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	<title>Zwergnova - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-03T06:52:33Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Zwergnova&amp;diff=137256&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Wassermaus: Typografie</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Zwergnova&amp;diff=137256&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-08-07T19:59:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Typografie&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Z Camelopardalis UV.jpg|mini|UV-Aufnahme der Zwergnova Z&amp;amp;nbsp;Camelopardalis]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Making a Nova.jpg|200px|mini|Künstlerische Darstellung einer Zwergnova]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Zwergnovae&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;U-Geminorum-Sterne&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) gehören zur Klasse der [[Kataklysmische Veränderliche|kataklysmischen]] [[Doppelsternsystem]]e und damit zu den [[Veränderlicher Stern|Veränderlichen]]. Sie zeichnen sich durch mehrfache Eruptionen aus, bei denen sich die [[scheinbare Helligkeit]] des [[Stern]]s kurzfristig um etwa 2 bis 8&amp;amp;nbsp;[[Scheinbare Helligkeit|mag]] ändert. Der Begriff &amp;#039;&amp;#039;Zwergnova&amp;#039;&amp;#039; wird sowohl für das astronomische Ereignis des Helligkeitsanstiegs als auch für die [[Sternklasse]] verwendet, in der diese Ereignisse stattfinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwergnovae treten wie [[Nova (Stern)|klassische Novae]] in Doppelsternsystemen auf, in denen ein [[Weißer Zwerg]] Materie von einem Begleitstern [[Akkretion (Astronomie)|akkretiert]]. Der Unterschied liegt im Ausbruchsmechanismus:&lt;br /&gt;
* Bei klassischen Novae führt eine [[thermonukleare Reaktion]], d.&amp;amp;nbsp;h. das explosionsartige Einsetzen des [[Wasserstoffbrennen]]s an der Oberfläche des Weißen Zwerges, zu einem Helligkeitsanstieg.&lt;br /&gt;
* Bei Zwergnovae dagegen entstehen die Ausbrüche durch Helligkeitsanstiege in der [[Akkretionsscheibe]] um den Weißen Zwerg.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=C. Hoffmeister, G. Richter, W. Wenzel |Titel=Veränderliche Sterne |Auflage=3 |Verlag=Barth |Ort=Leipzig |Datum=1990 |ISBN=3-335-00224-5}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Zeitintervall|Intervall]]&amp;lt;nowiki /&amp;gt;länge zwischen zwei Ausbrüchen liegt bei Zwergnovae zwischen einigen Tagen und einigen Jahren, die Dauer eines Ausbruchs etwa zwischen zwei und zwanzig Tagen; sie korreliert mit der Intervalllänge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Eigenschaften ==&lt;br /&gt;
=== Aufbau ===&lt;br /&gt;
Eine Zwergnova besteht aus einem Weißen Zwerg, um den auf einer engen [[Umlaufbahn|Bahn]] ein Begleiter kreist, meist ein [[Roter Zwerg]]. Da dieser sein [[Roche-Grenze|Roche-Grenzvolumen]] überschritten hat, verliert er [[Masse (Physik)|Masse]], die über den inneren [[Lagrange-Punkte|Lagrange-Punkt]] in Richtung des Weißen Zwerges fließt. Aufgrund der [[Drehimpulserhaltung]] bildet sie eine Akkretionsscheibe um den Weißen Zwerg, die die Strahlung der Zwergnova im [[Visuelle Astronomie|optischen Spektralbereich]] dominiert. Die Materie umkreist den Weißen Zwerg und verliert aufgrund der [[Viskosität]] in der Scheibe langsam ihre [[Bewegungsenergie]]. Dadurch fällt sie nach einiger Zeit auf die Oberfläche des Weißen Zwergs.&amp;lt;ref&amp;gt;Michael F. Bode, A. Evans: &amp;#039;&amp;#039;Classical novae.&amp;#039;&amp;#039; Cambridge Univ. Press, Cambridge 2008, ISBN 978-0-521-84330-0.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ausbruchsmechanismus ===&lt;br /&gt;
Die Viskosität der Materie in der Akkretionsscheibe kann zwei Werte annehmen:&lt;br /&gt;
* einen hohen, bei dem die [[Reibung]] zunimmt und infolgedessen sowohl die Scheibe mehr Strahlung abgibt (Ausbruch) als auch mehr Materie auf den Weißen Zwerg fällt,&lt;br /&gt;
* einen niedrigen, bei dem mehr Materie in der Akkretionsscheibe gespeichert wird als auf den Weißen Zwerg gelangt (Ruhephase).&lt;br /&gt;
Als Ursache für den [[bistabil]]en Zustand der Akkretionsscheibe (auch [[Akkretionsscheibe #Disc Instability Model|Akkretionsscheibeninstabilität]] genannt) wird die [[Magnetorotationsinstabilität]] angenommen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=S. N. Shore, M. Livio, E. P. J. van den Heuvel |Titel=Interacting Binaries |Verlag=Springer |Ort=Berlin |Datum=1994 |ISBN=3-540-57014-4}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei [[Bedeckungsveränderlicher Stern|bedeckungsveränderlichen]] Zwergnovae kann die Entwicklung der Akkretionsscheibe beobachtet werden:&lt;br /&gt;
* Während eines Ausbruchs wächst der Radius der Scheibe um bis zu 30 % an. Dies ist eine Folge der höheren Viskosität des [[Plasma (Physik)|Plasmas]] in der Akkretionsscheibe, die zu einer Temperaturerhöhung und damit zu einer Expansion führt. Dadurch wird das Helligkeitsminimum breiter, das bei der [[Okkultation|Bedeckung]] der Akkretionsscheibe durch den Begleiter entsteht.&lt;br /&gt;
* In der Ruhephase nimmt die Breite des Minimums kontinuierlich ab, bis ein neuer Ausbruch beginnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der helle Fleck, der am Ort des Auftreffens des Materiestroms vom Begleiter auf die Akkretionsscheibe liegt, wird während der Ausbrüche heller. Wahrscheinlich ist dies eine [[Rückkopplung]], wonach die intensiver strahlende Akkretionsscheibe die Vorderseite des Begleiters erwärmt, der daraufhin etwas expandiert und mehr Materie abgibt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Gavin Ramsay, John K. Cannizzo, Steve B. Howell, Matt A. Wood, Martin Still, Thomas Barclay, Alan Smale |Titel=Kepler Observations of V447 Lyr: An Eclipsing U Gem Cataclysmic Variable |Sammelwerk=Astrophysics. Solar and Stellar Astrophysics |Datum=2012 |arXiv=1207.1224v1}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ob die Masse der Weißen Zwerge in Zwergnovae aufgrund der Akkretion anwächst, ist umstritten, da bei Novaeausbrüchen wieder Materie ausgestoßen wird. Falls die Masse anwächst, könnten die Weißen Zwerge die [[Chandrasekhar-Grenze|chandrasekharsche Grenzmasse]] überschreiten und als [[Supernova vom Typ&amp;amp;nbsp;Ia]] explodieren.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Bo Wanga, Zhanwen Hana |Titel=Progenitors of type Ia supernovae |Sammelwerk=Astrophysics. Solar and Stellar Astrophysics |Datum=2012 |arXiv=1204.1155v1}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Zusammenhang mit Novaausbrüchen ====&lt;br /&gt;
Obwohl Novae und Zwergnovae auf denselben Doppelsternen stattfinden sollten, haben Untersuchungen historischer [[Lichtkurve]]n von Novae vor und nach ihren Eruptionen nie Zwergnovaausbrüche gezeigt. Stattdessen zeigen sie stets einen [[Kataklysmische Veränderliche#Novaähnliche Veränderliche|novaähnlichen Lichtwechsel]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser scheinbare Widerspruch wird durch das [[Nova (Stern)#Das Winterschlafszenario|Winterschlafszenario]] erklärt:&lt;br /&gt;
* Während der Jahrtausende &amp;#039;&amp;#039;vor&amp;#039;&amp;#039; einem Novaausbruch ist die Rate des Massentransfers auf den Weißen Zwerg so hoch, dass die Akkretionsscheibe sich permanent in ihrem hohen Status befindet und als novaähnlicher Veränderlicher einer Zwergnova im ständigen Ausbruch gleicht („Winterschlaf“).&lt;br /&gt;
* Zündet der akkumulierte Wasserstoff auf dem Weißen Zwerg, so heizt dies den Begleitstern auf, und die Massentransferrate bleibt auch nach dem Ausbruch hoch genug, um das Doppelsternsystem als einen novaähnlichen Veränderlichen erscheinen zu lassen.&lt;br /&gt;
* Erst einige Jahrhunderte &amp;#039;&amp;#039;nach&amp;#039;&amp;#039; dem Novaausbruch sinkt die Massentransferrate so stark, dass die Akkretionsscheibe wenigstens zeitweise in ihren Ruhezustand zurückfallen kann, was der Z-[[Giraffe (Sternbild)|Cam]]-Untergruppe der Zwergnovae entspricht. Diese Sternklasse sollte daher der beste Kandidat für eine Suche nach [[Nova (Stern)#Novaüberrest|Novaüberresten]] um Zwergnovae sein; solche Überreste entstehen, wenn bei klassischen Novae ein Teil des akkretierten Materials abgeworfen wird. In der Tat sind bisher nur um zwei Z-Cam-Sterne, nämlich um Z&amp;amp;nbsp;Cam und um AT&amp;amp;nbsp;[[Krebs (Sternbild)|Cnc]], schwache Novaüberreste gefunden worden. Ihre Expansionsgeschwindigkeiten lassen jeweils auf einen Ausbruch vor mehr als 1000&amp;amp;nbsp;Jahren schließen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Michael M. Shara, Trisha Mizusawa, Peter Wehinger, David Zurek, Christopher D. Martin, James D. Neill, Karl Forster, Mark Seibert |Titel=AT Cnc: A Second Dwarf Nova with a Classical Nova Shell |Sammelwerk=Astrophysics. Solar and Stellar Astrophysics |Datum=2012 |arXiv=1208.1280}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieselben kataklysmischen Veränderlichen können sowohl Novae- als auch Zwergnovaeausbrüche zeigen, z.&amp;amp;nbsp;B. [[GK&amp;amp;nbsp;Persei]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Röntgenstrahlung ===&lt;br /&gt;
Von allen nahen Zwergnovae konnte [[Röntgenstrahlung]] nachgewiesen werden. Die Strahlung ist in den Ruhephasen schwach und steigt während der Ausbrüche um einen Faktor&amp;amp;nbsp;100 an. Dabei hinkt der Anstieg der Röntgenstrahlung dem der optischen um einige Stunden hinterher.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Quelle der energiereichen Röntgenstrahlung scheint die [[Fluiddynamische Grenzschicht|Grenzschicht]] zwischen der Akkretionsscheibe und dem Weißen Zwerg zu sein. Die Strahlung entsteht dadurch, dass in dieser Grenzschicht die Materie in der Akkretionsscheibe von der [[Zweikörperproblem|Keplergeschwindigkeit]] auf die wesentlich langsamere [[Winkelgeschwindigkeit|Rotationsgeschwindigkeit]] des Weißen Zwergs abgebremst werden muss.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=S. Balman, P. Godon, E. M. Sion, J.-U. Ness, E. Schlegel, P. E. Barrett, P. Szkody |Titel=XMM-Newton observations of the dwarf nova RU Peg in quiescence: Probe of the boundary layer |Sammelwerk=Astrophysics. Solar and Stellar Astrophysics |Datum=2011 |arXiv=1108.2662v1}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach dem Modell der Akkretionsscheibeninstabilität erhöht sich irgendwo in der Scheibe die Viskosität, und diese Änderung breitet sich über die Scheibe aus. Wenn die erhöhte Viskosität und damit der erhöhte [[Durchsatz]] von Materie die Grenzschicht erreicht, steigt die Röntgenstrahlung an.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ReferenceA&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Walter Lewin, Michael van der Klies |Titel=Compact Stellar X-ray Sources (Cambridge Astrophysics) |Verlag=Cambridge University Press |Ort=Cambridge |Datum=2010 |ISBN=978-0-521-15806-0}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein geringer Teil der Röntgenstrahlung kann durch [[Wärmestrahlung]] des Weißen Zwergs entstehen, der durch die Akkretion aufgeheizt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unabhängig von der [[Bahnneigung]], unter der die Zwergnova von der Erde aus betrachtet wird, zeigen viele [[Röntgenspektroskopie|Röntgenspektren]] Anzeichen für zirkumstellare [[Absorption (Physik)|Absorption]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Parallel zu dieser Beobachtung im Bereich der Röntgenstrahlung können im Optischen [[P-Cygni-Profil]]e auftreten. Dies wird als Anzeichen für einen &amp;#039;&amp;#039;Scheibenwind&amp;#039;&amp;#039; analog einem [[Sternwind]] interpretiert. Ein Abströmen von Materie aus einer Akkretionsscheibe ist auch bei anderen Objekten wie [[Röntgendoppelstern]]en, [[T-Tauri-Stern]]en usw. vermutet worden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Kei Saitou u. a. |Titel=Suzaku X-Ray Observation of the Dwarf Nova Z Camelopardalis at the Onset of an Optical Outburst |Sammelwerk=Astrophysics. Solar and Stellar Astrophysics |Datum=2012 |arXiv=1202.6226v1}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei einer hohen Akkretionsrate kann es zu einem permanenten [[Wasserstoffbrennen]] auf der Oberfläche des Weißen Zwerges kommen. Da nur eine dünne [[Sternatmosphäre|Atmosphäre]] über der Zone mit den thermonuklearen Reaktionen nach dem [[CNO-Zyklus|Bethe-Weizsäcker-Zyklus]] liegt, tritt extrem weiche Röntgenstrahlung aus. Aufgrund dieser niederenergetischen Röntgenstrahlung werden diese Systeme auch als [[superweiche Röntgenquelle]] bezeichnet. Es handelt sich dabei um klassische Novae im Ausbruch in einem Zeitraum von wenigstens Jahrzehnten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Joseph Patterson, John R. Thorstensen, Robert Fried, David R. Skillman, Lewis M. Cook and Lasse Jensen |Titel=Superhumps in Cataclysmic Binaries. XX. V751 Cygni |Sammelwerk=Publications of the Astronomical Society of the Pacific |Band=113 |Datum=2001 |Seiten=72–81 |DOI=10.1086/317973}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Oszillation ===&lt;br /&gt;
In den Ausbrüchen einiger Zwergnovae und Novaähnlicher wurden [[Sinus und Kosinus|sinusförmige]] Helligkeitsschwankungen geringer [[Amplitude]] (bis 0,02 %) und mit Zyklendauern von 5 bis 40&amp;amp;nbsp;Sekunden nachgewiesen. Diese Schwankungen werden als Zwergnova[[Schwingung|oszillationen]] (engl. &amp;#039;&amp;#039;dwarf nova oscillation&amp;#039;&amp;#039;) bezeichnet. Jeder Stern hat dabei seine eigene charakteristische [[Frequenz]], die allerdings ebenso wie die Amplitude großen Schwankungen während eines Ausbruchs und zwischen verschiedenen Ausbrüchen unterworfen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zwergnovaoszillationen sind im optischen und im [[Ultraviolettastronomie|ultravioletten]] Bereich sowie im Bereich der weichen Röntgenstrahlung detektiert worden. Aufgrund der hohen Energie der Röntgenstrahlung wird der Ursprung der Zwergnovaoszillationen in der Nähe des Weißen Zwerges vermutet und könnte von einer Veränderung der Akkretion durch ein schwaches [[Magnetfeld]] des Weißen Zwerges hervorgerufen werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Patrick A. Woudt, Brian Warner |Titel=Dwarf Nova Oscillations and Quasi-Periodic Oscillations in Cataclysmic Variables: I. Observations of VW Hyi |Sammelwerk=Monthly Notice of the Royal Astronomical Society |Band=333 |Datum=2002 |Seiten=411–422 |DOI=10.1046/j.1365-8711.2002.05415.x}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein ähnliches Phänomen stellen die &amp;#039;&amp;#039;quasiperiodischen Oszillationen&amp;#039;&amp;#039; dar, die bei einigen kataklysmischen Veränderlichen parallel zu den Zwergnovaoszillationen beobachtet wurden. Der Unterschied zwischen beiden Helligkeitsschwankungen liegt in der geringeren Periodenstabilität der quasiperiodischen Oszillationen und in der Länge der [[Periode (Physik)|Periode]], die bei den quasiperiodischen Oszillationen in der Größenordnung von einigen 100&amp;amp;nbsp;Sekunden liegt. Eventuell entsprechen die quasiperiodischen Oszillationen der Zwergnovae denen der [[Röntgendoppelstern#Quasiperiodische Oszillationen|Röntgendoppelsterne]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Untergruppen ==&lt;br /&gt;
Der [[General Catalogue of Variable Stars]] stellt folgende Struktur auf:&lt;br /&gt;
* [[U-Geminorum-Stern]]e (UG): diese Sterne bilden die Überkategorie der Zwergnovae benannt nach dem veränderlichen Stern [[U Geminorum]]. Der Stern selbst wird allerdings auch zur Untergruppe der SS-Cygni-Sterne gerechnet und bildet zusammen mit diesem auch den Prototyp dieser Untergruppe.&lt;br /&gt;
** [[SS-Cygni-Stern]]e (UGSS): Diese Untergruppe der Zwergnovae zeigt ausgeprägte Ruhephasen im kleinsten Licht, die annähernd regelmäßig von Ausbrüchen unterbrochen werden. Der Anstieg ins Maximum ist schneller als der Abstieg zurück zur Ruhehelligkeit.&lt;br /&gt;
** [[Z-Camelopardalis-Stern]]e (UGZ): Die Stillstände im kleinsten Licht sind sehr kurz. Zeitabschnitte mit Helligkeitswechsel werden zeitweilig durch Intervalle mit nahezu konstantem Licht unterbrochen. Der Stillstand beginnt im Helligkeitsabstieg aus dem Maximum und endet in einem Minimum.&lt;br /&gt;
** [[SU-Ursae-Majoris-Stern]]e (UGSU): Bei dieser Untergruppe treten neben normalen auch sogenannte Superausbrüche auf. Diese sind etwa 0,7&amp;amp;nbsp;mag heller und dauern drei- bis fünfmal länger. Zusätzlich treten sogenannte [[Superhump]]s auf. Das sind geringe dem Maximum überlagerte Helligkeitsänderungen mit einer Periode, die ein paar Prozent länger ist als die Umlaufdauer des [[Doppelsternsystem]]s. Beispiel: [[VY Aquarii|VY&amp;amp;nbsp;Aqr]].&lt;br /&gt;
*** TOAD (Tremendous Outburst Amplitude Dwarf novae): Der Unterschied zu den SU-UMa-Sternen besteht im Fehlen der normalen Ausbrüche. Ausschließlich Superausbrüche werden bei den auch „[[WZ Sagittae|WZ-Sagittae]]-Sterne“ genannten Zwergnovae beobachtet. Im Variable Star Index (VSX) werden die WZ-Sagittae-Sterne (UGWZ) als Untergruppe der SU-Majoris-Sterne betrachtet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;VSXEntry&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.aavso.org/vsx/index.php?view=about.vartypes |titel=VARIABLE STAR TYPE DESIGNATIONS IN VSX |werk=VSX |hrsg=[[AAVSO]] |abruf=2019-04-25}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Gruppen von Sternen zeigen Zwergnova-Ausbrüche, die meisten werden aber den Novae zugeordnet:&lt;br /&gt;
* UX-UMa-Sterne: Die novaähnlichen sind Zwergnovae im permanenten Ausbruch und zeigen im Spektrum [[Absorptionslinie]]n.&lt;br /&gt;
* RW-Tri-Sterne: Bei diesen novaähnlichen Doppelsternen handelt es sich um Zwergnovae im permanenten Ausbruch und sie zeigen im Spektrum [[Emissionslinie]]n.&lt;br /&gt;
* VY-Scl-Sterne: Diese Zwergnovae ähneln den UX-UMa-Sternen. Sie zeigen manchmal ein Minimum und kehren nach kurzer Zeit wieder zum Maximum zurück. Sie werden daher auch „Anti-Novae“ genannt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Brian Warner |Titel=Cataclysmic Variable Stars |Verlag=Cambridge University Press |Ort=New York |Datum=2003 |ISBN=0-521-54209-X}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zuordnungen ===&lt;br /&gt;
Die Klassifizierung der Zwergnovae ist nicht immer ganz eindeutig. So zeigte im Jahre 1985 der Prototyp der normalen Zwergnovae, [[U&amp;amp;nbsp;Geminorum]], ein Supermaximum mit einer Ausbruchsdauer von 39 statt 12&amp;amp;nbsp;Tagen und dem Auftreten von Superhumps.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Superausbrüche der SU-Ursae Maioris-Sterne und TOADs erfordern einen anderen Mechanismus als den von normalen Maxima. Dabei entwickeln sich alle Superausbrüche aus einem fehlgeschlagenen normalen Ausbruch und diese Systeme haben eine [[Umlaufdauer]] von weniger als 2&amp;amp;nbsp;Stunden. Während eines Superausbruchs wird bis zu 80 % der in der Akkretionsscheibe gespeicherten Masse auf den Weißen Zwerg transferiert im Vergleich zu wenigen Prozent bei den U-Gem-Sternen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=John K. Cannizzo |Titel=The Shape of Long Outbursts in U Gem Type Dwarf Novae from AAVSO Data |Sammelwerk=Astrophysics. Solar and Stellar Astrophysics |Datum=2012 |arXiv=1208.5477}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In der Literatur werden drei Modelle diskutiert:&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=E. Kuulkers u. a. |Titel=Secular changes in the quiescence of WZ Sge: the development of a cavity in the inner disk |Sammelwerk=Astrophysics. Solar and Stellar Astrophysics |Datum=2011 |arXiv=1001.4975}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Ein normaler Ausbruch führt zu einer Erwärmung des Begleiters, der daraufhin mehr Masse an die Akkretionsscheibe verliert und dies startet den Superausbruch.&lt;br /&gt;
* Die Akkretionsscheibe wächst während einer normalen Eruption soweit an, dass es am äußeren Rand der Scheibe unter dem Einfluss einer 3:1-[[Resonanz (Physik)|Resonanz]] mit dem Begleiter zu erhöhter Reibung kommt. Dies führt zu einem erhöhten Materiefluss in Richtung auf den [[Weißer Zwerg|Weißen Zwerg]] und damit zu einem Superausbruch.&lt;br /&gt;
* Nach dem dritten Modell ist ein Superausbruch das Ergebnis einer normalen Variation der Eruptionen. Auch die Prototypen SS-Cyg und U-Gem zeigen einen Wechsel zwischen schmalen und weiten Maxima. Der Unterschied zwischen den beiden Arten ist der Verlauf der Erwärmungsfront, die bei schmalen Eruptionen von innen nach außen läuft und bei den weiten Ausbrüchen von außen nach innen. Weil bei SU-UMa-Sternen die weiten Ausbrüche seltener sind, zeigen sie sich als Superausbrüche. Ununterbrochene Beobachtungen mit dem [[Kepler (Weltraumteleskop)|Kepler-Satelliten]] an den SU-UMa-Sternen V1504&amp;amp;nbsp;Cyg und V344&amp;amp;nbsp;Lyr unterstützen Modell&amp;amp;nbsp;2, das auch als „Thermal-Tidal-Instability-Modell“ bezeichnet wird.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Yoji Osaki u. a. |Titel=The Cause of the Superoutburst in SU UMa Stars is Finally Revealed by Kepler Light Curve of V1504 Cygni |Sammelwerk=Astrophysics. Solar and Stellar Astrophysics |Datum=2012 |arXiv=1212.1516}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vorkommen in Sternkatalogen ===&lt;br /&gt;
Der [[General Catalogue of Variable Stars]] listet aktuell etwas über 400 Sterne (knapp 1 % der Sterne in diesem Katalog), welche in eine Untergruppe der Zwergnovae eingeteilt werden. Davon werden nicht ganz 200 mit dem Kürzel &amp;#039;&amp;#039;UG&amp;#039;&amp;#039; für U-Geminorum-Sterne, etwa 120 mit &amp;#039;&amp;#039;UGSU&amp;#039;&amp;#039; den SU-Ursae-Majoris-Sternen und etwa 80 mit &amp;#039;&amp;#039;UGSS&amp;#039;&amp;#039; den SS-Cygni-Sternen zugeordnet. Die Z-Camelopardalis-Sterne bilden mit etwa 25 Stück die kleinste Untergruppe. Zu dieser Gruppe hinzu kommen noch etwas über 100 vermutete Zwergnovae.&amp;lt;ref name=&amp;quot;GCVS1&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle| url=http://www.sai.msu.su/gcvs/gcvs/vartype.htm| titel= Variability types General Catalogue of Variable Stars, Sternberg Astronomical Institute, Moscow, Russia| abruf=2019-09-28}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwandte Ausbrüche ==&lt;br /&gt;
Das Modell der Akkretionsscheibeninstabilität wird nicht nur für die Beschreibung der Ausbrüche von Zwergnovae verwendet, sondern auch für folgende Phänomene:&lt;br /&gt;
* Bei den [[Röntgennova]]e oder &amp;#039;&amp;#039;Soft X-ray transits&amp;#039;&amp;#039; fällt aus einer Akkretionsscheibe Materie auf einen [[Kompaktheit (Masse)|kompakten]] Stern, der wahrscheinlich ein [[Schwarzes Loch]] ist. Da der kompakte Begleiter einen kleineren Radius und ein größeres [[Gravitationspotential|gravitatives Potential]] besitzt als ein Weißer Zwerg, kann die Materie auf engeren Bahnen um das Schwarze Loch kreisen und dabei höhere Temperaturen erreichen. Deshalb wird bei den &amp;#039;&amp;#039;Soft X-ray transits&amp;#039;&amp;#039; der überwiegende Teil der Strahlung im Röntgenbereich beobachtet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ReferenceA&amp;quot; /&amp;gt; Die Röntgennovae erhalten wie die Zwergnovae die Materie von einem Begleiter in einem Doppelsternsystem, der seine [[Roche-Grenze]] überschritten hat.&lt;br /&gt;
* Die [[AM-Canum-Venaticorum-Stern]]e entsprechen in vielen Eigenschaften den Zwergnovae. Nur die [[Umlaufdauer]] der ausbrechenden Doppelsternsysteme ist mit 20 bis 40&amp;amp;nbsp;Minuten kürzer, da der Begleiter des Weißen Zwerges ein teilweise [[Entartung (Quantenmechanik)|entarteter]] Heliumstern ist. Die zwergnovaeartigen Ausbrüche treten in einer Akkretionsscheibe um den Weißen Zwerg auf, die überwiegend aus Helium besteht. Daneben sind [[Superhump]]s auch bei kurzperiodischen AM-CVn-System mit Umlaufdauern zwischen 5 und 20&amp;amp;nbsp;Minuten beobachtet worden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=G. Nelemans |Titel=AM CVn stars |Sammelwerk=Astrophysics. Solar and Stellar Astrophysics |Datum=2005 |arXiv=astro-ph/0409.676v2}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Bei den [[FU-Orionis-Stern]]en wird die Akkretionsscheibe von einer [[Protostern|protostellaren]] Wolke gespeist. Auch bei diesen jungen Einzelsternen kann es zu einer Überladung der Scheibe kommen, die bei einem erhöhten Massentransfer aufleuchtet. Da die protostellaren Akkretionsscheiben einen größeren Durchmesser haben als die Scheiben um einen Weißen Zwerg in einem kataklysmischen Doppelsternsystem, dauern die Ausbrüche bis zu mehreren Jahrzehnten lang an.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Lee Hartmann |Titel=Accretion Processes in Star Formation (Cambridge Astrophysics) |Verlag=Cambridge University Press |Ort=Cambridge |Datum=2001 |ISBN=978-0-521-78520-4}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beispiele ==&lt;br /&gt;
* [[U Geminorum]], [[SU Ursae Majoris]], [[SS Cygni]], [[Z Camelopardalis]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Dwarf novae|Zwergnova}}&lt;br /&gt;
* [https://www.bav-astro.de/index.php/veraenderliche/kataklysmische-und-eruptive Bundesdeutsche Arbeitsgemeinschaft für Veränderliche Sterne e.&amp;amp;nbsp;V. (BAV), Sektion Kataklysmische und Eruptive]&lt;br /&gt;
* [https://sites.google.com/site/aavsocvsection/ CVnet – Cataclysmic Variable Network: ACTIVITY AT A GLANCE (neulich entdeckte Zwergnovaausbrüche, auf Englisch)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Astronomisches Ereignis]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nova (Stern)|!]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sternklasse der Kataklysmisch Veränderlichen Sterne]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Wassermaus</name></author>
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