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	<title>Zwergradnetzspinne - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Zwergradnetzspinne&amp;diff=435738&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;DJGrandfather: das Erstbeschreibungsjahr ist 1877 und nicht 1870</title>
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		<updated>2026-03-23T17:43:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;das Erstbeschreibungsjahr ist 1877 und nicht 1870&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;!-- Für Informationen zum Umgang mit dieser Vorlage siehe bitte [[Wikipedia:Taxoboxen]]. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Taxobox&lt;br /&gt;
| Taxon_Name       = Zwergradnetzspinne&lt;br /&gt;
| Taxon_WissName   = Theridiosoma gemmosum&lt;br /&gt;
| Taxon_Rang       = Art&lt;br /&gt;
| Taxon_Autor      = ([[Ludwig Carl Christian Koch|L. Koch]], 1877)&lt;br /&gt;
| Taxon2_Name      = &lt;br /&gt;
| Taxon2_WissName  = Theridiosoma&lt;br /&gt;
| Taxon2_Rang      = Gattung&lt;br /&gt;
| Taxon3_Name      = Zwergradnetzspinnen&lt;br /&gt;
| Taxon3_WissName  = Theridiosomatidae&lt;br /&gt;
| Taxon3_Rang      = Familie&lt;br /&gt;
| Taxon4_Name      = Radnetzspinnen&lt;br /&gt;
| Taxon4_WissName  = Araneoidea&lt;br /&gt;
| Taxon4_Rang      = Überfamilie&lt;br /&gt;
| Taxon5_WissName  = Entelegynae&lt;br /&gt;
| Taxon5_Rang      = Teilordnung&lt;br /&gt;
| Taxon6_Name      = Echte Webspinnen&lt;br /&gt;
| Taxon6_WissName  = Araneomorphae&lt;br /&gt;
| Taxon6_Rang      = Unterordnung&lt;br /&gt;
| Bild             = Theridiosoma gemmosum.jpg&lt;br /&gt;
| Bildbeschreibung = &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Zwergradnetzspinne&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Zwergkreuzspinne&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Theridiosoma gemmosum&amp;#039;&amp;#039;), auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Sumpfperlchen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; genannt,&amp;lt;ref name=&amp;quot;RLD&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Breitling, R.; Merches, E.; Muster, C.; Duske, K.; Grabolle, A.; Hohner, M.; Komposch, C.; Lemke, M.; Schäfer, M. &amp;amp; Blick, T. |url=https://arages.de/fileadmin/Pdf/Popul%C3%A4rnamen_Spinnen_D.pdf |titel=Liste der Populärnamen der Spinnen Deutschlands |werk=Arachnologische Mitteilungen 59 |datum=April 2020|seiten=38–62 |format=PDF; 5013&amp;amp;nbsp;kB |abruf=2026-03-15 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; ist die einzige in [[Europa]] vorkommende [[Art (Biologie)|Art]] aus der [[Familie (Biologie)|Familie]] der [[Zwergradnetzspinnen]] (Theridiosomatidae). Sie ist [[holarktis]]ch verbreitet, wobei die ursprüngliche Verbreitung, vor der Intervention des Menschen, umstritten ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
Es handelt sich um eine kleine Radnetzspinne mit mittellangen Beinen, die Körperlänge der Weibchen erreicht etwa 2,1 bis 2,5, diejenige der Männchen 1,7 bis 2 Millimeter. Wie bei allen Theridiosomatidae ist der in Aufsicht etwas langgestreckt ovale Hinterleib ([[Glossar der Spinnenanatomie#Opisthosoma|Opisthosoma]]) kurz und hoch gewölbt, dadurch wirkt seine Bauchseite stark verkürzt, die [[Spinnwarze]]n sitzen dicht benachbart zum Stielchen ([[Glossar der Spinnenanatomie#Petiolus|Petiolus]]), bei Ansicht von oben überlappt er weit mit dem [[Carapax#Spinnentiere|Carapax]]. Dies wirkt so, als säße der Hinterleib in Seitenansicht mittig am Prosoma an. Der Carapax des [[Prosoma]] ist grünlich-bräunlich gefärbt, meist mit einigen radialen dunklen Streifen. Wie typisch für die Familie trägt das dunkel gefärbte [[Glossar der Spinnenanatomie#Sternum|Sternum]] zwei kleine Grübchen nahe dem Vorderrand. Der helle Hinterleib trägt unregelmäßige dunkle Flecken, in denen kleine weiße perlmutterartig glänzende Punkte (aus [[Guanin]]) eingelagert sind, solche Punkte sind auch den hellen Seiten des Hinterleibs eingestreut. Alternativ ergibt sich durch ausgedehntere helle Flecken eine dunkle Netzzeichnung auf hellem Grund. Die Beine sind bräunlich, die Beinglieder manchmal gefleckt oder jeweils zur Spitze hin (distal) etwas verdunkelt. Von den beiden Augenreihen aus je vier [[Glossar der Spinnenanatomie#Augen|Augen]] am Vorderrand des Prosoma ist die hintere Reihe nach vorn gebogen, jeweils die vorderen und die hinteren Seitenaugen berühren sich. Die vorderen Mittelaugen sind merklich dunkler gefärbt als die anderen Augenpaare.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim Männchen ist der sehr komplexe, als Begattungsorgan dienende [[Pedipalpus#Bulbus|Bulbus]] der Pedipalpen im Verhältnis zur Körpergröße sehr groß, er ist beinahe kugelig geformt. Der [[Glossar der Spinnenanatomie#Embolus|Embolus]] ist im (nicht expandierten Zustand) teilweise verdeckt. Der [[Glossar der Spinnenanatomie#Konduktor|Konduktor]] ist sehr groß, distal zugespitzt und besitzt keine Apophysen. Die [[Epigyne]] des Weibchens ist stark sklerotisiert, dunkel, ein großer [[Glossar der Spinnenanatomie#Scapus|Scapus]] steht mützenartig gewölbt weit nach außen über zwei flachen Gruben vor.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Dondale&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Roberts&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Coddington&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lebensraum und Lebensweise ==&lt;br /&gt;
Die Zwergradnetzspinne ist in Feuchtbiotopen, wie in [[Röhricht|Schilfröhrichten]], Mooren&amp;lt;ref name=&amp;quot;Vanhelsdingen&amp;quot; /&amp;gt;, Erlenbrüchen und anderen [[Bruchwald|Bruchwäldern]] oder [[Auwald|Auwäldern]] zu finden. Sie bevorzugt beschattete Habitate. Meist lebt sie in der unmittelbaren Uferregion von Gewässern. Sie gilt in Europa fast überall als seltene Art, kann aber in geeigneten Lebensräumen hohe Individuendichten erreichen. In Nordamerika gilt sie als häufig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Spinne baut kleine, horizontal oder vertikal ausgerichtete Radnetze, über sehr stark vernässten Sumpf- oder über offenen Wasserflächen. Anstelle einer Stützspirale sind zwei konzentrische Ringe eingezogen, die radialen Speichen sind oft schon nahe der Nabe verzweigt. Die meisten Individuen bauen Netze, bei denen das Radnetz durch einen in der Mitte der Nabe ansetzenden Signalfaden als Spannfaden vorgespannt ist, die Spinne hält diesen, in einem Schlupfwinkel verborgen, straff gespannt, dadurch wird das Netz zu einem Trichter verformt. Verfängt sich ein Beutetier in der klebrigen Fangspirale, lässt sie los, wodurch sich die Beute noch stärker in den Fangfäden verstrickt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Coddington&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bellmann&amp;quot; /&amp;gt; Das Netz wird dabei innerhalb von Sekundenbruchteilen auf 4 m/s beschleunigt, was der 130-fachen Erdbeschleunigung entspricht.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|url=https://www.spektrum.de/news/spinne-macht-ihr-netz-zum-superkatapult/1760562|autor=Lars Fischer|hrsg=[[Spektrum.de]]|titel=130-fache Erdbeschleunigung: Spinne macht ihr Netz zum Superkatapult|zugriff=2020-08-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geschlechtsreife Männchen verlassen ihr Netz und streifen auf der Suche nach Weibchen umher, sie nehmen keine Nahrung mehr auf. Die Paarung erfolgt auf einem Spannfaden, den Männchen in das weibliche Netz abgeben. Weibchen fressen den proteinreichen Faden, was als eine Form des männlichen „Brautgeschenks“ interpretiert wurde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hajer&amp;quot; /&amp;gt; Nach der Paarung stellt das Weibchen bis zu acht goldbraun gefärbte Kokons mit einer pergamentartigen Hülle her. Sie erreichen drei Millimeter Durchmesser und werden an einem mehrere Zentimeter langen Faden aufgehängt. Meist werden sie etwas weiter entfernt zum Gewässer als die Fangnetze platziert. Die Jungtiere schlüpfen noch im Sommer, sie überwintern im subadulten Stadium. In Teilen des Verbreitungsgebiets existieren offensichtlich zwei Generationen, mit einem Maximum der Adulti im März und im August/September. In südlicheren Teilen ihres Verbreitungsgebiets erfolgt die Vermehrung wohl nichtzyklisch das ganze Jahr über.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Coddington&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bellmann&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Areal ==&lt;br /&gt;
Die Art ist holarktisch verbreitet. Funde gibt es aus nahezu ganz Europa, nach Osten zerstreut über die Türkei bis Zentralasien (Iran). Aus Ostasien liegen ebenfalls Fundangaben vor, hier wird aber über eine mögliche Verwechslung mit der sehr ähnlichen &amp;#039;&amp;#039;Theridiosoma epeiroides&amp;#039;&amp;#039; spekuliert. In Nordamerika war sie unter dem Namen &amp;#039;&amp;#039;Theridiosoma argentatum&amp;#039;&amp;#039; Archer, 1953 ein zweites Mal [[Erstbeschreibung|beschrieben]] worden. Sie lebt hier in der Osthälfte des Kontinents, nördlich bis [[Neufundland]], südlich bis [[Florida]]. Die westlichsten Fundorte liegen in Minnesota und Iowa&amp;lt;ref name=&amp;quot;Dondale&amp;quot; /&amp;gt;. Merkwürdigerweise existiert sowohl in Europa wie in Nordamerika die Ansicht, die Art wäre aus dem jeweils anderen Kontinent eingeschleppt worden&amp;lt;ref name=&amp;quot;Newfoundland&amp;quot; /&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gefährdung ==&lt;br /&gt;
Die Art gilt nach der [[Rote Liste gefährdeter Arten|Roten Liste]] gefährdeter Tiere in Deutschland als „gefährdet“ (Kategorie 3).&amp;lt;ref name=&amp;quot;Platen&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Dondale&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Charles D. Dondale &amp;amp; James H. Redner: The Orb-weaving Spiders of Canada and Alaska: Araneae:Uloboridae, Tetragnathidae, Araneidae, Theridiosomatidae. Insects and arachnids of Canada 23. NRC Research Press, Ottawa, 2003. ISBN 978-0-660-18898-0. Theridosoma gemmosum auf Seite 329 ff.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Roberts&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Michael J. Roberts: The Spiders of Great Britain and Ireland. Volume 1, Atypidae to Theridiosomatidae. Brill, Leiden 1985. ISBN 90-04-07658-1. Theridiosoma gemmosum auf Seite 222.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Coddington&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Jonathan A. Coddington (1986): The Genera of the Spider Family Theridiosomatidae. Smithsonian Contributions to Zoology 422. 96 Seiten. Theridiosoma gemmosum auf Seite 64 ff.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bellmann&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Heiko Bellmann: Kosmos-Atlas der Spinnentiere Europas. Franckh-Kosmos Verlag, Stuttgart, 3. Auflage, 2006. ISBN 978-3-440-10746-1. Theridiosoma gemmosum auf Seite 128.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Vanhelsdingen&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Peter J. van Helsdingen (2005): Characteristic spider species of peat bog fenlands in the Netherlands (Araneae). Acta zoologica bulgarica, Suppl. 1 (European Arachnology 2005): 115-124.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Newfoundland&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
J.R. Pickavance &amp;amp; C.D. Dondale (2005): An Annotated Checklist of the Spiders of Newfoundland. Canadian Field-Naturalist 119: 254-275.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hajer&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
J. Hajer, J. Hajer, D. Řeháková (2011): Mating behavior of Theridiosoma gemmosum (Araneae: Theridiosomatidae) – the unusual role of the male dragline silk. Archives of Biological Sciences (Belgrad) 63 (1): 199-208. [[doi:10.2298/ABS1101199H]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Platen&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
R. Platen et al: Rote Liste der Webspinnen, Bearbeitungsstand 1996 (2. Fassung). In: Margret Binot et al. (Herausgeber): Rote Liste gefährdeter Tierarten Deutschlands. herausgegeben vom Bundesamt für Naturschutz, 1998. Schriftenreihe für Landschaftspflege und Naturschutz 55.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Theridiosoma gemmosum|Zwergradnetzspinne (&amp;#039;&amp;#039;Theridiosoma gemmosum&amp;#039;&amp;#039;)|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
* {{WSC|40447|Name=Theridiosoma gemmosum}}&lt;br /&gt;
* [https://araneae.nmbe.ch/data/487/Theridiosoma_gemmosum Theridiosoma gemmosum in Nentwig W., Blick T., Gloor D., Hänggi A., Kropf C.: Spiders of Europe. www.araneae.nmbe.ch.] Abgerufen am 5. August 2016.&lt;br /&gt;
* [http://www.spiderling.de/arages/Verbreitungskarten/Karte1.php?Art=843 Nachweiskarte der Arachnologischen Gesellschaft e.&amp;amp;nbsp;V.]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Radnetzspinnen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;DJGrandfather</name></author>
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