden des [[Elbhochwasser 2002|Jahrhunderthochwassers von 2002]] hielten sich an der Zwickauer Mulde auch deshalb noch in Grenzen. Die Eibenstocker Talsperre senkte den Scheitelabfluss bei diesem Hochwasser von 180&amp;amp;nbsp;m³/s auf 55&amp;amp;nbsp;m³/s.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ISKE_116&amp;quot;&amp;gt;Internationale Kommission zum Schutz der Elbe: &amp;#039;&amp;#039;Die Elbe und ihr Einzugsgebiet – ein geographisch-hydrologischer und wasserwirtschaftlicher Überblick&amp;#039;&amp;#039;, Kapitel 4.6 – Die Mulde, o. J., erschienen nach 2002, S. 116 {{Webarchiv|text=Digitalisat |url=http://www.ikse-mkol.org/uploads/media/IKSE-Elbe-und-ihr-Einzugsgebiet-2005-Kap4-6.pdf |wayback=20160506210040 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Talsperre Eibenstock lief dabei zum ersten Male seit ihrem Probestau während der Inbetriebnahme über, was auch beim [[Hochwasser in Mitteleuropa 2013|Hochwasser 2013]] erneut geschah.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus vergangenen Jahrhunderten ist überliefert, dass das Flussbett während extremer Dürreperioden mindestens zweimal ausgetrocknet war. Die Talsperre Eibenstock sichert nunmehr den ökologisch erforderlichen Mindestabfluss von 0,50&amp;amp;nbsp;m³/s.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ISKE_116&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--=== Ortschaften ===--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Naturräumliche Entwicklung ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Blick vom Schloss Rochlitz auf die Zwickauer Mulde und den Rochlitzer Berg (01-2).jpg|mini|Rochlitzer Berg]]&lt;br /&gt;
Die Zwickauer Mulde durchfließt im mittleren Teil bis etwa Rochlitz das Mittelsächsische Berg- und Hügelland mit Gesteinen, die weit vor der [[Variszische Orogenese|Variszischen Gebirgsbildung]] entstanden &amp;#039;&amp;#039;([[Granulit-Fazies|Granulitgebirge]])&amp;#039;&amp;#039;. Unterhalb von Wechselburg erhebt sich am linken Ufer der {{Höhe|353|DE-NHN|link=true}} hohe [[Rochlitzer Berg]], ein durch seinen [[Rochlitzer Porphyr|Porphyr-Tuff]] bekannten Rest eines [[Stratovulkan]]es aus der Gesteinseinheit des [[Rotliegend]]. Seit dem [[Mesozoikum]] ist das Gebiet landfest.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der Hebung und [[pultscholle]]nartigen Nordwestkippung des [[Erzgebirge]]s im Zuge der [[Saxonische Bruchschollentektonik|Saxonischen Bruchschollentektonik]] entwickelte sich das heutige nach Norden gerichtete Entwässerungssystem, gelegentlich mit markanten Richtungswechseln nach Nordwesten. Die Tallinie der Zwickauer Mulde oberhalb des Nordwestknicks bei Aue setzt sich weiter nördlich im Tal der [[Zwönitz (Fluss)|Zwönitz]] fort. Diese Richtungswechsel werden teilweise auf stauende Randlagen skandinavischen [[Inlandeis]]es während älterer [[Eiszeitalter|Eiszeiten]] zurückgeführt. Glaziale Ablagerungen aus der [[Elsterkaltzeit|Elster-Kaltzeit]] sind nur in Resten erhalten. Über 25&amp;amp;nbsp;m mächtige, feuersteinführende Sande und Kiese bei Wechselburg werden als [[saalekaltzeit]]liche Ablagerungen eines alten Muldelaufes aufgefasst. Aus der [[Weichselkaltzeit|Weichsel-Kaltzeit]], die etwa vor 10.000 Jahren endete, stammt der flächendeckend verbreitete [[Löss]], die Ursache für die fruchtbaren Böden der Region. Danach haben sich in der Talsohle Flusskiese und -sande sowie Auelehm abgesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kulturlandschaftliche Entwicklung ===&lt;br /&gt;
Die Täler im Einzugsgebiet der Mulde wurden vermutlich schon seit dem Ende der [[Letzte Kaltzeit|letzten Kaltzeit]] als Zugänge in das von dichten Urwäldern bedeckte Erzgebirge genutzt, was Reste von Niederlassungen [[altsteinzeit]]licher Jäger, sowie [[Bronzezeit|bronze-]] und [[eisenzeit]]liche Funde bis in das obere Erzgebirge hinein belegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Später zählte das Westerzgebirge zum Gebiet [[Germanen|germanischer]] und [[Slawen|slawischer]] Stämme. Pfade, Handelswege und Heerstraßen und verbanden die alten Siedlungsräume um Leipzig und Altenburg mit Böhmen. Die [[Saumpfad]]e mieden jedoch die Flüsse zugunsten der Höhenrücken. An unvermeidlichen Flussübergängen ([[Furt]]en, später mit Fähren und Brücken) und an Wegekreuzungen entwickelten sich Burgen, Dörfer und Klöster. Manche der mittelalterlichen Burgen wurden in späteren Epochen zu Schlössern ausgebaut. Zu der historischen Burgenkette gehören (in Stromrichtung von Süd nach Nord):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Ruine Isenburg1.jpg|mini|Ruine Isenburg]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Burg Stein2.jpg|mini|Die [[Burg Stein (Sachsen)|Burg Stein]] am felsigen Ufer bei [[Hartenstein (Sachsen)|Hartenstein]]]]&lt;br /&gt;
{{Mehrspaltige Liste|anzahl=3|liste=&lt;br /&gt;
* [[Schloss Schwarzenberg (Sachsen)|Schloss Schwarzenberg]] (am [[Schwarzwasser (Zwickauer Mulde)|Schwarzwasser]] nahe seiner Mündung in die Zwickauer Mulde)&lt;br /&gt;
* [[Isenburg (Sachsen)|Isenburg]]&lt;br /&gt;
* [[Schloss Hartenstein]]&lt;br /&gt;
* [[Burg Stein (Sachsen)|Burg Stein]]&lt;br /&gt;
* [[Burg Wiesenburg|Wiesenburg]]&lt;br /&gt;
* [[Schloss Osterstein (Zwickau)]]&lt;br /&gt;
* [[Schloss Forderglauchau]] und [[Schloss Hinterglauchau]]&lt;br /&gt;
* [[Kloster Remse]]&lt;br /&gt;
* [[Schloss Waldenburg (Sachsen)|Schloss Waldenburg]]&lt;br /&gt;
* [[Schloss Wolkenburg]]&lt;br /&gt;
* Altes Schloss [[Penig]]&lt;br /&gt;
* [[Schloss Rochsburg]]&lt;br /&gt;
* [[Burgstall Wechselburg]] (nebst Kloster und später Barockschloss [[Wechselburg]])&lt;br /&gt;
* [[Schloss Rochlitz]]&lt;br /&gt;
* [[Schloss Colditz]]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Von Hartenstein bis Wechselburg gehörten alle diese Burgen – bis auf Wiesenburg, Zwickau und Wolkenburg – zu den [[Schönburgische Herrschaften|Schönburgischen Herrschaften]]. In einem Seitental entstand über einem Bach, der bei Wiesenburg in die Zwickauer Mulde fließt, das [[Schloss Wildenfels]]. Vom Zusammenfluss mit der [[Freiberger Mulde]] an, die – ebenso wie die in sie mündende [[Zschopau (Fluss)|Zschopau]] – von einer vergleichbaren Burgenkette begleitet ist, setzt sich die Kette entlang der [[Mulde (Fluss)|Mulde]] bis zur Mündung in die Elbe bei [[Burg Roßlau]] fort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Bekanntwerden der ergiebigen Silbervorkommen im späten Mittelalter begann auch die Erschließung der Quellbäche im oberen Erzgebirge und die Entstehung der [[Bergstadt|Bergstädte]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Namensherkunft ===&lt;br /&gt;
[[Albrecht Greule]] sieht bei den beiden sich zur Mulde vereinigenden Flüssen, Freiberger Mulde und Zwickauer Mulde, in Entsprechung der geographischen Verhältnisse ursprünglich zwei Flussnamen. Das [[Althochdeutsche Sprache|althochdeutsche]] Wort „Milda/Milta“ (in der Wortbedeutung wasserreich) als wahrscheinlich für die Freiberger Mulde und das ebenfalls althochdeutsche „Mold-aha“ für die Zwickauer Mulde. „Mold-aha“ sei ein [[Komposition (Grammatik)|Kompositum]] mit dem aus dem Althochdeutschen stammenden Grundwort „aha“ in der Bedeutung Fließgewässer und dem germanischen Bestimmungswort „muldo“ für Staub, Erde. Dieses Wort gebe es im [[Gotische Sprache|Gotischen]] als „mulda“, im Altwestnordischen als „mold“, im Altenglischen als „molde“ und im Althochdeutschen als „molta“.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Albrecht Greule]]: &amp;#039;&amp;#039;Deutsches Gewässernamenbuch&amp;#039;&amp;#039;. Etymologie der Gewässernamen und der dazugehörigen Gebiets-, Siedlungs- und Flurnamen, Verlag Walter de Gruyter, Berlin 2014, ISBN 978-3-11-033859-1, S. 363 ([https://books.google.de/books?id=rqboBQAAQBAJ&amp;amp;pg=PA363 Digitalisat]), s. auch Albrecht Greule: &amp;#039;&amp;#039;Von der Memoria zum Kognitiven Merkzettel. Namentypen und Memoria&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Nomen et Fraternitas: Festschrift für Dieter Gruenich zum 65. Geburtstag&amp;#039;&amp;#039;. Berlin 2008, ISBN 978-3-11-020238-0, S.&amp;amp;nbsp;201&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Wortbestandteil &amp;#039;&amp;#039;Mel&amp;#039;&amp;#039; mit Bezug auf &amp;#039;&amp;#039;Mahlen&amp;#039;&amp;#039; wird zuweilen mit der Vielzahl der früher am Fluss betriebenen Mühlen in Verbindung gebracht, was außer Acht lässt, dass Flussnamen die älteste, oft vorgermanische, geographische Namensschicht darstellen.&amp;lt;!--- Hier sollte noch ein Nachweis angefügt werden.--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der unterscheidende Namenszusatz bezieht sich auf die Stadt Zwickau als größter Siedlung im Verlauf des Flusses. Die Zwickauer Mulde wurde früher als Schneebergische oder Schneeberger Mulde bezeichnet, so von [[Christian Lehmann (Pfarrer, 1611)|Christian Lehmann]] im Jahr 1699&amp;lt;ref&amp;gt;[http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/goToPage/bsb10707378.html?pageNo=345] Christian Lehmann:&lt;br /&gt;
Natur-Chronik, veröffentlicht als: Historischer Schauplatz derer natürlichen Merkwürdigkeiten in dem Meißnischen Ober-Ertzgebirge, Leipzig 1699, als Digitalisat veröffentlicht von der Bayerischen Staatsbibliothek, abgerufen am 14. Januar 2014&amp;lt;/ref&amp;gt; und noch im Jahr 1819 in &amp;#039;&amp;#039;Neueste Kunde von dem Königreich Sachsen&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Neueste Länder- und Völkerkunde: Ein geographisches Lesebuch für alle Stände. Neueste Kunde von dem Königreich Sachsen, aus guten Quellen bearbeitet&amp;#039;&amp;#039;. Im Verlage des G. H. S. privil. Landes-Industrie-Comptoirs. Weimar 1819, Seite 38, [http://books.google.de/books?id=iiFzMdgyI3kC&amp;amp;printsec=frontcover&amp;amp;hl=de&amp;amp;source=gbs_ge_summary_r&amp;amp;cad=0#v=onepage&amp;amp;q=Schneeberger%20Mulde&amp;amp;f=false Digitalisat], abgerufen am 6. Januar 2015.&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Henry Lange]] berichtet 1860, der Fluss werde auch „die westliche oder voigtländische [Mulde] genannt“.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Henry Lange&amp;#039;s Atlas von Sachsen: ein geographisch-physikalisch-statistisches Gemälde des Königreichs Sachsen in zwölf Karten mit erläuterndem Text&amp;#039;&amp;#039;, F. A. Brockhaus, Leipzig 1860, Erläuterung zu No. 1 „Hydrographische Karte“ ([https://books.google.de/books?id=YR2CYdtwtEUC&amp;amp;pg=PA7&amp;amp;lpg=PA7&amp;amp;dq=Was+ist+die+Bedeutung+des+Wortes+Wilzsch?&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=jaUfbmGxv4&amp;amp;sig=ACfU3U024kqIvWcw12Bzi_936BqLxz6Tqg&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=2ahUKEwjDxbHejqL2AhXnS_EDHZFBC_8Q6AF6BAgCEAM#v=onepage&amp;amp;q=Was%20ist%20die%20Bedeutung%20des%20Wortes%20Wilzsch%3F&amp;amp;f=false Link zum Digitalisat])&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Umwelt ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--=== Fauna ===--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--=== Flora ===--&amp;gt;&lt;br /&gt;
=== Gewässerstruktur ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Mulde in Zwickau - big.jpg|mini|Die Zwickauer Mulde in [[Zwickau]]]]&lt;br /&gt;
Der Fluss ist über längere Stecken des Ober- und Mittellaufes kaum verbaut. In naturnahen Auen fließt die Mulde mit wechselnder Strömungsgeschwindigkeit in einem anfangs blockreichen, später kiesigen bis sandigen Flussbett. (Der Flusssand ist wie auch der der [[Göltzsch]] schwach [[gold]]haltig.) In wenigen Abschnitten ist der Fluss kanalisiert. In besiedelten Bereichen begleiten ihn oft [[Hochwasserschutz]]deiche, so wie im gesamten Stadtgebiet von Zwickau, wo der historische Stadtkern durch [[Bergsenkung]]en heute tiefer als das Flussbett liegt. Hochwasserereignisse (besonders im August 2002) bewirken natürliche Veränderungen in der Gewässerstruktur mit Uferabbrüchen und Sedimentanlagerungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wasserqualität ===&lt;br /&gt;
Über zwei Jahrhunderte bis in die 1990er Jahre war die Zwickauer Mulde durch die Einleitung zunehmender Mengen schlecht oder nicht geklärten, teils [[Schwermetalle|schwermetallhaltigen]] Abwassers vor allem in den unteren Abschnitten so hoch belastet, dass die Fischfauna nahezu erloschen war. Die Wasserqualität hat sich durch die Stilllegung zahlreicher industrieller Anlagen nach der [[Wiedervereinigung Deutschlands]] erheblich verbessert, so dass heute die Gewässergüteklasse II–III (kritisch belastet) kennzeichnend ist.&lt;br /&gt;
Die Zwickauer Mulde entwässert die Metallverarbeitungs- und Bergbaureviere des westlichen Erzgebirges sowie die Industrieregionen um Chemnitz und Zwickau. Problematisch sind besonders die nach abgeschlossener Flutung der meisten Bergwerke nun austretenden Grubenwässer. Unterhalb von Bad Schlema nimmt der Fluss auch durch zu Tage tretende Sickerwasser aus [[Abraumhalde]]n des ehemaligen [[Wismut (Unternehmen)|Wismut]]-Schachtes [[Schacht 371|371]] einen Großteil seiner Fracht an [[Uran]], [[Arsen]] und anderen gelösten Schwermetallen auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sehenswürdigkeiten und Bauwerke ==&lt;br /&gt;
=== Talsperre, Höhle, Veranstaltungen und sonstiges ===&lt;br /&gt;
* [[Talsperre Eibenstock]]&lt;br /&gt;
* [[Prinzenhöhle (Hartenstein)|Prinzenhöhle]] im Talhang im Poppenwald unterhalb von Bad Schlema, Versteck des Prinzen [[Ernst (Sachsen)|Ernst von Sachsen]] während des [[Altenburger Prinzenraub]]es&lt;br /&gt;
* [[Burg Stein (Sachsen)|Burg Stein]]&lt;br /&gt;
* Jährliches Schauflößen im Muldenberger Floßgrabensystem&lt;br /&gt;
* Oberhalb von Zwickau, in [[Cainsdorf#12. bis 18. Jahrhundert|Cainsdorf]], schneidet die Mulde das &amp;#039;&amp;#039;Rußkohlenflöz&amp;#039;&amp;#039; an. Dieser in Sachsen einzige ständig freiliegende &amp;#039;&amp;#039;[[Ausbiss]]&amp;#039;&amp;#039; eines Steinkohlenflözes und in [[Mitteleuropa]] seltene Aufschluss dreier [[Erdzeitalter]] ([[Silur]], [[Devon (Geologie)|Devon]] [[Oberkarbon]]) ist als [[Geotop]] und geologisches [[Naturdenkmal]] geschützt.&amp;lt;ref&amp;gt;Verordnung der Kreisfreien Stadt Zwickau zur Festsetzung des geologischen Naturdenkmals (#5)&amp;#039;&amp;#039;Steinkohlenausbiss (Rußkohlenflöz)&amp;#039;&amp;#039; am Muldenufer an der Cainsdorfer Brücke vom 27. Januar 2000 (gemäß § 21 des [[Landesnaturschutzgesetz|Sächsischen Naturschutzgesetzes (SächsNatSchG)]])&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Schloss Osterstein (Zwickau)|Schloss Osterstein]] in Zwickau&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Brücken ===&amp;lt;!-- einleitung: wie viele gibt es auf der gesamtlänge? Erste und letzt? usw.--&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Kreuzung der Straßenbrücke (ehem. B95) über die Zwickauer Mulde, der Eisenbahnbrücke ([[Bahnstrecke Glauchau–Wurzen]]) und der Autobahnbrücke über die Zwickauer Mulde ([[Bundesautobahn 72]]) in drei Ebenen zwischen Thierbach und Penig&lt;br /&gt;
* Die folgende Fotoserie zeigt einige der bekanntesten Brücken über die Mulde:&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
 Röhrensteg Zwickau.jpg|Röhrensteg in Zwickau, älteste der drei histo&amp;amp;shy;rischen Holzbrücken Sachsens (ca. 1535, seit 1790 in heutiger Form)&lt;br /&gt;
 Brücken bei Penig (3).jpg|Brücke der ehem. B 95 bei Penig&lt;br /&gt;
 A72 bridge near Penig3.JPG|Brücke der A 72 bei Penig&lt;br /&gt;
 Göhrener Viadukt.jpg| [[Göhrener Viadukt]] über dem Tal der Zwickauer Mulde (erbaut 1871)&lt;br /&gt;
 Mulde-wechselburg.jpg|Porphyrbrücke über die Zwickauer Mulde bei Wechselburg&lt;br /&gt;
 SermuthZwickauer.jpg|Letzte Brücke der Zwickauer Mulde vor dem Zusammenfluss mit Pilz im Wappen&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft ==&lt;br /&gt;
=== Technische Nutzung ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Grünthal Pochwerk (02) 2006-10-30.jpg|mini|Pochwerk]]&lt;br /&gt;
Seit dem [[Spätmittelalter]] wird das Wasser der Mulde und ihrer Zuflüsse technisch genutzt. Es diente dem Bergbau über viele Jahrhunderte als [[Aufschlagwasser]] zum Antrieb von Förderanlagen, [[Eisenhammer|Erzhämmern]] und [[Pochwerk]]en sowie für [[Erzwäsche]]n.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Flößerei ===&lt;br /&gt;
Die Holz[[Flößerei|trift]], das Flößen, ist für das Jahr 1275 erstmals belegt und fand zu Zeiten höherer Wasserführung nicht nur auf dem Fluss, sondern auch auf den historischen Floßgräben statt, die teils noch erkennbar, teils sogar funktionsfähig sind wie der [[Floßgraben bei Schlema]] oder das [[Muldenberg]]er Floßgrabensystem. Schon 1556–1560 wurde der Floßgraben bei Schlema zwischen [[Albernau]] und [[Bad Schlema|Schlema]] gebaut und ausschließlich für das Holzflößen genutzt.&amp;lt;ref&amp;gt;Rat der Gemeinde [[Bockau]]: FDGB-Urlauberort Bockau/Erzgeb. Wanderführer für Bockau/Erzgeb. und Umgebung, Bockau o. J. (1964), S. 28&amp;lt;/ref&amp;gt; Er erhielt sein Wasser aus der Mulde und verlief parallel zum Fluss. Die geflößten Stämme wurden bei Zwickau mit Hilfe von Rechen aus dem Fluss geborgen und auf dem hiernach benannten Holzanger gestapelt.&amp;lt;ref&amp;gt;H. Wilsdorf, W. Herrmann, K. Löffler: &amp;#039;&amp;#039;Bergbau – Wald – Flöße&amp;#039;&amp;#039;. Freiberger Forschungshefte, D28. Berlin 1960.&amp;lt;/ref&amp;gt; Grundig und Klotzsch berichten 1771 unter der Überschrift &amp;#039;&amp;#039;Zwickauische Muldenflöße&amp;#039;&amp;#039;: &amp;#039;&amp;#039;„Solche ist eine der ältesten im Lande, davon man Nachrichten hat, und besitztet sie der dasige Rath, vermöge darzu habenden Privilegii. Es wird darauf Nutz- und Brennholtz geflößet, und zum Nutzen der Stadt Zwickau gebracht.“&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref name=&amp;quot;W&amp;quot;&amp;gt;Gottfried Immanuel Grundig und [[Johann Friedrich Klotzsch (Historiker)|Johann Friedrich Klotzsch]]: &amp;#039;&amp;#039;Sammlung vermischter Nachrichten zur Sächsischen Geschichte&amp;#039;&amp;#039;, Band 6, bey Johann Christoph Stößel, Chemnitz 1771 S. 251 f. [https://books.google.de/books?id=gn0AAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA251 Digitalisat], abgerufen am 23. August 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Immer wieder haben adlige Anrainer – manchmal jahrelang – die Zwickauer Privilegien bestritten, indem sie für das Flößen durch ihr Herrschaftsgebiet Zoll zu erheben und das Flößen durch den Einbau von Hindernissen ganz zu verhindern versuchten. Die Stadt Zwickau musste diese Schwierigkeiten jeweils durch Geldzahlungen überwinden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;W&amp;quot;/&amp;gt; 1486 bestätigte [[Friedrich III. (Sachsen)|Kurfürst Friedrich der Weise]] die Zwickauer Privilegien.&amp;lt;ref name=&amp;quot;W&amp;quot;/&amp;gt; Die Stadt Zwickau hatte im Vogtland mehrere Stauteiche (&amp;#039;&amp;#039;„drei sehr große Floßteiche“&amp;#039;&amp;#039;) angelegt, um bei niedrigem Wasserstand im Fluss durch Ablassen von Wasser aus diesen Staubecken das Flößen sicherzustellen.&amp;lt;ref&amp;gt; Dankegott Immanuel Merkel: &amp;#039;&amp;#039;Erdbeschreibung von Kursachsen und den ietzt dazu gehörenden Ländern&amp;#039;&amp;#039;. Dritter Band. Dritte, durchaus verbesserte und vermehrte Auflage. Bearbeitet von Karl August Engelhardt, Mitglied der kurfürstl. Sächs. Oberlausitzischen Gesellschaft der Wissenschaften. Dresden-Friedrichstadt beim Verfasser und Leipzig bei Barth, 1804, S. 61 [https://books.google.de/books?id=znYAAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA6 Digitalisat], abgerufen am 23. August 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt [[Schneeberg (Erzgebirge)|Schneeberg]] hatte seit 1539 das Floßrecht im Bereich der Mulde mindestens von der Mündung der Wilzsch an bis [[Aue (Sachsen)|Aue]].&amp;lt;ref&amp;gt;Ernst Flath: &amp;#039;&amp;#039;Heimatkunde und Geschichte von Schönheide, Schönheiderhammer und Neuheide&amp;#039;&amp;#039;, Schönheide o. J. (1909), S. 273 [https://digital.slub-dresden.de/werkansicht/dlf/180164/331/0/ Digitalisat in der Staats- und Universitätsbibliothek Dresden]&amp;lt;/ref&amp;gt; Das im Jahr 1641 erfolgte Entnehmen von Baumstämmen aus Flächen im Bereich der Wilzschmündung und Abflößen durch die Stadt Schneeberg führte zu rechtlichen Auseinandersetzungen.&amp;lt;ref&amp;gt;Ernst Flath: &amp;#039;&amp;#039;Heimatkunde und Geschichte von Schönheide, Schönheiderhammer und Neuheide&amp;#039;&amp;#039;, Schönheide o. J. (1909), S. 272 [https://digital.slub-dresden.de/werkansicht/dlf/180164/328/0/ Digitalisat in der Staats- und Universitätsbibliothek Dresden]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diebstahl von Holz, das auf der Mulde geflößt wurde, veranlasste [[August II. (Polen)|Kurfürst August den Starken]], besondere Regelungen zur Bekämpfung der Diebe zu erlassen. Am 10. April 1710 erging das &amp;#039;&amp;#039;„Mandat wider die Holzdeuben auf den Wilzsch- und Muldenströmen“&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt; Karl Gotthold Merbeth: &amp;#039;&amp;#039;Chronologisches Register über die sowol in dem Codex Augusteus als auch in der Gesetzessammlung für das Königreich Sachsen&amp;#039;&amp;#039;, Verlag von Johann Ambrosius Barth, Leipzig 1834, S. 79 [https://books.google.de/books?id=MScTAAAAQAAJ&amp;amp;pg=PA79 Digitalisat], abgerufen am 24. August 2015&amp;lt;/ref&amp;gt; Später gab es die &amp;#039;&amp;#039;Floß-Inspection&amp;#039;&amp;#039; des sächsischen Kurfürsten für die Wilzsch- und Mulden-Flöße mit einem kurfürstlich-sächsischen &amp;#039;&amp;#039;Ober-Auffseher&amp;#039;&amp;#039; und einem kurfürstlich-sächsischen &amp;#039;&amp;#039;Floß-Meister&amp;#039;&amp;#039;, die schon im ersten erschienenen Hof- und Staatskalender von Sachsen des Jahres 1728 mit Namen aufgeführt sind.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Königl. Polnischer und Churfürstl. Sächs. Hoff- und Staats-Kalender auf das Jahr 1728&amp;#039;&amp;#039;. Zu finden in Weidmannischen Buchladen, Leipzig 1728, unpag.([https://haab-digital.klassik-stiftung.de/viewer/object/1562190954_1728000000/76/ Digitalisat der relevanten Seite in den digitalen Sammlungen der Herzogin-Anna-Amalia-Bibliothek in Weimar])&amp;lt;/ref&amp;gt; Einer der königlich-sächsischen Floßoberaufseher der „Wilzsch-, Mulden- und Schwarzwasserflößen“ war [[Gottlob Heinrich von Lindenau]]. Er starb 1830 in [[Neustädtel (Schneeberg)|Neustädtel]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[Friedrich Christian August Hasse]]: &amp;#039;&amp;#039;Gottlob Heinrich von Lindenau&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;Zeitgenossen: ein biographisches Magazin für die Geschichte unserer Zeit&amp;#039;&amp;#039;, Dritte Reihe, Band 4, S. 173–190 ([https://books.google.de/books?id=m9M5AAAAcAAJ&amp;amp;pg=RA1-PA173&amp;amp;lpg#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Link zum Digitalisat])&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1839 berichtete [[Albert Schiffner]] von der Nutzung der Mulde für das Flößen.&amp;lt;ref&amp;gt;Albert Schiffner: &amp;#039;&amp;#039;Handbuch der Geographie, Statistik und Topographie des Königreichs Sachsen&amp;#039;&amp;#039;. Erste Lieferung, den Zwickauer Directionsbezirk enthaltend, bei Friedrich Fleischer Leipzig 1839, S. 409 [https://books.google.de/books?id=DQcPAAAAYAAJ&amp;amp;pg=PA409 Digitalisat], abgerufen am 22. August 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fischfang, Energie- und Trinkwassergewinnung ===&lt;br /&gt;
Vom Fischreichtum des Flusses konnten zahlreiche Familien leben. Mit der zunehmenden Wasserverschmutzung im Zuge der [[Industrialisierung]] im 19. und 20. Jahrhundert kam die Fischerei zum Erliegen. Heute hat sich die Wassergüte deutlich verbessert. Die Vielzahl der [[Wehr (Wasserbau)|Staustufen]] erschwert jedoch die Wiederansiedelung der natürlichen Tierwelt. In den Sommermonaten der letzten Jahre kam es an einigen Anlagen wiederholt zur Unterschreitung der Mindestrestwassermengen bis hin zum Trockenfallen einzelner Flussabschnitte.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auch heute sind zahlreiche [[Wehr (Wasserbau)|Wehre]] in Betrieb, die überwiegend der Stromerzeugung dienen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Muldentalsperren im Erzgebirge versorgen heute den [[Ballungsraum Chemnitz-Zwickau]] mit Trinkwasser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Natureignisse (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Hochwasser und Naturkatastrophen in Sachsen}}&lt;br /&gt;
Aufgrund ihres kaum regulierten Flussbetts und den umgebenden Bergen kam und kommt es in größeren Abständen zu [[Hochwasser und Naturkatastrophen in Sachsen|Hochwasser]] und dessen Auswirkungen auf die am Fluss liegenden Orte. So war es bereits mehrfach im 15. Jahrhundert, besonders stark 1661, 1771, 1854 und 1858. Im letzteren Jahr wird von einem Hochwasser im Bereich [[Bad Schlema|Schlema]] berichtet, das zu starken Unterspülungen der gerade fertiggestellten [[Schlematalbahn]] führte.&amp;lt;ref&amp;gt;Wolfram Keßler, Martin Ebert: &amp;#039;&amp;#039;1858–1898. 130 Jahre Eisenbahn im Schlematal.&amp;#039;&amp;#039; Herausgegeben vom Rat der Gemeinde Schlema, September 1989. Darin: &amp;#039;&amp;#039;Die Obererzgebirgische Eisenbahn&amp;#039;&amp;#039;, S. 4, und &amp;#039;&amp;#039;Bau und Inbetriebnahme der Eisenbahn im Schlematal&amp;#039;&amp;#039;, S. 5–10.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere verheerende Muldehochwasserkatastrophen gab es 1954, und im Jahr 2013.&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--=== Bedeutung als Verkehrsweg ===--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--=== Statistik ===--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Bahnstrecke Glauchau–Wurzen|Muldentalbahn]]&lt;br /&gt;
* [[Bahnstrecke Chemnitz–Adorf]]&lt;br /&gt;
* [[Liste der Gewässer in Sachsen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Hermann Grimm: &amp;#039;&amp;#039;Das malerische und romantische Mulden-Hochland oder Wanderungen durch die Thäler beider Mulden und ihrer Nebengewässer.&amp;#039;&amp;#039; Nebentitel: &amp;#039;&amp;#039;Das sächsische Erzgebirge malerisch, historisch und artistisch durchwandert. Ein Wegweiser für Gebirgsfreunde und Kunstliebhaber.&amp;#039;&amp;#039; Mit 50 Stahlstichen nach Originalzeichnungen von C. J. Leypold und Carl Heinrich Beichling und 1 Karte, Verlag von H. H. Grimm, Dresden 1847 [https://books.google.de/books?id=9msAAAAAcAAJ Digitalisat]&lt;br /&gt;
* [[Albert Schiffner]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Führer im Muldenthale, von des Voigtlands Höhen bis zur Vereinigung beider Mulden&amp;#039;&amp;#039;. In 16 Lieferungen, enthaltend 37 Ansichten, nach der Natur aufgenommen von Gustav Täubert, lithographiert von J. Riedel, Verlag von Gustav Täubert, Dresden (o. J., 1848) ([https://digital.ub.uni-leipzig.de/mirador/index.php Digitalisat in der Universitätsbibliothek Leipzig])&lt;br /&gt;
* {{WdH|31}}&lt;br /&gt;
* Thomas Böttger: &amp;#039;&amp;#039;Die Mulde: Eine Bilderreise entlang des schnellsten Flusses Europas&amp;#039;&amp;#039;. Bildverlag Böttger, Witzschdorf 2009&lt;br /&gt;
* Internationale Kommission zum Schutz der Elbe: &amp;#039;&amp;#039;Die Elbe und ihr Einzugsgebiet – ein geographisch-hydrologischer und wasserwirtschaftlicher Überblick&amp;#039;&amp;#039;, Kapitel 4.6 – Die Mulde, o. J., erschienen nach 2002 [http://www.ikse-mkol.org/uploads/media/IKSE-Elbe-und-ihr-Einzugsgebiet-2005-Kap4-6.pdf Digitalisat]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [https://www.muldentalradweg.de/ Muldentalradweg.de: Website des Tourismusverbandes]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4119269-2|VIAF=242138048}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fluss im Erzgebirge]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Vogtland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Zwickau)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zwickauer Mulde| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gewässer im Landkreis Zwickau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gewässer im Erzgebirgskreis]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gewässer im Vogtlandkreis]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Periphrastika</name></author>
	</entry>
</feed>