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	<title>Zwergschnepfe - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-06T01:01:15Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Zwergschnepfe&amp;diff=548889&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Graph Pixel: Tippfehler korrigiert.</title>
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		<updated>2025-10-13T05:03:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Tippfehler korrigiert.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;!-- Für Informationen zum Umgang mit dieser Vorlage siehe bitte [[Wikipedia:Taxoboxen]]. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Taxobox&lt;br /&gt;
| Taxon_Name       = Zwergschnepfe&lt;br /&gt;
| Taxon_WissName   = Lymnocryptes minimus&lt;br /&gt;
| Taxon_Rang       = Art&lt;br /&gt;
| Taxon_Autor      = ([[Morten Thrane Brünnich|Brünnich]], 1764)&lt;br /&gt;
| Taxon2_LinkName  = Zwergschnepfe&lt;br /&gt;
| Taxon2_WissName  = Lymnocryptes&lt;br /&gt;
| Taxon2_Rang      = Gattung&lt;br /&gt;
| Taxon2_Autor     = [[Friedrich Boie|Boie]], 1826&lt;br /&gt;
| Taxon3_Name      = Schnepfenvögel&lt;br /&gt;
| Taxon3_WissName  = Scolopacidae&lt;br /&gt;
| Taxon3_Rang      = Familie&lt;br /&gt;
| Taxon4_Name      = Regenpfeiferartige&lt;br /&gt;
| Taxon4_WissName  = Charadriiformes&lt;br /&gt;
| Taxon4_Rang      = Ordnung&lt;br /&gt;
| Taxon5_Name      = Neukiefervögel&lt;br /&gt;
| Taxon5_WissName  = Neognathae&lt;br /&gt;
| Taxon5_Rang      = Unterklasse&lt;br /&gt;
| Taxon6_Name      = Vögel&lt;br /&gt;
| Taxon6_WissName  = Aves&lt;br /&gt;
| Taxon6_Rang      = Klasse&lt;br /&gt;
| Bild             = Lymnocryptes minimus.jpg&lt;br /&gt;
| Bildbeschreibung = Zwergschnepfe (&amp;#039;&amp;#039;Lymnocryptes minimus&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Lymnocryptes minimus (Marek Szczepanek).jpg|mini|Die Zwergschnepfe überwintert vielerorts an Gewässern in Mitteleuropa, wird aber aufgrund ihrer guten Tarnung oft übersehen.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bokje foeragerend in kwelsloot-4961591.webm|mini|Zwergschnepfe bei der Nahrungssuche in typisch auf- und abwippender Manier. Zum Ende hin ist der Größenvergleich mit einer Stockente zu sehen.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lymnocryptes minimus tracks CB001.jpg|mini|Fußspuren und Stocherlöcher]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Zwergschnepfe balzflug CB001.svg|mini|Ausdrucksflug einer Zwergschnepfe über dem Brutrevier (schematische Darstellung): 1) Steigflug vom Boden aus, 2) Abwärtsgleiten, 3) Aufwärtsgleiten, 4) horizontaler Gleitflug, 5) Flug in kurzen Wellen, gelbgrün: Dauer der Balzstrophe]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Zwergschnepfe&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Lymnocryptes minimus&amp;#039;&amp;#039;) ist eine sehr kleine [[Vögel|Vogelart]] aus der Familie der [[Schnepfenvögel]] (Scolopacidae). Sie ist die einzige Art der Gattung &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Lymnocryptes&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;. Ihre geschlossene Brutverbreitung reicht vom Nordosten [[Fennoskandien]]s und dem nordwestlichen Russland durch die [[Boreale Zone|Taigazone]] bis in den Osten [[Sibirien]]s. Sie brütet dort in offenen Sümpfen, Flussauen und Mooren. Zerstreute Brutvorkommen gibt es auch schon im Südwesten Skandinaviens und im östlichen [[Mitteleuropa]], wo die Art vermutlich bis ins 19. Jahrhundert noch weiter verbreitet vorkam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zwergschnepfe ist ein Zugvogel, der zwischen September und November südwärts zieht und von Mittel- und Westeuropa südwärts bis in die Tropen überwintert. Die Rückkehr in die Brutgebiete erfolgt zwischen April und Mai. Europa wird auf dem Zug in breiter Front überquert und einzelne Durchzügler oder Überwinterer sind in geeigneten Habitaten überall auch an sehr kleinen Gewässern zu finden. Sie werden jedoch aufgrund ihrer guten Tarnung und der versteckten Lebensweise oft übersehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
Die Zwergschnepfe ist mit 17 bis 19&amp;amp;nbsp;cm Körperlänge, von der 36 bis 43&amp;amp;nbsp;mm auf den Schnabel entfallen,&amp;lt;ref name=&amp;quot;hayman&amp;quot;&amp;gt;Hayman et al. (1986), S. 359 f, siehe Literatur&amp;lt;/ref&amp;gt; deutlich kleiner als eine [[Bekassine]] und in der Größe etwa mit einer [[Feldlerche]] vergleichbar.&amp;lt;ref name=&amp;quot;glutz_desc&amp;quot;&amp;gt;Glutz von Blotzheim, S. 9 f, siehe Literatur&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie ist weltweit die kleinste der im engeren Sinne als „Schnepfen“ bezeichneten Arten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;hayman&amp;quot; /&amp;gt; Das Gewicht liegt meist zwischen 35 und 73&amp;amp;nbsp;g mit Extremwerten zwischen 28 und 106&amp;amp;nbsp;g. Die [[Flügelspannweite]] beträgt zwischen 34 und 42&amp;amp;nbsp;cm. Männchen und Weibchen unterscheiden sich äußerlich nicht, doch weist das Männchen in vielen Merkmalen größere Durchschnittswerte auf. Beim Weibchen ist hingegen der Schnabel durchschnittlich länger.&amp;lt;ref&amp;gt;Arkasdiusz Sikora, Anna Dubiec: &amp;#039;&amp;#039;Sex identification of Jack Snipe Lymnocryptes minimus by discriminant analysis of morphometric measurements&amp;#039;&amp;#039;, Ardea 95 (1), S. 125–133, ([http://www.miiz.waw.pl/pliki/pracownicy/sikora/Bekasik%20plec_SikoraA,%20DubiecA%202007-Ardea_95_125-133.pdf PDF])&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei [[adult]]en Vögeln ist der Scheitel, der mit einem spitzen Winkel an der Oberschnabelbasis beginnt und in den Nacken reicht, glänzend schwarzbraun mit hellerer Fleckung. Der breite, hellgelbe [[Überaugenstreif]] reicht bis zur Augenmitte herab und schließt einen schmaleren, schwärzlichen Strich über dem Auge komplett ein. Ein schwarzer Augenstreif beginnt vor dem Auge als sehr breiter Zügel und setzt sich hinter dem Auge, das recht weit hinten an den Kopfseiten sitzt, schmaler fort und läuft in einen größeren, dunklen Fleck auf den [[Ohrdecken]]. Über die unteren Kopfseiten, die wie Kinn und Kehle weißlich beige sind, verläuft längs ein diffuser Wangenstreif. Hals, Brust und vordere Flanken sind verwaschen bräunlich getönt mit kräftiger, dunkler Längsstrichelung an Halsseiten, mittlerer Halspartie, Brust und Flanken. Bauch und Unterschwanz sind weiß mit einigen mittig rötlichbraun gestreiften Unterschwanzdecken. Der Nacken ist fleckig braun-graubraun gefärbt und mit ebenfalls fleckig mit hellen Spitzensäumen durchsetzt. Der Rücken ist überwiegend schwarz mit grünem bis purpurfarbenem [[Strukturfarbe|metallischen Glanz]]. Darüber verlaufen längs vier markant hervortretende, hell gelbliche Bänder, die durch die Säume der Außenfahnen gebildet werden. Die einzelnen Federn des Rückens, der Schultern und der [[Oberschwanzdecken]] sind rötlich braun gemustert und zeigen schmale, weißliche Spitzensäume. Die Hand- und Armschwingen sind dunkel bräunlich mit einem breiten, weißen Spitzensaum an den Armschwingen. Die innersten Armschwingen sind auf der Außenfahne hell rostbraun mit schwarzer Fleckung. Die Großen Armdecken sind dunkel bräunlich mit weißlich hellem Spitzensaum. Die meisten Mittleren Armdecken sind im Zentrum schwarzbraun mit rostbraunem Subterminal- und schmalerem weißem Terminalsaum. Die inneren Mittleren und Kleinen Armdecken sind dunkelbraun mit weißlichem Saum und die dunkelbraunen Handdecken zeigen einen grünlichen Schimmer. Der Unterflügel und die Achselfeddern sind matt weißlich graubraun. Die [[Steuerfeder]]n sind grau- bis schwarzbraun mit diffusen rostbraunen Flecken und Rändern. Das mittlere Paar ist intensiver gefärbt mit dunklem Zentrum und rostbraunen Rändern. Beine und Füße sind im Sommer graugrün und außerhalb der Brutzeit schmutzig gelb bis bräunlich fleischfarben mit grünlicheren Gelenken.&amp;lt;ref name=&amp;quot;glutz_desc&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;hayman&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unterarten oder eine geografische Variation werden nicht beschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gattungsmerkmale ===&lt;br /&gt;
Die Gattung &amp;#039;&amp;#039;Lymnocryptes&amp;#039;&amp;#039; ähnelt den Arten der Gattung &amp;#039;&amp;#039;[[Bekassinen|Gallinago]]&amp;#039;&amp;#039; stark, weist aber einige anatomische Besonderheiten und Alleinstellungsmerkmale auf. Der Hinterrand des [[Brustbein]]s ist doppelt eingeschnitten und der Bau der [[Stimmkopf|Syrinx]] ist mindestens für die Charadriiformes einzigartig. Der Schnabel ist verhältnismäßig kurz und schmal mit hoher Basis und leicht löffelartig verbreiterter Spitze. Der Schwanz läuft nach hinten keilförmig zu und ist nicht gerundet wie bei den Bekassinen. Er weist zwölf Steuerfedern mit einem zugespitzten mittleren Paar auf. Die inneren Armschwingen sind zugespitzt und die Ellenbogenferdern sind stark verlängert, so dass sie fast die Spitze der äußeren Handschwingen erreichen. Ein weiteres – für die Scolopacidae einzigartiges – Merkmal ist der grünliche bis purpurne Metallglanz der Oberseitenfedern.&amp;lt;ref name=&amp;quot;glutz_desc&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Feldkennzeichen ===&lt;br /&gt;
Die Zwergschnepfe ähnelt der Bekassine und nahe verwandten Arten, ist aber im Feld an der kleineren und kurzschnäbligeren Gestalt zu erkennen, die auch im Flug auffällt. Ein heller Scheitelstreif auf der dunklen Kopfplatte fehlt und die dunklen Rückenpartien glänzen von nahem betrachtet metallisch grün. Der Schwanz läuft nach hinten keilförmig zu und ist nicht gerundet wie bei anderen Bekassinen. Die Strichelung der Flanken verläuft nicht quer, sondern längs und ist wesentlich reduzierter.&amp;lt;ref name=&amp;quot;glutz_desc&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Unterschied zur Bekassine fliegt die Zwergschnepfe bei Annäherung eines Menschen nicht gleich auf, sondern drückt sich an den Boden, erstarrt und vertraut auf ihre erstaunlich gute Tarnung. Oft wird dabei der Kopf mit dem Schnabel an den Boden gedrückt und der Körper etwas nach hinten aufgerichtet. Die hellen Streifen auf dem Rücken werden dabei wirksamerweise parallel zu Schilf- oder Binsenhalmen ausgerichtet, so dass der Vogel sich optisch nahezu perfekt auflöst. Erst wenn man dem Vogel näher als drei oder fünf Meter kommt, fliegt er auf.&amp;lt;ref name=&amp;quot;hayman&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;sikora_2005&amp;quot;&amp;gt;Sikora (2005), S. 71 f, siehe Literatur&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Nachweis kann manchmal einfacher durch Fährten, Kotspuren, Stocherlöcher oder Federn erfolgen. Typischerweise befinden sich die Fußabdrücke einer Zwergschnepfe auf Nahrungssuche sehr dicht beieinander – sie berühren oder überlagern sich nahezu. Sie sind deutlich kleiner als die der Bekassine, wobei die Länge der mittleren Zehe zwischen 25 und 30&amp;amp;nbsp;mm, die der Bekassine durchschnittlich 32 bis 39&amp;amp;nbsp;mm beträgt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;sikora_2005&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zwergschnepfe.JPG|Zwergschnepfe direkt vor einem Mann im Naturschutzgebiet „Feuchtgrünland am Hengsbecker Bach“&lt;br /&gt;
Zwergschnepfe2.JPG|Derselbe Vogel in Vergrößerung&lt;br /&gt;
Zwergschnepfe 3.jpg|Zwergschnepfe, gut getarnt zwischen hellen Halmen&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lautäußerungen ==&lt;br /&gt;
Zur Brutzeit vollführt die Zwergschnepfe über dem Revier Ausdrucksflüge mit Sturz- und Steigflugphasen, bei denen eine Reihe von Geräuschen zu vernehmen ist.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.xeno-canto.org/42188 Hörbeispiel zur Brutzeit]&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Vögel fliegen zunächst vom Boden aus im 45–50 °-Winkel bis in eine Höhe von 50–60&amp;amp;nbsp;m hinauf, dann eine gerade Strecke oder weite Kreise, um sich dann etwa in einem 45°-Winkel mit halb aufgespreizten Flügeln herabfallen zu lassen und schließlich in einem steilen Flug wieder aufwärts zu gleiten. Zunächst ist dabei ein regelmäßig klopfendes &amp;#039;&amp;#039;otok-otok-otok …&amp;#039;&amp;#039; zu vernehmen, dass etwa 5 Sekunden dauert, darauf folgt eine etwas schnellere Phase, die wie gedämpftes Pferdegetrappel klingt, etwa als &amp;#039;&amp;#039;logitokk-logitokk-logitokk…&amp;#039;&amp;#039; beschrieben wird und etwa 6 Sekunden dauert. Danach folgt ein hohes, pfeifendes Wirbeln von etwa 6 Sekunden Länge. Die Geräusche sind recht leise und nicht allzu weit zu hören.&amp;lt;ref name=&amp;quot;glutzvoice&amp;quot;&amp;gt;Glutz von Blotzheim, S. 12, siehe Literatur&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Van Gils / Wiersma (2016), Abschnitt „Voice“, siehe Literatur&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerhalb der Brutzeit lassen aufgescheucht abfliegende oder verängstigte Vögel ein gedämpftes &amp;#039;&amp;#039;ätsch&amp;#039;&amp;#039; hören, das dem entsprechenden Ruf der Bekassine ähnelt, aber leiser ist. Im Unterschied zur Bekassine äußert die Zwergschnepfe diesen Laut eher selten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;glutzvoice&amp;quot; /&amp;gt; Von einem summenden, fast krähenähnlichen &amp;#039;&amp;#039;grrrr&amp;#039;&amp;#039; wird angenommen, dass es der Ruf des Weibchens ist.&amp;lt;ref name=&amp;quot;baueretal&amp;quot;&amp;gt;Bauer et al. (2005), siehe Literatur&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbreitung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:LymnocryptesMinimusIUCN2019-2.png|mini|Verbreitung der Zwergschnepfe:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Farblegende|#00FF00|Brutgebiete}}{{Farblegende|#007FFF|Überwinterungsgebiete}}]]&lt;br /&gt;
Die Brutverbreitung der Zwergschnepfe erstreckt sich durch die boreale Zone [[Eurasien]]s und ragt regional sowohl in die subboreale, als auch in die [[subpolare Zone]] hinein.&amp;lt;ref name=&amp;quot;hbw&amp;quot;&amp;gt;Van Gils / Wiersma (2016), siehe Literatur&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die geschlossene Verbreitung reicht etwa vom nordöstlichen Fennoskandien und dem nordwestlichen Russland bis in den Osten Sibiriens. In Schweden umfasst sie vorwiegend die nordöstlichen Provinzen, in [[Norwegen]] Teile der Provinz [[Finnmark (Fylke)|Finnmark]]. In Finnland kommt die Art südlich bis 63°/64° N vor. Im Bereich des [[Weißes Meer|Weißen Meeres]] reicht das Areal nordwärts etwa bis zum [[Imandra]] und nach [[Schoina]], südwärts bis zu den [[Solowezki-Inseln]] und zum [[Mesenbusen]]. Bis zum unteren [[Ob]] stellt etwa der [[Polarkreis]] die Nordgrenze dar, weiter östlich verläuft sie durch die [[Taimyrsenke]] zu den Seen bei [[Norilsk]] und schließlich zur Mündung des [[Chatanga (Fluss)|Chatanga]]. Östlich davon brütet die Art wohl nur noch in einer kleinen Enklave an der [[Kolyma]]mündung. Die Südgrenze verläuft von Mittelfinnland über [[Moskau]] und das Gebiet der unteren [[Kama (Fluss)|Kama]] sowie etwa auf Höhe der Linie [[Tjumen]] – [[Tara (Russland)|Tara]] – [[Tomsk]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;glutz_dirstri&amp;quot;&amp;gt;Glutz von Blotzheim, S. 13, siehe Literatur&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerhalb dieser Verbreitung gibt es mehr oder weniger regelmäßige, meist kleine und isolierte Brutvorkommen im Süden Schwedens und Finnlands, in den [[Biebrza]]sümpfen in Polen, in [[Estland]] und [[Litauen]] sowie in [[Belarus]], am oberen [[Dnjepr]] und an der [[Oka]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;glutz_dirstri&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;baueretal&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;ebcc&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wanderungen ==&lt;br /&gt;
Die Zwergschnepfe ist ein [[Zugvogel]], dessen Zugstrecke von sehr unterschiedlicher Länge sein kann. Überwinterungen gibt es bereits im Süden Norwegens und Schwedens. Von dort erstreckt sich das Überwinterungsgebiet über [[Westeuropa]] einschließlich der [[Britische Inseln|Britischen Inseln]], den [[Mittelmeerraum]] und den [[Maghreb]] bis ins [[äquator]]iale Afrika. Hier reicht es südwärts bis zum [[Golf von Guinea]] sowie durch [[Kamerun]] und den Norden des [[Kongobecken]]s nach [[Kenia]]. Wenige Nachweise erfolgen auch weiter südlich. In Asien reicht das Winterareal über die [[Türkei]] und den [[Naher Osten|Nahen Osten]] bis zum [[Persischer Golf|Persischen Golf]] und nordwärts bis zum [[Kaspisches Meer|Kaspischen Meer]] sowie über große Teile des [[Indischer Subkontinent|Indischen Subkontinents]] und bis nach [[Vietnam]] und ins südöstliche [[China]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;glutz_mig&amp;quot;&amp;gt;Glutz von Blotzheim, S. 14 f, siehe Literatur&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;hbw&amp;quot; /&amp;gt; Winternachweise liegen auch von [[Island]] vor.&amp;lt;ref name=&amp;quot;hbw&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nord- und Nordosteuropäische Vögel ziehen offenbar in breiter Front südwestwärts über Europa. Die sibirischen Populationen überwintern vom östlichen Afrika bis Asien.&amp;lt;ref name=&amp;quot;hbw&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;glutz_mig&amp;quot; /&amp;gt; Offenbar zeigt die Art eine hohe Ortstreue in den Überwinterungsgebieten und zu traditionellen Rastplätzen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;hbw&amp;quot; /&amp;gt; Wie sich die Winterbestände zahlenmäßig verteilen, ist weitgehend unbekannt. Hohe Konzentrationen gibt es vermutlich in Südwesteuropa, im Maghreb, in den Ländern des [[Nil]]s und in Vorderasien.&amp;lt;ref name=&amp;quot;glutz_mig&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Wegzug aus den Brutgebieten erfolgt nach der Mauser im August und September. In den Überwinterungsquartieren trifft die Art meist ab Oktober, in den Tropen erst ab November ein. In Mitteleuropa gibt es erste Nachweis ab Ende September und das Zuggeschehen erreicht im Oktober seinen Höhepunkt. Der Heimzug erfolgt ab März und April, die Ankunft in den Brutgebieten zwischen Mitte April und Mitte Mai, beziehungsweise bis Ende Mai in Sibirien.&amp;lt;ref name=&amp;quot;hbw&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;glutz_mig&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;baueretal&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Irrgast wurde die Art im nordwestlichen Nordamerika, auf [[Barbados]], den [[Azoren]] und [[Kapverdische Inseln|Kapverden]], auf [[Madeira]], [[Jan Mayen]] und der [[Bäreninsel]] nachgewiesen. In Afrika gab es einzelne Nachweis auch südlich der Winterverbreitung und auf den [[Seychellen]]. Im asiatischen Raum reichen die Ausnahmenachweise bis nach [[Japan]], [[Korea]], [[Taiwan (Insel)|Taiwan]] und auf die [[Philippinen]]. Ein möglicher Nachweis liegt zudem aus [[Brunei]] vor.&amp;lt;ref name=&amp;quot;hbw&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lebensraum ==&lt;br /&gt;
Die Zwergschnepfe brütet in morastigen Sümpfen, Flussniederungen mit nassen Wiesen oder [[Übergangsmoor]]en. Bevorzugt wird eine Vegetation mit [[Bult (Bodenerhebung)|Bülten]] und [[Zwergstrauch|Zwergsträuchern]], aber auch [[Schachtelhalm]]fluren oder Moore mit [[Torfmoos]]en werden angenommen. Gelegentlich ist die Art auch in sumpfigen Bruchwäldern, an Seeufern oder Sümpfen der Meeresküste brütend anzutreffen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;glutz_biotop&amp;quot;&amp;gt;Glutz von Blotzheim, S. 18 f, siehe Literatur&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;ebcc&amp;quot;&amp;gt;Pedersen (1997), EBCC-Atlas, siehe Literatur&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Zug wird eine Vielzahl ähnlicher Lebensräume angenommen. Dies können feuchte oder staunasse Wiesen, Flachmoore, schlammige Ufer und Verlandungszonen, Rieselfelder oder Klärteiche oder auch sehr feuchte Ruderalflächen sein. Auch an Entwässerungsgräben oder Flussufern, an Fischteichen oder auf nassen Äckern oder Geröllfeldern ist die Art gelegentlich zu finden, sofern Deckung in lockerer Vegetation und schlammige Flächen zur Nahrungssuche vorhanden sind. Bisweilen handelt es sich hierbei um Ausweichbiotope nach Störungen oder wenn keine anderen geeigneten Flächen verfügbar sind. Es reichen teils wenige Quadratmeter große Stellen aus.&amp;lt;ref name=&amp;quot;glutz_biotop&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;sikora_2005&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ernährung ==&lt;br /&gt;
Die Zwergschnepfe ernährt sich von [[Insekten]] und deren Larven, [[Ringelwürmer]]n, kleinen Wasser- oder Landschnecken sowie gelegentlich von Sämereien oder anderen Pflanzenteilen. Die Nahrung wird zumeist stochernd in weichem Schlamm gesucht, wobei der Schnabel senkrecht eingestochen und der Körper oft typischerweise rhythmisch auf- und abbewegt wird. Bisweilen wird die Nahrung auch von der Oberfläche aufgepickt. Die Nahrungssuche erfolgt meist in der Dämmerung oder bei Nacht sowie einzeln oder seltener in kleinen Verbänden von bis zu fünf Vögeln.&amp;lt;ref&amp;gt;Van Gils / Wiersma (2016), Abschnitt „Food and feeding“, siehe Literatur&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;glutz_food&amp;quot;&amp;gt;Glutz von Blotzheim, S. 23 f, siehe Literatur&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fortpflanzung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Lymnocryptes minimus - Esa Aalto - 139895612.jpeg|mini|Gelege der Zwergschnepfe]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lymnocryptes minimus MWNH 0194.JPG|mini|Eier einer Zwergschnepfe]]&lt;br /&gt;
Die Zwergschnepfe führt vermutlich eine monogame Saisonehe. Die Brutzeit liegt zwischen Mai und Anfang September. Möglicherweise gibt es bisweilen zwei Jahresbruten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;hbw_breed&amp;quot;&amp;gt;Van Gils / Wiersma (2016), Abschnitt „Breeding“, siehe Literatur&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Paarbildung und Balz erfolgen kurz nach der Ankunft im Brutgebiet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;glutz_breed&amp;quot;&amp;gt;Glutz von Blotzheim, S. 19 f, siehe Literatur&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Männchen besetzen recht große Revier von bis zu 20 Hektar&amp;lt;ref name=&amp;quot;hayman&amp;quot; /&amp;gt; und führen einen recht komplizierten Ausdrucksflug aus (siehe unter „Lautäußerungen“). Dieser kann manchmal bereits im April auf dem Zug beobachtet werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;glutz_breed&amp;quot; /&amp;gt; Die Balzaktivität beschränkt sich meist auf die Morgen- und Abendstunden. Seltener finden Balzflüge auch am Tag statt, aber für gewöhnlich nie im hellen Sonnenlicht.&amp;lt;ref name=&amp;quot;hayman&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Nest wird auf sehr feuchtem bis nassem Untergrund gebaut, manchmal aber auch an trockeneren Stellen auf Bulten oder an Zwergsträuchern. Es handelt sich um eine bis zu 5&amp;amp;nbsp;cm tiefe Mulde, die spärlich mit Grashalmen, Blättchen oder Schachtelhalmen ausgekleidet wird. Manchmal wird es durch darüberhängende oder -stehende Pflanzen gut verdeckt. Das Gelege besteht aus vier, seltener drei Eiern, die auf sandgelbem bis nussbraunem Grund dunkel kastanienfarben bis sepiafarben gesprenkelt sind. Sie sind durchschnittlich etwa 38,6 × 27,4&amp;amp;nbsp;mm groß. Die Bebrütung dauert zwischen 21 und 24 Tagen. Vermutlich brütet nur das Weibchen. Es beteiligen sich jedoch beide Partner an der Jungenaufzucht. Ältere Junge werden oft vom Männchen geführt. Nach 19 bis 20 Tagen sind die Jungen selbstständig.&amp;lt;ref name=&amp;quot;glutz_breed&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;hbw_breed&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Urs N. Glutz von Blotzheim|U. N. Glutz von Blotzheim]], [[Kurt Bauer (Ornithologe)|K. M. Bauer]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Handbuch der Vögel Mitteleuropas]]&amp;#039;&amp;#039; (HBV). Band 7: &amp;#039;&amp;#039;Charadriiformes.&amp;#039;&amp;#039; 2. Teil: &amp;#039;&amp;#039;Schnepfen-, Möwen- und Alkenvögel.&amp;#039;&amp;#039; AULA-Verlag, ISBN 3-923527-00-4.&lt;br /&gt;
* J. Van Gils, P. Wiersma, Guy Kirwan: &amp;#039;&amp;#039;[http://www.hbw.com/node/53869 Jack Snipe (Lymnocryptes minimus)]&amp;#039;&amp;#039; (1996/2016), in: J. del Hoyo, A. Elliott, J. Sargatal, A. D. Christie, E. de Juana (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Handbook of the Birds of the World Alive.&amp;#039;&amp;#039; Lynx Edicions, Barcelona 2015&lt;br /&gt;
* Peter Hayman, John Marchant, Tony Prater: &amp;#039;&amp;#039;Shorebirds: An identification guide.&amp;#039;&amp;#039;, [[Houghton Mifflin]] Company, Boston 1986, ISBN 0-395-37903-2.&lt;br /&gt;
* Micheal Brinc Pedersen: &amp;#039;&amp;#039;Lymnocryptes minimus&amp;#039;&amp;#039; in W. J. M. Hagemeijer, M. J. Blair: &amp;#039;&amp;#039;The EBCC Atlas of European Breeding Birds – their distribution and abundance&amp;#039;&amp;#039;, T &amp;amp; A D Poyser, London 1997, ISBN 0-85661-091-7, S. 286–287&lt;br /&gt;
* Hans-Günther Bauer, [[Einhard Bezzel]], [[Wolfgang Fiedler (Biologe)|Wolfgang Fiedler]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Das Kompendium der Vögel Mitteleuropas: Alles über Biologie, Gefährdung und Schutz.&amp;#039;&amp;#039; Band 1: &amp;#039;&amp;#039;Nonpasseriformes – Nichtsperlingsvögel.&amp;#039;&amp;#039; Aula-Verlag Wiebelsheim, Wiesbaden 2005, ISBN 3-89104-647-2, S. 480–482.&lt;br /&gt;
* Arkadiusz Sikora: &amp;#039;&amp;#039;Catching Jack Snipe with dip-nets in the non-breeding season&amp;#039;&amp;#039;, Wader Study Group Bulletin 108, Dezember 2005, S. 70–75, ([http://www.waderstudygroup.org/article/3205/ PDF-Download])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commons|Lymnocryptes minimus|Zwergschnepfe (&amp;#039;&amp;#039;Lymnocryptes minimus&amp;#039;&amp;#039;)}}&lt;br /&gt;
* {{IUCN&lt;br /&gt;
| Year           = 2008&lt;br /&gt;
| ID             = 22693133&lt;br /&gt;
| ScientificName = Lymnocryptes minimus&lt;br /&gt;
| YearAssessed   = 2008&lt;br /&gt;
| Assessor       = BirdLife International&lt;br /&gt;
| Download       = 1. Januar 2009&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
* {{Avibase|ID=1A15F0C6B4948C52|ScientificName=Lymnocryptes minimus|CommonName=Zwergschnepfe}}&lt;br /&gt;
* {{eBird.org |ID= jacsni |Name= Zwergschnepfe (&amp;#039;&amp;#039;Lymnocryptes minimus&amp;#039;&amp;#039;)}}&lt;br /&gt;
* {{xeno-canto|ID=Lymnocryptes-minimus|Name=Zwergschnepfe|ScientificName=Lymnocryptes minimus}}&lt;br /&gt;
* Javier Blasco-Zumeta, Gerd-Michael Heinze: [http://blascozumeta.com/specie_files/05180_Lymnocryptes_minimus_E.pdf Geschlechts- und Altersbestimmung] (PDF-Datei, englisch)&lt;br /&gt;
* [http://www.vogelfedern.de/zsn.htm Federn der Zwergschnepfe]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schnepfenvögel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wikipedia:Artikel mit Video]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Graph Pixel</name></author>
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